Schwarz-Weiß Erfurt stellt neuen Cheftrainer vor

Dirk Sauermann wird neuer Trainer beim Volleyball-Bundesligist Schwarz-Weiß Erfurt. Der 45-Jährige tritt damit die Nachfolge von Florian Völker an und soll die Thüringerinnen weiter in der höchsten Spielklasse etablieren. „Wir haben nach einem deutschsprachigen, ehrgeizigen Trainer gesucht, der über Erfahrung in der 1. Bundesliga der Damen verfügt. Da wir bereits Anfang Februar wussten, dass uns Florian Völker verlässt, konnten wir frühzeitig mit der Suche eines Nachfolgers beginnen. Wir sind froh, dass wir mit Dirk Sauermann relativ schnell einen Trainer gefunden haben, der unser Anforderungsprofil erfüllt. Wir sind überzeugt, dass er den eingeschlagenen Weg und die positive sportliche Entwicklung unserer Mannschaft fortführen wird“, so Präsident Michael Panse zum neuen Chef an der Seitenlinie. Sauermann war von 2003 bis 2007 als Co- und anschließend drei Jahre als Cheftrainer beim damaligen Erstligisten TSV Bayer 04 Leverkusen in Verantwortung und feierte dort 2004 die Vizemeisterschaft, 2005 den Vizepokalsieg und den Einzug ins Finale des Top Teams Cup. Nach zwei erfolgreichen Jahren beim finnischen Erstligateam HPK Naiset, kehrte er nach Deutschland zurück. Auf die Zweitligastationen MTV Stuttgart II (2012/13) und VT Aurubis Hamburg II (2013/14) folgten zwei Jahre als Cheftrainer beim Erstligateam der Hanseaten. „Ich freue mich auf die Volleyball-Bundesliga und die Aufgabe in Erfurt. Schwarz-Weiß ist ein etablierter Bundesligaverein, der in der Vergangenheit bereits erfolgreich die Herausforderungen der 1. Liga gemeistert hat. Zukünftig an der Weiterentwicklung des Volley-Teams mitwirken zu können und eine möglichst erfolgreiche Saison zu spielen, ist eine Aufgabe, der ich mit Begeisterung entgegensehe“. Der gebürtige Kieler, der seine Diplom-Trainer-Ausbildung an der Trainerakademie des DOSB in Köln absolvierte, freut sich „auf die tägliche Arbeit mit seiner neuen Mannschaft“. Der Kontakt kam über den Geschäftsführer von Schwarz-Weiß Erfurt, Christian Beutler, zustande. „Es ist nicht einfach, einen Trainer zu finden, der unserem Anforderungsprofil entspricht und der in unser Gesamtkonstrukt im Verein passt. Wir wollen weiterhin unsere Philosophie verfolgen, jungen deutschen Spielerinnen und auch ausländischen, noch weniger bekannten Volleyballerinnen die Möglichkeit bieten, in der 1. Bundesliga Fuß zu fassen. Dass ich mit Dirk Sauermann bereits drei Jahre in Hamburg zusammengearbeitet habe und wir uns gut kennen, ist sicher ein Vorteil. Wir wissen beide, wie der Andere tickt“, freut sich Christian Beutler auf die erneute Zusammenarbeit.

Neue Corona-Verordnung und alte Verschwörungstheorien

Samstagsdemo in Erfurt
Anknüpfend an die Ankündigung der Landesregierung in den vergangenen Tagen hat heute das Landeskabinett die neue Corona-Verordnung diskutiert und beschlossen. Nachdem im Ergebnis der Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten den Ländern und Kommunen mehr Gestaltungsspielraum gegeben wurde, wurde heftig über das Für und Wider diskutiert. Die Kommunen in Thüringen befürchten einen Flickenteppich und deshalb baten mehrere Landräte und Oberbürgermeister das Land um einen einheitlichen Orientierungsrahmen und dieser liegt nun vor. Die neue Verordnung führt zu einer deutlichen Lockerung, da die Infektionszahlen in Thüringen . bis auf drei Landkreise – sich inzwischen auf einem niedrigen Niveau eingepegelt haben. Wie schnell nun nach den Geschäften auch Kitas, Schulen und öffentliche Einrichtungen öffnen sollen wurde und wird heiß diskutiert. In Thüringen gab es wie in der ganzen Bundesrepublik in den vergangenen Tagen zahlreiche Demonstrationen und sogenannte Spaziergänge, mit der Forderung nach Aufhebung aller Beschränkungen. Natürlich kann man solche Forderungen öffentlich erheben – wir haben Meinungsfreiheit. Aber dann muss man auch aushalten, dass es Widerspruch gibt. Für mich sind die allermeisten der vorgebrachten Begründungen nicht stichhaltig. Es gibt inzwischen Unmengen an Verschwörungstheorien und Mythem um das Virus. Der Versuch sich mit diesen Verschwörungstheorien inhaltlich auseinander zu setzen scheitert bei den meisten der Demonstrationsteilnehmer. Neben normalen Bürgern finden sich auf den Demonstrationen erschreckend viele Rechts- und Linksradikale sowie Aluhutträger. Mit denen ist eine sachliche Diskussion kaum möglich und am Ende jeder Diskussion steht die Aussage “Merkel ist schuld”. Völlig ignoriert wird dabei, dass Deutschland bis jetzt international gelobt wird für sein Krisenmanagement. Völlig ignoriert wird auch, dass wir möglicherweise vor einer zweiten Welle stehen und damit viele Menschen in Gefahr bringen. Mich erschreckt, wie bei den Demonstrationen jegliche Abstandsregeln ignoriert werden und das Nicht-Tragen von einem Mund- und Nasenschutz zum nationalem Widerstand stilisiert wird. Insbesondere in den sozialen Medien tobt der Kampf um die Meinungsführerschaft. Mich hat persönlich enttäuscht, dass unter den Verschwörungsanhängern auch etliche meiner Facebook-Freunde waren. Nach mehreren ergebnislosen Versuchen, das Thema sachlich zu diskutieren, habe ich mich in den letzten Tagen von mehreren getrennt. Für mich bleibt bei den Diskussionen der alte Spruch von Manfred Rommel: “Jeder hat das Recht auf seine eigenen Meinung, aber er hat kein Recht darauf, dass andere sie teilen.”. Die neue Landesverordnung

Einstieg in den Sportbetrieb?

Sportperspektive
Möglicherweise ab dem 1. Juni soll es thüringenweit einen Einstieg in den Sportbetrieb geben – ob dies aber tatsächlich geschieht hängt von mehreren Faktoren ab. Das Land hat an die Kommunen den Entwurf einer neuen Corona-Verordnung geschickt. Diese soll (falls man sich einigt) einheitlich in ganz Thüringen gelten. Nach dieser wäre ab dem 1.6. die Öffnung von Fitnessstudios, Freibädern, Badeseen sowie Vereins- Sport- und Freizeiteinrichtungen mit entsprechenden Angeboten in geschlossenen Räumen möglich. Alles aber unter der Bedingung, dass entsprechende Infektionsschutzregeln beachtet werden. Nachdem die letzten acht Wochen die Sporteinrichtungen geschlossen waren, ist dies ein gutes Signal für alle Sportbegeisterten, die inzwischen das eine oder andere Kilo angesetzt haben. Ich habe mir bis jetzt mit dem heimischen Crosstrainer zu helfen gewusst und kann insgesamt coronabedingt nun schon 33 Fitnesseinheiten “at home” nachweisen. Was mir aber schon fehlt sind die Squash-, Badminton- und Tenniseinheiten mit meinen Söhnen. Mal sehen, ab wann das wieder klappt. Auch noch keine klare Prognose gibt es, wann die Wakeboard-Anlage am Erfurter Nordstrand in die neue Saison startet. Spätestens am Mitte Mai werden wohl die Temperaturen so sein, dass es die ersten Wakeboarder auf das Wasser zieht. Meine Hoffnung bzw. das persönliche Ziel ist spätestens in den Pfingstferien mit meinen Söhnen wieder fahren zu können. Morgen Abend werden wir bei einer Videokonferenz als Vereinsvorstand vom SWE Volley-Team darüber sprechen, wann der Trainingsbetrieb für unseren Verein wieder losgehen kann. Auch dies wird sich hoffentlich mit der neuen Verordnung am Mittwoch klären.  

