Gemeinsames Engagement gegen Hass, Hetze und Antisemitismus im Netz

Besuch von Michael Panse in der Thüringer Landesmedienanstalt

Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) hat am 08. Januar 2026 Michael Panse, den Beauftragten der Thüringer Landesregierung für jüdisches Leben und die Bekämpfung des Antisemitismus, zu einem Austausch empfangen. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Herausforderungen durch Hass, Hetze und antisemitische Inhalte im Internet sowie die Bedeutung präventiver Medienbildung für eine wehrhafte demokratische Gesellschaft.

Die TLM engagiert sich seit vielen Jahren sowohl repressiv als Aufsichtsbehörde als auch präventiv durch vielfältige medienpädagogische Angebote gegen Hassrede, Desinformation und extremistische Inhalte im Netz. Dazu gehören unter anderem die konsequente Verfolgung von Rechtsverstößen in Online-Medien, die Mitarbeit in bundesweiten Verfahren der Medienaufsicht sowie umfangreiche Maßnahmen der Medienbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Sensibilisierung für antisemitische Narrative und Codes in digitalen Medien. Die TLM ist Mitglied der Arbeitsgruppe Antisemitismus des Thüringer Landespräventionsrats und bringt dort ihre medienfachliche Expertise insbesondere zu Erscheinungsformen von Antisemitismus im Internet und in sozialen Netzwerken ein.

Michael Panse würdigte das Engagement der TLM: “Antisemitismus begegnet uns heute in vielen Fällen nicht offen, sondern in subtilen, medial vermittelten Formen – insbesondere im Netz. Die Arbeit der TLM ist deshalb von großer Bedeutung, weil sie Aufsicht, Prävention und Bildung miteinander verbindet. Diese Kombination ist entscheidend, um antisemitischen Einstellungen frühzeitig entgegenzuwirken und demokratische Werte zu stärken.”

Auch TLM-Direktor Jochen Fasco hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: “Der Kampf gegen Hass, Hetze und Antisemitismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur im engen Schulterschluss verschiedener Akteure gelingen kann. Der Austausch mit Michael Panse bestärkt uns darin, unsere medienpädagogischen und aufsichtsrechtlichen Aktivitäten weiter auszubauen und antisemitismuskritische Perspektiven noch stärker in unsere Arbeit zu integrieren.”

Im Rahmen des Besuchs wurden auch aktuelle und geplante Projekte der TLM vorgestellt, darunter medienpädagogische Programme zur Stärkung von Informations- und Nachrichtenkompetenz sowie Angebote zur Prävention von Hasskriminalität im digitalen Raum. Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzusetzen und die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Jahresauftakt im Baltikum

Das Weltcupwochenende in Sigulda bot die Gelegenheit, die Weihnachtsferien noch um zwei Tage zu verlängern. Meine letzte Reise in Baltikum (damals nach Vilnius und Kaunas in Litauen) ist schon fast 30 Jahre her. Ich war also neugierig, wie die Entwicklung weiter gegangen ist. Die Entwicklung sowohl in Estland, als auch in Litauen und in Lettland kann sich sehen lassen. Insbesondere die Küstenstädte ziehen viele Touristen an und haben eine beeindruckende Bausubstanz.

Riga, die Hauptstadt Lettlands hat mit 600.000 Einwohnern fast ein Drittel der Bewohner des kleine Landes. Viele Behördengebäude und auch Kirchen finden sich in der Stadt und fast alle sind gut saniert. Leider haben wir bei unserer Reise nach Riga nur selten die Sonne gesehen. Ich kann mir vorstellen, dass Riga im Frühling noch deutlich beeindruckender ist. Neben der Altstadt gehören die großen Markthallen zu den Sehenswürdigkeiten, die alle Touristen besucht haben müssen.

Auf meiner Besuchsliste stand noch die Peitav-Shul Synagoge. Ziemlich zwischen anderen Häuser steht die Synagoge seit 1905 in der Innenstadt. Dies ist auch der Grund, warum sie die Zeit der Nazi-Besetzung überstanden hat. Alle anderen der sieben Synagogen Rigas wurden niedergebrannt. Über 20.000 Juden lebten vor dem Krieg in Riga. Zusammen mit den nach Riga deportierten Juden wurden sie im Gettho in Riga. 1941 wurden die meisten von ihnen im Wald von Rambula erschossen. Heute ist das ehemalige Gettho in Riga ein Gedenkort.

