Zum Abschluss der 34. Jüdisch-Israelischen Kulturtage gab es noch einmal einen musikalischen Höhepunkt. Das Anna Margolina Quartet präsentierte ihr Album “Song of a Girl” & Yiddish Swing im Zughafen Erfurt. Soul und Jazz treffen bei ihnen auf jiddische Sprache und dies begeisterte das Publikum.
Zugleich bot der Abend die Gelegenheit sich bei den vielen Mitwirkenden des Festivals zu bedanken. Unsere Vereinsvorsitzende Dorothea Marx und ich als Vorstandsmitglied konnten auf ausgesprochen erfolgreiche, wenn auch schwierige Kulturtage zurückblicken. Die kurzfristigen Änderungen durch die aktuelle Situation im Nahen Osten war insbesondere für unseren Festivalleiter Johannes Gräßer eine Herausforderung, die an die Corona-Zeiten erinnerten. Vieles musste umgeplant werden und die meisten israelischen Künstlerinnen und Künstler konnten nicht anreisen. Vielen Dank insbesondere an Johannes, aber auch an sein Team, dass die Kulturtage dennoch so erfolgreich verlaufen sind.
Ich konnte an 10 Veranstaltungen teilnehmen – von denen ich sechs moderiert habe. Besonders eindrucksvoll fand ich die Veranstaltung mit Tanya Raab an der Erfurter Caritas-Berufsschule. 80 Schülerinnen und Schülern konnten wir jüdisches Leben vermitteln, indem Tanya ihr Buch vorstellte und darüber mit den Schülerinnen und Schülern gesprochen hat. Die Eröffnung der Fotoausstellung mit Bildern von Halina Hildebrand in Gera mit einem Vortrag zum 7. Oktober und wie sich danach Israel verändert hat war mir persönlich sehr wichtig. Unser Festivalanliegen, jüdisches Leben sichtbar zu machen und Solidarität mit Israel zu zeigen, wird auch in den nächsten Jahren das Programm bestimmen.
Seit 34 Jahren findet unser Festival statt. Seit 2010 kann ich daran als Vorstandsmitglied mitwirken. Beim durchblättern der Programm in dieser Zeit wurden viele Erinnerungen wach. Danke dafür, dass sich so viele Menschen in Thüringen für jüdische Kultur engagieren!