Zu den heute veröffentlichen Ergebnissen des Berichts der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Thüringen erklärt Michael Panse, der Beauftragte der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus:
„In Thüringen formulieren vielfältige Initiativen, Vereine, Projekte und Einzelpersonen durch ihr engagiertes Handeln ein deutliches Signal gegen jede Form von Antisemitismus. Gemeinsam mit der Landesregierung verdeutlichen sie, dass die von RIAS Thüringen dokumentierten antisemitischen Vorfälle im Freistaat nicht unwidersprochen bleiben und der Schutz des jüdischen Lebens und unserer demokratischen Gesellschaft insgesamt aktiv gestaltet werden.“
Gemeinsam mit der Jüdischen Landesgemeinde hat das Büro des Landesbeauftragten im vergangenen Jahr das „Netzwerk Jüdisches Leben in Thüringen“ durch kontinuierliche Treffen reaktiviert und ausgebaut. Mit mehr als 100 Akteuren aus Thüringen dient das Netzwerk als lebhafte Plattform für geteilte Herausforderungen und interessante Praxisansätze, um jüdisches Leben sichtbar zu machen, Gegenwart erfahrbar werden zu lassen und Zukunft aktiv zu gestalten. „Den Partnerinnen und Partnern gilt mein besonderer Dank und die Zusicherung der kontinuierlichen Unterstützung durch die Landesregierung“, so Panse.
Neben diesem wichtigen Engagement verdeutlichen die von RIAS dokumentierten Zahlen zu antisemitischen Vorfällen, wie wichtig verlässliche und niedrigschwellige Unterstützungsangebote für Betroffene sind. Die Landesregierung unterstützt deshalb seit diesem Jahr auch die Beratungsstelle OFEK. Die Beratungsstelle steht Betroffenen antisemitischer Vorfälle beratend und unterstützend zur Seite und bietet konkrete Hilfe in einer oftmals belastenden Situation. Damit setzt die Landesregierung ein klares Zeichen gegen Antisemitismus und für die Unterstützung von Betroffenen.
Hintergrund:
Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Thüringen veröffentlicht einen jährlichen Bericht zu allen im Berichtszeitraum gemeldeten antisemitischen Vorfälle in Thüringen. Für das Jahr 2025 dokumentierte RIAS Thüringen 418 antisemitische Vorfälle im gesamten Bundesland. Somit wurde erneut ein Höchststand der Vorfälle pro Jahr seit Bestehen der Meldestelle erreicht. Im Durchschnitt entspricht dies 1,15 Vorfällen pro Tag.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://report-antisemitism.de/rias-thueringen/