Für einen Ausflug an die wunderschöne lange Ostseeküste Lettlands blieb noch am letzten Tag Zeit. 500 km lang ist die Küste. Wir waren im beliebten Ferienort Jurmala zum Strandspaziergang

Bilder aus Riga

Start in den olympischen Winter in Sigulda

Schnee gibt es inzwischen in ganz Europa. Allerdings hat der Schneefall erst vor einer Woche pünktlich mit dem Start ins Jahr 2026 begonnen. Es gibt Wintersportarten, wie die Kufensportdisziplinen, die ohne Schnee auskommen, aber schöner aussehen tut es allemal. Der erste Rennrodel-Weltcup im neuen Jahr fand am vergangenen Wochenende im lettischen Sigulda statt. Der Vorstand des TSBV war mit dem Präsidenten, der Schatzmeisterin und mir als Vizepräsident und Pressesprecher dort dabei. Insbesondere unseren Thüringer Sportlerinnen und Sportlern gilt und galt unser Daumendrücken immer und ganz besonders in der olympischen Saison.

Sportlich blieben allerdings am Wochenende einige Wünsche offen. Insbesondere bei den Doppeln gab es etliche Stürze. Hannes Orlamünder und Paul Gubitz gingen am Wochenende ebenso wie Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal gar nicht erst an den Start. Tobias Wendl und Tobias Arlt wurden genauso wie Dajana Eitberger und Magdalena Matschina Zweite. Bei den Männern gewann Felix Loch und Max Langenhan wurde Dritter. Bei den Frauen wurde Julia Taubitz Dritte und Märle Fräbel Vierte. Bei der Team-Staffel gab es schließlich zum Abschluss leider noch einen Sturz von Dajana und Magdalena und somit keine Medaille.

Die Stimmung an der Bahn in Sigulda war trotzdem sehr gut – auch weil die gastgebenden Letten durchaus erfolgreich ihre Heimbahn befuhren und mit einem kostenlosen Konzert einer bekannten lettischen Band sowie freiem Eintritt für volle Ränge sorgten. Jetzt geht es bis Cortina in Deutschland weiter und ich bin gespannt was die nächsten drei Weltcups bis zu den Olympischen Spielen noch bringen. Winterberg und zwei Mal Oberhof stehen noch auf dem Programm.

Sigulda war zusammengefasst eine sehr schöne Erfahrung. Von 15 Kunsteisbahnen weltweit habe ich mit Sigulda nun die siebte kennengelernt (neben den drei deutschen Bahnen noch Innsbruck, Lillehammer und Cortina) und durchaus Lust wieder dorthin zu fahren.

Vielen Dank für das Foto Michael Kirsten/FIL und natürlich Max Langenhan für das Selfie mit Ute 😉

Erster Tag beim Rennrodel-Weltcup

Zweiter Tag beim Rennrodel-Weltcup

2025 – Was war? Was bleibt?

Am letzten Tag des Jahres geht der Blick noch einmal kurz zurück. Nicht ganz so umfangreich, wie in den letzten Jahren. Eine komplette Chronologie findet sich auf meinen beiden Facebook-Seiten (Privat und politisch) und bei Instagramm. Auch auf meiner Homepage sind die wichtigsten Ereignisse festgehalten.

Wenn ich heute zurückdenke, ist auch in diesem Jahr wieder das Wichtigste, dass die Menschen die mir wichtig sind gesund sind. Dafür bin ich unendlich dankbar. Mit meinen drei Söhnen war ich viel auf gemeinsamen Reisen unterwegs. Israel gemeinsam mit Maximilian, Japan und Kroatien mit Jonas und Norwegen sowie Kroatien mit Julian – jede dieser Touren brachte viel Papa-Sohn-Zeit und ich bin dankbar dafür, dass wir uns gemeinsam die Zeit nehmen. auch meinen beiden Enkelkindern geht es gut. Leider ist aber der Familienfrieden nicht ungetrübt. Ich hoffe, dass dies im nächsten Jahr besser wird.

