Breites Bündnis gegen “Kufiyas in Buchenwald”

Ich bin dem Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender außerordentlich dankbar für die Erarbeitung einer umfänglichen Stellungnahme “Gegen die antisemitische Vereinnahmung von KZ-Gedenkstätten” und zur Kampagne “Kufiyas in Buchenwald”. Ich habe selbstverständlich in der vergangenen Woche keinen Moment gezögert, sondern die Stellungnahme gemeinsam mit 18 Organisationen unterzeichnet.

Für den 12. April 2026, dem 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald, haben antisemitische Organisation dazu aufgerufen, in Weimar und Buchenwald zu demonstrieren. Für mich ist völlig klar, die Gedenkstätte Buchenwald ist natürlich ein Ort des Gedenkens und kein Ort des Antisemitismus! Israelbezogener Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft und auch in den demokratischen Parteien keinen Platz haben.

Leider zeigen uns aber die Beschlüsse der niedersächsischen Linken an diesem Wochenende, dass es sehr wohl Parteien gibt, in denen Antisemitismus sogar mehrheitsfähig ist. Ich bin einzelnen Linken durchaus dankbar, dass sie sich dagegen positionieren. Konsequent gehandelt hat aber der Brandenburger Antisemitismusbeauftragte Andreas Büttner und ist aus der Partei die Linke ausgetreten.

Jüdische Allgemeine

Pressemitteilung

epd-Meldung

Fritz Bernstein – Antisemitismusforscher, Zionist und Staatsgründer aus Thüringen

Im Rahmen der 34. Jüdisch-Israelischen Kulturtage war ich heute in Gera und habe mit Christoph Gann einen interessanten und guten Nachmittag zu Fritz Bernstein erleben und gestalten können. Die Veranstaltung in der Villa Mazur war gut besucht und begann mit einem Einblick in die Geschichte der Villa. Ein jüdischer Teppich-Fabrikant lebte einst in der Villa mit seiner Familie.

Die Geschichte und das Wirken von Fritz Bernstein ist – obwohl er aus Thüringen kommt – bei uns weniger bekannt und dies obwohl sie ausgesprochen beeindruckend ist. Fritz Bernstein wurde 1890 in Meiningen geboren, ist aber schon in jungen Jahren nach Holland gegangen und hat sich dort in der zionistischen Bewegung engagiert. 1936 emigrierte er in das britische Mandatsgebiet Palästina und wurde nach der Staatsgründung Israels Regierungsmitglied. Bei der Staatsgründung hat er aktiv mitgewirkt und dies wohl auch, weil er klare Vorstellung hatte, wie ein jüdischer Staat sein soll.

Sein Buch “Der Antisemitismus als Gruppenerscheinung. Versuch einer Soziologie des Judenhasses” erschien 1926, vor genau 100 Jahren und ist heute noch so aktuell, wie damals. Er beschreibt darin sowohl, wo der Judenhass herkommt, als auch was ihn begünstigt. Dass Juden immer und überall eine Minderheit waren, sieht er als zentrale Ursache. Er war Zionist – weniger bekannt als Theodor Herzl, aber genauso mit einer klaren Vision. Der bekannte Satz “Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen.” von Theodor Herzl wurde von Fritz Bernstein ergänzt “Wenn ihr es nicht mehr wollt, ist es sicher nur ein Märchen.”.

Ich bin ausgesprochen dankbar für den heutigen Vortrag von Christoph Gann und nehme daraus die Anregung mit, mich mehr mit Fritz Bernstein zu beschäftigen. 

Nachtrag: Nachdem ich wieder in Erfurt zurück war, habe ich von dem unseeligen Beschluss der Linken in Niedersachsen gelesen. Mit großer Mehrheit haben die Delegierten des Landesparteitages einen Antrag mit der Überschrift “Ablehnung des Zionismus” beschlossen.   

“Weiter heißt es in der Entschließung: »Sowohl die israelische Regierung als auch die Hamas hegen offen Vernichtungsfantasien gegen die jeweils vom anderen vertretenen Volksgruppen. Klar ist: Besatzung, Entrechtung und Perspektivlosigkeit führen zu Terror. Der Gaza-Streifen liegt nach über zwei Jahren Genozid in Trümmern.« Die Forderungen der niedersächsischen Linken richten sich aber ausschließlich an Israels Adresse.

