Familienwochenende

In Paulinzella
Corona-Zeiten sind auch schwierige Zeiten für Familien. Neben den Einschränkungen die uns alle bei Besuchen und Begegnungen treffen, ist insbesondere für Patchworkfamilien die Situation problematisch. Rein rechtlich können Umgangstermine für Eltern getrennt lebender Kinder stattfinden, rein praktisch wurden aber viele Termine im gegenseitigen Interesse verschoben. Bei den Telefongesprächen auf der Corona-Bürger-Hotline ist die immer wieder ein Thema. Auch für mich ist es ein Thema, da mein jüngster Sohn in Baden-Württemberg wohnt. Normalerweise sehen wir uns alle 14 Tage in Erfurt oder in Mannheim. Durch die Corona-Krise haben wir aber jetzt acht Wochen darauf verzichtet. Mit den jetzigen Lockerungen hat es an diesem Wochenende aber wieder einmal geklappt und ich habe ihn Donnerstag abgeholt und heute Nachmittag wieder zurück gebracht. Angeln, Motorrad fahren, ein Grillabend und auch ein Wiedersehen mit seinen Brüdern (mit entsprechendem Abstand) haben wir zusammen machen können. Insbesondere der Angelausflug zu den Paulinzellaer Angelteichen am Freitag hat uns Spaß gemacht. Viel Sonne und Natur (natürlich dieses Mal Anreise mit der Bahn) und das Grillgut in Form von Forellen haben wir auch selbst erlegt. Insgesamt ist es aber Kindern, auch meinem Jüngsten, derzeit anzumerken wie sehr ihnen die Schule fehlt. Bei ihm in BaWü geht es erst nach Pfingsten mit Präsenzunterricht wieder los und bis dahin ist noch einige Wochen hin. Immerhin werden wir uns aber jetzt wieder regelmäßig sehen. In zwei Wochen zu Himmelfahrt kommt er wieder und dann ist er die ganzen Pfingstferien da. Ich hoffe, dass es dann auch mit einer Woche Urlaub an der Ostsee klappt. Bilder vom Angelausflug

Parteiarbeit in Corona-Zeiten

An der CDU-Hotline
Anfang März haben wir uns das letzte Mal zu offiziellen CDU-Veranstaltungen getroffen. Mit meinem CDU-Ortsverband “Am Petersberg” war ich im Landtag zu einer Gesprächsrunde und wir hatten auch noch eine CDU-Kreisvorstandssitzung und zuvor die Veranstaltung im Gedenken an Helmut Kohl. Seit dem wurden alle nachfolgenden Treffen abgesagt, u.a. auch der Landes- und Bundesparteitag sowie diverse Vorstandssitzungen. Nicht klar ist, wann wir uns das nächste Mal direkt treffen könne. Telefonkonferenzen gibt es regelmäßig und kommende Woche auch eine Video-Vorstandssitzung. Schwierig ist es den Kontakt zu unseren Mitgliedern zu halten. E-Mails sind zwar eine Möglichkeit aber für ältere Mitglieder immer noch eine Barriere. Aus diesem Grund haben wir gestern Abend eine CDU-Hotline eingerichtet, wo ich als stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender als Ansprechpartner zur Verfügung stand. Seit nunmehr über sieben bin ich täglich an der Corona-Bürger-Hotline des Landes und beantworte dort Fragen zu Richtlinien und Regelungen des Landes. Da war der Anknüpfungspunkt für unseren Kreisverband natürlich optimal. Ich hoffe sehr, dass wir irgendwann wieder zu klassischen Ortsverbands- und Kreisverbandsveranstaltungen zurück kommen – befürchte aber, dies könnte noch Monate dauern.