Beruflich hat es in diesem Jahr eine wichtige Veränderung gegeben. Ministerpräsident Mario Voigt hat mich im Sommer gebeten, die Aufgabe als Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus zu übernehmen. Nach sechseinhalb Jahren bei der Landeszentrale für politische Bildung hatte ich schon das Bedürfnis noch einmal etwas Neues zu beginnen. Sehr gerne bin ich der Berufung gefolgt, weil ich seit nunmehr über 30 Jahren eine tiefe Verbundenheit zu Israel spüre. Es ist derzeit kein einfaches Amt, gegen Antisemitismus zu kämpfen. Der Antisemitismus in unserer Gesellschaft nimmt zu und damit auch die Anfeindungen gegen jüdisches Leben. Gemeinsam mit vielen alten und vielen neuen Freudinnen und Freunden haben wir in den letzten fünf Monaten ein Gerüst gebaut, welches gegen Antisemitismus tragfähig sein soll. Neben meiner Reise mit meinem Sohn Maximilian, dufte ich auch bei der Delegationsreise des Ministerpräsidenten mit nach Israel reisen. Für kommenden Herbst plane ich eine Bildungsreise nach Israel. Es bleibt viel zu tun und ich freue mich darauf.

Sport hat mich in diesem Jahr viel beschäftigt (siehe Post von gestern). Reisen ebenso. Die Kommunalpolitik in Erfurt ist eine weitere große Baustelle für 2026. Ich bin gespannt auf das neue Jahr und freue mich auf viele spannende Ereignisse.

Sport 2025

Der sportliche Jahresrückblick ist auch in diesem Jahr bei mir zweigeteilt in den zuschauenden und organisierten Sport sowie in den eigenen aktiven Teil. Der zweite Teil ist etwas schneller betrachtet, deshalb beginne ich damit. Am Beginn des Jahres war ich skeptisch, ob das “Sportprogramm 2025” umgesetzt werden kann. Probleme am Knie weckten zumindest Zweifel bezüglich Squash/Badminton und Wakeboard. Zum Glück haben sich die Probleme im ersten Halbjahr Dank medizinischer Unterstützung wieder zerstreut, sodass alles wieder geht – wenn auch etwas “gebremster”. Beim heutigen Familien-Badmintonturnier im Sportpark Johannesplatz mit meinen drei Söhnen hat es nur noch für den 3. Platz gereicht. Ein Wechsel zum Squash könnte mir nur kurzfristig Vorteile verschaffen, weil ich etwas Erfahrung mitbringe. Langfristig muss ich mich daran gewöhnen, dass meine Söhne sportlich überholt haben. Es bleiben ja noch Schach und Skat 😉

Zum Wakeboard-Urlaub ging es mit Jonas und mit Julian wieder auf unsere Anlage in Zrce in Kroatien. Was die beiden auf ihren Brettern anstellen ist schon ziemlich beeindruckend. Ich beschränke mich sowohl am Nordstrand, als auch in Kroatien darauf meine Runden zu drehen. Die richtige Balance zu finden zwischen Wunschdenken und Realität, wird auch 2026 die Herausforderung. Drei Mal in der Woche ins Fitnessstudio – aber nicht zum Muskelaufbau sondern zur “Werterhaltung” – ist das Ziel.

Bei den Sportevents 2025 ging es aber natürlich um sportliche Höchstleistungen. Ich bin dankbar dafür, auch 2026 bei vielen erfolgreichen Veranstaltungen dabei gewesen zu sein. Für den Volleyballsport bei unserem Schwarz-Weiss Erfurt sowie beim Rodeln beim TSBV konnte ich auch mit für die Rahmenbedingungen sorgen. Beim Bundesliga-Verbandstag in Kassel haben wir die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der Liga besprochen. Gelingen wird dies in den nächsten Jahren nur, wenn die Liga auf 14 Mannschaften vergrößert wird.

Zum Beginn des Jahres war ich mit Jonas beim Wintergame der Löwen in Frankfurt im zum Eisstadion umgebauten Stadion der Eintracht. Es folgte die beiden Rennrodel-Weltcups in Altenberg und Winterberg sowie anschließend unser eigener Weltcup in Oberhof. Anfang Februar ging es nach Norwegen. Bei der Handballweltmeisterschaft konnten wir sowohl das Halbfinale, als auch das Spiel um Platz 3 Frankreich – Portugal und dann auch das Finale Dänemark – Kroatien live erleben. Bevor wir zum Bob- und Skeleton Weltcup nach Lillehammer gefahren sind, haben wir einen Langlauftag aus Ski eingelegt und nach Lillehammer gab es noch in Oslo das Public Viewing zum Super Bowl (leider haben die Chiefs verloren).

