Bildungsangebot für Thüringer Schulen

Morgen wird im Thüringer Landtag der Thüringen Monitor diskutiert. Er verzeichnet einen hohen Prozentsatz Zustimmung zu antisemitischen Thesen. Ich bin überzeugt davon, dass nur Bildung helfen kann diese Zahlen zu reduzieren.

Der heutige Tag hat mich aber in der Überzeugung bestärkt, dass es viele Menschen gibt, die sich dafür angagieren. Ein neues Bildungsangebot des Erinnerungsortes Topf & Söhne, der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und Omas gegen Rechts e.V. wurde heute Vormittag im Gedenkort vorgestellt.

“Miriams Tagebuch, ein Zeugnis nationalsozialistischer Verfolgung und jüdischer Selbstbehauptung” als multimedialer Workshop wendet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 8. Ich hoffe ebenso, wie der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Reinhard Schramm, dass viele Schulen dieses Angebot nutzen werden. Wir waren deshalb gerne heute bei der Vorstellung des Projektes dabei. Ich habe es in das Bildungsangebot zur Bekämpfung des Antisemitismus in Thüringen eingeordnet und werde für die Nutzung werben.

Danach ging es weiter an der Erfurter Universität mit einem Doppeltermin. Mit Studentinnen und Studenten (künftige Lehrerinnen und Lehrer) konnte ich in einem Seminar darüber diskutieren, wie antisemitische Narrative in den sozialen Medien verbreitet werden und welche Auswirkungen dies auf gesellschaftliche Debatten und auch das jüdische Leben in Thüringen hat.
Danach habe ich noch die Uni-Bibliothek besucht und im Lesesaal in dem 100 Jahre alten Buch von Fritz Bernstein zum Antisemitismus gelesen – leider erschreckend aktuell.

Beitrag in der TA

Unterrichtsangebote von Topf & Söhne

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