CDU regt Benennung der Leichtathletikhalle zu Ehren von Hartwig Gauder an

Panse: Gauder ist Vorbild für viele Athleten Zu Ehren des erst kürzlich verstorbenen Hartwig Gauder schlägt die CDU-Fraktion vor, die Leichtathletikhalle nach dem Erfurter Außnahmeathlet zu benennen. “Damit soll Gauder Gedenken und Würdigung zuteil werden. Ich habe ihn persönlich immer wieder als lebensbejahend und motivierend erlebt”, erklärt CDU-Stadtratsmitglied Michael Panse. Gauder war Olympiasieger und nach persönlichen gesundheitlichen Schicksalsschlägen engagierter Kämpfer für die Spende von Organen. Gauder war Goldmedaillengewinner im 50-Kilometer-Gehen, Europameister und sogar Weltmeister. Er selbst trug ein Spenderherz. Trotz gesundheitlichen Rückschlägen ließ sich Gauder nicht entmutigen. Die Teilnahme an Marathonläufen sowie das Besteigen hoher Berge schienen weiterhin selbstverständlich. Gleichzeitig warb Gauder für die Sensibilisierung beim Sport mit Blick auf die Gesundheit. Er war Mitbegründer des Vereins “Sportler für Organspende” und wurde durch seine Aktionen faktisch zum Botschafter für die Organspende. “Der Erfurter Hartwig Gauder war durch und durch Optimist und machte damit vielen Hoffnung und Mut, die wie er ein schweres Schicksal erlitten haben. Damit ist er zu einem großen Vorbild vieler Athleten und aller Menschen geworden. Er verdient mit der Benennung der Leichtathletikhalle nach ihm eine Ehrung, die seine Anliegen und sein Erbe für viele Sportler nicht in Vergessenheit geraten lässt”, unterstreicht Panse weiter. Die CDU-Fraktion wird die Umbenennung im Stadtrat beantragen.

Stadtrat in Corona-Zeiten

Stadtrat ganz anders
Ziemlich großen Aufwand verursachte die gestrige Stadtratssitzung. Erstmals tagten wir in der Thüringenhalle mit ausreichend Distanz. Von der Bühne aus bot sich mir das Bild wie bei einer Abiturprüfung – so weit waren alle Stadträte auseinander an einzelnen Tischen platziert. Diese neue Situation führte zu einer sachlich-kurzen Stadtratssitzung. Zudem waren 49 Stadträte anwesend, auch das passiert im Rathaus selten. Inhaltlich ging es um unsere Geschäftsordnung, die corona-bedingt angepasst wurde und um das Gedenken an die Bücherverbrennungen in Erfurt. Für die nächste Stadtratssitzung gibt es momentan rund 70 angemeldete Tagesordnungspunkte. Dann wird die Sitzung in der Thüringenhalle sicherlich anstrengend für alle Beteiligten. Anbei der Link zur gestrigen Stadtratssitzung im Internet und einige Fotoimpressionen.  

30 Jahre freie Kommunalwahlen in Erfurt

Panse: Gerade jetzt den Wert der Demokratie schätzen Stadtratsvorsitzender Michael Panse (CDU) betont genau 30 Jahre nach den ersten freien Kommunalwahlen in der DDR den Wert der Demokratie. Diese fanden am 6. Mai 1990 auch in Erfurt statt. “Den Kandidaten, die damals angetreten sind, und allen Stadträtinnen und Stadträten, die seit dem Verantwortung in unserer Stadt übernommen haben, gebührt Dank, Respekt und große Wertschätzung”, betont Panse. 1990 lag die Beteiligung bei der Kommunalwahl in Erfurt bei 68,8 Prozent. Angetreten waren 14 Parteien und Wählergemeinschaften. Letztlich wurden damals 160 Mitglieder in den Erfurter Stadtrat gewählt, der damit der zahlenmäßig größte Stadtrat Deutschlands war. Dies führte auch zu einer bemerkenswerten Parallele zur aktuellen Stadtratssitzung am 6. Mai 2020. Corona-bedingt tagt der Stadtrat in der Thüringenhalle, um die Abstandsregelungen einhalten zu können. 1990 passten die 160 Stadtratsmitglieder nicht in den Sitzungssaal des Rathauses. Der Stadtrat konstituierte sich deshalb im Kultur- und Freizeitzentrum. “Gerade in diesen Tagen unter den Bedingungen der Corona-Einschränkungen dürfen wir nicht vergessen, den Wert der Demokratie zu schätzen. Viele derzeitige Maßnahmen sind leider notwendig. Mit dem Blick auf das ‘Danach’ und in der Erinnerung an unsere demokratischen Anfänge vor 30 Jahren bedürfen diese Maßnahmen aber auch stets kritischer Achtsamkeit”, unterstreicht Panse abschließend.

