Nach vorne geschoben…

Während in Erfurt der Karnevalsumzug unterwegs war, hat sich unser Team von Schwarz-Weiß Erfurt in der Tabelle einen Platz nach oben geschoben. Mit dem 3:0 Sieg in Hamburg sind wir nun vorerst an Wiesbaden vorbei gezogen und auf Platz 7 der Bundesligatabelle. Wenn dies bis zum Saisonende so bleibt, wäre dies der erhoffte erfolgreiche Abschluss einer Saison, in der wir neben den drei Aufsteigern auch eine der etablierten Mannschaften hinter uns lassen wollten. Für uns steht noch das wichtige Spiel in Borken am 4.3. auf dem Programm und Wiesbaden könnte noch in Hamburg punkten. Es bleibt spannend bis zum letzten Spieltag der Hauptrunde. Nachfolgend der Spielbericht und die herzliche Einladung zum nächsten Heimspiel gegen Aachen am kommenden Samstag.  

Im Sonntagspiel gewinnt Schwarz-Weiß Erfurt nach 74 Spielminuten mit 3:0 bei den ETV Hamburger Volksbank Volleys und klettert in der Tabelle auf Platz sieben.

Das Ziel der Erfurterinnen für die Partie in der Hansestadt war klar: Einen Sieg einfahren und den VC Wiesbaden, der am Vortag in heimischer Halle Suhl mit 0:3 unterlag, in der Tabelle überholen. Beides gelang, wenn auch das 3:0 deutlicher aussah als es tatsächlich war. Erfurt war aus dem Hinspiel und auch wegen einiger Satzgewinne der Hanseaten gegen etablierte Teams gewarnt. Die kleine, enge Heimstätte der Volksbank Volleys, die mit 573 Zuschauern restlos ausverkauft war, war zudem ein wirklicher Heimvorteil für die Gastgeberinnen.

Eine 3:0-Führung der SWE-Damen zu Spielbeginn war ein gelungener Start, wurde aber sofort durch den ETV egalisiert. Fortan entwickelte sich ein ausgeglichenes Match, in dem Erfurt zahlreich mit „Tippbällen“ punktete, aber die Durchschlagskraft im Angriff vermissen ließ. So gewann Hamburg die langen Rallyes und machte es den Thüringerinnen schwer. Erst zum Satzende konnten sich die Gäste etwas absetzen, brauchten aber den letzten von drei Satzbällen, den Alianza Darley zum 25:23 verwandelte.

Satz zwei begann ausgeglichen (4:4), ehe Schwarz-Weiß aus einer starken Feldverteidigung heraus mit einem Zwischenspurt entscheidend auf 16:9 davonzog. Beim 21:11 schickte Pablo Sanchez Nachwuchstalent Rosalie Tetzel, die für die weiter erkrankte Alina Zellin in der Kader rutschte, ans Netz. Diese bedankte sich mit einem schönen Angriffspunkt über die Mitte zum 23:14. Ihre Passgeberin, Emilie Respaut, machte kurz darauf mit einem Ass zum 25:15 den Deckel drauf.

Erfurt startete mit einer schnellen 10:5-Führung in den dritten Satz und schien nun zügig das Spielende herbeiführen zu wollen. Der Sechs-Punkte-Vorsprung kurz danach (13:7) ließ zunächst keine Zweifel aufkommen. Doch weit gefehlt, Hamburg konterte mit einer 7:1-Serie zum Ausgleich. Etwas Glück beim 18:17 für die Gäste, dass Schiedsrichter Gunnar Seiler einen ETV-Angriff als technisch unsauber wertete und Erfurt den Punkt zum 19:17 zusprach. Der tapfer kämpfende Aufsteiger war nahe dran, den Satz zu kippen. Die favorisierten Gäste, die mit der mittlerweile auf dem Spielfeld stehenden Libera Mia Stauß viele Bälle verteidigten, zitterten sich ins Satzfinish. Auch, weil bis auf Alianza Darley keine Angreiferin wirklich durchschlagskräftig agierte. So rief Erfurts Coach beim 23:23 seine Spielerinnen nochmal zu einer Auszeit an die Seitenlinie. Dann packten Isabel Kovacic und Alianza Darley doch nochmal kräftig und überzeugend zu und machten die letzten beiden Punkte.

Erfurt hatte sich ins Ziel gezittert, nahm ohne Satzverlust (was nicht jedes Team von sich behaupten kann) drei Punkte aus Hamburg mit auf die Heimreise und darf sich über den kleinen Sprung in der Tabelle freuen. Eine gute Block-/Feldverteidigung und ein sehr variables Zuspiel waren die Sieggaranten des Nachmittags. Am kommenden Wochenende gilt es, den erklommenen Platz im Heimspiel gegen Aachen zu verteidigen. (St.S.)

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