Zu inkonstant für Punktgewinn

Gestern Abend hatten wir unser vorletztes Heimspiel in der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga. Nach dem letzten Spiel gegen Dresden folgen die Playoffs, bei denen wir noch ein Heimspiel haben werden – gegen wen ist aber noch offen. Nach jetzigem Stand gegen den Meisterschaftsfavoriten Stuttgart. Im Spiel gegen Aachen hätten wir den 7. Platz festigen können, aber leider hat es trotz gutem Spiel nicht zum erwünschten Punktgewinn gereicht. Nachfolgend unser Spielbericht:

Schwarz-Weiß Erfurt lieferte den Ladies in Black Aachen lange einen großen Kampf, musste sich am Samstagabend dennoch nach 93 Spielminuten mit 1:3 (-22, 23, -11, -20) geschlagen geben.

Im Hinspiel gab es eine deutliche Klatsche für die SWE-Damen, was so nicht wieder passieren sollte. Die mageren 42 Punkte waren im Rückspiel bereits nach dem zweiten Satz übertroffen, als es 1:1 nach Sätzen stand. Erfurt hatte bis dahin dem Gegner und den knapp 900 Zuschauern ein packendes, unterhaltsames Spiel geliefert. Im ersten Satz blieb es bis zum 20:20 ein Spiel auf Augenhöhe, ehe die Gastgeberinnen abreißen lassen mussten. Der zweite Durchgang war die beste Phase des Spieles aus Erfurter Sicht. Bei ihnen lief es wie am Schnürchen, druckvoll in Aufschlag und erfolgreich mit schnellen Angriffen, Als Emilie Respaut mit einer Aufschlagserie von 14:9 auf 20:9 stellte, waren die Thüringerinnen enteilt. Gästetrainerin Mareike Hindriksen reagierte und brachte in Zuspiel, Mittelblock und Angriff drei frische Kräfte. Wechsel, die Auswirkung auf den weiteren Spielverlauf haben sollten. Aachen kämpfte sich ins Spiel zurück und ließ den Vorsprung der Schwarz-Weißen dahinschmelzen. Als „Elli“ Sandbothe den vierten Satzball zum 25:23 versenkte, hatte Erfurt den Satzgewinn gerade so ins Ziel gezittert.

Nach der zehnminütigen Pause kam Aachen mit demselben Elan aus der Kabine, mit dem sie zuvor stark aufkamen. Marit Zander und Karmena Struka blieben auf dem Feld, während Celine Jebens wieder ihre Position einnahm. Außerdem hatte Aachen mit der an diesem Abend überragenden Tsvetelina Illieva die Unterschiedsspielerinnen in ihren Reihen. Der Bulgarin gelangen insgesamt 31 Punkte (47 % Angriffsquote), davon allein fünf im Block und sieben am Aufschlag. Sie griff facettenreich an und war von den Gastgeberinnen nicht zu neutralisieren. Dass sie am Ende zur goldenen MVP erkoren wurde, war infolge ihrer Leistung nur logisch. Aachen überfuhr Erfurt im dritten Satz mit 25:11 und ging mit 2:1 Sätzen in Führung.

Das setze sich auch im vierten Satz fort. Als die „Ladies“ mit 11:3 vorn lagen und Pablo Sanchez bereits beide Auszeiten verbraucht hatte, drohte ein erneuter deutlicher Satzverlust. Doch Erfurt kämpfte sich zurück und war beim 15:17 wieder auf Tuchfühlung. Das Satzfinish gehörte wie im ersten Akt den Gästen. Als Kinga Szücs’ vierter Aufschlag im Netz hängen blieb, stand es 20:25 und somit 1:3 nach Sätzen. Aachen war der verdiente Sieger, weil sie konstanter spielten, in der Annahme stabiler waren, mit Illieva die überragende Angreiferin in ihren Reihen hatten und Mareike Hindriksen die entscheidenden Wechselspielerinnen von der Bank bringen konnte.

Bei Schwarz-Weiß zeigte Angreiferin Alianza Darley ebenfalls eine gute Angriffsleistung, dazu scorten auch die Mittelblockerinnen, was „Elli“ Sandbothe die silberne MVP-Medaille bescherte. Allerdings ließ die Qualität der Annahme im Spielverlauf nach, was ein Faktor dafür war, dass es nicht zu einem Punktgewinn reichte.

Durch die Niederlage und den gleichzeitigen Sieg von Wiesbaden in Münster (3:2) rutschte Erfurt wieder auf Platz acht ab. Die Chance zur Korrektur haben die SWE-Damen in anderthalb Wochen in Borken. (StS)

Foto: Sebastian Schmidt

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