Das war leider gar nichts, Mark Medlock!

Im „Dialog“ mit dem Publikum
Mein Sohn ist seit vielen Jahren großer Fan von Mark Medlock. Er war mit seiner Mama schon bei zwei Konzerten und hat zahlreiche CDs von ihm. Obwohl das gestrige Konzert in Tüttleben beim Jubiläum von Reifen Schreiber erst um 22.30 Uhr begann, sind wir ihm zuliebe natürlich gern dorthin gefahren. Da wir schon zeitig dort waren, klappte es sogar noch mit dem Parkplatz (rund 4.000 Besucher bedrängten das Veranstaltungsgelände später) und wir bekamen noch einiges vom Vorprogramm mit. Bei einer spektakulären Driftshow qualmten die Reifen und die Ludolfs zerlegten auf der Bühne einen Golf. Mark Medlock kam danach schon (vorsichtig gesagt) schlecht gelaunt auf die Bühne. In der einen Hand eine Zigarette in der anderen eine Bierflasche legte er sich schon während der Anmoderation seiner Managerin mit den ersten Gästen an, viele der Besucher des Konzerts merkten da noch gar nicht worum es ging. In den letzten Wochen muss es wohl schon in diversen Internetforen und auf Facebook einen Schlagabtausch gegeben haben, so dass die Nerven bei ihm blank lagen. Viele der Kommentare, die ich zwischenzeitlich im Netz gelesen habe, sind diskriminierend und beleidigend – ich finde es richtig darauf ggf. rechtlich zu reagieren. War es zunächst in Tüttleben nur ein Besucher mit Buh-Rufen, steigerte sich dies von Lied zu Lied. Von verschiedenen Seiten vor der Bühne buhte es und Medlock lies sich auf den Dialog ein, statt seine Show durchzuziehen. Die Klasse-Stimme von Mark Medlock zu den Soulklängen vermischte sich zunehmend mit ordinären Ausdrücken und steigerte sich bis zu Beschimpfungen des ganzen Publikums.
Bei den Ludolfs ging es in Tüttleben noch vergleichsweise lustig zu…
Mir und vielen Besuchern ist das Sexualleben von Mark Medlock recht gleichgültig – das ist jeden seine Sache. Er sagte, er gehe damit selbstbewusst um, wenn er wegen seiner Homosexualität beleidigt werde. Selbstbewusst oder gar souverän war er gestern Abend aber nicht. Wenn er dann eine Auseinandersetzungen mit Besuchern auf der Bühne via Mikrofon führt, gehen pauschale Beleidigungen deutlich zu weit. Zahlreiche von ihm gestern Abend immer wieder benutzten Worte stehen bei uns zu Hause zu Recht auf der „Wortindexliste“. Zahlreiche Eltern flüchteten mit ihren Kindern von der Veranstaltung. Wir haben das Konzert auch nach einer halben Stunde verlassen und kurz danach wurde Medlock von seiner Managerin von der Bühne geholt. Fazit: Die Ludolfs, durchaus etwas einfach im Auftreten haben sich mit ihrer (wenig professionellen) Musikdarbietung und unterhaltsamen Autozerlegungsshow sicher sogar neue Fans gemacht und gut unterhalten. Mark Medlock hat gestern viele Fans verloren – im Internet wird ihm schon das Karriereende prognostiziert. Mein Sohn war enttäuscht – wir waren als Eltern entsetzt! Bilder aus Tüttleben

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