Blogeinträge

Erfurt ist immer eine Reise wert

Mit den Gästen aus Bocholt im Festsaal
Genauso gerne stelle ich aber auch immer wieder Besucherinnen und Besuchern unsere Stadt und das Erfurter Rathaus vor. Heute war eine Gruppe des Deutschland- und Europapolitischen Bildungswerks Nordrhein-Westfalen aus Bocholt bei uns zu Besuch. Da die Gruppe mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW unterwegs war und zudem von der ehemaligen Bürgermeisterin von Bocholt angeführt wurde, war es mir eine besondere Freude Berufliches und Kommunalpolitisches diskutieren und vorstellen zu können. Im Festsaal des Erfurter Rathauses ist immer wieder der ideale Ort für Stadtgeschichte. Die neun Gemälde illustrieren die Stadtgeschichte von 742, als Bonifacius Erfurt mit der ersten urkundlichen Erwähnung begründete bis zum Ende der Napoleon-Zeit in Erfurt im Jahr 1814. Die dazwischen liegende Stadtgeschichte lässt sich ebenso gut erklären – der Reichtags mit Barbarossa, die Universitätsgründung und das tolle Jahr von Erfurt 1509. Aktuelle Politik erklärt sich dann immer am besten im Ratssitzungssaal auf der gegenüberliegenden Seite. Immer wieder freue ich mich, dass es viele Besucherinnen und Besucher aus den alten Ländern gibt, für die auch die politische Bildung zu solchen Reisen in den Osten unbedingt dazu gehört – warum tickt der Osten anders oder sind wir schon ähnlicher, als es uns die Medien glauben machen? Diese spannende Frage beantwortet sich jedes Mal ein wenig anders.

Persönliche Wendegeschichte aus Prager Sicht

Der historische Ort – die Deutsche Botschaft in Prag
Heute vor 30 Jahren war in der ehemaligen DDR ein wichtiges Datum – ein wichtiges Datum, weil zum letzten Mal der sogenannte Republikgeburtstag gefeiert wurde. Dabei wusste noch keiner, dass dies der letzte sein würde, aber jeder ahnte, dass Veränderungen in der Luft lagen. Während im Palast der Republik gefeiert und davor protesteiert wurde, war ich am 7. Oktober weit entfernt. Mit meiner damaligen Frau war ich in Prag und dies zu einer Zeit, zu der praktisch keine DDR-Bürger dort waren. Die DDR hatte die Grenze nach Tschechien praktisch geschlossen, nachdem die Fluchtwelle über Ungarn ihre Fortsetzung in der Prager und der Warschauer Botschaft gefunden hatte. Die Züge mit den Botschaftsflüchtlingen waren gerade erst gen Westen gefahren und die DDR wollte das “Ventil” schließen. Dass wir trotzdem in Prag waren, verdankten wir einer länger geplanten Sportreise. Unser Verein Braugold Erfurt (natürlich Volleyball) durfte dank einer Sondergenehmigung mit einer Mannschaft inklusive Betreuern zu einem Turnier nach Prag und vorsorglich hatten wir den Schwiegereltern unseren Wohnungsschlüssel gegeben. Da meine Frau damals im 7. Monat schwanger war, spielte sie zwar nicht mehr, war aber als Betreuerin ebenso dabei, wie ich als Teammanager. Wir haben in diesen Tagen lange darüber gesprochen, ob wir aus Prag wieder zurück fahren, oder in den Westen gehen. Wir haben, wie viele DDR-Bürger auch, das Für und Wider abgewogen und wollten den 7. Oktober abwarten. Ob der Republikgeburtstag in Gewalt gegen Demonstranten enden würde oder ober der Veränderungsprozess an Dynamic gewinnen würde war damals schwer einzuschätzen. Wir sind schließlich nicht in die Deutsche Botschaft gegangen, obwohl unsere tschechische Gastfamilie angeboten hatte uns dort sogar hin zu fahren. Wir sind stattdessen (zusammen mit allen Spielerinnen und Betreuern des Teams) am Montag dem 9. Oktober 1089 zurückgefahren. Die Zugfahrt über Dresden war gespenstisch. Vom Bahnhof aus sahen wir Wasserwerfer in den Seitenstraßen und wir zweifelten sehr, ob unser Entschluss richtig war. Heute 30 Jahre später bin ich überzeugt, dass es für uns die richtige Entscheidung war, aber ich kann mich in alle hineinversetzen, die sich in diesen Monaten anders entschieden haben.

Märchenzeit…

Die Mitwirkenden der Premiere
Ausdrücklich meine ich damit aber nicht den Wahlkampf, der uns die nächsten drei Wochen noch beschäftigen wird. Viele der Versprechungen klingen zwar wie aus tausend und einer Nacht,  aber es ist wie bei den Märchen, wer daran glaubt… Märchenzeit ist aber derzeit am Theater in Erfurt. Zum Beginn der neuen Spielzeit steht Das Märchen vom Zaren Saltan auf dem Programm. Am bekanntesten daraus ist der Hummelflug. Ansonsten ist das Märchen von den drei Schwestern in Deutschland nicht sehr bekannt – in Russland kennt es hingegen jedes kleine Kind. Die Aufführung war heute ausgesprochen gelungen und wurde vom Publikum mit viel Applaus bedacht. Und wieder einmal habe ich mich darüber gefreut, dass ich das Theater in direkter Nachbarschaft habe und wir fußläufig dahin gelangen können. Wir werden selbstverständlich auch in der neuen Spielzeit wieder häufig dort sein.

Saisonbeginn, aber leider noch nicht für uns…

Unser Team der Saison 2019/2020
Gestern Abend begann die neue Bundesligasaison mit dem Spiel Schwerin – Aachen. Unsere Mädels müssen aber noch warten. Wir haben am ersten Wochenende spielfrei und werden erst kommenden Mittwoch mit dem Heimspiel gegen Münster starten. Es ist nun die vierte Erstligasaison in Folge (insgesamt die sechste). Seit 1997 spielen wir durchgängig in der 1. oder 2. Bundesliga. Auch in diesem Jahr ist es unser Ziel, uns in der 1. Liga festzusetzen. Nach den großen Umbrüchen in der Sommerpause mit sieben neuen Spielerinnen, einem neuen Geschäftsführer und einem neuen Cheftrainer nebst Co-Trainerin sind nun alle Fans und auch wir als Vereinsvorstand neugierig, wie sich das neue Team präsentieren wird. Da fast alle Vorbereitungsspiele auswärts stattfanden, sind die meisten auf die Einschätzung des Trainers angewiesen und der sag, wir sind auf einem guten Weg. Ich freue mich, dass wir der langen Vereinschronik ein neues, ein weiteres, Kapitel hinzufügen. In dieser Woche habe ich einmal mein altes Fotoarchiv sortiert und dabei Bilder und Teamfotos, alle Saisonbroschüren aus zwei Jahrzehnten gefunden und gesichert. Unter den Bildern sind auch Raritäten, wie das Kalenderdeckblatt Vernetzungen von 2003. Einige unserer Spielerinnen waren noch gar nicht geboren, als ich vor nunmehr 20 Jahren im Vereinsvorstand von Braugold Erfurt angefangen habe. 15 Jahre darf ich nun schon unseren Verein führen und bin sehr froh, dabei von engagierten Ehren- und Hauptamtlichen unterstützt zu werden. Ich wünsche allen unseren Teams eine tolle und erfolgreiche Saison 2019/2020. Teambilder  

