Berufungs- und Ehrungsveranstaltung des TSBV – Grundstock für die Erfolge von morgen

Nach Abschluss der erfolgreichen olympischen Saison hat der TSBV am Mittwoch in Oberhof den Fokus auf seinen Nachwuchs im Kufensport gerichtet. Geehrt wurden die erbrachten Leistungen, es wurden Kader berufen, Sportlerinnen und Sportler wurden verabschiedet und neue Talente am Sportgymnasium willkommen geheißen.

Der Rückblick auf die erbrachten Leistungen und die Bilanz der vergangenen Saison ist für den TSBV überwältigend.

Erwachsenenbereich:
Olympische Spiele – 3x GOLD, 2x SILBER, 2x BRONZE
Europameisterschaften allg. Klasse – 4 / 3 / 3
Deutsche Meisterschaften – 4 / 2 / 1

Nachwuchsbereich
U23/20 WM und JWM – 6 / 2 / 3
JEM 4 / 2 / 5
DJM 7 / 7 / 6

In den Gesamtwertungen Juniorenweltcup, Continentalcup und Europacup 5 / 6 / 3

Dies ist eine herausragende Bilanz in den 3 Sportarten. Dank gebührt dafür neben den Sportlerinnen und Sportlern, ihren haupt- und ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer sowie dem gesamten Staff um Mechaniker, Ärzten, Physios und den Engagierten in den Vereinen.

Die aktuelle Kaderstatistik zeigt die Stärke des TSBV. In die neue Saison geht der TSBV mit 6 Olympiakadern, 17 Perspektivkadern, 11 NK 1 Kadern und 16 NK 2 Kadern. Dazu kommen noch die insgesamt 38 Landes- und Entwicklungskader.
Ludwig Mannhardt erhielt für seinen Deutschen Meistertitel der allgemeinen Klasse im Skeleton die Verdienstnadel des TSBV in Silber. Theo Hempel erhielt für seinen Junioren-Weltmeistertitel als Anschieber im 4er Bob ebenfalls die Verdienstnadel des TSBV in Silber.

Drei besonders verdienstvolle Ehrenamtlerinnen wurden mit der Ehrennadel des TSBV ausgezeichnet. Yvonne Homann vom RRC Zella-Mehlis, Mandy Forch vom RSV´90 Schmalkalden und Viktoria Seidler vom RRV Sonneberg/Schalkau wurden für ihre langjährigen Verdienste geehrt.

Zu Beginn jeder sportlichen Karriere legen dabei die Vereine den Grundstein der Entwicklungen. Stellvertretend für alle Vereine unseres Verbandes wurden die zwei erfolgreichsten Vereine der vergangenen Saison, der BRC 05 Friedrichroda und der RSV´90 Schmalkalden für ihre Arbeit geehrt. 16 junge Sportlerinnen und Sportler wurden neu in die Kufensportfamilie am Bundesstützpunkt Oberhof aufgenommen. Sie werden in den nächsten Jahren bestens ausgebildet und sind die Basis für die Erfolge von morgen.

75 Jahre nach der Hinrichtung in Moskau: Erfurt hält die Erinnerung an drei junge Schicksale wach

Im Dezember 2026 jährt sich zum 75. Mal der Todestag der Jugendlichen Annemarie Becker, Manfred Hochhaus und Johannes Blochmann. Die drei jungen Erfurter waren Teil einer Schicksalsgemeinschaft von insgesamt 14 Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, die zwischen 1950 und 1953 Opfer willkürlicher Verhaftungen durch die sowjetische Besatzungsmacht wurden. Ihr Schicksal teilt das Leid von mehr als 100 Thüringern, die in jener Zeit unschuldig verurteilt wurden.

Am Heiligen Abend des Jahres 1951 endete ihr Leben gewaltsam durch Hinrichtung im Moskauer Butyrka-Gefängnis – ein dunkles Zeugnis politischer Willkür, das erst Jahrzehnte später eine juristische Korrektur erfuhr. Am 5. Februar 1996 rehabilitierte die russische Militärstaatsanwaltschaft die drei Erfurter offiziell und erkannte damit das an ihnen begangene Unrecht an.

