Gedenken an den Volksaufstand am 17. Juni 1953

Leider ist der 17. Juni und seine Geschichte in den Medien und in der öffentlichen Wahrnehmung nicht so präsent, wie er sein sollte. Im vergangenen Jahr jährte sich der Volksaufstand in der DDR zum 70. Mal. In diesem Jahr zum unrunden Jahrestag waren es deutlich weniger interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Gedenkveranstaltung in der Andreasstraße. Wir waren zwar als Erfurter CDU mit unserer Europa- und Bundestagsabgeordneten sowie unserem Kreisvorsitzenden und mir als Stadtratsvorsitzenden dabei, aber das war es dann auch auch schon mit dem Interesse aus der Politik. Ich finde dieses zurückgehende Interesse bedenklich.

Gerd Krambehr umrahmte heute die Veranstaltung mit mehreren Liedern und Vertreterinnen und Vertreter des Freiheit e.V. und der Gedenkstätte Andreasstraße gingen auf Schicksale von Inhaftierten und Stasi-Opfern ein. Die Stasi-Untersuchungshaftanstalt in Erfurt war für viele der Zeitzeugen des 17. Juni 1953 trauriger Startpunkt ihrer Verfolgung und langjähriger Haftstrafen. Ich finde es wichtig, dass wir Zeitzeugen von damals noch hören und sprechen können. Ich finde es schade, dass medial davon nicht mehr viel zu hören ist.

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