3. Oktober – Tag der Freude und Dankbarkeit

Mit zwei von unseren Landtagskandidaten
Inzwischen ist es 29 Jahre her, dass am 3. Oktober 1990 Deutschland in schwarz-rot-goldener Freude wiedervereinigt wurde. Heute fehlt diese Begeisterung, wenn der Feiertag begangen wird. Für viele Menschen ist es einfach ein freier Tag und für etliche auch der Tag, an dem sie ihre Fundamentalkritik manifestieren. In Erfurt hat eine linksradikale Partei gleich einmal auf dem Anger ihre Sozialismus-Idee präsentiert und in anderen Städten tobten sich sogar Chaoten aus. Merkwürdig teilnahmslos empfand ich heute die öffentliche Stimmung – im Gegensatz zu anderen Ländern wird der Staatsfeiertag in Deutschland nur mit offiziellen Veranstaltungen der Bunde- und Landesregierungen begangen. In Frankreich oder Amerika sieht das ganz anders aus. Dabei haben wir alle Grund zur Freude und Dankbarkeit und ich finde, die kann und muss man auch zeigen. Ich bin froh darüber, dass wenigstens die CDU am 3. Oktober daran denkt, was dieser Tag für uns bedeutet. In einem jährlichen Festgottesdienst bzw. einer Andacht tut dies die Erfurter CDU. In diesem Jahr waren wir zu Gast bei einem ökumenischen Gottesdienst in der Lorenzkirche. Anschließend hatten wir noch unseren traditionellen Empfang im Hof der Michaeliskirche. Am heutigen Nachmittag fand schließlich die Festveranstaltung der CDU Thüringen in Mödlareuth statt und etliche Erfurter sind dorthin mit dem Bus gereist. Bilder vom 3. Oktober in Erfurt 

Kitas in Erfurt bleiben Diskussionsthema

Beengte Verhältnisse nicht nur in der Garderobe
Wieder einmal nach längerer Zeit war ich heute zu einer Gesprächsrunde in einer Erfurter Kita eingeladen. Als Finanzausschussvorsitzender war ich mit dem Jugendhilfeausschussvorsitzenden Denny Möller und Stefanie Hantke, einer Stadtratskollegin der FDP, in der Kita der Louise-Mücke-Stiftung zu Gast. Im Gespräch mit den Vorstandsvertretern und der Kita-Leiterin ging es um den geplanten Neubau von mehreren Gruppenräumen. Nach wie vor sind wir in Erfurt mit der Sanierung der Kitas nicht fertig und nach wie vor ist die Nachfrage nach Plätzen größer, als das Angebot. Ich bin froh, dass wir dafür fraktionsübergreifend nach Lösungen suchen. Bei der Kita der Louise-Mücke-Stiftung ist diese Lösung greifbar, muss aber natürlich noch beim Nachtragshaushalt beschlossen werden. Noch nicht geklärt ist, in welche Einrichtung die Kinder während der Bauphase ziehen können. Hierbei haben wir das gleiche Problem, wie bei den Schulen. Selbst wenn Sanierungsmittel oder Fördermittel da sind, fehlt es an Kapazitäten bzw. Ausweichobjekten. In jedem Fall werden wir im nächsten Finanz- und Jugendhilfeausschuss darüber sprechen.  

60.000 online und die ersten Teilnehmer bei der Retro-Version

Kritische Auswertung
Wahl-O-Mat-Zeit in Thüringen! Nachdem die Landeszentrale für politische Bildung letzten Mittwoch den Wahl-O-Mat gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung vorgestellt und online frei geschaltet hat, nutzten in den ersten Tagen bereits über 60.000 Menschen die Möglichkeit sich zu informieren. Wir wollen, dass die Nutzerzahlen vom letzten Mal (insgesamt 104.000) natürlich deutlich gesteigert werden. Deshalb ist die LzT in den nächsten vier Wochen auch mit einer Retro-Version des Wahl-O-Mat in Thüringen unterwegs. Erster Termin dazu war dazu heute Nachmittag in Erfurt. Trotz des stürmischen Wetters haben wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Landesorganisation der freien Träger der Erwachsenenbildung e.V. (LOFT) die Stellwände auf dem Bahnhofsvorplatz aufgebaut. Der Wahl-O-Mat zum kleben (seine Meinung bekundet man durch das Aufkleben kleiner Ja/Nein Sticker) soll Aufmerksamkeit erzielen und zu Diskussionen anregen. Darüber hinaus bietet er mittels Scanner und Drucker auch eine individuelle Auswertungsmöglichkeit. Heute hat das perfekt funktioniert, auch wenn wir die Stellwände zeitweise festhalten mussten. Polizisten, Verbandsvertreter und Bürgerinnen und Bürger nutzten die Möglichkeit und auch der grüne Landtagsabgeordnete Dirk Adams war aktiv dabei. Keiner hatte eine 100prozentige Übereinstimmung mit einer/seiner Partei. Auch ich hatte dieses Mal eine Frage falsch und kam dadurch auf “nur 97,6 Prozent” 😉 Bilder vom Bahnhofsvorplatz  