„Für uns erwächst daraus die moralische Verpflichtung, stellvertretend für die vielen namenlosen Opfer an dieses Schicksal in gebührender Weise zu erinnern. Bereits vor zwölf Jahren hatte die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung auf dieses Unrecht aufmerksam gemacht und die entsprechende Drucksache zur Würdigung der Opfer in die Straßennamenkommission eingebracht“, so Stadtrat Michael Panse (CDU).

Dieser langjährige Einsatz mündete nun in einem konkreten Ergebnis:

Gemäß der Empfehlung der Kommission wurden am 30. April 2026 im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Umwelt und Verkehr drei Straßen im Wohngebiet „Beim bunten Mantel“ nach Manfred Hochhaus, Annemarie Becker und Johannes Blochmann benannt.

„Diese Benennungen dienen nicht nur der nachträglichen Würdigung der unschuldigen Opfer, sondern halten die Erinnerung an die Besatzungswillkür für künftige Generationen lebendig und mahnen zur Wachsamkeit gegenüber jedem Unrecht. Um dieses Gedenken auch menschlich zu vertiefen, beabsichtigt die CDU-Fraktion, die Verwandten von zwei der Hingerichteten über die Benennung zu unterrichten und im feierlichen Rahmen eine Gedenkveranstaltung zu organisieren. Damit soll sichergestellt werden, dass die Geschichte dieser jungen Menschen nicht nur ein Teil der Stadtchronik bleibt, sondern als lebendiges Mahnmal für die Freiheit verstanden wird.

Wir sind dankbar, dass im heutigen Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Umwelt und Verkehr die Widmung der Straßen im Wohngebiet „Beim bunten Mantel“ einmütig beschlossen wurde“, erklärt Panse abschließend.

CDU begrüßt Fördermittel für Erfurter Sportstätten – „Wichtiger Impuls für unsere Sportstadt“

Die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat begrüßt die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, im Rahmen des Förderprogramms zur Sanierung kommunaler Sportstätten erhebliche Mittel auch nach Thüringen fließen zu lassen. Von den rund 8 Millionen Euro profitieren unter anderem die Eissporthalle in Erfurt sowie weitere bedeutende Sportstandorte im Freistaat.

„Diese Entscheidung ist ein starkes Signal für den Sport in unserer Stadt und im gesamten Freistaat Thüringen. Die Förderung der Eissporthalle in Erfurt zeigt, dass die Bedeutung unserer Sportinfrastruktur auch auf Bundesebene anerkannt wird“, erklärt der sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Michael Panse. „Die Eissporthalle ist seit Jahrzehnten ein Aushängeschild des Erfurter Sports und ein zentraler Ort für Nachwuchs- und Spitzensport. Die nun bereitgestellten Mittel ermöglichten es, die Anlage zukunftsfähig weiterzuentwickeln und den Trainings- und Wettkampfbetrieb langfristig zu sichern. Investitionen in unsere Sportstätten sind deshalb Investitionen in die Zukunft unserer Stadt. Sie stärken nicht nur den Leistungssport, sondern auch den Breitensport, die Vereinsarbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so Panse weiter.

Auch der Fraktionsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Michael Hose MdB sieht in der Förderung ein wichtiges Zeichen: „Die Unterstützung durch den Bund ist eine große Chance für Erfurt. Sie ergänzt die Anstrengungen auf kommunaler Ebene und hilft uns dabei, dringend notwendige Sanierungen voranzubringen. Dass sich die intensive Interessenvertretung für unsere Stadt auf Bundesebene auszahlt, ist dabei ein besonders positives Signal.“

Die CDU-Fraktion betont, dass es nun darauf ankomme, die bereitgestellten Mittel zügig und zielgerichtet einzusetzen. Ziel sei es, die Erfurter Sportlandschaft nachhaltig zu stärken und sowohl traditionsreiche Einrichtungen als auch den Nachwuchsbereich weiter zu fördern.

„Erfurt ist eine Sportstadt mit großer Tradition und lebendiger Vereinsstruktur. Diese Förderung hilft uns, diesen Weg konsequent weiterzugehen und optimale Bedingungen für Sportlerinnen und Sportler aller Altersklassen zu schaffen“, so Hose abschließend.

Pressemitteilung des Vereins “Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis

Jüdisches Leben sichtbar machen

Im Bundesland Thüringen leben bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 2,1 Millionen Menschen nur 680 Jüdinnen und Juden. Trotz dieser geringen Zahl ist der Antisemitismus in Thüringen ein großes Problem.

