Yair Yifrah in Suhl zu Gast

Der 7. Oktober 2023 ist ein Tag der die Welt schockiert und die Menschen in Israel traumatisiert hat. Für die Menschen, die den Terrorangriff der Hamas aus nächster Nähe miterleben mussten bleibt es eine lebenslange Belastungstötung und es föllt ihnen schwer, dies auch nur ansatzweise zu verarbeiten. Einigen gelingt dies, indem sie darüber sprechen. Yair Yifrah ist im Kibbuz Kfar Aza aufgewachen – unmittelbar an der Grenze zu Gaza. Als Eventtechniker war er beim Nova-Festival für den Bühnenaufbau zuständig. Am nächsten Morgen – nach einer durchfeierten Nacht mit LSD – war er inmitten des Terroranschlags der Hamas. Er konnte flüchten und blieb am Leben. Nben ihm starben junge Menschen, die Opfer des Massakers wurden.

Für Yair waren die Erlenisse an diesem Tag, aber auch das folgende Jahr mit viel Drogen und Alkohol ausschlaggebend, dass er seine zweite Chance nutzte und sein Leben radikal änderte. Gestern Abend war er auf Einladung des Christlichen Gebetszentrums Dein Haus e.V. und des Rahab Support Vereins im CCS in Suhl zu Gast. Vor über 80 interessierten Gästen sprach er über seine Erlebnisse am 7. Oktober und beantwortete viele Fragen.

Als Beauftragter der Landesregierung habe ich gerne ein Grußwort gehalten und darin darauf verwiesen, dass die kollektive Solidarität mit den Menschen in Israel nach dem 7. Oktober leider nur für wenige Wochen angehalten hat. Seidem müssen wir uns mit zunehmendem israelbezogenen Antisemitismus auseinandersetzen. Ich bin sehr dankbar für den eindrucksvollen Bericht von Yair. Ich habe ihn eingeladen, im kommenden Jahr wieder nach Thüringen zu kommen.

In sechs Wochen werden wir bei unserer Israel-Reise auch im Kibbuz Kfar Aza sein und das Nova-Festivalgelände besuchen. Ganz sicher werde ich dabei an seine Worte denken.

Bilder aus Suhl

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