Zweifellos fallen mir viele andere Dinge ein, als bei 37 Grad aktiv Sport zu betreiben. Aber in Form zu bleiben erfordert auch schweißtreibendes Engagement, wenn man lieber am Strand wäre.
Unser Team von Schwarz-Weiß Erfurt trainiert seit dieser Woche sehr intensiv mit Blick auf die neue Saison. Bis auf zwei Spielerinnen, die noch mit der Nationalmannschaft auf Tour sind, sind alle da. Im Sportpark Johannesplatz habe ich die Mädels schon beim Krafttraining getroffen und heute war ich auch zum Trainingsauftakt in der neuen Sporthalle am Beethovenplatz. Im Namen des Vorstandes habe ich die Sielerinnne und unser Trainerteam begrüßt und ihnen eine gute und verletzungsfreie Saison gewünscht.
In der neuen Sporthalle war es ordentlich warm – als ich dort vor vielen Jahren war, war es zumeist sehr kalt. 1999 habe ich begonnen mich im Vorstand (damals noch Braugold) zu engagieren. Unsere Spiele in der 2. Bundesliga fanden in der alten Schalenhalle (die am gleichen Ort stand) statt. Im Gegensatz zur neuen Halle hatte sie zwar Zuschauertraversen, aber keine funktionierende Heizung. Im Winter haben sich unsere Spielerinnen mit Stulpenhandschuhen eingespielt und wir haben dass Termometer an die Heizkörper gehängt, um auf 16 Grad zu kommen. Als dann auch noch das Dach kaputt ging, war das Schicksal der alten Schallenhalle besiegelt. Wir zogen erst um in die Halle am Sportgymnasium und stiegen 2003 erstmals in die 1. Bundesliga auf. Die meisten unserer heutigen Spielerinnen sind zu dieser Zeit noch gar nicht auf der Welt gewesen.
Seit Oktober 2011 spielen wir nun in der Sporthalle im Rieth und haben dort gute Bedingungen – allerdings nicht uneingeschränkten Trainingszeitenzugriff. Mit jeder neuen Halle, die in Erfurt gebaut wird, entspannt sich die Situation. Da nimmt es das Team auch in Kauf, dass es manchmal etwas zu warm ist. Sie sind heiß auf die neue Saison. Viel Erfolg und auf ein Neues in der Saison 2026/2027!