Nach dem sogenannten „Thüringen-Monitor“ sind antisemitische Einstellungen verbreitet und nehme nach dem 7. Oktober 2023 zu. Unter dem Stichwort „Antizionismus“ wird nicht selten das Existenzrecht des Staates Israel in Frage gestellt.

Michael Panse, der Beauftragte der thüringischen Landesregierung für jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemitismus, führt dies unter anderem auf die besondere Nähe der DDR-Politik zu den arabischen Staaten zurück, in denen die Ablehnung Israels fest verankert sei. Auch das Selbstverständnis der DDR als „antifaschistischer Staat“ habe eine Aufarbeitung der NS-Verbrechen erschwert.

„Wir haben bisher nicht genug gegen den Antisemitismus getan“, sagte Michael Panse. Er informierte in der Synagoge Abterode über die Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Thüringen nach dem Holocaust. Nur sehr wenige Jüdinnen und Juden blieben nach 1945 in Thüringen. Durch die Zuwanderung von Juden aus Russland und Osteuropa stieg die Zahl vorübergehend an, ist aber inzwischen wieder stark rückläufig.

Das Bundesland Thüringen möchte dennoch jüdisches Leben sichtbar machen. Dies geschieht vor allem auf dem Weg der Kulturförderung, etwa durch die jüdisch-israelischen Kulturtage, das Achava-Festival und den „Yiddisch Summer“.

In einem Vorgespräch mit dem Vorstand der Freundinnen und Freunden jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis wurden auch Möglichkeiten einer Kooperation im Kulturbereich erörtert. Panse forderte darüber hinaus eine stärkere Antisemitismus-Prävention in den Schulen, die nicht erst mit dem 10. Schuljahr beginnen dürfe. Auch in der Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte müsse mehr geschehen.

Sei a Mensch – Fotografien von Halina Hildebrand – Ausstellung bis 30. April 2026

Die Bibliothek zeigt bis 30. April in der GeraTHek ausgewählte Fotografien von Halina Hildebrand, die in Israel nach dem 7. Oktober 2023 entstanden. Der Ausstellungstitel „Sei a Mensch“ erinnert dabei an Worte der im letzten Jahr verstorbenen Holocaustüberlebenden Margot Friedländer.

Michael Panse, Beauftragter der Thüringer Landesregierung für Jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemitismus, verwies darauf zur Ausstellungseröffnung im Rahmen der Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen. Gleichzeitig betonte er die Aktualität der Aussage hinter den Bildern auch zweieinhalb Jahre später.

Die Ausstellung entstand 2023/24 und war bereits zwei Mal in Erfurt, Meinigen und Mühlhausen zu sehen. In der Geraer Bibliothek werden Teile der ursprünglichen Ausstellung präsentiert; ein Begleittext, den man an der Servicetheke erhalten kann, bietet zusätzliche Informationen zu den Bildern. Zu sehen sind zerstörte Wohnhäuser, aufgetürmte Autowracks, Menschen mit leeren, ohnmächtigen Gesichtern – Momentaufnahmen aus einem verwundeten Land. „In einer Zeit, in der Vorurteile oft die Wahrnehmung verzerren, sucht meine Arbeit danach, eine Brücke zu schlagen und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Mitgefühl und Empathie wichtige Werkzeuge für den Abbau von Feindseligkeiten und Missverständnissen sind.“, so Halina Hildebrand.

Zu sehen ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Bibliothek. Der Eintritt ist frei.

Für die Kinderbibliothek überreichte Michael Panse das Buch „Dora Feigenbaum“ von Nora Düwell. Es ist das erste Kinderbuch, das sowohl gegenwärtiges jüdisches Leben als auch Antisemitismuserfahrungen in Leipzig aus jüdischer Perspektive kindgerecht thematisiert.

Israelktitik in Buchenwald ist geschichtsvergessen

Erfurt/Weimar (epd). Thüringens Antisemitismusbeauftragter Michael Panse plant rund um die Gedenkfeiern zur Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald am 12. April eine öffentliche Diskussionsveranstaltung. Thema sollen auch antisemitische Haltungen in der linksextremistischen Szene sein, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag in Erfurt. “Ich will mit Aufklärung auf die geplanten Aktionen von Aktivisten reagieren, die vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft werden.” Diese wollten das Gedenken für Demonstrationen gegen die angeblich faschistische Politik der israelischen Regierung missbrauchen.