Erste freie Kommunalwahl vor 30 Jahren

Konnte 1990 nicht genutzt werden – 2020 auch wieder nicht
Ziemlich lange her – heute vor genau 30 Jahren war die erste freie Kommunalwahl in der ehemaligen DDR. Ich kann mich daran immer noch sehr gut erinnern Es war mein erster Wahlkampf in eigener Sache, weil ich damals erstmals für den Erfurter Stadtrat kandidiert habe. Damit war dies auch mein Start in die Kommunalpolitik. Auf der Liste des Demokratischen Aufbruchs bin ich damals angetreten und schließlich auch 1993 in den ersten Stadtrat nachgerückt. In Erfurt wurde damals mit 160 Stadträten das größte Stadtparlament Deutschlands gewählt. 14 Parteien bzw. Wählervereinigungen und 3 Einzelbewerber stellten sich der Wahl. Das Wahlergebnis der größeren Parteien war: CDU 36,7 Prozent 59 Sitze SPD 22,4 Prozent 36 Sitze PDS 15,5 Prozent 25 Sitze Neues Forum 9,6 Prozent 15 Sitze Demokratischer Aufbruch 5,0 Prozent 8 Sitze Bund Freier Demokraten 2,7 Prozent 4 Sitze DSU 2,2 Prozent 4 Sitze FDP 1,7 Prozent 3 Sitze Die Wahlbeteiligung lag am 6. Mai 1990 in Erfurt bei 68,8 Prozent. Eine bemerkenswerte Parallele gibt es heute 30 Jahre später auch. Wie zur konstituierenden Sitzung im Jahr 1990 tagt der Stadtrat auch heute Abend nicht im Rathaus. 1990 konnten 160 Stadträte plus die Verwaltung nicht im Ratssitzungssaal untergebracht werden und daher fand die Konstituierung des Stadtrats im damaligen Kultur- und Freizeitzentrum statt. Als ich 1993 in den Stadtrat nachrückte, tagten wir aber schon im Ratssitzungssaal, weil regelmäßig nur maximal 120 Stadträte da waren. Heute Abend tagt der Stadtrat in der Thüringenhalle, auch weil es im Ratssitzungssaal zu eng ist. Bei 50 Stadträten ist dies aber den derzeitigen Corona-Regeln geschuldet

Kommunalpolitik auf Distanz

Der Lageplan für die Thüringenhalle
Abstand halten wird auf längere Sicht noch das Motto sein. Da dies in vielen Lebenssituationen nur schwer zu realisieren ist, bleiben Einrichtungen geschlossen, finden Veranstaltungen nicht statt oder es wird an Distanzregeln gearbeitet. Schulen haben da den Anfang gemacht, Geschäfte ebenfalls und morgen testen wir wie das in der Kommunalpolitik geht. Seit etlichen Wochen tagen nur noch der Ältestenrat und der Hauptausschuss und der Stadtrat sowie die Fachausschüsse pausieren. Fraktionssitzungen fanden virtuell oder bestenfalls im Ratssitzungssaal mit ausreichen Abstand statt. Damit der Stadtrat tagen kann braucht es mehr Platz. Der Parksaal in der Multifunktionsarena war zu teuer und so rückte die alt ehrwürdige Thüringenhalle in den Blickpunkt. Das nebenstehende Bild ist keine Konzertbestuhlung, sondern der aktuelle Sitzplan mit genau ausgemessenen Abständen zueinander. Für die Stadtratssitzung in der Thüringenhalle wurde zudem eine Extra-Hausordnung entworfen. Die Tagesordnung ist hingegen noch überschaubar. Im Wesentlichen soll die Geschäftsordnung so angepasst werden, dass ab nächster Woche auch die Ausschüsse wieder tagen können. Ich bin sehr gespannt, ob die Sitzung in der Thüringenhalle funktioniert und ob die räumliche Distanz auch etwas die sonst so häufige Brisanz zurück drängt. Morgen Abend wissen wir mehr.