So fordert der in Hannover verabschiedete Antrag ein »Ende der Apartheid in Israel und in den besetzten Gebieten« und prangert einen angeblichen Missbrauch des Antisemitismus-Begriffs an. »Wir kritisieren, wo der Antisemitismusvorwurf instrumentalisiert wird, um Kritik am real existierenden politischen Zionismus zu delegitimieren.« Im ursprünglichen Antrag hatte es noch geheißen, das Bekenntnis zum Antizionismus müsse von der Linken in Niedersachsen »öffentlichkeitswirksam geteilt werden« und die »Verbreitung zionistischer Ideologie untersagt« werden.” (Quelle Jüdische Allgemeine)”.

Mein Kollege Andreas Büttner, Antisemitismusbeauftragter in Brandenburg, hat daraufhin seinen Parteiaustritt bei den Linken erklärt und ich kann ihn darin nur bestärken. Auch ich finde diesen Beschluss empörend und antisemitisch. 

Bilder aus Gera

  

 

Erfurt – Münster – Erfurt

Noch einmal ging es für mich in dieser Saison heute auf Auswärtstour mit unserem Team. Beim letzten Spiel der Hauptrunde beim USC Münster wollte ich gerne dabei sein und bin deshalb mit dem Mannschaftsbus mit nach NRW und zurück gereist. In Münster bin ich deshalb immer wieder gerne dabei, weil die Atmosphäre in der legendären Halle Berg Fidel immer gut ist und die Kolleginnen und Kollegen in Münster einen gute Job machen.

Mit dem Präsidenten von Münster Jürgen Aigner habe ich heute auch über die zurückliegende Saison gesprochen. Gerne hätte ich auch den direkten Vergleich mit Münster mit einem oder mehreren Punkten in dieser Saison abgeschlossen, aber auch dieses Mal gab es nichts zu gewinnen und das Spiel endete 0:3 für Schwarz-Weiß Erfurt. Nachfolgend der Spielbericht und Bilder aus Münster:

Schwarz-Weiß Erfurt kehrt erneut mit leeren Händen nach Hause zurück. Beim 0:3 (-20, -18, -14) am Berg Fidel mussten sich die Thüringerinnen dem USC klar geschlagen geben.

Am Einsatz in der gut einstündigen Begegnung bei den „Unabhängigen“ hat es nicht gelegen. Erfurt ackerte in der Defensive aufopferungsvoll, hielt viele Bälle im Spiel, konnte sich aber zu selten dafür belohnen. Es haperte vor allem im Angriff, wo sich die Gäste zu selten durchsetzen konnten. Lediglich Isabel Kovacic gelang dies mit zunehmender Spieldauer, die als einzige Erfurter Angreiferin zweistellig punkten konnte. Vom Rest kam zu wenig, zu wenig, um gegen ein etabliertes Team Zählbares mitzunehmen.

Dabei hatten die Gäste gute Phasen. Im ersten Satz spielte man zunächst gut mit, musste Mitte des Satzes entscheiden abreißen lassen, um zum Satzende wieder auf Augenhöhe zu agieren. Hätten die Erfurterinnen den Start des zweiten Satzes (1:9) nicht völlig in den Sand gesetzt, wäre auch hier mehr möglich gewesen. Umgekehrt der dritte Durchgang: Hier lagen die SWE-Damen 11:10 in Führung, um dann vollkommen wegzubrechen. Somit siegten die USC-Damen souverän und kletterten durch die Aachener Niederlage noch auf Platz fünf.

Erfurt, das erneut eine Achterbahnfahrt hinlegte, erwartet nun im Playoff-Achtelfinale Spitzenreiter Stuttgart zu zwei Duellen. Auch wenn die Herausforderung sehr groß ist und man sich keiner Illusionen hingeben muss, so darf man in der Thüringer Landeshauptstadt das erstmalige Erreichen als Erfolg werten und in die Spiele mit Vorfreude gehen. (St.S.)

Bilder aus Münster

    

Umplanungen und viel Unterstützung

Die 34. Jüdisch-Israelischen Kulturtage laufen auf Hochtouren und dies ist für unseren Festivalleiter Johannes Gräßer mit ziemlich viel Stress verbunden. Von den 16 israelischen Künstlern konnten leider nur wenige anreisen, deshalb muss einiges improvisiert und umgebaut werden. Wir bekommen dabei aber auch viel Unterstützung und Zuspruch. In dieser Woche war Daniel Aschheim zum Kurzbesuch in Erfurt und beeindruckt was im Rahmen der Kulturtage alles passiert. Gern habe ich dem Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft des Staates Israel auch unsere Synagoge und Teile der Altstadt gezeigt. Johannes Gräßer nahm sich trotz allem Stress Zeit für ein gutes Gespräch.

Die erste von drei Wochen der Kulturtage ist jetzt vorbei. Bei vier Veranstaltungen war ich schon – nächste Woche kommen fünf hinzu. Vier Mal werde ich die Buchvorstellung mit Tanja Raab eröffnen und moderieren (zwei Mal Erfurt, Meiningen und Gera). Diesen Sonntag bin ich ebenfalls in Gera zum Vortrag “Fritz Bernstein – Antisemitismusforscher, Zionist und Staatsgründer aus Thüringen”. Eine Woche später bin ich noch einmal Gera – dann zum Vortrag und zur Ausstellungseröffnung mit Bildern von Halina Hildebrand.

Auch außerhalb der Kulturtage gibt es noch ein interessantes Angebot. Ahmad Mansour wird in Weimar sprechen und ich darf an der Podiumsdiskussion mitwirken. Bedauerlicherweise müssen wir eine Veranstaltung, die mit Arye Shalicar am 19.3. geplant war absagen. Er kann momentan nicht fliegen. Aber wir holen den Termin nach.

Programm der Kulturtage

Bilder von Veranstaltungen

Simson und viel mehr

Simson Mopeds werden seit über 35 Jahren nicht mehr produziert, aber dennoch oder gerade deshalb haben sie Kultstatus. Bei Jugendlichen weil es cool ist eine Simson mit bis zu 60 km/h zu fahren. Bei Älteren, weil es an die Jugendzeit erinnert – fast jeder aus der ehemaligen DDR hat darauf gesessen.

Aber Simson ist viel mehr. Es war eine Firmenmarke, die vor dem Krieg alles mögliche produziert hat – Puppenwagen, Fahrräder, Kühlschränke und auch Waffen. Die Enteignung der jüdischen Familie wurde von den Nazis konsequent betrieben und nach dem Krieg wurde daraus das Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk, als sozialistischer Betrieb. Es blieb aber der Markenname für die Simson-Mopeds.

Im Fahrzeugmuseum Suhl war ich schon mehrfach zu Besuch. Beim heutigen Besuch konnte ich mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Dr. Hartmut Göbel und dem Schatzmeister Wolfgang Wehner über das geplante Projekt zur Aufarbeitung der jüdischen Firmengeschichte von Simson sprechen. Gern helfe ich dabei das Projekt umzusetzen.

Fotos aus Suhl

 

Sonderausstellung „HAMSA – HAMSA – HAMSA“

Gestern Abend fand eine ausgesprochen gelungene Ausstellungseröffnung in der Galerie Waidspeicher im Rahmen der „34. Jüdisch-Israelische Kulturtage Thüringen“ statt. Bis zum 5. Juli 2026 zeigt das Netzwerk Jüdisches Leben Erfurt in Kooperation mit Gastkurator Ido Noy und den Erfurter Kunstmuseen die Ausstellung „HAMSA – HAMSA – HAMSA“ in der Galerie Waidspeicher.

Bei der Ausstellungseröffnung konnte ich viel über Hamsas lernen. Maria Stürzebecher, die die Ausstellung initiiert hat, erklärte mir die Motive und vieles mehr. Bei mir hängen daheim mehrere Hamsas aus Jerusalem, die ich von Freundinnen geschenkt bekommen habe und die ich wunderschön finde. Mit dem historischen Hintergrund hatte ich mich aber bis gestern noch nie beschäftigt. 

Die Ausstellung widmet sich der geöffneten Handfläche mit ihren fünf Fingern. Die Hand ist ein in den drei größten Weltreligionen weit verbreitetes und bedeutsames Motiv in der darstellenden, volkstümlichen und populären Kultur. Die Handfläche gilt ebenso wie die Zahl fünf als göttliches Zeichen der Quelle für Heilung sowie gute Gesundheit und Fruchtbarkeit.

Insbesondere in der jüdischen und muslimischen Tradition wird dieses Symbol für Schutz und Glück oft als Amulett oder Talisman verwendet, um negative Kräfte abzuwehren sowie ihrem Eigentümer Segen und Glück zu bringen. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von elf israelischen Künstlerinnen. Diese Arbeiten werden begleitet von einer Collage aus 555 Hamsas aus den Läden der Jerusalemer Altstadt. Sie stehen für lokale Traditionen und kulturellen Austausch.

Die Ausstellung ist eine unbedingte Empfehlung!

Bilder der Ausstellungseröffnung

Gemeinsames Engagement gegen Antisemitismus

Zwei Mal im Jahr treffen sich die Antisemitismusbeauftragten von Bund und Ländern zu einer Tagung, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten zu planen. Besonders gerne bin ich am Montag dazu nach Mainz gefahren, auch wenn dies 500 Autobahnkilometer bedeutet hat.

Mainz ist die Partnerstadt von Erfurt, aber wir haben auch gemeinsame jüdische Bezugspunkte. Erfurt ist UNESCO Welterbe mit seinen jüdischen Bauwerke und Mainz ist gemeinsam mit den anderen beiden SchUM-Städten Worms und Speyer ebenfalls UNESCO Welterbe wegen seiner jüdisch geprägten Vergangenheit. Somit war es ganz selbstverständlich, dass wir zum Beginn unserer Tagung die Ausstellung “Shalom am Rhein” im Landesmuseum besucht haben..

Neben dem Austausch der Länder- und Bundaktivitäten, lernten wir die Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung der Universität Trier. Zum Welterbe SchUM sprach Birgit Kita und Christoph Pies erläuterte die Arbeit des Förderkreises Synagoge Laufersweiler. Leider zum letzten Mal dabei war der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Felix Klein, der beruflich zur OECD nach Paris wechselt. Seit 2018 ist er im Amt und hat das Thema der Bekämpfung des Antisemitismus engagiert und kompetent vertreten. Vielen Dank dafür! Vielleicht sehen wir uns noch bei einer Veranstaltung in Erfurt – geplant ist das jedenfalls.

Ein gemeinsames Abendessen mit jüdischen Verbänden im Staatstheater beschloss den Tag – allerdings noch nicht für mich, es folgten noch drei Stunden Autobahn. Am nächsten Tag hatte ich einen Termin an der Hochschule in Nordhausen mit der Antisemitismusbeauftragten der Hochschule Nordhausen Prof. Dr. Cordula Borbe. Danke, für das gute Gespräch und das Engagement gegen Antisemitismus! Der Präsident der Hochschule Prof. Dr. Jörg Wagner unterstützt dieses Engagement und hat eine klare Position, die er beim Begrüßungsgespräch verdeutlichte. Es tut gut zu wissen, dass es an unseren Hochschulen Menschen mit einem klaren Kompass gibt.

Bilder der Antisemitismustagung

Bilder aus Nordhausen

Chancenlos im Ostderby

Das letzte Heimspiel der Hauptrunde sorgte noch einmal für eine volle Halle, aber leider nicht für Punkte auf Erfurter Seite. Kommenden Samstag geht es dann noch zum letzten Auswärtsspiel und dann folgen erstmals in der Vereinsgeschichte die Playoffs. Nachfolgend der Spielbericht vom Ostderby:

Das mitteldeutsche Derby war eine kurze und klare Angelegenheit. Gegen den Dresdner SC blieb Schwarz-Weiß Erfurt chancenlos und unterlag vor 1003 Zuschauern glatt mit 0:3 (-15, -12, -15).

Das Spielergebnis war bei realistischer Betrachtung vorher so zu erwarten. Zu klar waren die Vorzeichen vor der Partie. Während sich der DSC im Spitzenquartett mit der Konkurrenz aus Stuttgart, Schwerin und Suhl um die besten Plätze battelt, steht Schwarz-Weiß Erfurt fast fest zementiert auf Platz acht. Auch die enttäuschende Vorstellung am Mittwoch in Borken sorgte nicht für Zuversicht.

Symptomatisch startete die Partie vor großer Kulisse in der Riethsporthalle, darunter knapp 100 lautstarke Gästeanhänger. Dresden, das mit seinem Stammsechser auflief, wollte keine Zweifel aufkommen lassen, wer am internationalen Frauentag Chefin im Ring ist. Eine 8:1-Führung stellte frühzeitig die Weichen. Erfurt fing sich zwar etwas, aber nach dem vierten Satzball, verwandelt von Jette Kuipers, stand ein 15:25 auf der Anzeigetafel. Im zweiten Durchgang blieb Schwarz-Weiß bis zum 7:9 auf Schlagdistanz, jedoch sorgte eine starke Aufschlagserie von Amanda Siksna zum 7:16 wieder für deutliche Verhältnisse. Spätestens hier war jedem in der Halle klar, Erfurt würde den Gästen nicht das Wasser reichen können. Zu stark die Aufschläge des DSC, zu wackelig die Erfurter Annahme. Am Netz verteilte die spätere MVP, Emma Grome, die Bälle nach Belieben, was sich in der ausgeglichenen Punktestatistik aller Angreiferinnen widerspiegelt. Lorena Lorber Fijok machte den Sack zum 25:12 zu.

