Vor 15 Jahren war ich als Beauftragter für das Zusammenleben der Generationen im Thüringer Sozialministerium auch für den Bereich der Antidiskriminierungsarbeit zuständig. Zu der Zeit begann die Arbeit von ezra und deshalb konnte heute in einer Festveranstaltung daran erinnert werden.
ezra ist mit inzwischen 10 Mitarbeitenden in ganz Thüringen für die Beratung und Begleitung von Menschen, die von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt betroffen sind, zuständig. Danke für das kontinuierliche Engagement zu diesem Thema. Der bisherige Leiter Franz Zobel wurde heute verabschiedet und Theresa Lauß als neue Projektleitung begrüßt. Die Ostbeauftragte der Bundesregierung Frau Kaiser, Sozialministerin Frau Schenk und der Staatssekretär Herr Klein hielte Grußworte, in denen sie auf den fortwährenden Finanzierungsbedarf dieser wichtigen Arbeit verwiesen. Über 1.000 Menschen wurden in den zurückliegenden Jahren unterstützt.
Beim anschließenden Gedankenaustausch rückte schnell das Thema Antisemitismus in den Mittelpunkt. Ebenso wie der zunehmende Rechtsextremismus, macht uns der Antisemitismus Sorgen und der kommt aus allen Bereichen unserer Gesellschaft – rechten und linken Antisemitismus erleben wir genauso, wie muslimischen Antisemitismus. Ich werde mit ezra auch in Zukunft in diesem Bereich gerne zusammenarbeiten und ich bin dankbar für jeden Träger, der sich gegen Antisemitismus engagiert.