Blogeinträge

65 Jahre ega

Herzlichen Glückwunsch zum 65. Geburtstag unserer ega! Vor 65 Jahren wurde sie als internationale Gartenbauausstellung eingeweiht. Viele Erfurterinnen und Erfurter haben selbst am Bau mitgewirkt und so gab es immer eine ganz besondere Verbindung zum größten Garten Thüringens. Wie jede Erfurterin und jeder Erfurter verbinde auch ich mit dem egapark ganz wunderbare Erinnerungen.

Die Tanzstundenabschlussbälle waren legendär und die Buga vor vier Jahren hat der ega wieder alten Glanz und das Danakil gebracht. Fünf Jahre durfte ich auch Aufsichtsratsvorsitzender der ega sein. Sehr gerne war ich deshalb gester bei der Feier zum Jubiläum im Danakil mit dabei. Ministerpräsident Mario Voigt und Oberbürgermeister Andreas Horn fanden berechtigt viele lobende Worte für die ega und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Bilder von der ega

Feiern mit den Champions

Traditionell gibt es am Ende der Saison beim TSBV zwei Veranstaltungen. Bei der Laistungssportkonferenz wird gemeinsam mit den Trainern und den Vereinen die Saison ausgewertet und es werden die Kader für die neue Saison bekanntgegeben und bestätigt. Am Mittwoch haben wir uns dazu in Oberhof getroffen und die Bilanz der olympischen Saison gezogen.

Sieben Medaillen bei den Olympischen Spielen, 9 bei den Europameisterschaften, zwei Mal Gold bei der U23 und U20 EM, sieben Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften, zwei Mal der 2. und zwei Mal der dritte Platz im Gesamtweltcup und dazu noch zahlreiche Titel bei der JWM, JEM und DJM und Podestplätze in den Gesamtwertungen der JWC und beim ContiCup. Diese lange Erfolgsliste haben wir dann am Donnerstag mit rund 40 Sportlerinnen und Sportlern mit einem italienischen Buffet ebenfalls in Oberhof gefeiert.

Bilder Leistungssportkonferenz

Bilder Championsabend

75 Jahre nach der Hinrichtung in Moskau: Erfurt hält die Erinnerung an drei junge Schicksale wach

Im Dezember 2026 jährt sich zum 75. Mal der Todestag der Jugendlichen Annemarie Becker, Manfred Hochhaus und Johannes Blochmann. Die drei jungen Erfurter waren Teil einer Schicksalsgemeinschaft von insgesamt 14 Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, die zwischen 1950 und 1953 Opfer willkürlicher Verhaftungen durch die sowjetische Besatzungsmacht wurden. Ihr Schicksal teilt das Leid von mehr als 100 Thüringern, die in jener Zeit unschuldig verurteilt wurden.

Am Heiligen Abend des Jahres 1951 endete ihr Leben gewaltsam durch Hinrichtung im Moskauer Butyrka-Gefängnis – ein dunkles Zeugnis politischer Willkür, das erst Jahrzehnte später eine juristische Korrektur erfuhr. Am 5. Februar 1996 rehabilitierte die russische Militärstaatsanwaltschaft die drei Erfurter offiziell und erkannte damit das an ihnen begangene Unrecht an.

„Für uns erwächst daraus die moralische Verpflichtung, stellvertretend für die vielen namenlosen Opfer an dieses Schicksal in gebührender Weise zu erinnern. Bereits vor zwölf Jahren hatte die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung auf dieses Unrecht aufmerksam gemacht und die entsprechende Drucksache zur Würdigung der Opfer in die Straßennamenkommission eingebracht“, so Stadtrat Michael Panse (CDU).

Dieser langjährige Einsatz mündete nun in einem konkreten Ergebnis:

Gemäß der Empfehlung der Kommission wurden am 30. April 2026 im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Umwelt und Verkehr drei Straßen im Wohngebiet „Beim bunten Mantel“ nach Manfred Hochhaus, Annemarie Becker und Johannes Blochmann benannt.