Zurück in Deutschland folgte der Junioren-Weltcup im Rennrodeln in Oberhof und der Saisonabschluss beim Volleyball. Leider konnten wir sportlich nicht das erreichen, was wir uns erwünscht hatten. Die Entscheidung, dennoch weiter in der 1. Volleyballbundesliga zu bleiben, haben wir schließlich vom den drei Aufsteigern abhängig gemacht, gegen die wir in der neuen Saison auch alle schon Erfolge verbucht haben.

In den Sommermonaten war es mit Sportveranstaltungen relativ ruhig. Es bleib Zeit auch für neue Erfahrungen wie einen Tag auf dem Pferderücken. Da merkt man ganz neue Muskelgruppen nachhaltig… 

In Japan haben wir es bei unserer Reise zumindest als Tagestour nach Nagano geschafft. Vom olympischen Flair ist dort aber leider nicht mehr viel zu sehen.

Am Projekt Sportstadt Erfurt arbeiten wir natürlich mit und haben es gemeinsam mit der Stadt und den Kollegen vom Eishockey, Fußball und Basketball im Juli präsentiert. Ob dieses Projekt erfolgreich wird hängt davon ab, ob dazu nötige kommunalpolitische Entscheidungen auch getroffen werden. Kurz vor Jahresende haben wir den Haushalt der Landeshauptstadt beschlossen. Darin enthalten ist eine Stärkung des Sports, durch eine Entlastung bei der Sportstätten-Gebührenordnung. Im September begann dann wieder die Eishockeysaison. Wir haben in Oberhof das Projekt AXA-Wintergames vorgestellt und in Erfurt unser neues Volleyball-Bundesligateam präsentiert. Beim Verbandstag des TSBV wurde ich als Vizepräsident im Amt bestätigt.

Das Jahr 2026 stehet im Zeichen der olympischen Ringe. Anfang November war ich dazu schon einmal in Cortina d´ Ampezzo auf Scout-Mission. Der erste Bob- und Skeleton Weltcup auf der Olympiabahn bot sich als Anlass für einen  Kurztrip. Noch wir in Cortina viel gebaut. In fünf Wochen beginnen die Winterspiele.

Das ausverkaufte Steigerwaldstadion bot ein spannendes und erfolgreiches Thüringen-Derby gegen Jena und wir landeten beim Volleyball die ersten drei Siege der Saison gegen die Aufsteiger und einen Punktgewinn in Wiesbaden. Noch einmal ging es auf Reisen nach Norwegen zum Bob- und Skeleton Weltcup und dann war das persönliche Sportjahr schon vorbei. 2026 freue ich mich gleich zum Jahresbeginn auf die Tour nach Sigulda/Lettland zum Weltcup, danach unsere beiden Weltcups in Oberhof und schließlich die Olympischen Spiele. Für drei Wettkampftage haben wir Tickets und sogar Übernachtungen.

Weltanschauung 2025

2025 war ein Jahr mit vielen Reisen und ich bin für jede der Reisen dankbar. Politisch geprägte Reisen nach Israel, sportlich geprägte Reisen nach Norwegen und Cortina, familiär geprägt nach Kroatien und Japan – jede hat ihre eigene Geschichte. Die meisten der Reisen 2025 konnte ich mit einem oder mehreren meiner drei Söhne unternehmen und so bleiben viele gemeinsame Erinnerungen.

Den Anfange machte im Februar die Tour nach Norwegen mit dem Finale der Handball-WM in Oslo und dem Bob- und Skeleton-Weltcup in Lillehammer – eine Skitour mit meinem jüngsten Sohn und das Public Viewing zum Super Bowl war ebenfalls noch Teil des Programms.

Zu Pfingsten ging es dann wieder nach Kroatien – drei Wochen mit Motorrad, Wakeboards sowie Jonas und Julian. Wie immer mit viel Sonne, Adria und Wassersport.

