Die ersten fünf Monate in meinem nun nicht mehr so neuen Amt sind rum und da ist es an der Zeit ein kurzes Fazit zu ziehen und einen Ausblick auf das neue Jahr zu richten. Da ich zu Beginn des Jahres in Sigulda war, geht es erst in dieser Woche wieder so richtig los mit Terminen. Lange geplant und mir persönlich auch sehr wichtig, war das Treffen mit dem Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt Jochen Fasco. Wir kennen uns tatsächlich schon 35 Jahre. Jochen ist 1990 schon zur Unterstützung des Demokratischen Aufbruchs nach Thüringen gekommen. Er ist als Direktor der TLM einer der wichtigsten Ansprechpartner des Landes wenn es um Medien geht. Wir haben in all meinen Funktionen immer gut zusammengearbeitet – zuletzt auch Videos und Podcasts für die LZT auf den Weg gebracht.
Jochen Fasco ist aber auch ein wichtiger Unterstützer im Kampf gegen Antisemitismus. Wir waren vor vier Jahren zusammen in Israel und seitdem hat Jochen eine besondere Affinität zum Thema. Ich habe mich bei unserem Gespräch in der TLM sehr gefreut vom Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen Hass, Hetze und Antisemitismus zu hören. Die TLM ist besonders aktiv Medieninhalte aufzuspüren und zu melden, die zu Hass im Netz aufrufen. Für viele Betroffene, die sich dem ausgesetzt sehen ist dies ein gutes und wichtiges Signal. Wie nah das ist, habe ich in der vergangenen Woche registrieren müssen. Der Kollege Antisemitismusbeauftragte von Brandenburg wurde nicht nur virtuell bedroht, sondern auch ein Gebäude auf seinem Grundstück in Brand gesetzt und ein Hamas-Dreieck an seine Tür geschmiert. Eine Abfrage der FAZ offenbarte, dass viele der Kolleginnen und Kollegen die sich gegen Antisemitismus engagieren inzwischen über diverse Bedrohungen im Netz berichten können.
Ich finde es um so wichtiger die Vernetzung der Akteure zu stärken. 2026 wir einer meiner Themenschwerpunkte im Hochschul- und universitären Bereich liegen. Darüber hinaus werde ich die drei Thüringer Festivals aktiv unterstützen, die Ausstellung von Halina Hildebrand weiter präsentieren, die Israel-Reise im Oktober durchführen und das Netzwerk Jüdisches Leben ausbauen. Zudem sind auch gesetzliche Initiativen im Blick. Es gibt als auch 2026 eine Menge zu tun!