Laut Panse sei es eine geschmacklose Verdrehung der Tatsachen, der Regierung des Staates Israel ausgerechnet in Buchenwald eine faschistische Grundhaltung vorzuwerfen. Die von dem Bündnis “Kufiyas in Buchenwald” vorgebrachte Argumentation, die Gedenkstättenleitung in Weimar missachte den Geist des Schwurs von Buchenwald durch ihre israelfreundliche Haltung, nannte Panse “geschichtsvergessen.” Es sei nicht hinnehmbar, die israelische Politik in Gaza auf eine Stufe mit den Verbrechen der Nationalsozialisten gegenüber dem jüdischen Volk gleichzusetzen. 

Panse hielte es aber für falsch, das Tragen von Palästinensertüchern aufgrund der Ankündigung der linksextremistischen Kreise generell zu verbieten. “Kufiyas sind in ihrem Kern traditionelle Hals- und Kopftücher, denen allerdings im Laufe der vergangenen Jahrzehnte eine politische Bedeutung gegeben wurde”, sagte Panse. Ein Verbot solle nur erfolgen, wenn diese Kleidungsstücke auf dem Lagergelände erkennbar als Symbol für israelfeindliche Haltungen oder Aktionen genutzt werden. 

Diese Differenzierung könne im Einzelfall schwierig sein, sagte Panse. Doch habe die Vergangenheit gezeigt, dass die Gedenkstättenleitung diese Abwägungen vornehmen könne. So hatte die Leitung der Gedenkstätte im vergangenen April einer Frau den Zutritt mit Kufiya ausdrücklich deshalb verboten, weil sie mit dem Tuch gegen Israel protestieren wollte. Ein Gericht gab der Gedenkstätte im Sommer recht.

Die geplanten Diskussionsveranstaltung in Weimar soll sich vor allem an Jugendliche richten. Grundsätzlich sei jeder und jede willkommen. “Wir können dort offen über all das diskutieren, was in Israel und Gaza passiert ist und immer noch passiert”, sagte Panse. Das aber müsse im argumentativen Austausch geschehen und dürfe nicht von ideologischen Schuldzuweisungen und Relativierungen bestimmt sein.

Panse und Pulz kritisieren Antisemitismus an Erfurter Universität

In einem offenen Brief an den Studierendenrat und die Universitätsleitung der Universität Erfurt kritisieren Michael Panse, Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus, sowie der RCDS-Vorsitzende Samuel Finn Pulz den zunehmenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft und fordern die Aberkennung des Hochschulgruppenstatus der HSG „Erfurt Unsilenced“.

Entzug des Hochschulgruppenstatus für „Erfurt Unsilenced“

Wir fordern den Entzug des offiziellen Hochschulgruppenstatus der Gruppe „Erfurt Unsilenced“!

Hochschulen sind nach dem Thüringer Hochschulgesetz Orte von Wissenschaft, Bildung und freiem Diskurs. Zugleich sind sie dem Schutz der Menschenwürde, der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sowie der Verantwortung gegenüber der Geschichte verpflichtet. Politisches Engagement an Hochschulen findet dort seine Grenze, wo Antisemitismus, Extremismus oder die Relativierung schwerster Gewaltverbrechen auftreten. Diese Grenze ist im Fall von „Erfurt Unsilenced“ nach unserer Auffassung eindeutig überschritten.

Die Gruppe hat wiederholt Inhalte verbreitet und Veranstaltungen beworben, die mit dem gesetzlichen Bildungsauftrag der Hochschule sowie mit Verfassung und Grundgesetz nicht vereinbar sind. Dazu zählen insbesondere nachweisbare Verbindungen und Kooperationen mit eindeutig linksextremistischen und islamistischen Organisationen, darunter „Palästina spricht“, MERA25 sowie die SDAJ. Diese Akteure stehen für eine politische Praxis, die den Staat Israel delegitimiert und in Teilen offen verfassungsfeindlich agiert.