Eiszeit in Erfurt

Das erste Spiel vor heimischen Publikum
Endlich wieder Eishockey in Erfurt. Noch vor der Volleyball-Bundesliga startete an diesem Wochenende die Heimspielsaison für die Black Dragons. Nachdem ich vergangene Woche schon mit dem Kurzen beim Eishockey in Mannheim war geht es jetzt endlich auch in Erfurt los. Die Black Dragons haben zwar die ersten beiden Saisonspiele an diesem Wochenende (in Hannover und in Erfurt gegen Herne) verloren, aber dokumentierten bereits, dass sie in dieser Saison mehr erreichen wollen, als letzte Saison. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Spiele. Wir wollen unsere gute Zusammenarbeit zwischen Volleyball und Eishockey auch in dieser Saison fortsetzen. Das bedeutet wir werden mit Bundesligaspielerinnen beim Eishockey zu Gast sein und freuen uns, wenn Fans und Spieler zu uns kommen.

Open Hause bei Harley-Davidson

Und ewig lockt die Harley…
Traditionell bin ich seit vielen Jahren dabei, wenn Harley-Davidson seine neuen Modell präsentiert. Heute war dabei zwei Dinge anders. Mein mittlerer Sohn konnte nicht dabei sein, weil er seine Geburtstagsparty am Abend vorbereitete. Endlich ist er 18 und könnte auch große Motorräder fahren. Zunächst konzentriert er sich aber auf das Autofahren, was er seit heute auch alleine darf. Also war mein jüngster Sohn mit beim open house bei Harley und konnte mit mir die neue Low Rider testen. Zum zweiten ist Harley-Davidson im Frühjahr umgezogen. Die neuen Räume in der Weimarischen Straße bieten viel Platz sowohl für Werkstatt, als auch die Präsentation und für Harley-Treffen. Ich wünsche H-D viele Erfolg am neuen Standort. Eines Tages werde ich von meiner Honda NTV umsteigen und dann steht eine Harley ganz oben auf der Wunschliste 😉 Bilder Harley-Davidson

Festakt der CDU-Landtagsfraktion zum Tag der Deutschen Einheit

Angela Merkel im Landtag
Bundeskanzlerin Angela Merkel war die Festrednerin beim heutigen Festakt der CDU-Landtagsfraktion. Zwar knapp eine Woche zu früh, aber dem Kalender der Kanzlerin geschuldet, war der Landtag brechend voll. Da wo kurz zuvor bei der letzten Landtagssitzung noch die Tribüne überschaubar gefüllt war, waren jetzt alle Plätze belegt. Über 500 Gäste folgten der Einladung von Mike Mohring. Ich habe mich sehr über das Wiedersehen mit vielen ehemaligen Landtagskollegen gefreut. Dem Thema angemessen waren mit Bernhard Vogel und Christine Lieberknecht auch zwei Ministerpräsidenten, die Thüringen geprägt haben in einer Reihe mit Angela Merkel zu Festakt gekommen. Mike Mohring ging in seiner Rede auf die historischen Leistungen der der Wendezeit ein und begrüßte neben Angela Merkel, die vom Demokratischen Aufbruch zu CDU kam auch besonders herzlich Matthias Büchner, der das Neue Forum geprägt hatte. Für mich ist der Rückblick auf nunmehr 30 Jahre friedliche Revolution mit der Zeit verbunden, in der ich politisch laufen lernte – Demokratischer Aufbruch, Helmut Kohl am 20.2.1990 auf dem Domplatz, erste Kommunalwahl und das Nachrücken in den ersten frei gewählten Stadtrat, Gründung der Jungen Union und Wahl als Kreisvorsitzender, JU-Landesgeschäftsführer, Landesvorsitzender und schließlich Bundesgeschäftsführer der JU – dies waren die mich sehr beeinflussenden Stationen in den ersten fünf Jahren nach 1989. Wahnsinn was in den letzten 30 Jahren alles passiert ist – ich bin dankbar dafür. Bilder aus dem Landtag