KlezWeCan

Der Vereinsname ist Programm. Danke für einen ganz wunderbaren Klezmerabend dem Klezmerorchester Erfurt und den vielen, die sich im und um den Verein engagieren. Johannes Gräßer und Szilvia Csaranko haben die künstlerische Leitung und koordinieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Erfurt, Thüringen, Deutschland, Österreich, Schweiz, UK und Belgien. 90 Künstlerinnen und Künstler standen heute auf der Bühne und spielten für ein ein mit 800 Gästen ausverkauftes Haus.

Die einzelnen Stimmgruppen proben und arbeiten in den Tagen vor dem gemeinsamen Konzert unter Anleitung von 10 Künstlerinnen und Künstlern, die alle auch aktiv beim Konzert dabei sind. Sasha Lurje und Benjy Fox-Rosen haben als Solosängerin und Sänger mehrere der Stücke in jiddisch vorgetragen. Neben Klezmer-Klassikern waren zwei neue Stücke (Dunika Waltz und Klaybt zikh tsunoyf) im Programm. Letzteres war durch die zeitgenössischen Bezüge besondern beeindruckend. Vielen Dank füe einen eindrucksvollen Abend und herzlichen Glückwunsch zum 10. Jubiläum dem Klezmerorchester Erfurt!

Bilder des Abends

Buchlesung: Die neue autoritäre Linke

Die heutige Buchlesung von Nicholas Potter “Die neue autoritäre Linke. Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft” im Thüringer Landtag greift ein hochaktuelles Thema auf. Ich bin den Freundeskreis Israel des Thüringer Landtags, dass er diese Veranstaltung, die sich im wesentlichen mit dem linken Antisemitismus beschäftigt, initiiert hat.

TAZ Redakteur und Buchautor Nicholas Potter machte nach den einleitenden Worten von Andreas Bühl, dem Vorsitzenden der CDU Landtagsfraktion und einem der beiden Vorsitzenden des Freundeskreises deutlich, dass das Thema gar nicht so neu ist. Allerdings hat der inzwischen immer offener und deutlicher auftretende Antisemitimus den autoritären Linken einen erheblichen Schub verpasst. Katharina König-Preuss, die andere Vorsitzende des Freundeskreis und Landtagsabgeordnete der Linken, erklärte, dass in Thüringen die Lage recht stabil sei. Die Situation in der Bundespartei, dem Landesverband Berlin, der Linksjugend Solid und etlichen Wezsverbänden mache ihr hingegen große Sorgen. Fraglich bleibt, obn die Linke bei ihrem Bundesparteitag eine klare Linie gegen Antisemitismus findet.

Der linke Antisemitismus wird getragen von sehr jungen Menschen und darüber hinaus auch von sehr vielen älteren Mitgliedern. Bei jungen und älteren Menschen hat dieser Antisemitismus zweifellos viel mit fehlender Bildung zur Geschichte des Staates Israel, aber auch zur Entstehung von Antisemitismus zu tun . Zudem kommt bei vielen älteren Menschen die DDR-geprägte Israelfeindschaft hinzu.

Für einen Vortrag bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in zwei Wochen habe ich mich gerade intensiv mit dem Verhältnis DDR-Israel beschäftigt. Der sogenannte sekundäre Antisemitismus – heute israelbezogener Antisemitismus – war in der DDR bis Ende der 80ger Jahre omnipräsent.   

Erste die erste frei gewählte Volkskammer verabschiedete im April 1990 einstimmig eine Resolution zur “Verantwortung der Deutschen in der DDR für ihre Geschichte und ihre Zukunft”. Darin heißt es: “Wir bitten die Juden in aller Welt um Verzeihung. Wie bitten das Volk in Israel um Verzeihung für Heuchelei und Feindseligkeit der offiziellen DDR-Politik gegenüber dem Staat Israel und für die Verfolgung und Entwürdigung jüdischer Mitbürger auch nach 1945 in unserem Land (…) Wir erklären, uns um die Herstellung diplomatischer Beziehungen und um vielfältige Kontakte zum Staat Israel bemühen zu wollen.”

Diese Erklärung ist jetzt 36 Jahre her. Ich würde mir sehr wünschen, dass die jungen Menschen, die heute als autoritäre Linke unterwegs sind, einen Moment innehalten und sich mit den historischen Hintergründen beschäftigen.

#TrikotTag

Auch in diesem Jahr dabei! Gestern war der 4. bundesweite TrikotTag. Der DOSB hat ihn ausgerufen und dazu aufgefordert im Trikot seines Lieblingsvereins ins Büro zu gehen, um für die zahlreichen Sportvereine und Ehrenamtlichen in Deutschland zu werden. Lieblingstrikot? Da beginnt schon das Problem. Ich habe im Schrank rund 30 Trikots – Eishockey, Handball, Volleyball, Football, Rugby, Fußball, Wintersport, Radfahren und Basketball aus Norwegen, Kroatien, Tschechien, UAE, USA und Deutschland. Da fällt die Auswahl schwer.

Auch in diesem Jahr habe ich mich für Schwarz-Weiß Erfurt und den TSBV entschieden (und zwischendurch einen Trikotwechsel vorgenommen). In beiden Vereinen trage ich seit vielen Jahren gerne Verantwortung. Gefreut habe ich mich, wie viele Menschen der Aufforderung gefolgt sind. Von Bundestagsabgeordneten, Ministern, unserem Ministerpräsident, Sozialverbände, Olympiasieger und von vielen mehr habe ich Bilder im Netz mit dem Hashtag #TrikoTag gesehen.

Der 7. Oktober und seine Folgen

Am Dienstagabend in Erfurt und am Miottwoch in Ilmenau hat Carsten Ovens sein Buch “Im Morgengrauen – wie der 7. Oktober Israel veränderte” vorgestellt und wir haben anschließend gemeinsam mit den Gästen diskutiert. Das Buch von Carsten beginnt mit der persönlichen Erinnerung an den 7. Oktober und lässt zahlreiche Israelis zu Wort kommen.

Sowohl in Erfurt – mit überwiegend jungem Publikum – als auch in Ilmenau gab es zahlreiche Nachfragen und gute Gespräche. Im Mehrgenerationenhaus in Ilmenau war auch der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Reinhard Schramm der Einladung des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Thüringer Landtag Andreas Bühl gefolgt.

In 10 Tagen werde ich Carsten Ovens in Cadenabbia wieder treffen. Bei einem Seminar der Konrad-Adenauer-Stiftung wird Carsten mehrere Vorträge zu Israel und ich werde mehrere Vorträge zum Thema Antisemitismus halten. Wir werden dabei nahtlos an die beiden Veranstaltungen anknüpfen können und ich freue mich sehr darauf.

Thüringen Monitor 2025

Es gibt ihn seit dem Jahr 2000 – damals von Ministerpräsident Bernhard Vogel initiiert in Reaktion auf den Brandanschlag auf die Erfurter Synagoge. Damit ist der Thüringen Monitor eine Langzeitstudie, die es in dieser Form in keinem anderen Bundesland so lange gibt. Der Thüringen Monitor 2025 wurde heute von Frau Prof. Dr. Marion Reiser (FSU Jena) und Minister Stefan Gruhner in einer Regierungsmedienkonferenz vorgestellt.

Der 25. Monitor attestiert dem Freistaat ein starkes gesellschaftliches Fundament. Gleichzeitig beschönigt dieser Monitor nichts. Antisemitismus, Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit seien weiterhin ernste Herausforderungen, so erklärte Stefan Gruhner.

Bei der Pressekonferenz war ich heute dabei, weil mich insbesondere die Aussagen des Monitors zum Antisemitismus interessieren. Drei Fragen bzw. Aussagen werden zum Thema Antisemitismus herangezogen. Der Aussage “Jüdinnen und Juden haben etwas Eigentümliches an sich und passen nicht so recht zu uns” stimmen 9 Prozent zu – im Jahr 2019 waren es 16 Prozent. Damit ist die Zustimmung zum sogenannten völkisch-rassistischen Antisemitismus am geringsten. Deutlich mehr Anschlussfähigkeit hat der israelbezogene Antisemitismus. 28 Prozent der Befragten stimmen der Aussage “Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.” zu. Zwar sinken damit die Zahlen leicht im Vergleich zum Vorjahr und sie waren 2019 schon einmal deutlich höher, aber geben immer noch Anlass zur Sorge.

Dies gilt insbesondere auch für die Zustimmungswerte zur dritten Aussage “Es wird immer nur von der Judenverfolgung geredet. Wie die Deutschen gelitten habe, davon redet niemand.”. Mit 44 Prozent ist die Zustimmung dazu um vier Prozent gesunken. Der Monitor kommt abschließend dazu zu dem Fazit, dass antisemitische Aussagen eine höhere Anschlussfähigkeit bei dem älteren Teil der Bevölkerung, bei bildungsfernen und bei rechts verorteten Menschen hat.    

Stefan Gruhner hat bei der Pressekonferenz, darauf hingewiesen, dass der Antisemitismus (entgegen der gefühlten Situation) nicht mehr weiter steigt und sogar leicht sinkt. Aber die Zahlen immer noch viel zu hoch sind. Deshalb habe als Fazit aus dem Monitor der Schutz jüdischen Lebens, die Verteidigung der demokratischen Ordnung und die konsequente Strafverfolgung politisch motivierter Kriminalität höchste Priorität. In der kommenden Woche soll es im Thüringer Landtag eine Regierungserklärung zum Thüringen Monitor geben, die ich sicher interessiert verfolgen werde. 

Link zum Thüringen Monitor 2025

Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933

Am 10. Mai 1933 fand auf dem Opernplatz in Berlin und an 18 Universitätsstandorten die ersten großen Bücherverbrennungen der Nazis in Deutschland statt. Vorbereitet von der NDSAP, der Hitlerjugend und der SA wurden dabei die Bücher von verfemten Autoren verbrannt. Jüdische, marxistische, pazifistische und andere oppositionelle Autoren landeten auf den schwarzen Listen der Nazis.

In Weimar wird daran in jedem Jahr vor dem Nationaltheater mit einer Buchlesung des Bündnis gegen Rechtsextzremismus Weimar (BgR) erinnert. Heute habe ich stellvertretend für die Landesregierung als Beauftragter für jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemitismus daran teilgenommen und gelesen. Mehr als 25 Schauspieler des DNT und Weimarer engagierte Bürgerinnen und Bürger haben aus den 1933 verbrannten Büchern und anderen Werken gelesen.

Für meinen Beitrag habe ich das Buch von Fritz Bernstein (1890 – 1971) “Der Antisemitismus als Gruppenerscheinung. Versuch einer Soziologie des Judenhasses”, erschienen 1926 im Jüdischen Verlag Berlin, ausgewählt. Im Rahmen der Tage der Jüdisch-Israelischen Kultur in Thüringen habe ich erstmals von der Biographie von Fritz Bernstein gehört.

Das Buch wurde vor 100 Jahren geschrieben und ist heute leider wieder sehr aktuell. Das Buch wurde aufgrund seiner jüdischen Herkunft und der darin behandelten Thematik von den Nazis auf die schwarze Liste gesetzt und am 10. Mai 1933 verbrannt. Bernstein ist am 12.6.1890 in Meiningen in Thüringen geboren, lebte seit 1909 in den Niederlanden und war ab 1930 Präsident der dortigen Zionistischen Organisation. Mit seiner Familie emigrierte er 1936 nach Palästina und nahm den Namen Shlomo Fritz Peretz Bernstein an.
Er gehörte am 14. Mai 1948 zu den 37 Unterzeichnenden der Unabhängigkeitserklärung und damit zu den Begründern des Staates Israel. Er war langjähriges Knesseth-Mitglied sowie von 1952 – 1955 Minister für Handel und Industrie.

Das Buch ist – weil inzwischen 100 Jahre alt und viele Exemplare verbrannt wurden – heute kaum zu bekommen. Fündig wurde ich aber sowohl im Internet (die Goethe-Uni Frankfurt hat es digitalisiert), als auch in der Universitätsbibliothek Erfurt. Dort kann das Buch zwar nicht ausgeliehen werden, aber im Lesesaal gelesen werden. Viele Passagen sind heute 100 Jahre später leider wieder hochaktuell. Insofern empfehle ich die Lektüre ausdrücklich. Viele Dank dafür, dass ich an der heutigen Veranstaltung mitwirken durfte.

Bilder von der Veranstaltung vor dem DNT

In schwierigen Zeiten zusammenstehen

Shalom & Moin zum Jahresempfang von ELNET anläßlich des israelischen Unabhängigkeitstages! Unter den 300 Gästen waren Ministerpräsident Daniel Günther, Bundesministerin Karin Prien, der israelische Botschafter S.E. Ron Prosor, die ehemalige Bundesministerin Nancy Faeser, Karoline Preisler und Hildegard Müller und viele mehr. Uns verbindet, dass wir auch in schwierigen Zeiten zusammenstehen in Solidarität zu den Menschen in Israel. ELNET hat sich seit 2007 zur wichtigsten Netzwerkorganisation zwischen Europa und Israel entwickelt und Netzwerken ist heute die besten Gelegenheit, etwas gegen Antisemitismus und für Israel zu tun.

Ron Prosor begann sein Grußwort mit dem Satz “Ich stehe für das Existenzrecht Deutschlands”. Er erklärte dazu, dass er sich wünschen würde, dass jeder deutsche Politiker, dies natürlich genauso klar auch in Bezug auf Israel erklärt – leider ist dies nicht mehr die Regel. Heute wird von ELNET eine aktuelle Studie vorgestellt, die leider sehr deutlich dokumentiert, dass die Zustimmung zu Israel sinkt. Bis 2023 war die Mehrheit der Deutschen dafür, dass die Sicherheit Israels deutsche Staatsräson ist. Heute stimmen nur noch 30 Prozent dieser Aussage zu. In der gestrigen Podiumsdiskussion haben die ehemalige Bundesministerin Nancy Faeser und der Rapper Ben Salomo mit Carsten Ovens darüber gesprochen, was sich diesbezüglich in der deutschen Wahrnehmung geändert hat und was dies für jüdische Menschen in Deutschland bedeutet.

In dieser Woche wird in den Bundesrat ein Antrag Hessens eingebracht der Vernichtungsaufrufe gegen den Staat Israel unter Strafe stellen soll. Mit etlichen Kolleginnen und Kollegen Antisemitismusbeauftragten habe ich gestern Abend darüber gesprochen und bin sehr froh, dass es zur hessischen Initiative breite Zustimmung gibt. Es gibt in der juristischen Beurteilung offene Fragen – aber nicht in der Unterstützung des Ziels.

Carsten Ovens, den CEO von ELNET Deutschland kenne ich seit vielen Jahren und schätze sein persönliches Engagement sehr. Kommende Woche habe ich mit ihm zwei Veranstaltungen in Thüringen, bei denen er sein Buch “Im Morgengrauen – wie der 7. Oktober Israel veränderte” vorstellen wird. Ende Mai werden wir gemeinsam in Cadenabbia ein Seminar der KAS zu Israel gestalten.

Über das Wiedersehen und Gespräch mit Karoline Preisler, die ich zuletzt in Weimar getroffen habe und mit der ich mich für einen Termin in Erfurt verabredet habe, habe ich mich sehr gefreut. Hildegard Müller, ehemalige Bundesvorsitzende der Jungen Union und jetzt Präsidentin des VDA, hatte ich zuletzt in Tel Aviv getroffen. Für mich war gestern ein guter Abend mit vielen wichtigen Gesprächen mit Menschen, die sich für Israel und gegen Antisemitismus engagieren. 

Bilder vom Empfang

Nominierungsaufruf ELNET Awards 2026

Berufungs- und Ehrungsveranstaltung des TSBV – Grundstock für die Erfolge von morgen

Nach Abschluss der erfolgreichen olympischen Saison hat der TSBV am Mittwoch in Oberhof den Fokus auf seinen Nachwuchs im Kufensport gerichtet. Geehrt wurden die erbrachten Leistungen, es wurden Kader berufen, Sportlerinnen und Sportler wurden verabschiedet und neue Talente am Sportgymnasium willkommen geheißen.

Der Rückblick auf die erbrachten Leistungen und die Bilanz der vergangenen Saison ist für den TSBV überwältigend.

Erwachsenenbereich:
Olympische Spiele – 3x GOLD, 2x SILBER, 2x BRONZE
Europameisterschaften allg. Klasse – 4 / 3 / 3
Deutsche Meisterschaften – 4 / 2 / 1

Nachwuchsbereich
U23/20 WM und JWM – 6 / 2 / 3
JEM 4 / 2 / 5
DJM 7 / 7 / 6

In den Gesamtwertungen Juniorenweltcup, Continentalcup und Europacup 5 / 6 / 3

Dies ist eine herausragende Bilanz in den 3 Sportarten. Dank gebührt dafür neben den Sportlerinnen und Sportlern, ihren haupt- und ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer sowie dem gesamten Staff um Mechaniker, Ärzten, Physios und den Engagierten in den Vereinen.

Die aktuelle Kaderstatistik zeigt die Stärke des TSBV. In die neue Saison geht der TSBV mit 6 Olympiakadern, 17 Perspektivkadern, 11 NK 1 Kadern und 16 NK 2 Kadern. Dazu kommen noch die insgesamt 38 Landes- und Entwicklungskader.
Ludwig Mannhardt erhielt für seinen Deutschen Meistertitel der allgemeinen Klasse im Skeleton die Verdienstnadel des TSBV in Silber. Theo Hempel erhielt für seinen Junioren-Weltmeistertitel als Anschieber im 4er Bob ebenfalls die Verdienstnadel des TSBV in Silber.

Drei besonders verdienstvolle Ehrenamtlerinnen wurden mit der Ehrennadel des TSBV ausgezeichnet. Yvonne Homann vom RRC Zella-Mehlis, Mandy Forch vom RSV´90 Schmalkalden und Viktoria Seidler vom RRV Sonneberg/Schalkau wurden für ihre langjährigen Verdienste geehrt.

Zu Beginn jeder sportlichen Karriere legen dabei die Vereine den Grundstein der Entwicklungen. Stellvertretend für alle Vereine unseres Verbandes wurden die zwei erfolgreichsten Vereine der vergangenen Saison, der BRC 05 Friedrichroda und der RSV´90 Schmalkalden für ihre Arbeit geehrt. 16 junge Sportlerinnen und Sportler wurden neu in die Kufensportfamilie am Bundesstützpunkt Oberhof aufgenommen. Sie werden in den nächsten Jahren bestens ausgebildet und sind die Basis für die Erfolge von morgen.

Breite Unterstützung für den Erfurter Sport

Nach einer langen und intensiven Diskussion hat heute Abend der Werkausschuss Erfurter Sportbetrieb mit einer sehr großen Mehrheit einer Drucksache zugestimmt, die Sportvereine stärken, sowie das Ehrenamt unterstützen und entlasten soll. Ich bin dankbar, dass es in den letzten Wochen gelungen ist, mit den anderen Fraktionen (SPD & Piraten, Linke und Grüne) gemeinsam einen Antrag zu erarbeiten, der eine wirkliche Entlastung bringt. 

Zwei Dinge sind uns in diesem Antrag besonders wichtig. Wir wollen eine digitale Anmeldung von Sportanlagenzeiten und eine Entlastung in der Sportanlagentarifordnung. Bei den Haushaltsberatungen zu Beginn des Jahres hat die CDU dafür mit ihrer Initiative die Voraussetzungen geschaffen, indem wir 100.000 Euro zusätzlich für den Erfurter Sportbetrieb eingestellt haben – sowohl für 2026, als auch für 2026. Gemeinsam mit den anderen demokratischen Fraktionen haben wir damals bereits erklärt, dass diese Mittel bei den Vereinen, die als Mannschaftssportarten höherklassig spielen und Aushängeschilder der Stadt sind, aber dafür auch nicht unbeträchtliche Hallennutzungsgebühren zahlen müssen, ankommen sollen. Neben dem Volleyball (bei uns mit rund 30.000 Euro im Jahr) betrifft dies Basketball, Handball, Eishockey und Fußball.

Mit unserem heutigen Antrag wollen wir nun die Tarife für die Riethsporthalle, die Kleine Eishalle und das Steigerwaldstadion deutlich absenken. Ich bin froh darüber, dass wir nach anfänglicher Ablehnung auch die Verwaltung überzeugen konnten und zudem noch einen Punkt abgefügt haben, nachdem für Kinder- und Jugendsportfreizeiten in den Ferien auch keine Nutzungsgebühren erhoben werden sollen. Bis Ende 2026 soll die Stadtverwaltung zudem einen überarbeiteten Entwurf der Sportanlagentarifordnung vorlegen, der auch vereinsfreundliche Anpassungen der Miete für teilweise sportlich genutzte Räumlichkeiten & Energiekostenkostenpauschale in der Tarifordnung vornimmt. Ob das Ganze nun wirklich zum tragen kommt, entscheidet der Erfurter Stadtrat am 20. Mai, aber ich bin zuversichtlich, da es bereits heute eine sehr breite Zustimmung gab.

Gemeinsamer Jahresempfang der DIG und des Fördervereins für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen

Zum zweiten Mal haben wir unseren Jahresempfang gestern gemeinsam durchgeführt. Das freut mich umso mehr, weil ich in beiden Vereinen im Vorstand bin und wir zudem das verbindende nach außen dokumentieren können. Beide Vereine, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und der Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen tragen Israel im Namen und dies ist insbesondere auch ein als ein klares Bekenntnis, zum Existenzrecht des Staates Israel.

Stefan Gruhner, Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, dankte unseren beiden Vereinen für den Einsatz Einsatz gegen Antisemitismus. Er bekräftigte die klare Position der Landesregierung gegen jeglichen Antisemitismus und die enge Verbindung zur Jüdischen Landesgemeinde.

Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein hielt einen Impulsvortrag und sagte dabei lobende Wort über das Engagement für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens in Thüringen. Er verwies darauf, dass Bildung, Begegnung und Sichtbarkeit jüdischen Lebens wichtige Instrumente im Kampf gegen Antisemitismus sind. Ich bin Felix sehr dankbar für sein jahrelanges Engagement. Seit 2018 ist er Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung. In den nachfolgenden Jahren haben alle Bundesländer nachgezogen. Die Aufnahme in das Gremium der Beauftragten habe ich im letzten Jahr sehr angenehm empfunden und mir hilft der regelmäßige fachliche Austausch. Im Sommer wird er nach Paris zur OECD wechseln. Ich bin sicher, er wird sich auch dort gegen Antisemitismus engagieren.

Bilder des Jahresempfangs