Besonders schwer wiegt die mehrfache Bewerbung von Auftritten der Politikwissenschaftlerin Helga Baumgarten, die die Terrorangriffe der Hamas vom 7. Oktober 2023 öffentlich als „vom Völkerrecht gedeckt“ bezeichnete – selbst für den Fall, dass Vergewaltigungen stattgefunden hätten, für die es ihrer Ansicht nach „keine Anzeichen“ gebe. Solche Aussagen relativieren terroristische Gewalt gegen Zivilisten und stehen im offenen Widerspruch zu historischen Tatsachen und völkerrechtlichen Grundprinzipien.

Darüber hinaus bedient sich „Erfurt Unsilenced“ NS-relativierender Narrative, etwa durch die Gleichsetzung des auf das Shoah-Gedenken bezogenen Satzes „Nie wieder ist jetzt“ mit dem militärischen Vorgehen Israels. Diese Form der Instrumentalisierung erfüllt die Kriterien israelbezogenen Antisemitismus und verletzt das Andenken an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen. Aktuell bewirbt die Gruppe zudem einen Film, der auf einer Vorlage von Ghassan Kanafani, einem führenden Sprecher der terroristischen PFLP, basiert. Kanafani befürwortete offen die Entführung von Zivilflugzeugen sowie Anschläge auf jüdische Einrichtungen. Die Verfilmung durch das syrische Staatsfernsehen ist mit eindeutig antisemitischen Narrativen versehen und stellt politische Propaganda dar. Antisemitismus – unabhängig von seiner ideologischen Begründung – ist keine legitime Position im akademischen Raum. Die Anerkennung als Hochschulgruppe setzt die Loyalität zu Verfassung, Gesetz und Menschenwürde voraus. Diese Voraussetzung ist hier nicht mehr erfüllt.

Hochschule ist ein Ort der Wissenschaft und Bildung – kein Ort für Propaganda und Menschenfeindlichkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Panse, Beauftragte der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus

Samuel Finn Pulz, Vorsitzender des RCDS Erfurt

Gemeinsames Engagement gegen Hass, Hetze und Antisemitismus im Netz

Besuch von Michael Panse in der Thüringer Landesmedienanstalt

Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) hat am 08. Januar 2026 Michael Panse, den Beauftragten der Thüringer Landesregierung für jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemitismus, zu einem Austausch empfangen. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Herausforderungen durch Hass, Hetze und antisemitische Inhalte im Internet sowie die Bedeutung präventiver Medienbildung für eine wehrhafte demokratische Gesellschaft.

Die TLM engagiert sich seit vielen Jahren sowohl repressiv als Aufsichtsbehörde als auch präventiv durch vielfältige medienpädagogische Angebote gegen Hassrede, Desinformation und extremistische Inhalte im Netz. Dazu gehören unter anderem die konsequente Verfolgung von Rechtsverstößen in Online-Medien, die Mitarbeit in bundesweiten Verfahren der Medienaufsicht sowie umfangreiche Maßnahmen der Medienbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Sensibilisierung für antisemitische Narrative und Codes in digitalen Medien. Die TLM ist Mitglied der Arbeitsgruppe Antisemitismus des Thüringer Landespräventionsrats und bringt dort ihre medienfachliche Expertise insbesondere zu Erscheinungsformen von Antisemitismus im Internet und in sozialen Netzwerken ein.

Michael Panse würdigte das Engagement der TLM: “Antisemitismus begegnet uns heute in vielen Fällen nicht offen, sondern in subtilen, medial vermittelten Formen – insbesondere im Netz. Die Arbeit der TLM ist deshalb von großer Bedeutung, weil sie Aufsicht, Prävention und Bildung miteinander verbindet. Diese Kombination ist entscheidend, um antisemitischen Einstellungen frühzeitig entgegenzuwirken und demokratische Werte zu stärken.”

Auch TLM-Direktor Jochen Fasco hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: “Der Kampf gegen Hass, Hetze und Antisemitismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur im engen Schulterschluss verschiedener Akteure gelingen kann. Der Austausch mit Michael Panse bestärkt uns darin, unsere medienpädagogischen und aufsichtsrechtlichen Aktivitäten weiter auszubauen und antisemitismuskritische Perspektiven noch stärker in unsere Arbeit zu integrieren.”