Am Ende unserer Sommerferien ging es auf große Reise nach Japan. Mit meinem Sohn Jonas war ich drei Wochen bei der EXPO in Osaka, auf der Insel Okinawa, in Kyoto, Hiroshima, Tokio, Nagano (Snow Monkey Park), Fukushima, Sendai und natürlich auch am Fuji. Ein wahnsinnig tolles Land! Die Publikationskonferenz in Kiel und die Bundesligaversammlung in Kassel sowie der Delegationsreise nach Mainz waren dagegen nur Kurztrips.

Hochpolitisch war es dann auf den beiden Reisen nach Israel. Im Oktober und November war ich in diesem Jahr gleich zwei Mal in Isreal. Erst 10 Tage mit meinem Sohn Maximilian und danach mit der Delegation des Ministerpräsidenten Mario Voigt. Es waren eindrucksvolle Begegnungen und Gespräche mit vielen Freunden in Israel und natürlich stark fokusiert auf den 7. Oktober 2023. Auch im nächsten Jahr will ich wieder nach Isreal reisen.

Cortina d´ Ampezzo wird sich auch 2026 auf meiner Reiseliste finden – im November war ich dort schon auf Scout-Mission zur Vorbereitung unserer Reise zu den Olympischen Spielen. Beim Bob-Weltcup in Lillehammer im Februar begann das Reisejahr und beim Bob-Weltcup in Lillehammer im Dezember endete das Reisejahr. Mit meinem jüngsten Sohn Julian war ich noch einmal fünf Tage in Norwegen unterwegs.

Bilder der vielen Reisen finden sich auf meinem Flickr-Account und Reiseberichte auf der Homepage. Viel gesehen, viel erfahren und viel erlebt – das Reisejahr 2025 war gut ausgefüllt.

Kampf mit der Schwalbe

Auch in diesem Jahr konnten wir die traditionelle Weihnachtsmann-Ausfahrt nur aus Zuschauer verfolgen. Letztes Jahr war es Glatteis und in diesem Jahr sprang die Schwalbe meines Nachbar leider am Morgen des 24.12. nicht an. Also musste ich meine Enkeltochter wieder auf das nächste Jahr vertrösten und das Weihnachtsmannkostüm blieb nur “Trockenübung”.

So ganz war ich aber nicht bereit, die “Mechanikerniederlage” einzufǵestehen. Mit meinem jüngsten Sohn Julian habe ich die Schwalbe dann gestern zerlegt und den Vergaser gereinigt. Die Hauptdüse war durch die lange Standzeit zugesetzt. Bei der Gelegenheit konnte ich Julian ausführlich die Funktion des Vergasers erklären – einschließlich des vollgelaufenen Schwimmers.

Zur Belohunung für das mitschrauben dufte Julian dann die obligatorische Probefahrt durchführen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich vor inzwischen 44 Jahren mit dem Schwalbe-Virus infiziert wurde. Mein Cousin hat mir damals das fahren beigebracht und danach hatte ich eine weiße Schwalbe, bis ich auf die 150 TS und später die 250 wechselte.

Bilder von der “Schrauberstunde”

Frohe und gesegnete Weihnachten!

Allen Besucherinnen und Besuchern meiner Homepage wünsche ich frohe und gesegnete Weihnachtstage. Wir in vielen Häusern, brennt auch bei mir neben der Weihnachtskrippe aus Jerusalem das Friedenslicht aus Bethlehem. Der Wunsch nach Frieden für die Menschen im Nahen Osten hat sich auch durch dieses Jahr gezogen. Bei meinem beiden Besuchen in Israel war dies immer wieder hörbar, wenn ich mit Freunden in Israel gesprochen habe.

In den nächsten Tagen wird es bei mir ruhiger. Es geht heute wieder in die Thomaskirche zum Gottesdienst. Die Kinder werden am zweiten Weihnachtsfeiertag da sein und am 27.12. werden wir uns gemeinsam traditionell etwas bewegen. Dadurch wird es auch hier auf der Homepage ruhiger und dies darf auch mal sein.

Ein Licht entzünden und in die Welt tragen

Dieses Wochenende ist gleich mehrfach mit dem Thema Licht verbunden. Gestern war ich bei der Chanukka-Feier der Jüdischen Landesgemeinde. Dort wurde das siebte von acht Lichtern entzündet um an das Lichtwunder von Chanukka zu erinnern. Es war ein wunderschöner Abend – der allerdings nachdenklich begann, als der Landesvorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Reinhard Schramm an die Opfer in Australien erinnerte.

