Kooperation mit der Gedenkstätte Buchenwald

Die Gedenkstätte Buchenwald hat momentan, wie andere Gedenkstätten in Deutschland auch, mit den besonderen Herausforderungen des zunehmenden Antisemitismus zu kämpfen. Der stellvertretende Stiftungsdirektor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora Dr. Philipp Neumann-Thein berichtete mir bei meinem heutigen Besuch von der erheblich gestiegenen Aufwendungen für die Sicherheit und den Schutz der Gedenkstätte.

Im Umfeld des Gedenktages an die Befreiung des KZ Buchenwald stand die Gedenkstätte besonders im öffentlichen Blickpunkt, weil verschiedene Gruppierungen ihr kommen angekündigt hatten. Im Gegensatz zur übergroßen Mehrheit der Teilnehmer der offiziellen Gedenkveranstaltung (rund 900 Teilnehmer) wollten sie aber ihr eigenes politisches “Süppchen kochen” und vor allem mediale Aufmerksamkeit erlangen. Das dies den “Kufiyas in Buchenwald” und einigen anderen linken Gruppierungen nicht gelungen ist, hat auch mit einem umfangreichen Sicherheitskonzept zu tun.

Ein zweites Thema unseres Gesprächs war die Gedenkstättenarbeit mit Schulklassen. Angesichts vieler Anfragen von Schulklassen aus dem ganzen Bundesgebiet – das KZ Buchenwald ist bundesweit der bekannteste Gedenkort – kommen die Mitarbeiter der Gedenkstätte an Kapazitätsgrenzen. Um die Gruppen gut betreuen zu können, bedarf es nach unser beider Einschätzung eine intensive Vor- und Nachbereitung im Unterricht. Der Gedenkstättenbesuch kann nur nachhaltig wirken, wenn er sich nicht nur auf den offiziellen Programmteil beschränkt.

Ich bin den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gedenkstätte außerordentlich dankbar für ihre engagierte Arbeit. Wir haben miteinander vereinbart, dass wir eng kooperieren wollen und in der zweiten Jahreshälfte auch gemeinsame Veranstaltungen anbieten wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert