Nach sechs Monaten wieder Online

Ziemlich genau ein halbes Jahr war meine Homepage offline – jetzt ist sie wieder im Netz und ich werde wieder regelmäßig blog-Einträge hinzufügen.

Seit 1999 habe ich eine Homepage. Seit dieser Zeit finden sich auf dieser Homepage tausende blog-Einträge – nahezu täglich. Hinzu kommen die Pressemitteilungen und Informationen zur politischen und insbesondere zur Stadtratsarbeit, aber auch die ehrenamtlichen Aufgaben im Sport.

Im Jahr 2009 wurde die Homepage grundlegend überarbeitet und die sozialen Medien, die ich seitdem sehr intensiv nutze, hinzugefügt. Zur tagesaktuellen Information haben Facebook, Twitter und Instagram inzwischen einen dominierenden Wert erreicht und ich habe durchaus überlegt, ob die Fortführung der Homepage noch sinnvoll ist. Dennoch habe ich die Homepage weiter gepflegt, weil sie auch zugleich die Arbeit der vergangenen fast 24 Jahre dokumentiert.

Im November wurde das langjährige „Homepage-Projekt“ ausgebremst. Aktualisierungen waren in der 2009-Fassung nicht mehr möglich und so ist schließlich eine neue Homepage entstanden, auf der auch ein großer Teil der Daten und Texte der letzten Jahre gesichert ist. Die neue, nunmehr meine dritte, Homepage ist einfacher strukturiert und soll informieren.

Im letzten halben Jahr ist viel passiert – dies alles lässt sich nicht mehr nachtragen. Ich werden aber in den nächsten Tagen noch einige mir besonders wichtige Ereignisse der letzten sechs Monate einfügen. Wer es komplett nachlesen möchte, findet weitere Informationen auf den zwei Facebook-Kanälen – dem klassischen Freude-Profil und der Politikseite.

Ich freue mich über Besucherinnen und Besucher auf meiner Homepage und über ein Feedback.

Aktionstag gegen Hass, Hetze und Desinformation

Gute und wichtige Anregungen für die Online-Arbeit bot heute der Aktionstag für über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Beim Thüringer Aktionstag gegen Hass, Hetze und Desinformation der Thüringer Landesmedienanstalt, der Thüringer Staatskanzlei, des Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz und des Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales gab es neben Vorträgen zum Thema auch konkrete Hilfestellungen zur Strafverfolgung und zur Opferhilfe.
Die LZT hatte bereits im November 2022 mit der TLM und dem Autor Hans Demmel einen Videotalk “Gegen Hass, Hetze und Desinformation im Netz” organisiert.
Im Rahmen der Netzpolitischen Tage 2023 wollen wir das Thema erneut aufgreifen.

Newsletter der LZT

Lesestoff für die Sommerferien und die Veranstaltungen für die zweite Juni-Hälfte finden sich im Newsletter 13/2023 der LZT.
Gleich drei Neuerscheinungen, ein Computerspiel und zahlreiche Veranstaltungen bietet die LZT darin, aber auch die Vorstellung des Thüringen-Monitors 2022 und die Einladung zur Vorstellung der Studie der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Thüringen (RIAS) mit anschließender Podiumsdiskussion.
Zu meinen regelmäßigen Arbeitsaufgaben gehört die Erstellung der Newsletetr, die 14 tägig erscheinen. Die Newsletter können über die Homepage der LZT abonniert werden. Im letzten halben Jahr gab es ein dutzend Newsletter der LZT, die ich hier nicht alle verlinke, aber die alle noch im Archiv der LZT zu finden sind.

Pfingsturlaub 2023 in Kroatien

Seit 1997 bin ich mindestens ein Mal im Jahr in Kroatien und treffe mich dort mit meinem langjährigen Freund Alen Zupan. Wir kennen uns über den politischen Jugendaustausch Mitte der neunziger Jahre. Weil Kroatien aber auch ein wunderschönes Land ist, verbinde ich Kroatien gerne auch mit dem Sommer- oder Pfingsturlaub.

Letztes Jahr war ich mit meinem mittleren Sohn in Kroatien, davor mit allen Söhnen zusammen und in diesem Jahr wieder nur mit dem jüngsten Sohn, der in BaWü gerade Pfingstferien hat.

Die Bilder der 10 tage in Kroatien sagen eigentlich alles. es war wieder wunderschön. Wir sind täglich Wakeboard gefahren, haben das Motorrad bewegt und uns natürlich mit Alen getroffen. Croatia Part One 2023 war toll und im September folgt noch eine Woche Wakeboard-Camp.

Bilder vom Kroatien-Urlaub 2023 

Mit Trikot ins Büro!

Heute ist auf Initiative des DOSB und der Landessportbünde der 1. bundesweite Trikottag, an dem Sportvereinsmitglieder in ganz Deutschland Werbung für ihren Verein machen sollen.
Ich habe zahlreiche Vereinstrikots von den Sportvereinen in denen ich Mitglied bin und viele Fantrikots – sowohl in den Sommer- als auch Wintersportarten.
Trotzdem fiel die Wahl leicht und natürlich auf unser Team Schwarz-Weiss Erfurt und das SWE Volley-Team e.V.
Vielen Dank allen, die sich in den 87.000 Sportvereinen in Deutschland engagieren.

Buga Mannheim 2023

Während bei uns in Erfurt noch das letzte Bauprojekt der Buga 2021 gerade fertiggestellt wird, ist die Buga 2023 in Mannheim inzwischen gestartet.

Kurz vor dem Pfingsturlaub habe ich die Gelegenheit genutzt mir die Buga in Mannheim vor Ort anzusehen. Das Fazit ist durch aus positiv. Neben der Auffrischung des ehemaligen Buga-Geländes am Luisenpark, wurde vor allem eine ehemalige US-Militär-Brache für die Buga genutzt.

Mannheim hat dokumentiert, dass eine Buga-Wiederholung mit entsprechendem Abstand erfolgreich sein kann. In Erfurt haben wir im Stadtrat beschlossen, eine erneute Buga in 10 – 15 Jahren anzupeilen.

Bilder aus Mannheim   

LZT-Bildungsreise Israel 2023

Die LZT-Reisegruppe in der Knesset

Alle Jahre wieder! Die LZT organisiert seit nun mehr 32 Jahren regelmäßig Bildungsreisen nach Israel. Mitte März waren wir wieder mit einer Gruppe in Israel unterwegs. Nach der Busfahrt nach Frankfurt und dem Flug Frankfurt – Tel Aviv nahm uns unsere Reiseleiterin Michal Hofman von SarEl-Tours in Israel in Empfang und wir fuhren nach Jerusalem. Das restlos ausgebuchte Hotel Grand Court in Ostjerusalem nahe des Damaskus-Tores war während der Tage in Jerusalem unser Domizil.

Am ersten Tag standen für uns der Tempelberg in Jerusalem und Tel Aviv auf dem Programm. Bei den drei Terminen in Tel Aviv ging es um die israelische Wirtschaftspolitik. Grisha Alroi-Arloser, Geschäftsführer der AHK Israel / German-Israeli Chamber of Industry & Commerce, und Dr. Maike Thier-Seidenfaden, Leiterin der Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft, gaben dazu einen guten Einblick. Beim anschließenden Besuch des The Peres Center for Peace & Innovation מרכז פרס לשלום ולחדשנות lag der Fokus auf der Start-Up-Nation Israel.

Das dichte Programm am zweiten Tag unserer Bildungsreise nach Israel begann mit einem Besuch im israelischen Parlament, der Knesset. Vor 75 Jahren wurde der Staat Israel gegründet. Bei der Führung durch das israelische Parlament erfuhren wir viel über die Hintergründe, sahen Zeitzeugnisse und diskutierten die Arbeitsweise des Parlaments. Weiter ging es in der Schmidt-Schule Jerusalem. Der stellvertretenden Schulleiter Dirk Poppendieker und die Verwaltungsleiterin Dörthe Kleine-Pollmann stellten uns die deutsche Auslandsschule für palästinensische Mädchen vor. Vom benachbarten Paulus-Pilgerhaus hatten wir zudem einen wunderschönen Blick über Jerusalem.

“Denkmal und Name” ist die Übersetzung von Yad Vashem, der Gedenkstätte des Holocaust. Immer wieder ein Besuch, der traurig und nachdenklich macht, und immer wieder einer der wichtigsten Punkte bei Besuchen in Jerusalem. Wir haben Verantwortung, dass es nie wieder passiert!

Der österreichische Journalist Ben Segenreich ordnete für uns am Abend die israelische Geschichte bis hin zur aktuellen Politik ein. Thema war auch die derzeit heiß diskutierte Justizreform. Den Tagesausklang und die Reflexion eines spannenden und hochpolitischen Tages gab es mit der besten Aussicht auf Jerusalem in der Roof-Top Weinbar Notre Dame.

Im Rahmen einer politischen Bildungsreise geht es immer auch um die Betrachtung beider Seiten. In Hebron im besetzten Westjordanland verläuft die Konfliktlinie quer durch die Stadt zwischen Siedlern und Palästinensern. Ori Givati, ein ehemaliger israelischer Armeeangehöriger, arbeitet für die Organisation Breaking the Silence. Er und Issa Amro von der Organisation Youth Against Settlements sprachen mit uns über die schwierige Situation in der „Geisterstadt Hebron“, die von Kontroll- und Checkpoints durchzogen ist. Hebron ist eine der ältesten durchgängig bewohnten Städte und gehört sowohl im Judentum, als auch im Islam zu den vier wichtigsten heiligen Städten. Der  Gebäudekomplex um die Machpela, dem Grab der Patriarchen, ist dreigeteilt und umfasst eine Moschee, eine Synagoge und eine Kirche. Diese Sehenswürdigkeiten werden allerdings nicht mehr von Touristen besucht. Wir kamen sehr nachdenklich von der Tagestour aus Hebron zurück und wie immer mit mehr Fragen als Antworten.

Am Abend war der israelische Autor und Journalist David Witzthum unser Gesprächspartner. Im Gespräch ging es um innenpolitische Themen in Israel. Schon in den ersten Tagen haben wir immer wieder Demonstranten mit israelischen Fahnen und häufig als Form des Protestes in Rot gekleidet gesehen. Sie protestieren gegen die von der Regierung geplante Justizreform. Israel ist seit Jahren in zwei gleichstarke Lager geteilt. Der jüngste Wahlsieg und die folgende Regierungsbildung waren für den Premierminister Benjamin Nethanjahu denkbar knapp. Die Justizreform spaltet nun das Land zusätzlich.

Am vierten Tag unserer Bildungsreise waren wir zu Beginn unseres Besuchs in Bethlehem im Walled Off Hotel zu Gast. Im Walled Off Hotel, welches von Banksy 2017 gestaltet wurde, geht es im Schatten der Mauer thematisch um den Konflikt vor Ort. Die pauschale Kritiken Banksys an Israel und allen Aspekten der Besatzung wurde auch bei uns in der Gruppe kontrovers diskutiert. Wir erörterten dies mit Nico Fritschler vom Vertretungsbüro der Bundesrepublik Deutschland und Steven Höfner, dem Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung Palestinian Territories. Nach dem Besuch der Geburtskirche und einem Stadtrundgang ging es zu einer der insgesamt 49 Universitäten im Westjordanland. In der Dar al-Kalima Universität in Bethlehem sprachen wir mit dem Präsidenten Mitri Raheb. Nur wenige Meter von der Grenze zu Gaza befindet sich das Dorf Netiv HaAsara, zu dem wir am Nachmittag fuhren. Wir erhielten dort Informationen zur Sicherheitslage und dem Projekt נתיב לשלום Path to Peace.

Unser Vormittagsprogramm am fünften Tag wurde kräftig durcheinander gewirbelt. Überall Absperrungen für den Jerusalem-Marathon. Die Wartezeit gab uns die Gelegenheit die 30.000 Läuferinnen und Läufer am Zion Gate anzufeuern, bevor wir zur 160 Meter entfernten Dormitio konnten. Nur mit Hilfe mehrerer Polizisten gelang es uns, zum verabredeten Gespräch zu kommen. Für das gute Gespräch zur Situation der Christen im Heiligen Land dankten wir Abt Pater Nikodemus Schnabel und gratulierten ihm zum neuen Amt als Abt. Die Führung durch die Altstadt und der Besuch der heiligen Stätten, das Österreichische Hospiz sowie der Gang vom Ölberg zum Garten Gethsemane und weiter durch das Kidron Tal standen für den Nachmittag an. Am Abend waren wir an der Klagemauer zum Shabbat-Empfang.

Nach sechs Tagen mussten wir schließlich Abschied von Jerusalem nehmen. Ein Tagesausflug nach Masada stand auf dem Programm. Der Nationalpark Masada steht an der Spitze der touristischen Attraktionen in Israel und ist zugleich von hoher symbolischer Bedeutung. Der Besuch am und das Baden im Toten Meer gehören natürlich auch zu jedem Israel-Besuch und waren zudem wichtig für die Work Life Balance unserer Bildungsreise.  Auf die folgenden Tage am See Genezareth und den Besuch der Heiligen Stätten hat uns am Abend Dr. Georg Röwekamp, Leiter der Tagungs- und Pilgerstätte Thabgah, eingestimmt. In unserem Hotel Nof Ginnosar direkt am See erläuterte er uns das deutsche Engagement für die Heiligen Stätten sowie die Situation der Christen in Israel.

Weiter ging es am nächsten Tag mit einer Vormittagstour durch die UNESCO Weltkulturerbe-Stadt Acco und am Nachmittag mit dem Besuch von Haifa, der Partnerstadt Erfurts, mit einer Führung durch die Bahai-Gärten und Tempel. Höhepunkt des Tages war aber zweifellos der Besuch beim legendären israelischen Starkoch Uri Buri. Neben dem tollen Essen konnten wir mit ihm über sein beeindruckendes Projekt der Integration verschiedener Kulturen in seinem Restaurant und Hotel sprechen.

