Zum vierten Mal

Vor einem Jahr haben wir zum ersten Mal die Fotoausstellung von Halina Hildebrand “Sei a Mensch” in Thüringen eröffnet. Morgen Abend werden wir gemeinsam die Ausstellung nun schon zum vierten Mal eröffnen.

In der Jakobikirche in Mühlhausen ist ein ganz wunderschöner Ort für diese Ausstellung. Auf mehreren Etagen ist in der ehemaligen Kirche die Stadtbibliothek untergebracht. Das Angebot der Stadtbibliothek, die Ausstellung dort zu präsentieren, habe ich sehr gerne aufgegriffen. Mit Halina Hildebrand, ihrem Mann und mehreren engagierten Helfern haben wir heute die Ausstellung aufgebaut. Das Ergebnis präsentieren wir morgen ab 19 Uhr. Halina wir in die Ausstellung einführen und ich werde auch über Israel und den zunehmenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft sprechen.

Zeitungsartikel der uhz    

Tu biSchevat

In wenigen Wochen beginnen die Tage der Jüdisch-Israelischen Kultur in Thüringen und heute haben wir mit dem Vorstand unseres Fördervereins zusammengesessen und die letzten Absprachen dafür getroffen. Über 80 Veranstaltungen wird es wieder in ganz Thüringen geben. An manchen Tagen finden bis zu fünf Veranstaltungen zeitgleich statt. So gerne wir auch bei allen Veranstaltungen dabei wären, müssen wir uns dann als Vorstand aufteilen.

Nach unserer heutigen Vorstandssitzung des Fördervereins Jüdisch-Israelische Kultur in Thüringen haben wir noch etwas miteinander gefeiert. Heute ist das jüdische Neujahrsfest der Bäume (ראש השנה לאילנות Rosch haSchana laIllanot). Das war ein wunderbarer Anlass miteinander zu essen und zu trinken, denn darum geht es bei diesem kleinen jüdischen Fest. Unser Kantor hat die Bedeutung der vielen Früchte, die an an Tu biSchevat essen soll, erklärt und die Früchte gesegnet. In Israel ist der Tage aber auch das Winterende und der Tag, an dem traditionell Bäume gepflanzt werden. Danke für den gelungenen Abend!

Karnevalistischer Großeinsatz

Am Samstag war der erste Großeinsatz in der Karnevalssaison. Am Vormittag – aber eigentlich ganztags – war unser erster Frühschoppen der 65. Saison beim MKC und der ging sportliche fünf Stunden. Aber es war wie immer nicht nur lang, sondern auch schön. Es war ein buntes Programm und die für die beiden Frühschoppen am kommenden Wochenende müssen Karnevalfans sich beeilen, wenn sie dabei sein wollen.

Aber am Abend ging es gleich weiter. Die Prunksitzung der GEC im Kaisersaal war restlos ausverkauft. In der GEC sind 14 der Erfurter Karnevalsvereine. Unser MKC allerdings ist nicht Mitglied der GEC. Dennoch habe ich natürlich mit Kappe und unseren Karnevalsinsignien die Marbacher Fahne “hochgehalten”. Prominentester Gast war, neben den vielen Politikvertretern, Wolfgang Lippert. Er wurde mit dem Ehren-Till der Funke-Mediengruppe geehrt. Auf der Bühne sorgte er dann auch noch für Stimmung. “Erna” ist gekommen und er hatte auch “Es geht schon wieder los” im Gepäck.

Die insgesamt über 9 Stunden Karneval am Samstag waren ausgesprochen unterhaltsam. Leider werden es in diesem Jahr bei mir nicht ganz so viele Veranstaltungen, wie in den letzten Jahren. Nächstes Wochenende geht es zu Olympia nach Cortina und am darauffolgenden Wochenende sind schon unsere beiden Kostümbälle in Marbach und der Umzug.

Bilder aus Marbach

Bilder der Punksitzung der GEC

Finale 2026

Inzwischen ist es schon 16 Jahre her… Mit meinen beiden großen Söhnen war ich bei der Handball-Weltmeisterschaft in Zagreb. Kroatien gegen Frankreich im Finale! Seitdem bin ich beim Handball immer auch Kroatien-Fan und die Spiele Deutschland gegen Kroatien sind immer etwas besonderes. Vor einem Jahr war ich mit meinem jüngsten Sohn in Oslo zum EM-Finale Kroatien gegen Dänemark, natürlich waren wir beide für Kroatien.

Heute war es wieder soweit und ich habe das Kroatien-Trikot aus dem Schrank geholt. Allerdings nur um ein Foto an meinen kroatischen Freund Alen zu senden mit dem wir uns gegenseitig ein gutes Spiel gewünscht haben. Mit 31:28 hat Deutschland das EM-Halbfinale gewonnen. Jetzt werde ich im Spiel um Platz 3 natürlich Kroatien die Daumen drücken und ich weiß, dass Alan uns die Daumen im Finale drücken wird. Und das heutige Spiel werden wir im Juni auswerten, wenn wir uns in Kroatien wiedersehen.

Jahresempfang der Landeshauptstadt Erfurt 2026

Der Jahresempfang der Landeshauptstadt gestaltete sich in diesem Jahr anders als in den vergangenen Jahren. Während in den letzten Jahren der Jahresempfang den wesentlichen Zweck hatte alles zu bejubeln, was sich im zurückliegenden Jahr zugetragen hat und sogar die Wahl des Datums der Veranstaltung gerne den Weg zu bevorstehenden Wahlen weisen sollte, hat Andreas Horn mit dieser Tradition gebrochen. Im gut besuchten Theaterfoyer sprach er vor allem die aktuellen Herausforderungen und den ernüchternden Jahresstart an. Der Brand in der Neujahrsnacht und die Schließung von Zalando beschäftigen und besorgen die Menschen. Leider sind aber in beiden Fällen die Einflussmöglichkeiten der Kommunalpolitik sehr überschaubar.

Gerade erst am Mittwoch haben wir bei der Sonderstadtratssitzung erleben müssen, wie die Kolleginnen und Kollegen von Rot-Rot-Grün in lautstarkem Populismus alles mögliche forderten, aber dabei praktisch nichts tatsächlich umsetzbares aufzeigen konnten. Bei Jahresempfang war dies eines der dominierenden Themen des Gedankenaustauschs zwischen Politik und Gesellschaft.

Ein zweites Thema hatte der Oberbürgermeister gesetzt. Nach seiner Rede sprach Hardy Eidam, der Kurator des Stadtmuseums, zur Sportstadt Erfurt. In diesem Jahr feiert Rot-Weiß Erfurt sein 60jähriges Vereinsjubiläum und am Vormittag hatten sich die Ehrenspielführer in das goldene Buch der Stadt eingetragen. Im Stadtmuseum wird ab März eine große Sonderausstellung zum Sport in Erfurt zu sehen sein. Neben der Sporthistorie soll es aber im kommenden Jahr auch um die Sportzukunft gehen. Die CDU Stadtratsfraktion bereitet gerade einen Antrag zur Unterstützung der Vereine vor, die bundesweit Werbeträger der Landeshauptstadt sind.

Gesprächsrunde zum Thema Antisemitismus an der Uni Erfurt

Ausgehend von der gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Vorsitzenden des RCDS Erfurt Samuel Finn Pulz in der vergangenen Woche, war ich heute zu einem Gespräch mit dem Präsidium der Uni und dem Vorstand des Studierendenrates. Gegenstand des Gesprächs waren die Vorwürfe an die Hochschulgruppe Erfurt Unsilenced und die daraus resultierende Forderung nach Auflösung der Hochschulgruppe.

Ich bin dem Präsidium und insbesondere dem Präsidenten Prof. Walter Bauer-Wabnegg außerordentlich dankbar, dass sie das Thema Antisemitismus sehr ernst nehmen und kurzfristig zu dem Gespräch eingeladen haben. Das Präsidium der Uni Erfurt hat sich klar gegen jede Form von Antisemitismus und Boykottforderungen gegenüber Israel positioniert. Dies ist nicht an allen Hochschulen und Universitäten in Deutschland so. In Jena bespielsweise tobt eine heftige Auseinandersetzung auch innerhalb der Professorenschaft und dies obwohl die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) schon 2019 sich klar positioniert hat.

Vor diesem Hintergrund habe ich die Überschrift der Pressemitteilung korrigiert und werfe der Universität Erfurt keinen “zunehmenden” Antisemitismus vor. Wir haben, und darüber waren wir uns im Gespräch einig, einen zunehmenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft und wir haben insbesondere mit dem israelbezogenem Antisemitismus dabei ein Definitionsproblem. Die Arbeitsdefinition der Internationalen Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), die bis jetzt die anerkannte Grundlage war, wird zunehmend in der politischen Diskussion in Frage gestellt. Für mich ist ganz klar, die ersatzweise gewählte Definition gemäß der Jerusalem Erklärung verschiebt die Grenzen. Nach den Worten “man wird doch mal sagen dürfen” folgt zumeist unverhohlener Antisemitismus. Ich bin nicht bereit dies widerspruchslos hinzunehmen und deshalb dränge ich darauf auch zukünftig die IHRA-Definition zu nutzen.

Zum Abschluss des einstündigen Gesprächs waren wir uns durchaus einig, dass die Studierendenvertretung das Thema bei ihrer nachfolgenden Sitzung behandeln wird und eine Entscheidung zum Gruppenstatus von Erfurt Unsilenced treffen wird. Dies haben sie zu später Stunde gestern auch noch getan. Im Ergebnis bleibt Erfurt Unsilenced vorerst Hochschulgruppe, wird sich aber mit dem Thema Antisemitismus intensiv beschäftigen.

Dankbar bin ich den beiden Studierenden, die das Thema angestossen haben und die sich so engagiert gegen Antisemitismus einbringen. Ich habe ihnen angeboten, dass wir im engen Kontakt bleiben und auch Veranstaltungen gemeinsam organisieren. Auch mit der Hochschulleitung werde ich zum Thema Antisemitismus im engen Austausch bleiben. Meine Aufgabe als Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemtismus ist es auch, Antisemitismus öffentlich zu bennenen um ihn bekämpfen zu können. 

Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Seit über 20 Jahren ist der 27. Januar für mich ein Tag des Gedenkens und der Mahnung. Am internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust haben wir schon Veranstaltungen organisiert als Roman Herzog als damaliger Bundespräsident den Tag zum DenkTag erklärt hat. Gemeinsam mit der KAS habe ich als Schirmherr viele Jahre mit Zeitzeugen Schulen besucht.

Heute fanden in Erfurt gleich drei Veranstaltungen statt und thüringenweit zudem viele regionale Gedenkveranstaltungen. ich bin dankbar dafür, dokumentiert dies doch, dass die 6 Millionen ermordeten Juden nicht in Vergessenheit geraten. Es gibt nur noch wenige Holocaust-Überlebende. Einer der letzten ist Naftali Fürst. Vor zwei Monaten konnte ich mit ihm ein gutes Gespräch in Tel Aviv führen. Heute haben wir uns im Thüringer Landtag getroffen. Naftali Fürst war einer der Redner bei der Gedenkstunde des Landtag.

Am Erinnerungsort Topf & Söhne fand die zweite Gedenkveranstaltung statt und wir konnten nach den Reden des Oberbürgermeisters und des Ministerpräsidenten Blumen niederlegen. Eindrucksvoll war insbesondere auch die dritte Gedenkveranstaltung bei der Jüdischen Landesgemeinde. Junge Schauspielerinnen des Theaters die Schotte führten die szenische Lesung “Miriams Tagebuch: Die Geschichte der Erfurter Familie Feiner” auf.

Zwei Dinge sind mir am heutigen Tag besonders bewusst geworden. Leider gibt es nur noch wenige Zeitzeugen, deshalb müssen diejenigen zu Zeugen der Zeitzeugen werden, die ihre Geschichten gehört haben. Wer das Gedenken an die Opfer des Holocaust nicht nur am 27. Januar in seinem Herzen trägt, ist zudem aufgefordert täglich Position für das Existenzrecht des Staates Israel und gegen Antisemitismus zu beziehen. Ich war im Oktober im neuen Teil der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem. Im Buch der Namen sind inzwischen über 5 Millionen der 6 Millionen ermordeten Juden eingetragen. Hinter jedem Namen steht ein Schicksal. Wir sind gefordert die Erinnerung wachzuhalten – am 27. Januar und auch sonst das ganze Jahr!

Bilder vom Gedenken 2026 

843 endlose Tage…

Mit Ran Gvili wurde heute die letzte israelische Geisel durch die IDF nach Hause gebracht und seine Identität bestätigt. Damit haben 843 Tage quälender Ungewissheit für die Angehörigen ein Ende. Ran Gvili war Mitglied einer Eliteeinheit der israelischen Polizei. Am 7. Oktober 2023 war er im Krankenstand und fuhr trotzdem in den Süden Israels um die Menschen im Kibbuz Alumim zu verteidigen. Er rette damit vielen Menschen das Leben, wurde aber schwer verletzt, von den Hamas-Terroristen nach Gaza verschleppt und ermordet. Die Erinnerung an ihn wird bleiben.

Mit der Rückführung der letzten Geisel ist der erste und wichtigste Punkt auf dem weg zu einer dauerhaft friedlichen Lösung für Israel erfüllt. Als nächster und für die Zukunft von Gaza elementar ist die Entwaffnung der Hamas und die Zerschlagung der Strukturen. Erst danach kann ein Wiederaufbau in Gaza gelingen. Bei aller Freude darüber, dass erstmals seit 2014 keine Geisel mehr in Gaza ist, bleibt der Schmerz über die vielen ermordeten Israelis. Ich war in den 843 drei Mal in Israel und jedes Mal auch auf dem Platz der Geiseln in Tel Aviv. Von dort habe ich die gelbe Schleife mitgebracht und in den letzten zwei Jahren häufig getragen. Ich hoffe, dass wie nie wieder eine gelbe Schleife brauchen, um an Geisel zu erinnern. Aber ich hoffe auch, dass es eine Lösung ohne die Hamas-Terroristen in Gaza gibt, denn sonst würde die Sorge und Angst immer bleiben.

Sportprogramm

Die letzten Tage hatten es sportlich gesehen in sich und es lief auch ausgesprochen erfolgreich. Unser zweiter Weltcup erntete viel Lob – sowohl in den Medien, als auch von den Zuschauern und VIP-Gästen. Wir gehen zuversichtlich auf die Olympischen Spiele zu. Unmittelbar wenn wir aus Cortina zurück sind, steht in Oberhof noch einmal der Continentalcup auf dem Programm und Anfang März werden wir unsere Sportlerinnen und Sportler noch einmal zum Weltcup-Finale nach Altenberg begleiten. Dann ist die Rodel-Saison 2025/2026 schon wieder Geschichte.

Im März enden auch die Eishockey- und die Volleyball-Saison. Grund genug sich jetzt noch an Spielen zu erfreuen. Unser Volleyball-Damen legten dabei gestern Abend vor und gewannen souverän gegen Wiesbaden. Den Black Dragons glückte die am Wochenende nicht. Gegen die Hannover Indians sah ich zwar heute ein gutes Spiel, aber es endete 3:5. Beim Halbfinale zum Superbowl habe ich mich auf das erste Spiel beschränkt. Nachdem die Chiefs und auch die beiden Lieblingsteams meiner Söhne raus sind, bleibe ich trotzdem interessiert, aber nicht mehr die ganze Nacht bis zum Morgengrauen. Sowohl in Amerika beim Spiel in Denver, als auch heute Nacht in Erfurt gab es reichlich Schnee. Da sind die Hallensportarten deutlich im Vorteil. Ob unser Handball-Team morgen Abend ins Halbfinale einzieht ist noch offen. Verfolgen werde ich das Spiel auf alle Fälle.

Nach dem Weltcup war ich gestern noch beim Jahresempfang der East German Lions – Supporter Group e.V.. Die im Verein engagierten Menschen machen sich für den Rugby-Sport stark und wollen neben dem männlichen Bereich auch eine Frauenmannschaft etablieren. Der Jahresempfang mit dem Titel “Wir brauchen starke Frauen. Und starke Frauen brauchen Raum.” bot dafür mit einer Podiumsdiskussion “Raum für Stärke – Frauen. Gleichberechtigung. Rugby.” viele Impulse.

Bei all dem Sport habe ich es dann heute auch endlich einmal wieder selbst zum Sporttreiben in den Sportpark Johannesplatz geschafft. Da ist in diesem Jahr auf alle Fälle noch Luft nach oben.

Tolles zweites Weltcup-Wochenende

Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt und Dank unserer Helferinnen und Helfer bekommen wir dafür Bestnoten. Der Rückblick auf einen ausgesprochen erfolgreichen zweiten Weltcup in dieser Saison in Oberhof ist von vielen Bildern geprägt.

Unsere Sportlerinnen und Sportler haben beim letzten Olympiatest geliefert. Vier von sechs Weltcups hatten die deutsche Nationalhymne als Ergebnis und hinzu kommen noch mehrere zweite und dritte Plätze.

Unsere 350 Helferinnen und Helfer sowie 30 Bundeswehrangehörige haben perfekte Rahmenbedingungen geschaffen. 14.000 Fans, darunter 2.000 Schülerinnen und Schüler, waren beim 6. und 7. Eberspächer Rodel-Weltcup an der Bahn und sorgten für tolle Stimmung.

140 akkreditierte Medienvertreter, darunter 40 Foto-, Fernseh- und Sportreporter, berichteten umfangreich in Wort und Bild – ARD und ZDF an beiden Wochenenden live und mit vielen Zusammenfassungen.
Ein großes Dankeschön allen Mitwirkenden! Oberhof kann Weltcup!

Bilder vom Nationencup

Bilder vom 1. Weltcup-Tag

Bilder vom 2. Weltcup-Tag