„Diese Benennungen dienen nicht nur der nachträglichen Würdigung der unschuldigen Opfer, sondern halten die Erinnerung an die Besatzungswillkür für künftige Generationen lebendig und mahnen zur Wachsamkeit gegenüber jedem Unrecht. Um dieses Gedenken auch menschlich zu vertiefen, beabsichtigt die CDU-Fraktion, die Verwandten von zwei der Hingerichteten über die Benennung zu unterrichten und im feierlichen Rahmen eine Gedenkveranstaltung zu organisieren. Damit soll sichergestellt werden, dass die Geschichte dieser jungen Menschen nicht nur ein Teil der Stadtchronik bleibt, sondern als lebendiges Mahnmal für die Freiheit verstanden wird.

Wir sind dankbar, dass im heutigen Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Umwelt und Verkehr die Widmung der Straßen im Wohngebiet „Beim bunten Mantel“ einmütig beschlossen wurde“, erklärt Panse abschließend.

Am Israel Chai

Am Israel Chai – Das Volk Israel lebt! Diese klare Aussage passt wunderbar zum 78. Unabhängigkeitstag des Staates Israel. Der Botschafter des Staates Israel, S.E. Ron Prosor, der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer, sowie der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, haben heute zum Empfang in die Leipziger Messe anlässlich des  Unabhängigkeitstages eingeladen.

Der Abend fand unter aufwändigen Schutz mit viel Polizei statt und dies rückte ins Bewusstsein, wie schwierig es derzeit in Deutschland ist, sich zu Israel und unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu bekennen und sich für den Kampf gegen Antisemitismus zu engagieren. Es tat ausgesprochen gut zu erleben, wie viele Menschen es dennoch tun.

Der Empfang war wie ein großes Familientreffen und der Saal war gut gefüllt. Die drei Reden der Einladenden betonten sie Solidarität mit Israel. Für zusätzliche Begeisterung sorgte der Auftritt des israelischen Sängers und Schauspielers Idan Amedi. Die Musik von Idan kannte ich im Gegensatz zu den mitsingenden israelischen Fans im Saal noch nicht. Allerdings habe ich sämtliche Folgen von der israelischen mehrteiligen Serie Fauda gesehen und ab der Serie 2 ist er einer der Fauda-Stars. Nach dem 7. Oktober 2023 wechselte er vom Film in reale Kampfeinsätze mit seiner Militäreinheit. Beim Einsatz als Reservist wurde er 2024 in Gaza schwer verwundet. Jetzt steht er wieder auf der Bühne und begeistert die Fans mit seiner Musik.

Neben israelischem Essen gab es am Abend viele Gelegenheiten zum Netzwerken. Visitenkarten wurden getauscht, Kontakte aufgefrischt und sich gegenseitig bestärkt. Mit Ron Prosor konnte ich ebenso sprechen wie mit der amerikanischen Generalkonsulin Jodi Breisler. Mit Ministerpräsident Michael Kretschmer und unserem CDU-Fraktionsmitarbeiter Jan Meyhöfer ging der Gedankenaustausch sogar viele Jahre zurück. In den 90gern waren Michael Kretschmer und ich jeweils Landesgeschäftsführer der Jungen Union und Jan war es bis vor zwei Jahren ebenfalls. 

Vielen Dank für einen wunderschönen Abend und viele mutmachende Gespräche.

Bilder und Videos des Abends

Anne Frank Ausstellung mit Peer Guides

Das Tagebuch der Anne Frank gehört zu den eindrucksvollsten Zeugnissen des Holocaust und es macht seine Autorin möglicherweise zum weltweit bekanntesten Holocaust Opfer. Bücher in über 80 Sprachen, Filme und Ausstellungen widmen sich dem Leben von Anne Frank. Schulen und Straßen sind nach ihr benannt und es gibt zahlreiche Erinnerungsformen. Was macht vor diesem Hintergrund die Eröffnung der heutigen Ausstellung “Lasst mich ich selbst sein” in Erfurt so besonders?

Die Antwort ist, dass diese Ausstellung, die es bereits seit 2015 gibt, mit Peer Guides präsentiert wird. Junge Menschen die straffällig geworden sind begleiten Gruppen durch die Ausstellung. Sie wurden zuvor vom Anne Frank Zentrum zu Peer Guides ausgebildet.

Sehr gerne habe ich bei der heutigen Ausstellungseröffnung in den Geschäftsräumen des Vereins UNITYED ein Grußwort gehalten und bin mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Ausstellungseröffnung ins Gespräch gekommen.

Anne Frank ist nur ein Opfer von 6 Millionen ermordeten Juden. Ihr Name steht im Buch der Namen in der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem, in dem inzwischen rund 5 Millionen Namen und Biographien erfasst sind. Den Opfern des Holocaust zu gedenken ist eine fortwährende Aufgabe. Bei der Bekämpfung des heutigen Antisemitismus müssen wir jedoch unbedingt mehr an Wissen und Hintergründen vermitteln und zugleich die Empathie und das Mitgefühl junger Menschen stärken. Ich hoffe, dass das Projekt der Anne Frank Ausstellung dazu einen Beitrag leisten wird. Für vier Wochen wird die Ausstellung in Erfurt gezeigt und noch können freie Termine für Gruppenbesuche gebucht werden.

Bilder der Eröffnung

Schwarz-Weiß-Fotografie

Ich war und bin ein Fan der Bilder von Günter Rössler! Seine Schwarz-Weiß-Aufnahmen waren in allen Illustrierten und Monatszeitschriften der DDR zu finden. Seine Modebilder zierten über Jahrzehnte die Titelblätter und seine Aktbilder im Magazin oder in der Jugendzeitschrift “Neues Leben” waren legendär. 1984 widmete der Playboy Günter Rössler eine 11seitige Reportage und dies obwohl oder weil seine Bilder sich so sehr vom Hochglanzimage der Playboy-Aktbilder unterschieden.

Im Kunsthaus Apolda ist noch bis zum kommenden Wochenende eine Ausstellung mit vielen seiner Werke zu sehen. Glücklicherweise habe ich es heute noch rechtzeitig nach Apolda geschafft. Viele der Schwarz-Weiß-Bilder erinnern an eine vergangenen Zeit – bei den Bilder mit Aufnahmen von Porträts aus Bulgarien, Albanien oder Prag sind auch Hintergründe mit im Bild. Die Frauen-Porträts und Akte sind hingegen zeitlos und erst beim betrachten der Bildinformationen stellt man fest, dass Bilder von 1998 direkt neben Bildern von 1984 platziert und kaum zu unterscheiden sind. Bis zu seinem Tod hat Günter Rössler überwiegend auf Farben verzichtet (außer bei Modebildern) und seinen Bildern im Fotolabor selbst den letzten Schliff gegeben.

Für mich war die Ausstellung auch eine Zeitreise. Seit ich 12 bin fotografiere ich. Mit 14 habe ich mir ein eigenes Labor eingerichtet und die Filme selbst entwickelt. Bis heute mag ich lieber Porträts, als Landschaften und bis heute faszinieren mich schwarz-weiße Bilder. Meine alte Laborausrüstung inklusive des Axomat-Entwicklungsgerätes steht zwar noch in der Garage – aber seit rund 30 Jahren ungenutzt.

Allerdings hat sich in all den Jahren auch bei mir die Art der Fotografie sehr gewandelt. Lange habe ich mich gegen die Digitalfotografie gewehrt und analog fotografiert. Und auch bis vor sieben Jahren habe ich auf Reisen grundsätzlich die Spiegelreflexkamera mit mehreren Objektiven mitgeschleppt. Bei Sportaufnahmen und schlechtem Licht ist meine Sony auch unbestritten bessern, als die Mobilkamera vom Telefon. Aber allen Fotoformen gemein ist, dass es auf die richtige Motivwahl ankommt.

