Saisonhöhepunkt für unsere Nachwuchsteams

Während unser Bundesligateam schon in der Sommerpause ist, stehen für unsere Nachwuchsteams die Saisonhöhepunkte noch unmittelbar bevor. Gestern fand die Regionalmeisterschaft der U14 und der U18 in der gutbesuchten Halle am Sportgymnasium statt. Beide SWE-Teams erkämpften sich nach dem Thüringenmeistertitel den den Vize-Regionalmeistertitel und damit verbunden die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft (in Dachau und Paderborn). Unsere U18 stand gestern unter der Leitung von Rebekka Schneider, unserer Bundesliga Co-Trainerin. Ihr assistierten mit Lydia Stemmler und Lotte Goertz zwei Bundesligaspielerinnen.

Nach der U16 und der U20 sind wir nunmehr mit vier Teams bei den Deutschen Meisterschaften. Dies ist ausgesprochen erfreulich und macht uns stolz. Unsere gute Nachwuchsarbeit zahlt sich aus. Vielen Dank vor allem unseren Trainerinnen und Trainern!

Ja, wir haben in Erfurt mit dem Sportgymnasium und der guten Zusammenarbeit mit dem TVV den Vorteil, dass junge Talente von anderen Vereinen nach Erfurt kommen. Aber sie werden in unserer Vereinsstruktur aufgenommen und sehr gut betreut und trainiert. Diese intensive Nachwuchsarbeit war uns in der Vergangenheit wichtig und wird auch in Zukunft unsere wichtigste Säule sein.

Bilder von der Regionalmeisterschaft

Abschlusspräsentation New Yiddish Creativity

In dieser Woche konnte ich zwei Mal in der Other Music Academy (OMA) in Weimar zu Gast sein und habe dort ein ganz wunderbares Projekt junger Menschen erlebt. Schon seit vielen Jahres gibt es das Projekt Generation J.

Dabei feiern und leben jüdische und nichtjüdische junge Menschen die Vielfalt jüdischen Lebens mit Literatur, Musik, Jiddish-Sprachkursen und mehr. Das diesjährige zweiwöchige Programm fand in Weimar und Paris statt.

Heute Abend haben die rund 40 Teilnehmenden aus Frankreich, Polen und Deutschland ihre Projektergebnisse präsentiert. Begleitet und gestaltet wurden die zwei Projektwochen von 13 Künstlerinnen, Komponisten, Lehrerinnen und Lehrern und Referenten, die sich ebenfalls in das heuten Abschlussprogramm einbrachten. Neben der Vielfalt an künstlerischen Projekten, habe ich mich über die guten Gespräche sehr gefreut. Es werden sich daraus etliche Anknüpfungspunkte für meine Arbeit ergeben. Vielen Dank für einen sehr schönen Abend in Weimar. Vielen Dank Andreas Schmitges, ich freue mich jetzt schon auf Yiddish Summer Weimar 2026.

Bilder und Videos

Erstaunlich gute Resonanz

Zweifellos war die Stimmung schon besser. Politische Themen gibt es genug und Redebedarf auch, allerdings ist die Bereitschaft zu einem intensiven Dialog oft sehr gering. Insbesondere im Internet und da auf den diversen Social-Media-Kanälen geht es es konfrontativ und aggressiv zu. Ein Austausch ist da nur selten möglich.

Als CDU Kreisverband wählen wir deshalb immer noch die alte “Retro-Variante” des direkten Gesprächs an Infoständen. Heute auf der Schlösserbrücke ging es dabei ausgesprochen sachlich zu und wir haben neben kritischen Anmerkungen (von der Kommunal- bis zur Bundespolitik) auch Zuspruch bekommen.

Völkerverständigung mit Ester e.V.

Seit Ende letzten Jahres haben engagierte Menschen die Gründung des Vereins Ester e.V. voran getrieben und ich unterstütze als Mitglied des neuen Verein ausdrücklich. Anfang März haben wir den Verein gegründet und ich bin den beiden Initiatoren Pirusan Mahboob und Heinz-Jürgen Kronberg sehr dankbar für ihr Engagement. Die Myrte der Verständigung ist das Signet des neuen Vereins und die steht für den Ausgleich und die Verständigung zwischen den Religionen – Muslime, Christen und Juden.

