Das Weltcupwochenende in Sigulda bot die Gelegenheit, die Weihnachtsferien noch um zwei Tage zu verlängern. Meine letzte Reise in Baltikum (damals nach Vilnius und Kaunas in Litauen) ist schon fast 30 Jahre her. Ich war also neugierig, wie die Entwicklung weiter gegangen ist. Die Entwicklung sowohl in Estland, als auch in Litauen und in Lettland kann sich sehen lassen. Insbesondere die Küstenstädte ziehen viele Touristen an und haben eine beeindruckende Bausubstanz.
Riga, die Hauptstadt Lettlands hat mit 600.000 Einwohnern fast ein Drittel der Bewohner des kleine Landes. Viele Behördengebäude und auch Kirchen finden sich in der Stadt und fast alle sind gut saniert. Leider haben wir bei unserer Reise nach Riga nur selten die Sonne gesehen. Ich kann mir vorstellen, dass Riga im Frühling noch deutlich beeindruckender ist. Neben der Altstadt gehören die großen Markthallen zu den Sehenswürdigkeiten, die alle Touristen besucht haben müssen.
Auf meiner Besuchsliste stand noch die Peitav-Shul Synagoge. Ziemlich zwischen anderen Häuser steht die Synagoge seit 1905 in der Innenstadt. Dies ist auch der Grund, warum sie die Zeit der Nazi-Besetzung überstanden hat. Alle anderen der sieben Synagogen Rigas wurden niedergebrannt. Über 20.000 Juden lebten vor dem Krieg in Riga. Zusammen mit den nach Riga deportierten Juden wurden sie im Gettho in Riga. 1941 wurden die meisten von ihnen im Wald von Rambula erschossen. Heute ist das ehemalige Gettho in Riga ein Gedenkort.
Für einen Ausflug an die wunderschöne lange Ostseeküste Lettlands blieb noch am letzten Tag Zeit. 500 km lang ist die Küste. Wir waren im beliebten Ferienort Jurmala zum Strandspaziergang