Mit Ran Gvili wurde heute die letzte israelische Geisel durch die IDF nach Hause gebracht und seine Identität bestätigt. Damit haben 843 Tage quälender Ungewissheit für die Angehörigen ein Ende. Ran Gvili war Mitglied einer Eliteeinheit der israelischen Polizei. Am 7. Oktober 2023 war er im Krankenstand und fuhr trotzdem in den Süden Israels um die Menschen im Kibbuz Alumim zu verteidigen. Er rette damit vielen Menschen das Leben, wurde aber schwer verletzt, von den Hamas-Terroristen nach Gaza verschleppt und ermordet. Die Erinnerung an ihn wird bleiben.
Mit der Rückführung der letzten Geisel ist der erste und wichtigste Punkt auf dem weg zu einer dauerhaft friedlichen Lösung für Israel erfüllt. Als nächster und für die Zukunft von Gaza elementar ist die Entwaffnung der Hamas und die Zerschlagung der Strukturen. Erst danach kann ein Wiederaufbau in Gaza gelingen. Bei aller Freude darüber, dass erstmals seit 2014 keine Geisel mehr in Gaza ist, bleibt der Schmerz über die vielen ermordeten Israelis. Ich war in den 843 drei Mal in Israel und jedes Mal auch auf dem Platz der Geiseln in Tel Aviv. Von dort habe ich die gelbe Schleife mitgebracht und in den letzten zwei Jahren häufig getragen. Ich hoffe, dass wie nie wieder eine gelbe Schleife brauchen, um an Geisel zu erinnern. Aber ich hoffe auch, dass es eine Lösung ohne die Hamas-Terroristen in Gaza gibt, denn sonst würde die Sorge und Angst immer bleiben.