Bilder aus Apolda      

15 Jahre ezra

Vor 15 Jahren war ich als Beauftragter für das Zusammenleben der Generationen im Thüringer Sozialministerium auch für den Bereich der Antidiskriminierungsarbeit zuständig. Zu der Zeit begann die Arbeit von ezra und deshalb konnte heute in einer Festveranstaltung daran erinnert werden.

ezra ist mit inzwischen 10 Mitarbeitenden in ganz Thüringen für die Beratung und Begleitung von Menschen, die von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt betroffen sind, zuständig. Danke für das kontinuierliche Engagement zu diesem Thema. Der bisherige Leiter Franz Zobel wurde heute verabschiedet und Theresa Lauß als neue Projektleitung begrüßt. Die Ostbeauftragte der Bundesregierung Frau Kaiser, Sozialministerin Frau Schenk und der Staatssekretär Herr Klein hielte Grußworte, in denen sie auf den fortwährenden Finanzierungsbedarf dieser wichtigen Arbeit verwiesen. Über 1.000 Menschen wurden in den zurückliegenden Jahren unterstützt.

Beim anschließenden Gedankenaustausch rückte schnell das Thema Antisemitismus in den Mittelpunkt. Ebenso wie der zunehmende Rechtsextremismus, macht uns der Antisemitismus Sorgen und der kommt aus allen Bereichen unserer Gesellschaft – rechten und linken Antisemitismus erleben wir genauso, wie muslimischen Antisemitismus. Ich werde mit ezra auch in Zukunft in diesem Bereich gerne zusammenarbeiten und ich bin dankbar für jeden Träger, der sich gegen Antisemitismus engagiert.

Bilder der Festveranstaltung 

CDU begrüßt Fördermittel für Erfurter Sportstätten – „Wichtiger Impuls für unsere Sportstadt“

Die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat begrüßt die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, im Rahmen des Förderprogramms zur Sanierung kommunaler Sportstätten erhebliche Mittel auch nach Thüringen fließen zu lassen. Von den rund 8 Millionen Euro profitieren unter anderem die Eissporthalle in Erfurt sowie weitere bedeutende Sportstandorte im Freistaat.

„Diese Entscheidung ist ein starkes Signal für den Sport in unserer Stadt und im gesamten Freistaat Thüringen. Die Förderung der Eissporthalle in Erfurt zeigt, dass die Bedeutung unserer Sportinfrastruktur auch auf Bundesebene anerkannt wird“, erklärt der sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Michael Panse. „Die Eissporthalle ist seit Jahrzehnten ein Aushängeschild des Erfurter Sports und ein zentraler Ort für Nachwuchs- und Spitzensport. Die nun bereitgestellten Mittel ermöglichten es, die Anlage zukunftsfähig weiterzuentwickeln und den Trainings- und Wettkampfbetrieb langfristig zu sichern. Investitionen in unsere Sportstätten sind deshalb Investitionen in die Zukunft unserer Stadt. Sie stärken nicht nur den Leistungssport, sondern auch den Breitensport, die Vereinsarbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so Panse weiter.

Auch der Fraktionsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Michael Hose MdB sieht in der Förderung ein wichtiges Zeichen: „Die Unterstützung durch den Bund ist eine große Chance für Erfurt. Sie ergänzt die Anstrengungen auf kommunaler Ebene und hilft uns dabei, dringend notwendige Sanierungen voranzubringen. Dass sich die intensive Interessenvertretung für unsere Stadt auf Bundesebene auszahlt, ist dabei ein besonders positives Signal.“

Die CDU-Fraktion betont, dass es nun darauf ankomme, die bereitgestellten Mittel zügig und zielgerichtet einzusetzen. Ziel sei es, die Erfurter Sportlandschaft nachhaltig zu stärken und sowohl traditionsreiche Einrichtungen als auch den Nachwuchsbereich weiter zu fördern.

„Erfurt ist eine Sportstadt mit großer Tradition und lebendiger Vereinsstruktur. Diese Förderung hilft uns, diesen Weg konsequent weiterzugehen und optimale Bedingungen für Sportlerinnen und Sportler aller Altersklassen zu schaffen“, so Hose abschließend.

Kooperation mit der Gedenkstätte Buchenwald

Die Gedenkstätte Buchenwald hat momentan, wie andere Gedenkstätten in Deutschland auch, mit den besonderen Herausforderungen des zunehmenden Antisemitismus zu kämpfen. Der stellvertretende Stiftungsdirektor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora Dr. Philipp Neumann-Thein berichtete mir bei meinem heutigen Besuch von der erheblich gestiegenen Aufwendungen für die Sicherheit und den Schutz der Gedenkstätte.