Neue Verordnung in Kraft gesetzt

Ruf mich an…
Inzwischen ist es nun die siebente Woche, in der ich an der Thüringer Corona-Bürger-Hotline bin und täglich vier bis sechs Stunden die Fragen der Bürgerinne und Bürger rund um Corona beantworte oder versuche konkrete Probleme zu lösen. Während die ersten Wochen noch von breiter Akzeptanz für die starken Einschränkungen geprägt waren, wird es seit einer Woche zunehmend schwieriger. Mit jeder nun Schritt für Schritt vollzogenen Änderung und Lockerung, wachsen die Nachfragen nach den anderen Bereichen. Und jede neue Regelung führt zu neuen Fragen. Erschwerend hinzu kommt, dass jedes Bundesland eigenen Regelungen trifft. Viele unserer Anrufer an der Corona-Hotline rufen daher aus anderen Bundesländern an und fragen, ob und wie sie nach Thüringen kommen können. Heute ist auch in Thüringen eine neue Verordnung in Kraft getreten. Die qm Begrenzungen bei Geschäften wurden aufgehoben, Fußpflege und Kosmetik dürfen wieder öffnen und Spielplätze auch. Dies waren drei der drängenden Probleme – jetzt zeichnen sich neue ab. Die Betreuungssituation für Kinder wird das große Thema der Woche. Kindertagespflege darf wieder stattfinden – sowieso nur mit bis zu fünf Kindern und die Notbetreuung wird ausgeweitet. Aber das reicht nicht annähernd für die vielen Familien, die wieder arbeiten gehen wollen. Gleiches gilt auch für Grundschulkinder. Selbstverständlich muss dies auch vor dem Hintergrund diskutiert werden, was diese lange Phase mit kleinen Kindern macht. Socialdistance wird lange in den Köpfen der Kinder nachwirken. Am Donnerstag werde ich das erste Mal seit acht Wochen wieder einmal nach Weinheim fahren und meinen jüngsten Sohn für ein paar Tage aus Baden-Württemberg nach Thüringen holen. Deshalb ist am Freitag auch Hotline-Pause 😉 Neue Thüringer Verordnung  

#stayhome and #keepmoving

In Bewegung bleiben!
Natürlich ist es eine Herausforderung – in Corona-Zeiten fehlt die Bewegung und dafür bleibt viel Zeit zum kochen und essen. Hinzu kommt noch hin und wieder ein Glas Alkohol und dies ist die perfekte und gefährliche Mischung für Gewichtszunahme. Seit dem 17. März haben Fitnessstudios geschlossen und es geht auch weder Squash, Badminton noch Tennis. Wir haben relativ oft den Grill oder den Beefer an und kochen gerne und viel. Um dagegen anzugehen habe ich jetzt seit einem Monat ein straffes Programm. Mein Crosstrainer stand jahrelang ungenutzt im Dachgeschoss. Jetzt hat er täglich Stress. Eine halbe bis ganze Stunde pro Tag schaffe ich und inzwischen merke ich das ganz deutlich auf der Waage. Vier Kilo weniger innerhalb von einem Monat ist das eine – Konditionsaufbau das andere. Wann die Fitnessstudios wieder öffnen ist völlig unklar und auch, ob dieses Jahr eine Beachfigur überhaupt notwendig ist. Als Sportfunktionär freue ich mich, dass unsere Volleyballerinnen auch im homeoffice aktiv bleiben und als Vereinsvorsitzender kann ich nicht zurück stehen. Und ein klein wenig habe ich auch noch Hoffnung, dass ich ab Anfang Juni mit meinen Jungs auch wieder wakeboarden kann.

Schütze dich und dein Team

Schwarz-Weiß und Rot-Weiß sind angesagt
Inzwischen gilt die Maskenpflicht im ÖPNV und Geschäften seit knapp einer Woche und entgegen erster Befürchtungen halten sich die meisten Menschen daran. Es gibt inzwischen auch eine große Anzahl an verschiedenen Masken. Seit heute gibt es auch zwei Masken, die wir innerhalb weniger Tage geplant und hergestellt haben. In schwarz-weiß gibt es die Maske für unsere Mitglieder und Freunde von Schwarz-Weiß Erfurt und dem SWE Volley-Team und in rot-weiß die Maske für unseren Marbacher Karneval Club. Beide haben eingestickt die Logos unserer Vereine und so sind sie doppelt nützlich. Sie schützen den Maskenträger und die Menschen um ihn herum und sie sind zugleich ein Vereinsbekenntnis. Zu haben sind die Masken in erster Linie für Mitglieder und Freunde. Närrische 6,66 Euro kostet die MKC Maske, die es bei meinem Ministerkollegen Harald Dressler in Marbach gibt. Etwas teurer ist die Volleyball-Maske, weil darauf zwei Logos aufgestickt sind. Für 7 Euro bekommen sie Vereinsmitglieder und für 10 Euro alle anderen. Herzlich danken möchte ich dem “Obst und Gemüse Obstplatten, Asiatische Lebensmittel” Geschäft in der Krämpferstraße. Seit vielen Jahren kenn ich die Inhaberfamilie sehr gut und gemeinsam mit anderen vietnamesischen Frauen haben sie in den Corona-Zeiten die Nähmaschinen angeworfen und produzieren Masken. Bestickt wurden die Maskenteile zuvor von der Stickerei Gretsch in Gebesee/Ringleben – auch die Stickerei ist unbedingt zu empfehlen.