Pirusan ist Exil-Iraner und lebt schon seit vielen Jahren in Thüringen. Seine persischen Wurzeln lassen ihn gerade jetzt sehr aufmerksam in den Nahen Osten schauen. Er weiß sehr gut, dass der gegenwärtige Krieg zwischen dem Iran, Israel und der USA keine Feindschaft der Völker ist, sondern die derzeit regierenden im Iran ihr Volk missbrauchen und aufhetzen. Wir werden natürlich die Konflikte nicht von Deutschland aus lösen, aber es ist uns wichtig ein Signal der Verständigung zu senden. Um uns darüber auszutauschen waren wir in dieser Woche bei der Jüdischen Landesgemeinde zum Gespräch. Der MDR hat den Besuch begleitet und daraus einen Beitrag für das Thüringen Journal gemacht. 

Habemus Vorstand!

Nach der Saison ist immer auch vor der Saison und wie in jedem ordentlichen Verein gibt es auch dazwischen Aufgaben zu erledigen. Bevor wir unserer 66. Saison vorbereiten (das Motto ist ja quasi schon gesetzt), ging es bei der gestrigen Versammlung um den formalen Teil.

Ohne größere Überraschungen ist die gestrige Jahreshauptversammlung des MKC über die Bühne gegangen. Nach der Entlastung des alten Vorstandes für das vergangene Geschäftsjahr stand dessen Neuwahl für die kommenden vier Jahre an.

Der Elferrat hatte sich vor der eigentlichen Wahl dafür entschieden, der Rückkehr unserer kleinsten Mitglieder aus dem KJTV zum MKC Rechnung zu tragen und dem Thema Kinder- und Jugendschutz künftig mit einem eigenen Vorstandsmitglied eine starke Stimme geben zu wollen.

Also stand neben den 4 „etatmäßigen“ Vorstandsmitgliedern Präsi, Vize, Bütten- und Schatzmeister erstmals ein Vorstand für Kinder- und Jugendfragen, kurz Jugendwart zur Wahl. Für dieses Amt stellte sich Nicole Iffarth zur Wahl, für die übrigen Funktionen waren die „Alten“ nochmal angetreten.

Mit Wahlergebnissen wie früher in der Volkskammer wurden alle Kandidaten ohne Gegenstimmen in ihre Ämter gewählt. Erstmals haben wir nun eine Vorständin in unseren Reihen.

Herzlichen Glückwunsch zur Wahl! Wir wünschen unserem Vorstand alles Gute für ihre Amtszeit und ein gutes Händchen für die Lenkung unserer Vereinsgeschicke.

Auszeichnung und Verpflichtung

Seit 2023 ist Erfurt mit seinem jüdisch-mittelalterlichen Erbe Welterbestätte. Heute war die Monitoring-Gruppe des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS zur Jahreskonferenz in Erfurt. Ministerpräsident Mario Voigt und der Beigeordnete Lars Bredemeier machten deutlich, der Titel UNESCO-Welterbe ist für Erfurt Auszeichnung und Verpflichtung zugleich.

Momentan gibt es da einige “offene Baustellen”. Hinter dem Rathaus sollen in diesem Jahr noch Probebohrungen auf dem Parkplatz beginnen. Es ist noch nicht sicher, was da gefunden wird. Sicher ist aber, dass da was gefunden wird und daraus ein großes Denkmalprojekt wird. Für das UNESCO-Welterbezentrum gibt es momentan zwar Ideen, aber noch keine geplanten Finanzmittel. Auch in der Alten Synagoge haben wir offene Aufgaben. Dabei geht es um die qualtitativ gute Nachbesetzung von Stellen. Ich werde im Stadtrat an beiden Punkten energisch nachfragen.

Ausgesprochen interessant waren dann die beiden Abendvorträge von Dr. Rainer Müller (TLDA) und Prof. Dr. Mark Scherich (Denkmalschutzbehörde Erfurt). Ich bin nunmehr in diesem Jahr 60 Jahre Erfurter – aber viele der stadtgeschichtlichen Hintergründe waren auch mir neu.

Zweite Gesprächsrunde mit Ahmad Mansour

Kommenden Montag wird die zweite Veranstaltung mit Ahmad Mansour  unter dem Titel “Reden wir über Freiheit” im Kaisersaal in Erfurt  stattfinden. Erneut wird es dabei, wie in Weimar vor einigen Wochen, in einem Dialog um Antisemitismus, Iran und Israel gehen. Ich freue mich darauf und auch darüber, dass mich die Friedrich-Naumann-Stiftung gebeten hat mit Ahmad Mansour,  dem Generalsekretär der FDP Robert-Martin Montag und dem Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Reinhard Schramm zu diskutieren.

Wer Ahmad Mansour in Weimar verpasst hat, sollte sich unbedingt für die Veranstaltung am Montag anmelden. ich schätze seinen sehr klaren Kompass und die Art wie er Probleme in unserer Gesellschaft auf den Punkt bringt und anspricht.

