Ich bin dem Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender außerordentlich dankbar für die Erarbeitung einer umfänglichen Stellungnahme “Gegen die antisemitische Vereinnahmung von KZ-Gedenkstätten” und zur Kampagne “Kufiyas in Buchenwald”. Ich habe selbstverständlich in der vergangenen Woche keinen Moment gezögert, sondern die Stellungnahme gemeinsam mit 18 Organisationen unterzeichnet.
Für den 12. April 2026, dem 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald, haben antisemitische Organisation dazu aufgerufen, in Weimar und Buchenwald zu demonstrieren. Für mich ist völlig klar, die Gedenkstätte Buchenwald ist natürlich ein Ort des Gedenkens und kein Ort des Antisemitismus! Israelbezogener Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft und auch in den demokratischen Parteien keinen Platz haben.
Leider zeigen uns aber die Beschlüsse der niedersächsischen Linken an diesem Wochenende, dass es sehr wohl Parteien gibt, in denen Antisemitismus sogar mehrheitsfähig ist. Ich bin einzelnen Linken durchaus dankbar, dass sie sich dagegen positionieren. Konsequent gehandelt hat aber der Brandenburger Antisemitismusbeauftragte Andreas Büttner und ist aus der Partei die Linke ausgetreten.