Im Rahmen des Besuchs wurden auch aktuelle und geplante Projekte der TLM vorgestellt, darunter medienpädagogische Programme zur Stärkung von Informations- und Nachrichtenkompetenz sowie Angebote zur Prävention von Hasskriminalität im digitalen Raum. Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzusetzen und die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Gemeinsame Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antisemitismus tagt in Berlin

Am 19. November 2025 kam im Bundesministerium des Innern in Berlin die Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antisemitismus und zum Schutz jüdischen Lebens (BLK) zusammen. Im Mittelpunkt standen Berichte aus Bund und Ländern, gemeinsame Initiativen sowie aktuelle Forschungs- und Projektvorstellungen.

Die Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antisemitismus und zum Schutz jüdischen Lebens (BLK) traf sich am 19.11.25 im Bundesministerium des Innern in Berlin zu ihrer halbjährlichen Tagung. Dort präsentierten und diskutierten Dr. Felix Klein und die Länderbeauftragten ihre aktuellen Handlungsfelder, Herausforderungen und Projekte. Die Vielfalt der Maßnahmen zeigte, wie breit das Engagement gegen Antisemitismus in den Ländern verankert ist – von Bildungsinitiativen über Netzwerkstrukturen bis hin zu Monitoring- und Präventionsansätzen.

Dr. Felix Klein: “Es erfüllt mich mit Stolz zu sehen, wie vertrauensvoll und fruchtbar die Zusammenarbeit innerhalb der BLK ist. Der Austausch zwischen Bund und Ländern ist essentiell für den flächendeckenden Erfolg der Antisemitismusbekämpfung in Deutschland. Und dies ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je.”

Ein besonderer Programmpunkt war die Projektvorstellung von Stella Leder vom Institut für Neue Soziale Plastik. Sie präsentierte Ansätze zur Antisemitismusbekämpfung im Kulturbetrieb. Prof. Dr. Oliver Decker von der Universität Leipzig stellte zentrale Ergebnisse zum Thema Antisemitismus aus der Leipziger Autoritarismus-Studie vor. Seine Analyse zeigte, dass antisemitische Einstellungen nach wie vor tief in der deutschen Gesellschaft verankert sind und die Dimensionen sich ausweiten.

Beim gemeinsamen Abendessen setzten die Beauftragten ihren Austausch fort und besprachen die Zielsetzung für die nächste Tagung der BLK im Frühjahr 2026.

Unter dem Deckmantel des Friedens: Antisemitische Hetze in Erfurt

CDU-Fraktion fordert klare Distanzierung der Linken vom „Friedensbündnis“

Am Wochenende haben in Erfurt rund 50 bis 70 sogenannte Palästina-Sympathisanten demonstriert – unter ihnen Vertreter der MLPD, der Antifa und verschiedener linker Gruppierungen. Unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Friedensbewegung zeigte sich dabei ein erschreckend offener Antisemitismus und Hass auf Israel.

Die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat verurteilt diese Veranstaltung scharf.

„Unter dem Namen Friedensbündnis offenbart sich dort ein knallharter Antisemitismus und Antizionismus. Wer die Vernichtung Israels direkt oder indirekt fordert und antisemitische Lieder singt, hat mit Frieden nichts zu tun“, erklärt der Stadtrat Michael Panse.

Während auf der Kundgebung von „Völkermord in Gaza“ gesprochen und der „Kampf gegen den Zionismus“ gefordert wurde, wurde gleichzeitig ein Lied mit folgenden Zeilen beklatscht: „Und wir haben Steine geworfen auf Soldaten und Polizisten und wir haben Raketen abgefeuert auf unsere Feinde. Und die ganze Welt kennt unseren Kampf. Es lebe, lebe, lebe Palästina! Kampf den Zionismus.“

„Solche Texte sind keine politische Meinungsäußerung, sondern blanker Hass. Ich habe die Polizei gebeten zu prüfen, ob der Auftritt strafrechtlich relevant war. Als CDU-Fraktion fordern wir deshalb nun klare Haltung von Frau Karola Stange, Vorsitzende der Linksfraktion im Erfurter Stadtrat und Steffen Kachel als Vorsitzender der Linken Erfurt, die als politische Partei Teil des sogenannten Friedensbündnisses sind! Wir erwarten eine eindeutige und unmissverständliche Distanzierung von dieser Veranstaltung und ihren Inhalten. Wer sich wirklich für Frieden einsetzt, darf sich nicht an der Seite von Antisemiten und Israelhassern zeigen“, so Panse abschließend.