Der 10. Juli wurde von engagierten Menschen in Deutschland zum Tag der Solidarität mit Juden und mit Israel ausgerufen und es wurde darum geworben, Veeranstaltungen an diesem Tag durchzuführen. Ich bin der Meinung, dass müsste eigentlich an 365 Tagen im Jahr so sein. Gerne habe ich mich daher als Beauftragter für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemtitismus an dieser Aktion beteiligt und gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und RIAS eine Infoaktion in Erfurt vor dem Rathaus organisert.
Ausgesprochen positiv überrascht waren wir von der Resonanz. Rund 20 DIG-Mitglieder haben sich an der Aktion beteiligt und wir konnten zahlreiche gute Gespräche führen. Eine junge Frau und ein Mann aus dem Iran kamen extra an unseren Stand, um ihre Solidarität und Dankbarkeit zu dokumentieren. Für meine im Herbst geplante Israel-Reise haben sich zudem spontan drei Menschen angemeldet (wir sind jetzt schon bei 22 Anmeldungen).
Der 10. Juli wurde bewusst gewählt. Am 10. Juli 1945 wurde das erste Mal nach dem Holocaust wieder in Deutschland ein Theaterstück aufgeführt. “Nathan der Weise” von Gotthold Ephraim Lessing wurde im zerstörten Dresden gesielt. Ich bin froh, dass es bundesweit viele Aktionen in ganz Deutschland gab. Wir fühlen uns durchaus ermutig künftig noch häufiger in die Öffentlichkeit zu gehen und Flagge sowie Gesicht zu zeigen.