Chancenlos im Ostderby

Das letzte Heimspiel der Hauptrunde sorgte noch einmal für eine volle Halle, aber leider nicht für Punkte auf Erfurter Seite. Kommenden Samstag geht es dann noch zum letzten Auswärtsspiel und dann folgen erstmals in der Vereinsgeschichte die Playoffs. Nachfolgend der Spielbericht vom Ostderby:

Das mitteldeutsche Derby war eine kurze und klare Angelegenheit. Gegen den Dresdner SC blieb Schwarz-Weiß Erfurt chancenlos und unterlag vor 1003 Zuschauern glatt mit 0:3 (-15, -12, -15).

Das Spielergebnis war bei realistischer Betrachtung vorher so zu erwarten. Zu klar waren die Vorzeichen vor der Partie. Während sich der DSC im Spitzenquartett mit der Konkurrenz aus Stuttgart, Schwerin und Suhl um die besten Plätze battelt, steht Schwarz-Weiß Erfurt fast fest zementiert auf Platz acht. Auch die enttäuschende Vorstellung am Mittwoch in Borken sorgte nicht für Zuversicht.

Symptomatisch startete die Partie vor großer Kulisse in der Riethsporthalle, darunter knapp 100 lautstarke Gästeanhänger. Dresden, das mit seinem Stammsechser auflief, wollte keine Zweifel aufkommen lassen, wer am internationalen Frauentag Chefin im Ring ist. Eine 8:1-Führung stellte frühzeitig die Weichen. Erfurt fing sich zwar etwas, aber nach dem vierten Satzball, verwandelt von Jette Kuipers, stand ein 15:25 auf der Anzeigetafel. Im zweiten Durchgang blieb Schwarz-Weiß bis zum 7:9 auf Schlagdistanz, jedoch sorgte eine starke Aufschlagserie von Amanda Siksna zum 7:16 wieder für deutliche Verhältnisse. Spätestens hier war jedem in der Halle klar, Erfurt würde den Gästen nicht das Wasser reichen können. Zu stark die Aufschläge des DSC, zu wackelig die Erfurter Annahme. Am Netz verteilte die spätere MVP, Emma Grome, die Bälle nach Belieben, was sich in der ausgeglichenen Punktestatistik aller Angreiferinnen widerspiegelt. Lorena Lorber Fijok machte den Sack zum 25:12 zu.

Im dritten Satz nach der zehnminütigen Pause ein kleiner funken Hoffnung unter den Erfurter Anhängern, als ihr Team mit 5:1 führte. Aber dieser Funken erlosch schnell, als der DSC auf 7:15 stellte. Der eingewechselten Miku Akimoto war es vorbehalten, mit einem Ass zum 25:15 die Partie nach lediglich knapp einer Stunde Spielzeit zu beenden.

Der hochverdiente Sieger darf sich noch Hoffnung machen, zum Ende der Hinrunde vielleicht noch auf Platz drei oder zwei zu springen. Erfurt hingegen bleibt vor dem abschließenden Spiel in Münster auf Platz acht hängen und wird sich in den Playoffs wohl mit dem Spitzenreiter Stuttgart duellieren. (St.S.)

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