Ahmad Mansour in Weimar

Auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung, in Kooperation mit der DIG, war gestern Abend Ahmad Mansour in der Sendehalle in Weimar zu Gast. „Reden wir über Freiheit“ war der Titel der Veranstaltung und in der anschließenden Gesprächsrunde ging es überwiegend um Antisemitismus, den Iran und Israel, also genau die Themen, die die Menschen derzeit beschäftigen. Über 120 Gäste waren gekommen, um Ahmad Mansours Einführung zu hören. In der 15minütigen Rede kam Mansour schnell auf den Punkt. Insbesondere der muslimisch geprägte Antisemitismus ist sein Thema. Er schreibt Bücher, hält Vorträge und geht in Schulen. Mit seiner Mansour-Initiative für Demokratieförderung & Extremismusprävention (MIND prevention) gGmbH schafft er auch den Zugang in migrantische Strukturen und insbesondere die Entwicklung der jungen Generation liegt ihm am Herzen.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion konnte ich mit der FDP-Politikerin Linda Teuteberg, dem Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Reinhard Schramm und Ahmad Mansour das Thema vertiefen. Moderiert vom Journalisten Dr. Sebastian Haak ging es schnell um Bildungsdefizite bei der Antisemitismusprävention, Auswirkungen der sozialen Medien, Elternverantwortung und die Frage, wo Antisemitismus beginnt. Ausgesprochen dankbar bin ich für die klaren Worte und auch die Diskussion mit dem Publikum. Was müssen wir bei der Bekämpfung des Antisemitismus tun und ob ich optimistisch bin, dass dies Wirkung erzielt, wurde ich gefragt. Klare Antwort: Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter und alle Menschen, die mit jungen Menschen zu tun haben inhaltlich befähigen und motivieren gegen antisemitische Stereotypen zu argumentieren. Jüdisches Leben sichtbar und erlebbar machen. Den Dialog zwischen gesprächsbereiten Muslimen, Christen und Juden fördern. Letzteres gelingt freilich nur bei Menschen die noch kein geschlossenes Weltbild haben. Und letztlich solche Veranstaltungen wie gestern Abend durchführen, weil sie Menschen erreicht und ihnen Argumente mitgibt für Gespräche im persönlichen Umfeld.

Am 20. April 2026 wird das gleiche Veranstaltungsformat mit Ahmad Mansour, Reinhard Schramm und mir noch einmal im Kaisersaal in Erfurt stattfinden. Herzlichen Dank Christian Polozek-Becher, dem regionalen Büroleiter der Friedrich-Naumann-Stiftung für die wichtige Initiative und die Organisation.

Bilder aus Weimar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert