Gesprächsrunde zum Thema Antisemitismus an der Uni Erfurt

Ausgehend von der gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Vorsitzenden des RCDS Erfurt Samuel Finn Pulz in der vergangenen Woche, war ich heute zu einem Gespräch mit dem Präsidium der Uni und dem Vorstand des Studierendenrates. Gegenstand des Gesprächs waren die Vorwürfe an die Hochschulgruppe Erfurt Unsilenced und die daraus resultierende Forderung nach Auflösung der Hochschulgruppe.

Ich bin dem Präsidium und insbesondere dem Präsidenten Prof. Walter Bauer-Wabnegg außerordentlich dankbar, dass sie das Thema Antisemitismus sehr ernst nehmen und kurzfristig zu dem Gespräch eingeladen haben. Das Präsidium der Uni Erfurt hat sich klar gegen jede Form von Antisemitismus und Boykottforderungen gegenüber Israel positioniert. Dies ist nicht an allen Hochschulen und Universitäten in Deutschland so. In Jena bespielsweise tobt eine heftige Auseinandersetzung auch innerhalb der Professorenschaft.

Vor diesem Hintergrund habe ich auch die Überschrift der Pressemitteilung korrigiert und werfe der Universität keinen “zunehmenden” Antisemitismus vor. Wir haben, und darüber waren wir uns im Gespräch einig, einen zunehmenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft und wir haben insbesondere mit dem israelbezogenem Antisemitismus dabei ein Definitionsproblem. Die Arbeitsdefinition der Internationalen Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), die bis jetzt die anerkannte Grundlage war, wird zunehmend in der politischen Diskussion in Frage gestellt. Für mich ist ganz klar, die ersatzweise gewählte Definition gemäß der Jerusalem Erklärung verschiebt die Grenzen. Nach den Worten “man wird doch mal sagen dürfen” folgt zumeist unverhohlener Antisemitismus. Ich bin nicht bereit dies widerspruchslos hinzunehmen und deshalb dränge ich darauf auch zukünftig die IHRA-Definition zu nutzen.

Zum Abschluss des einstündigen Gesprächs waren wir uns durchaus einig, dass die Studierendenvertretung das Thema bei ihrer nachfolgenden Sitzung behandeln wird und eine Entscheidung zum Gruppenstatus von Erfurt Unsilenced treffen wird. Dies haben sie zu später Stunde gestern auch noch getan. Im Ergebnis bleibt Erfurt Unsilenced vorerst Hochschulgruppe, wird sich aber mit dem Thema Antisemitismus intensiv beschäftigen.

Dankbar bin ich den beiden Studierenden, die das Thema angestossen haben und die sich so engagiert gegen Antisemitismus einbringen. Ich habe ihnen angeboten, dass wir im engen Kontakt bleiben und auch Veranstaltungen gemeinsam organisieren. Auch mit der Hochschulleitung werde ich zum Thema Antisemitismus im engen Austausch bleiben. Meine Aufgabe als Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemtismus ist es auch, Antisemitismus öffentlich zu bennenen um ihn bekämpfen zu können. 

Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Seit über 20 Jahren ist der 27. Januar für mich ein Tag des Gedenkens und der Mahnung. Am internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust haben wir schon Veranstaltungen organisiert als Roman Herzog als damaliger Bundespräsident den Tag zum DenkTag erklärt hat. Gemeinsam mit der KAS habe ich als Schirmherr viele Jahre mit Zeitzeugen Schulen besucht.

Heute fanden in Erfurt gleich drei Veranstaltungen statt und thüringenweit zudem viele regionale Gedenkveranstaltungen. ich bin dankbar dafür, dokumentiert dies doch, dass die 6 Millionen ermordeten Juden nicht in Vergessenheit geraten. Es gibt nur noch wenige Holocaust-Überlebende. Einer der letzten ist Naftali Fürst. Vor zwei Monaten konnte ich mit ihm ein gutes Gespräch in Tel Aviv führen. Heute haben wir uns im Thüringer Landtag getroffen. Naftali Fürst war einer der Redner bei der Gedenkstunde des Landtag.

Am Erinnerungsort Topf & Söhne fand die zweite Gedenkveranstaltung statt und wir konnten nach den Reden des Oberbürgermeisters und des Ministerpräsidenten Blumen niederlegen. Eindrucksvoll war insbesondere auch die dritte Gedenkveranstaltung bei der Jüdischen Landesgemeinde. Junge Schauspielerinnen des Theaters die Schotte führten die szenische Lesung “Miriams Tagebuch: Die Geschichte der Erfurter Familie Feiner” auf.

Zwei Dinge sind mir am heutigen Tag besonders bewusst geworden. Leider gibt es nur noch wenige Zeitzeugen, deshalb müssen diejenigen zu Zeugen der Zeitzeugen werden, die ihre Geschichten gehört haben. Wer das Gedenken an die Opfer des Holocaust nicht nur am 27. Januar in seinem Herzen trägt, ist zudem aufgefordert täglich Position für das Existenzrecht des Staates Israel und gegen Antisemitismus zu beziehen. Ich war im Oktober im neuen Teil der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem. Im Buch der Namen sind inzwischen über 5 Millionen der 6 Millionen ermordeten Juden eingetragen. Hinter jedem Namen steht ein Schicksal. Wir sind gefordert die Erinnerung wachzuhalten – am 27. Januar und auch sonst das ganze Jahr!

Bilder vom Gedenken 2026 

843 endlose Tage…

Mit Ran Gvili wurde heute die letzte israelische Geisel durch die IDF nach Hause gebracht und seine Identität bestätigt. Damit haben 843 Tage quälender Ungewissheit für die Angehörigen ein Ende. Ran Gvili war Mitglied einer Eliteeinheit der israelischen Polizei. Am 7. Oktober 2023 war er im Krankenstand und fuhr trotzdem in den Süden Israels um die Menschen im Kibbuz Alumim zu verteidigen. Er rette damit vielen Menschen das Leben, wurde aber schwer verletzt, von den Hamas-Terroristen nach Gaza verschleppt und ermordet. Die Erinnerung an ihn wird bleiben.

Mit der Rückführung der letzten Geisel ist der erste und wichtigste Punkt auf dem weg zu einer dauerhaft friedlichen Lösung für Israel erfüllt. Als nächster und für die Zukunft von Gaza elementar ist die Entwaffnung der Hamas und die Zerschlagung der Strukturen. Erst danach kann ein Wiederaufbau in Gaza gelingen. Bei aller Freude darüber, dass erstmals seit 2014 keine Geisel mehr in Gaza ist, bleibt der Schmerz über die vielen ermordeten Israelis. Ich war in den 843 drei Mal in Israel und jedes Mal auch auf dem Platz der Geiseln in Tel Aviv. Von dort habe ich die gelbe Schleife mitgebracht und in den letzten zwei Jahren häufig getragen. Ich hoffe, dass wie nie wieder eine gelbe Schleife brauchen, um an Geisel zu erinnern. Aber ich hoffe auch, dass es eine Lösung ohne die Hamas-Terroristen in Gaza gibt, denn sonst würde die Sorge und Angst immer bleiben.

Sportprogramm

Die letzten Tage hatten es sportlich gesehen in sich und es lief auch ausgesprochen erfolgreich. Unser zweiter Weltcup erntete viel Lob – sowohl in den Medien, als auch von den Zuschauern und VIP-Gästen. Wir gehen zuversichtlich auf die Olympischen Spiele zu. Unmittelbar wenn wir aus Cortina zurück sind, steht in Oberhof noch einmal der Continentalcup auf dem Programm und Anfang März werden wir unsere Sportlerinnen und Sportler noch einmal zum Weltcup-Finale nach Altenberg begleiten. Dann ist die Rodel-Saison 2025/2026 schon wieder Geschichte.

Im März enden auch die Eishockey- und die Volleyball-Saison. Grund genug sich jetzt noch an Spielen zu erfreuen. Unser Volleyball-Damen legten dabei gestern Abend vor und gewannen souverän gegen Wiesbaden. Den Black Dragons glückte die am Wochenende nicht. Gegen die Hannover Indians sah ich zwar heute ein gutes Spiel, aber es endete 3:5. Beim Halbfinale zum Superbowl habe ich mich auf das erste Spiel beschränkt. Nachdem die Chiefs und auch die beiden Lieblingsteams meiner Söhne raus sind, bleibe ich trotzdem interessiert, aber nicht mehr die ganze Nacht bis zum Morgengrauen. Sowohl in Amerika beim Spiel in Denver, als auch heute Nacht in Erfurt gab es reichlich Schnee. Da sind die Hallensportarten deutlich im Vorteil. Ob unser Handball-Team morgen Abend ins Halbfinale einzieht ist noch offen. Verfolgen werde ich das Spiel auf alle Fälle.

Nach dem Weltcup war ich gestern noch beim Jahresempfang der East German Lions – Supporter Group e.V.. Die im Verein engagierten Menschen machen sich für den Rugby-Sport stark und wollen neben dem männlichen Bereich auch eine Frauenmannschaft etablieren. Der Jahresempfang mit dem Titel “Wir brauchen starke Frauen. Und starke Frauen brauchen Raum.” bot dafür mit einer Podiumsdiskussion “Raum für Stärke – Frauen. Gleichberechtigung. Rugby.” viele Impulse.

Bei all dem Sport habe ich es dann heute auch endlich einmal wieder selbst zum Sporttreiben in den Sportpark Johannesplatz geschafft. Da ist in diesem Jahr auf alle Fälle noch Luft nach oben.

Tolles zweites Weltcup-Wochenende

Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt und Dank unserer Helferinnen und Helfer bekommen wir dafür Bestnoten. Der Rückblick auf einen ausgesprochen erfolgreichen zweiten Weltcup in dieser Saison in Oberhof ist von vielen Bildern geprägt.

Unsere Sportlerinnen und Sportler haben beim letzten Olympiatest geliefert. Vier von sechs Weltcups hatten die deutsche Nationalhymne als Ergebnis und hinzu kommen noch mehrere zweite und dritte Plätze.

Unsere 350 Helferinnen und Helfer sowie 30 Bundeswehrangehörige haben perfekte Rahmenbedingungen geschaffen. 14.000 Fans, darunter 2.000 Schülerinnen und Schüler, waren beim 6. und 7. Eberspächer Rodel-Weltcup an der Bahn und sorgten für tolle Stimmung.

140 akkreditierte Medienvertreter, darunter 40 Foto-, Fernseh- und Sportreporter, berichteten umfangreich in Wort und Bild – ARD und ZDF an beiden Wochenenden live und mit vielen Zusammenfassungen.
Ein großes Dankeschön allen Mitwirkenden! Oberhof kann Weltcup!

Bilder vom Nationencup

Bilder vom 1. Weltcup-Tag

Bilder vom 2. Weltcup-Tag

Starkes Spiel und verdienter Sieg

Samstagabend hatten die Erfurter Fans Grund zum grenzenlosen Jubel. Endlich platzte der Knoten und unsere Damen belohnten sich mit einem verdienten Sieg gegen Wiesbaden. Nachfolgend der Spielbericht:

Im Duell der Tabellennachbarn behielt Schwarz-Weiß Erfurt am Freitagabend gegen den VC Wiesbaden überraschend deutlich mit 3:0 (17, 21, 16) die Oberhand und rückt im Ranking näher ran.

Die Partie des Achten gegen den Siebten ließ einen spannenden Schlagabtausch mit offenem Ausgang erwarten, zu dem 736 Zuschauer in die Riethsporthalle kamen. Nach der 2:3-Niederlage im Hinspiel war man auf Erfurter Seite gewillt, es diesmal besser zu machen und als Sieger das Feld zu verlassen. Das gelang sehr zur Freude der einheimischen Anhänger. Dass es aber in dieser Deutlichkeit geschah, war dann doch etwas überraschend.

Die Erfurterinnen, die ohne Lea Feistritzer und Alina Zellin auskommen mussten, lieferten sich zunächst ein Match auf Augenhöhe mit dem VCW, der seinerseits auf Libera Rene Sain verzichten musste. Doch dann waren die Gastgeberinnen auf Betriebstemperatur gekommen und setzten sich Mitte des Satzes auf 20:15 ab. Zuspielerin Emelie Respaut mit zwei Angriffspunkten und starkem Service lieferte die Initialzündung für ihre Mitspielerinnen, die fortan sicherer wurden. Allen voran Außenangreiferin Alianza Darley, die einen „Sahnetag“ erwischte. Zwei Eigenfehler der Gäste markierten die letzten beiden Punkte für die Thüringerinnen zum 25:17.

Eine 7:4-Führung inklusive Wiesbadener Auszeit markierte den Start in Durchgang zwei. Wiesbaden stellte nach Tigin Yaglioglus Ansprache beim 10:10 jedoch den Gleichstand her und das Kopf-an-Kopf-Rennen hielt bis zum 18:18. Die drei folgenden Punkte für die Schwarz-Weißen zum 21:18 ließen das Pendel erneut in die Erfurter Richtung ausschlagen. Der quasi vom Krankenbett aufs Spielfeld gekommenen Kinga Szücs war es vorbehalten, mit einem hinter den Wiesbadener Block gelegten Ball zum 25:21 auch diesen Satz für Erfurt zu entscheiden.

Als Emelie Respaut im dritten Satz mit zwei Assen die 7:2-Führung herbeiführte, schien der Spielausgang vorgezeichnet. Allerdings erwehrte sich der VCW, der in Pleun van der Pijl seine stärkste Angreiferin hatte, der drohenden Niederlage. Der Vorsprung der SWE-Damen schmolz auf 10:8 dahin, was Pablo Sanchez zu einer Auszeit animierte. Ein Zwischenspurt zum 14:8 folgte und der Sieg war den Erfurterinnen kaum noch zu nehmen. Ein letztes Aufbäumen der Gäste, die auf 19:16 verkürzten, reichte nicht mehr. Eine Sechs-Punkte-Serie der Gastgeberinnen, an deren Ende Isabel Kovacics Block das Spiel beendete, ließ Mannschaft und Fans siegestrunken jubeln. Es war nicht nur die gelungene Revanche für die Hinspielniederlage, sondern auch der erste Sieg der Saison gegen eine Mannschaft, die kein Aufsteiger ist. Somit markiert der Erfolg ein weiteres Teilstück der Saisonziele, die sich Schwarz-Weiß Erfurt gesteckt hatte.

Die MVP-Medaillen bekamen mit Alianza Darley (Erfurt) und Pleun van der Pijl (Wiesbaden) zwei Außenangreiferinnen, die sich sowohl in Annahme als auch Angriff besonders hervortaten.

Die beiden kommenden Aufgaben (Stuttgart auswärts und Schwerin) haben es für die Sanchez-Schützlinge in sich. Doch zuvor dürfen die Thüringerinnen erst einmal den Moment genießen. (St.S.)

Bilder und Videos vom Spiel

Panse und Pulz kritisieren Antisemitismus an Erfurter Universität

In einem offenen Brief an den Studierendenrat und die Universitätsleitung der Universität Erfurt kritisieren Michael Panse, Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus, sowie der RCDS-Vorsitzende Samuel Finn Pulz den zunehmenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft und fordern die Aberkennung des Hochschulgruppenstatus der HSG „Erfurt Unsilenced“.

Entzug des Hochschulgruppenstatus für „Erfurt Unsilenced“

Wir fordern den Entzug des offiziellen Hochschulgruppenstatus der Gruppe „Erfurt Unsilenced“!

Hochschulen sind nach dem Thüringer Hochschulgesetz Orte von Wissenschaft, Bildung und freiem Diskurs. Zugleich sind sie dem Schutz der Menschenwürde, der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sowie der Verantwortung gegenüber der Geschichte verpflichtet. Politisches Engagement an Hochschulen findet dort seine Grenze, wo Antisemitismus, Extremismus oder die Relativierung schwerster Gewaltverbrechen auftreten. Diese Grenze ist im Fall von „Erfurt Unsilenced“ nach unserer Auffassung eindeutig überschritten.

Die Gruppe hat wiederholt Inhalte verbreitet und Veranstaltungen beworben, die mit dem gesetzlichen Bildungsauftrag der Hochschule sowie mit Verfassung und Grundgesetz nicht vereinbar sind. Dazu zählen insbesondere nachweisbare Verbindungen und Kooperationen mit eindeutig linksextremistischen und islamistischen Organisationen, darunter „Palästina spricht“, MERA25 sowie die SDAJ. Diese Akteure stehen für eine politische Praxis, die den Staat Israel delegitimiert und in Teilen offen verfassungsfeindlich agiert.

Besonders schwer wiegt die mehrfache Bewerbung von Auftritten der Politikwissenschaftlerin Helga Baumgarten, die die Terrorangriffe der Hamas vom 7. Oktober 2023 öffentlich als „vom Völkerrecht gedeckt“ bezeichnete – selbst für den Fall, dass Vergewaltigungen stattgefunden hätten, für die es ihrer Ansicht nach „keine Anzeichen“ gebe. Solche Aussagen relativieren terroristische Gewalt gegen Zivilisten und stehen im offenen Widerspruch zu historischen Tatsachen und völkerrechtlichen Grundprinzipien.

Darüber hinaus bedient sich „Erfurt Unsilenced“ NS-relativierender Narrative, etwa durch die Gleichsetzung des auf das Shoah-Gedenken bezogenen Satzes „Nie wieder ist jetzt“ mit dem militärischen Vorgehen Israels. Diese Form der Instrumentalisierung erfüllt die Kriterien israelbezogenen Antisemitismus und verletzt das Andenken an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen. Aktuell bewirbt die Gruppe zudem einen Film, der auf einer Vorlage von Ghassan Kanafani, einem führenden Sprecher der terroristischen PFLP, basiert. Kanafani befürwortete offen die Entführung von Zivilflugzeugen sowie Anschläge auf jüdische Einrichtungen. Die Verfilmung durch das syrische Staatsfernsehen ist mit eindeutig antisemitischen Narrativen versehen und stellt politische Propaganda dar. Antisemitismus – unabhängig von seiner ideologischen Begründung – ist keine legitime Position im akademischen Raum. Die Anerkennung als Hochschulgruppe setzt die Loyalität zu Verfassung, Gesetz und Menschenwürde voraus. Diese Voraussetzung ist hier nicht mehr erfüllt.

Hochschule ist ein Ort der Wissenschaft und Bildung – kein Ort für Propaganda und Menschenfeindlichkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Panse, Beauftragte der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus

Samuel Finn Pulz, Vorsitzender des RCDS Erfurt

Das Daumendrücken geht weiter

Sie haben ein tolles Spiel geliefert und bleiben im Rennen! Nach dem verlorenen Spiel gegen Serbien war die Wettquote auf eine Erreichen der Zwischenrunde für das DHB-Team bei der Handball-EM dramatisch gesunken. Auch wenn es nach dem Vorabendspiel und dem Sieg Österreichs gegen Serbien “nur ein Unentschieden” sein musste, war die Wahrscheinlichkeit nicht groß.

Um so größer war die Begeisterung über das gestrige Spiel und den letztlich hochverdienten Sieg. Herzlichen Glückwunsch! Ich erinnere mich noch an die Spiele der Handball-WM im letzten Jahr in Oslo. Mit einem jüngsten Sohn war ich beim Halbfinale, dem Spiel um Platz 3 und dem Finale live dabei. Damals war für das deutsche Team im Viertelfinale gegen Portugal Schluss. mal sehen wie weit es in diesem Jahr geht.

Dank unseren Ehrenamtlichen!

Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup. Auch in diesem Jahr richten wir wieder zwei Rennrodel-Weltcups in Oberhof aus. Da Königsee als ursprünglich geplanter Ort für das letzte Weltcup-Wochenende vor den Olympischen Spielen ausgefallen war, hat uns die Anfrage des Verbandes erreicht.

Im Vorstand des TSBV haben wir entschieden zunächst unser ehrenamtlich arbeitendes Organisationskomitee zu befragen. Von dort kam die einmütige Aussage – natürlich machen wir das! Im Ergebnis unseres gerade absolvierten Weltcups hagelte es Begeisterung und Dankbarkeit an unsere vielen Ehrenamtlichen für ihre Arbeit. Rund 200 Ehrenamtliche sind rund um unseren Weltcup im Einsatz – gut erkennbar an den orangenen Jacken. Das sind mehr, als bei einigen anderen Weltcups überhaupt an Zuschauern da ist und eine der großen Stärken, die wir in Oberhof haben. Um die rund 7.000 Besucher an einem Weltcup-Wochenende gut zu betreuen, braucht es einiges an Logistik.

Koordiniert wird die Arbeit der verschiedenen Berichte im Organisationskomitee und dieses tagt in der heißen Phase wöchentlich und an den Weltcuptagen täglich. Es gibt ganz verschiedene Bereiche – Akkreditierung, Einlass, Parken, Transport/Shuttle, Versorgung, Siegerehrung, Presse und noch viele mehr. Etliche unserer Ehrenamtlichen machen dies schon seit Jahrzehnten und opfern dafür viel Zeit und Teile ihres Jahresurlaubs. Nur dank dieses großartigen Engagements, ist ein solches Großereignis zu organisieren.

WorldLugeDay in Oberhof

Schöner kann man den #WorldLugeDay gar nicht begehen! Der heutige 18. Januar ist der Welt-Rodeltag und an diesem Tag soll die Werbung für den Kufensport im Mittelpunkt stehen. Viele Vereine haben sich dazu besondere Aktionen ausgedacht und im Netz sind viele gelungene Initiativen zu finden.

Der Beitrag des TSBV zum World Luge Day war eine perfekte Werbung für unseren Sport. Beim ersten von zwei Weltcups in Oberhof hatten wir perfektes Wetter, viele begeisterte Fans und am heutigen Sonntag ausschließlich deutsche Siege. Beide Doppel und auch das Teamrennen haben wir gewonnen und damit eindrucksvoll dokumentiert, dass bei der die Podiumsbesetzung  in drei Wochen in Cortina mit unseren Sportlerinnen und Sportlern zu rechnen ist.

Für das Weltcupwochenende hatten wir bereits im Vorfeld viel Lob bekommen und dies wurde heute von allen Seiten bekräftigt. Viele Gäste aus der Politik und Gesellschaft waren wieder bei uns zu Gast. Ministerpräsident Mario Voigt brachte praktisch sein ganzes Kabinett mit nach Oberhof – sieben Ministerinnen und Minister waren am Samstag und Sonntag bei uns zu Gast und zudem noch etliche Staatssekretäre. Insgesamt waren am Wochenende 6.875 Besucherinnen und Besuche beim Rennrodeln zu Gast (Freitag beim Nationencup 750, Samstag 3.605 und Sonntag 2.520). Wie hoch die Wertschätzung für den Wintersportort Oberhof im Allgemeinen und für unseren Sport im Besonderen ist, dokumentierte auch der Presseempfang der Landesregierung am Samstagabend. Dabei bekundete Mario Voigt Interesse, sich an der geplanten  sportlichen Rodelaktion des Bundeskanzlers mit Max Langenhan aktiv zu beteiligen. Zudem bekundete der Ministerpräsident Interesse an der Weltmeisterschaft 2028, die eigentlich in Königsee stattfinden soll. Da die dortige Bahn nicht rechtzeitig fertig wird, steht eine Verlagerung der WM im Raum. Wir würden gerne daraus wieder World Luge – Festspiele in Oberhof machen!

Bilder und Videos vom Weltcup