Anbei die Veranstaltungseinladung (Anmeldung nicht vergessen)

Gedenken an die Befreiungen des KZ Buchenwald und des KZ Mittelbau-Dora

Am Sonntag und am Montag wurde mit zwei Gedenkveranstaltungen des 81. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald und des KZ Mittelbau-Dora gedacht. Hape Kerkeling hielt dabei in Buchenwald eine bewegende Rede, in der er an seinen Opa Hermann erinnerte, der in Buchenwald drei Jahre von den Nazis gequält wurde. Gerne halt ich hier die Rede von Hape Kerkeling fest.

Sowohl in Buchenwald, als auch in Mittelbau-Dora (wo Sebastian Krumbiegel die Rede hielt) waren viele Menschen zum Gedenken versammelt. Leider war es nur noch zwei bzw. drei Überlebenden der beiden Lager möglich an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Weitere konnten derzeit aus Israel nicht anreisen und leider werden es auch in jedem Jahr weniger. Es ist deshalb an uns die Erinnerung wach zu halten und selbst zu Zeugen der Zeitzeugen zu werden. 

Bilder vom Gedenken in Buchenwald 

Bilder vom Gedenken in Mittelbau-Dora

Generation J in Weimar

In Weimar gibt es beim Verein Other Music Academy e.V. ein ganz wunderbares Projekt „Generation J“ – ein jüdischen Austauschprojekt mit jungen Menschen aus Deutschland, Frankreich und Polen. Rund die Hälfte der deutschen Gruppe ist dabei aus Thüringen. Letzte Woche waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Paris und diese Woche sind sie in Weimar.

In dieser Woche gibt es dazu drei öffentlichen Veranstaltungen in der OMA in Weimar, die ich hier gerne bewerbe. Heute Abend eine Klezmer-Jam Session mit Pieter Sint Nicolaas, Donnerstag ein Konzert mit Dan Kahn und Yuri Vedenyapin und am Samstag die Abschlusspräsentation New Yiddish Creativity bei der die GenJ Teilnehmenden aus Frankreich, Polen und Deutschland ihre Projektergebnisse präsentieren. Gerne werde ich am Donnerstag und Samstag in Weimar dabei sein.

Heute war ich auf Einladung von Andreas Schmitges in Weimar und konnte mit Jugendlichen aus Österreich und Israel ins Gespräch kommen. Das Konzept junge Menschen zusammenzubringen und gemeinsam Musik zu machen ist Andreas ein besonderes Anliegen. Es ist auch die Grundidee des „Caravan Orchestra & Choir“ – der Kooperation zwischen dem Yiddish Summer Weimar und der Abteilung für Musik der Universität Haifa. Im Caravan-Orchestra treffen sich (hoffentlich auch in diesem Jahr wieder) Musikerinnen und Musiker aus Deutschland und Israel.

Generation J Events 2026

Kufiyas sind unerwünscht…

…und dabei geht es weniger um das Stück Stoff, sondern um die antisemitischen Gedanken dahinter! In Weimar sind heute erfreulicherweise über 200 Menschen der Einladung der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft gefolgt und haben Flagge für Israel und gegen Antisemitismus gezeigt. Die ursprünglich von einer sogenannten “Kufiyas in Buchenwald” geplante Provokation auf dem Gedenkstättengelände wurde von der Gedenkstättenleitung und den Gerichten eine klare Absage erteilt. Stattdessen hätten die “Kufiyas” als Angebot der Stadt auf dem Theaterplatz auftreten können. Mangels Masse fand dort allerdings am Sonntag gar nichts statt – nur knapp 20 Kufiyas-begeisterten Menschen waren nach Weimar gereist…

Bei unserer Veranstaltung haben wir deutlich Position bezogen und ich bin dankbar für die Unterstützung, die wir als DIG aus Bayern, NRW, Berlin und vielen anderen Regionen gekommen haben. Ich habe bei der Begrüßung daran erinnert, dass mit der Befreiung des KZ Buchenwald am 11. April 1945 die Hoffnung einher ging, dass Antisemitismus nie wieder einen Platz in Weimar und Buchenwald haben wird. Dem Versuch der Kufiya-Demonstranten ihren Hass auf Israel und ihren Antisemitismus auf die Gräber der Opfer von Buchenwald zu tragen, wird von uns immer heftigen W§iderspruch erfahren.   

Vielen Dank für die Initiative zu der Demonstration an Johannes Loesch. Innenminister Georg Mayer, Karolin Preisler, Volker Beck, Michael Hose, MdB, und Sascha Stawski haben gesprochen und verfolgt wurde das Ganze von einer größeren Medienschar.

MDR Thüringen Journal

Presse Ruhrbarone

Pressebericht epd