Sonderausstellung „HAMSA – HAMSA – HAMSA“

Gestern Abend fand eine ausgesprochen gelungene Ausstellungseröffnung in der Galerie Waidspeicher im Rahmen der „34. Jüdisch-Israelische Kulturtage Thüringen“ statt. Bis zum 5. Juli 2026 zeigt das Netzwerk Jüdisches Leben Erfurt in Kooperation mit Gastkurator Ido Noy und den Erfurter Kunstmuseen die Ausstellung „HAMSA – HAMSA – HAMSA“ in der Galerie Waidspeicher.

Bei der Ausstellungseröffnung konnte ich viel über Hamsas lernen. Maria Stürzebecher, die die Ausstellung initiiert hat, erklärte mir die Motive und vieles mehr. Bei mir hängen daheim mehrere Hamsas aus Jerusalem, die ich von Freundinnen geschenkt bekommen habe und die ich wunderschön finde. Mit dem historischen Hintergrund hatte ich mich aber bis gestern noch nie beschäftigt. 

Die Ausstellung widmet sich der geöffneten Handfläche mit ihren fünf Fingern. Die Hand ist ein in den drei größten Weltreligionen weit verbreitetes und bedeutsames Motiv in der darstellenden, volkstümlichen und populären Kultur. Die Handfläche gilt ebenso wie die Zahl fünf als göttliches Zeichen der Quelle für Heilung sowie gute Gesundheit und Fruchtbarkeit.

Insbesondere in der jüdischen und muslimischen Tradition wird dieses Symbol für Schutz und Glück oft als Amulett oder Talisman verwendet, um negative Kräfte abzuwehren sowie ihrem Eigentümer Segen und Glück zu bringen. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von elf israelischen Künstlerinnen. Diese Arbeiten werden begleitet von einer Collage aus 555 Hamsas aus den Läden der Jerusalemer Altstadt. Sie stehen für lokale Traditionen und kulturellen Austausch.

Die Ausstellung ist eine unbedingte Empfehlung!

Bilder der Ausstellungseröffnung

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