Die Bibliothek zeigt bis 30. April in der GeraTHek ausgewählte Fotografien von Halina Hildebrand, die in Israel nach dem 7. Oktober 2023 entstanden. Der Ausstellungstitel „Sei a Mensch“ erinnert dabei an Worte der im letzten Jahr verstorbenen Holocaustüberlebenden Margot Friedländer.
Michael Panse, Beauftragter der Thüringer Landesregierung für Jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemitismus, verwies darauf zur Ausstellungseröffnung im Rahmen der Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen. Gleichzeitig betonte er die Aktualität der Aussage hinter den Bildern auch zweieinhalb Jahre später.
Die Ausstellung entstand 2023/24 und war bereits zwei Mal in Erfurt, Meinigen und Mühlhausen zu sehen. In der Geraer Bibliothek werden Teile der ursprünglichen Ausstellung präsentiert; ein Begleittext, den man an der Servicetheke erhalten kann, bietet zusätzliche Informationen zu den Bildern. Zu sehen sind zerstörte Wohnhäuser, aufgetürmte Autowracks, Menschen mit leeren, ohnmächtigen Gesichtern – Momentaufnahmen aus einem verwundeten Land. „In einer Zeit, in der Vorurteile oft die Wahrnehmung verzerren, sucht meine Arbeit danach, eine Brücke zu schlagen und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Mitgefühl und Empathie wichtige Werkzeuge für den Abbau von Feindseligkeiten und Missverständnissen sind.“, so Halina Hildebrand.
Zu sehen ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Bibliothek. Der Eintritt ist frei.
Für die Kinderbibliothek überreichte Michael Panse das Buch „Dora Feigenbaum“ von Nora Düwell. Es ist das erste Kinderbuch, das sowohl gegenwärtiges jüdisches Leben als auch Antisemitismuserfahrungen in Leipzig aus jüdischer Perspektive kindgerecht thematisiert.