Seit mehr als 20 Jahren bin ich in jedem Jahr bei der Chanukka-Feier der Jüdischen Landesgemeinde dabei. In diesem Jahr war es mir besonders wichtig. Ich habe im zurückliegenden Jahr viele wunderbare Menschen kennenlernen können und mit ihnen zusammen gearbeitet. Sie alle verbindet das Engagement gegen Antisemitismus und für die jüdische Landesgemeinde. Für mich war der Abend wie ein großes Familientreffen. Danke, dass sich so viele Menschen engagieren und das Licht in die Welt tragen.

Zuvor war ich bereits beim Îda-Ezî Fest der Thüringer Jesiden zu Gast. “Der Ursprung des Festes geht auf die Wurzeln der jesidischen Religion zurück. Im Jesidentum hat die Sonne eine hohe Bedeutung und gilt als sichtbares Zeichen Gottes auf Erden. Die Sonne symbolisiert das Licht Gottes, aus dem alles erschaffen wurde und ohne das Licht der Sonne ist kein Leben auf dieser Welt möglich. In der Zeit der Winterssonnenwende ist die Sonne jedoch immer weniger zu sehen und die Tage werden immer kürzer. Die Menschen warten und hoffen auf die Zeit, an dem die Sonne wieder länger scheint und die Natur wieder zum Leben erweckt wird. Deshalb fällt der wichtigste Feiertag im Jesidentum in die Nähe zum Tag der Wintersonnenwende am 21. Dezember, denn ab dann wird Gottes Licht wieder zunehmend sichtbarer.” (Quelle Religionen entdecken).

Schließlich ist heute auch der 4. Advent, der Tag an dem die vierte Kerze am Adventskranz entzündet wird. In vielen Wohnungen wird zudem das Friedenslicht aus Bethlehem aufgestellt. 

Das verbindende zwischen gleich drei religiösen Bezugspunkten zum Licht und die Toleranz der Religionen hat dieses Wochenende so bedeutsam gemacht. Gerne blicke ich darauf zurück.

Bilder vom Îda-Ezî Fest

Bilder von Chanukka  

Fortsetzung folgt…

….aber nicht mehr in diesem Jahr. Kommunalpolitisch ist das Jahr mit den zei gestrigen Veranstaltungen im Rathaus zu Ende gegangen. Aus Nordhausen war eine Gruppe der Frauen Union im Rathaus zu Gast und ich habe ihnen den Festsaal gezeigt und die aktuelle politische Situion erklärt. Leider war dafür nur eine halbe Stunde Zeit.

Pünktlich 17 Uhr wurde die Stadtratssitzung vom Mittwoch fortgesetzt. Nachdem am Mittwoch der Haushalt beschlossen war, hatte ich 23:30 Uhr die Stadtratssitzung beendet. Da die meisten der Stadträte ihr Amt ehrenamtlich ausüben und einen Beruf haben, ist nach über sechs Stunden einfach die Luft raus. Aber es blieben damit noch 21 Tagesordnungspunkte offen. Ein weiterer Tagesordnungspunkt kam sogar noch hinzu. In Dringlichkeit musste einer der Haushaltsbeschlüsse korrigiert werden. Der Änderungsantrag von SPD & Piraten, Die Linke, Mehrwertstadt und Bündnis90/Die Grünen war mangelhaft, weil nicht genügend Mittel zur Deckung des Antrags eingestellt waren. Zum Glück waren mit 33 Stadträtinnen und Stadträten genügend da, um die Sitzung fortzuführen und Beschlüsse zu fassen, sonst wäre der Haushalt zunächst nicht gültig gewesen. Laut Kommunalordnung müssen zu jedem Zeitpunkt immer mindestens 26 anwesend sein.

Großes öffentliches Interesse an den 21 Tagesordnungspunkten gab es nicht – genau genommen gar nicht. Es gab weder eine Liveübertragung im Internet, noch einen anwesenden Medienvertreter und auch keine Zuschauer. Dadurch ging es ausnahmsweise einmal sehr schnell, da kaum jemand reden wollte. Nach 36 Minuten hatte wir die offenen Punkte abgearbeitet und ich konnte die Stadträtinnen und Stadträte in die Weihnachtspause verabschieden.