Im Umfeld des Gedenktages an die Befreiung des KZ Buchenwald stand die Gedenkstätte besonders im öffentlichen Blickpunkt, weil verschiedene Gruppierungen ihr kommen angekündigt hatten. Im Gegensatz zur übergroßen Mehrheit der Teilnehmer der offiziellen Gedenkveranstaltung (rund 900 Teilnehmer) wollten sie aber ihr eigenes politisches “Süppchen kochen” und vor allem mediale Aufmerksamkeit erlangen. Das dies den “Kufiyas in Buchenwald” und einigen anderen linken Gruppierungen nicht gelungen ist, hat auch mit einem umfangreichen Sicherheitskonzept zu tun.

Ein zweites Thema unseres Gesprächs war die Gedenkstättenarbeit mit Schulklassen. Angesichts vieler Anfragen von Schulklassen aus dem ganzen Bundesgebiet – das KZ Buchenwald ist bundesweit der bekannteste Gedenkort – kommen die Mitarbeiter der Gedenkstätte an Kapazitätsgrenzen. Um die Gruppen gut betreuen zu können, bedarf es nach unser beider Einschätzung eine intensive Vor- und Nachbereitung im Unterricht. Der Gedenkstättenbesuch kann nur nachhaltig wirken, wenn er sich nicht nur auf den offiziellen Programmteil beschränkt.

Ich bin den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gedenkstätte außerordentlich dankbar für ihre engagierte Arbeit. Wir haben miteinander vereinbart, dass wir eng kooperieren wollen und in der zweiten Jahreshälfte auch gemeinsame Veranstaltungen anbieten wollen.

Yom Ha’atzmaut Sameach!

3000 Jahre alt und 78 Jahre jung – das ist Israel. Das wird heute trotz aller Widrigkeiten auch gefeiert. Heute ist Yom Ha’atzmaut. Eigentlich schon seit gestern Abend, denn jüdische Feiertage beginnen am Abend. Der Jahrestag der Gründung Israels dem jüdischen Kalender ist heute. Nach dem gregorianischen ist dieser erst am 14. Mai.

Solange es jüdisches Leben gibt, solange gibt es schon Ausgrenzung, Vertreibung und Antisemitismus. Nach dem Holocaust und der Staatsgründung Israels ist der Antisemitismus in den letzten 78 Jahren nicht geringer sondern größer geworden. Dies hat leider viel mit mangelndem Wissen über die Entstehungsgeschichte des Staates Israel zu tun. Israel ist nach dem Holocaust und in Konsequenz des Holocaust entstanden. Wenn es Israel zuvor gegeben hätten, hätte es den Holocaust in der Form mit 6 Millionen ermordeten Juden nicht gegeben. Der junge Staat Israel musste sich vom Tag seiner Gründung an verteidigen und hat dies erfolgreich getan. Wenn Israel einen der zahlreichen Kriege verloren hätte, würde es Israel heute nicht mehr geben, denn genau dies ist das erklärte Ziel einiger Nachbarn. Wer mehr zur Staatsgründung Israels wissen will, dem empfehle ich die Broschüre der Landeszentrale für politische Bildung.

Ich habe einen klaren Kompass. Ich stehe zu Israel. ich freue mich über die Existenz des Staates Israel und deshalb auch über eine heute von Hessen angekündigte Bundesratsinitiative. Im Mai wird im Bundesrat eine Verschärfung des Strafrechts diskutiert. Wer zur Vernichtung des Staates Israel aufruft, oder solche Aufrufe unterstützt, soll rechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Zugleich soll Antisemitismus stärker verfolgt und geahndet werden. Mit meinen Kolleginnen und Kollegen Antisemitismusbeauftragten in Thüringen (es gibt sechs in öffentlichen Verwaltungen/Ministerien und Hochschulen/Universitäten) habe ich mich heute zu einer Besprechung getroffen und wir haben die Gesetzesinitiative ausdrücklich begrüßt.

Alles Gute zum heutigen Unabhängigkeitstag meinen israelischen Freundinnen und Freunden!