Im dritten Satz nach der zehnminütigen Pause ein kleiner funken Hoffnung unter den Erfurter Anhängern, als ihr Team mit 5:1 führte. Aber dieser Funken erlosch schnell, als der DSC auf 7:15 stellte. Der eingewechselten Miku Akimoto war es vorbehalten, mit einem Ass zum 25:15 die Partie nach lediglich knapp einer Stunde Spielzeit zu beenden.

Der hochverdiente Sieger darf sich noch Hoffnung machen, zum Ende der Hinrunde vielleicht noch auf Platz drei oder zwei zu springen. Erfurt hingegen bleibt vor dem abschließenden Spiel in Münster auf Platz acht hängen und wird sich in den Playoffs wohl mit dem Spitzenreiter Stuttgart duellieren. (St.S.)

Bilder und Videos vom Spiel

Abschluss einer beeindruckenden Karriere

Sie hat es geschafft und tritt als Olympiasiegerin ab! Dajana Eitberger ist am Wochende ihre letztes Rennen gefahren. Die Ilmenauerin hat eine absolut beeindruckende Sammlung von Erfolgen. Gold und zwei Mal Silber bei den Olypischen Spielen, zwei WM-Titel, einmal Silber und 5 Mal Bronze und dazu diverse Erfolge bei Europameisterschaften und Weltcups. Nachdem sie zunächst im Einzel erfolgreich war, beendete sie die Karriere, um im Doppel neu anzugreifen. Die Olympischen Spiele in Cortina waren das Ziel und die Teilnahme krönte sie mit ihrer Doppelpartnerin Magdalena Matschina mit Gold und Silber.

2015 habe ich Dajana in Oberhof kennengelernt. Sie hatte gerade ihren ersten Weltcup gewonnen. In den letzten 11 Jahren habe ich Dajana bei vielen Rennen erlebt und auch in Ilmenau. Beim letzten Rennen gestern in Altenberg wurde es für sie nocheinmal Platz zwei und damit auch der zweite Platz im Gesamt-Weltcup.

Danke für eine tolle Karriere als Sportlerin und ebenso vielen Dank für die immer freundlichen und aufgeschlossene Art. Viel Erfolg bei allen neuen Vorhaben!

Das letzte Mal in dieser Saison…

Dieses Wochenende ging es für die Hälfte unseres Vorstandes des Thüringer Schlitten- und Bobsportverbandes noch einmal auf Reisen und unser Rodelmaskottchen Flocke durfte nocheinmal mit. Wir waren in dieser Saion zusammen bei etlichen Weltcups – Cortina, Lillehammer, Sigulda und zwei Mal Oberhof. Dazu noch bei den Olympischen Spielen in Cortina.

Zuende ist die Saison aber erst, wenn der letzte Weltcup gefahren ist. In diesem Jahr wurde auf der Bahn in Altenberg das letzte Rennen gefahren, aber nach den Olympischen Spielen war so ein wenig auch die Luft raus. Sowohl Max Langenhan als Olympiasieger, als auch der Österreicher Jonas Müller verzichteten auf einen Start in Altenberg. Müller, weil ihm die Bahn zu gefährlich ist und Max, weil er Nackenprobleme hat. Die Doppel-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt reichten ihren Startplatz an ein Nachwuchteam weiter. Sowohl im Einzel der Männer, als auch im Doppel bei Männern und Frauen war der Gesamt-Weltcup praktisch schon entschieden.

Lediglich im Damen-Einzel blieb es bis zum letzten Start spannend. Merle Fräbel gewann zwar das letzte Weltcuprennen, aber da Julia Taubitz zweite wurde, reichte es knapp mit 4 Punkten Vorsprung zum Gesamt-Weltcup.

Für uns war das Wochenende nocheinmal ein schöner Abschluss einer erfolgreichen Saison. Jetzt geht es an die Auswertung der vergangenen und Planung der neuen Saison. Im Weltcup-Kalender steht nächstes Jahr wieder die Bahn in Königsee. Ich bin gespannt…

Bilder vom Weltcupfinale