Volles Programm gab es auch am vorletzten Tag unserer Israel-Bildungsreise: Berg der Seeligpreisungen,  Golan Heights Winery, Tabgha, Kapernaum, Taufstelle Yardenit und Magdala. Und es wurde auch noch einmal hochpolitisch. Auf dem Golan sind wir mit dort dienstleistenden Soldaten direkt an der Grenze zu Syrien ins Gespräch gekommen. In Blickweite der syrischen Grenze wurde uns die brisante und spannungsgeladene Situation noch einmal überdeutlich.

Am letzten Tag unserer Bildungsreise der Landeszentrale Thüringen nach Israel ging es nach Nazareth zu einem Stadtrundgang und Besuch der Verkündigungsbasilika, der größten Kirche im Nahen Osten.

Viel zu schnell vergingen die neun Tage in Israel. Tolle Erlebnisse, viele neue noch unbeantwortete Fragen und hoffentlich viele der 35 Reiseteilnehmer, die sich mit dem “Israel-Virus” infiziert haben.

L’Shana Haba’ah B’Yerushalayim

Woche der Brüderlichkeit

In Erfurt wurde die Woche der Brüderlichkeit eröffnet und die Buber-Rosenzweig Medaille verliehen. Unter den Gästen war auch Peter Maffay, der den Preis 2018 erhalten hat.

Die christlich-jüdische Zusammenarbeit liegt mir besonders am Herzen, seit ich erfahren habe, dass dies selbst in Israel nicht immer einfach ist. In Thüringen tragen die jüdisch-israelischen Kulturtage dazu bei, aber auch die Woche der Brüderlichkeit.

Bilder von der Eröffnung

Weltmeisterlicher Saisonabschluss

Auch dieser Winter war voll mit Höhepunkten im Rennschlittensport. seit zwei Jahren bin ich im Vorstand des TSBV und habe seitdem unsere Spitzensportler immer wieder aus nächster Nähe erleben können und viele von ihnen persönlich kennen gelernt.

Neben den sportlichen Höchstleistungen sind sie ausnahmslos ihren Fans sehr verbunden und Sportlerinnen und Sportler zum anfassen!

Anfang Dezember verlief der Saisonstart in Innsbruck noch verhalten, aber ab da dominierten die Deutschen und insbesondere die Thüringerinnen und Thüringer das Weltcup-Geschehen. Ich war in Innsbruck und in Winterberg dabei und danach folgte an diesem Wochenende unsere Heim-WM.

Dabei gab es heute einen goldenen Abschluss einer traumhaft schönen Weltmeisterschaft! Nach Silber im Herren Einzel für Max Langenhan gab es noch den Sieg der Teamstaffel zu bejubeln. Ein begeistertes Publikum, 8 von 9 Weltmeistertiteln für Deutschland, tolles Winterwetter und viele engagierte Helferinnen und Helfer. Oberhof war weltmeisterlich!

Weltcup Innsbruck

Bilder der WM in Oberhof

Arye Sharuz Shalicar in Thüringen

Vom 28. November bis 2. Dezember war der israelische Autor Arye Sharuz Shalicar auf Einladung der LZT in Thüringen zu Gast. Mit 10 Veranstaltungen an vier Tagen absolvierte er ein intensives Programm, bei dem er unter anderem auch sein neues Buch „Schalom Habibi“ bei einer Veranstaltung im Rahmen der Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur vorgestellt hat.

In sechs Schulveranstaltungen mit insgesamt über 400 Schülerinnen und Schüler hat Shalicar über den Film “Ein nasser Hund”, der nach seiner Autobiographie entstanden ist, und den die Schülerinnen und Schüler zuvor gesehen hatten, in Erfurt, Jena, Gera und Weimar gesprochen. Eine Gesprächsrunde mit dem Freundeskreis Israel im Thüringer Landtag gab Einblicke in die aktuelle politische Situation im Nahen Osten.

Bei einer Kooperationsveranstaltung mit dem ThLA haben Arye Sharuz Shalicar und Marek Schramm an der Uni Erfurt über ihre Jugendjahre in Ost- und West-Deutschland gesprochen. Die Identitätsfindung junger Menschen, die schließlich dazu führte die Heimat zu verlassen, war das verbindende ihrer beiden Biografien und beförderte einen intensiven Gedankenaustausch.

Ich habe mich sehr über das Wiedersehen mit Arye gefreut. Wir kennen uns seit vielen Jahren und treffen uns regelmäßig, wenn ich in Israel bin.

Bilder vom Besuch in Thüringen