Familienwochenende

In Paulinzella
Corona-Zeiten sind auch schwierige Zeiten für Familien. Neben den Einschränkungen die uns alle bei Besuchen und Begegnungen treffen, ist insbesondere für Patchworkfamilien die Situation problematisch. Rein rechtlich können Umgangstermine für Eltern getrennt lebender Kinder stattfinden, rein praktisch wurden aber viele Termine im gegenseitigen Interesse verschoben. Bei den Telefongesprächen auf der Corona-Bürger-Hotline ist die immer wieder ein Thema. Auch für mich ist es ein Thema, da mein jüngster Sohn in Baden-Württemberg wohnt. Normalerweise sehen wir uns alle 14 Tage in Erfurt oder in Mannheim. Durch die Corona-Krise haben wir aber jetzt acht Wochen darauf verzichtet. Mit den jetzigen Lockerungen hat es an diesem Wochenende aber wieder einmal geklappt und ich habe ihn Donnerstag abgeholt und heute Nachmittag wieder zurück gebracht. Angeln, Motorrad fahren, ein Grillabend und auch ein Wiedersehen mit seinen Brüdern (mit entsprechendem Abstand) haben wir zusammen machen können. Insbesondere der Angelausflug zu den Paulinzellaer Angelteichen am Freitag hat uns Spaß gemacht. Viel Sonne und Natur (natürlich dieses Mal Anreise mit der Bahn) und das Grillgut in Form von Forellen haben wir auch selbst erlegt. Insgesamt ist es aber Kindern, auch meinem Jüngsten, derzeit anzumerken wie sehr ihnen die Schule fehlt. Bei ihm in BaWü geht es erst nach Pfingsten mit Präsenzunterricht wieder los und bis dahin ist noch einige Wochen hin. Immerhin werden wir uns aber jetzt wieder regelmäßig sehen. In zwei Wochen zu Himmelfahrt kommt er wieder und dann ist er die ganzen Pfingstferien da. Ich hoffe, dass es dann auch mit einer Woche Urlaub an der Ostsee klappt. Bilder vom Angelausflug

Parteiarbeit in Corona-Zeiten

An der CDU-Hotline
Anfang März haben wir uns das letzte Mal zu offiziellen CDU-Veranstaltungen getroffen. Mit meinem CDU-Ortsverband “Am Petersberg” war ich im Landtag zu einer Gesprächsrunde und wir hatten auch noch eine CDU-Kreisvorstandssitzung und zuvor die Veranstaltung im Gedenken an Helmut Kohl. Seit dem wurden alle nachfolgenden Treffen abgesagt, u.a. auch der Landes- und Bundesparteitag sowie diverse Vorstandssitzungen. Nicht klar ist, wann wir uns das nächste Mal direkt treffen könne. Telefonkonferenzen gibt es regelmäßig und kommende Woche auch eine Video-Vorstandssitzung. Schwierig ist es den Kontakt zu unseren Mitgliedern zu halten. E-Mails sind zwar eine Möglichkeit aber für ältere Mitglieder immer noch eine Barriere. Aus diesem Grund haben wir gestern Abend eine CDU-Hotline eingerichtet, wo ich als stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender als Ansprechpartner zur Verfügung stand. Seit nunmehr über sieben bin ich täglich an der Corona-Bürger-Hotline des Landes und beantworte dort Fragen zu Richtlinien und Regelungen des Landes. Da war der Anknüpfungspunkt für unseren Kreisverband natürlich optimal. Ich hoffe sehr, dass wir irgendwann wieder zu klassischen Ortsverbands- und Kreisverbandsveranstaltungen zurück kommen – befürchte aber, dies könnte noch Monate dauern.

CDU regt Benennung der Leichtathletikhalle zu Ehren von Hartwig Gauder an

Panse: Gauder ist Vorbild für viele Athleten Zu Ehren des erst kürzlich verstorbenen Hartwig Gauder schlägt die CDU-Fraktion vor, die Leichtathletikhalle nach dem Erfurter Außnahmeathlet zu benennen. “Damit soll Gauder Gedenken und Würdigung zuteil werden. Ich habe ihn persönlich immer wieder als lebensbejahend und motivierend erlebt”, erklärt CDU-Stadtratsmitglied Michael Panse. Gauder war Olympiasieger und nach persönlichen gesundheitlichen Schicksalsschlägen engagierter Kämpfer für die Spende von Organen. Gauder war Goldmedaillengewinner im 50-Kilometer-Gehen, Europameister und sogar Weltmeister. Er selbst trug ein Spenderherz. Trotz gesundheitlichen Rückschlägen ließ sich Gauder nicht entmutigen. Die Teilnahme an Marathonläufen sowie das Besteigen hoher Berge schienen weiterhin selbstverständlich. Gleichzeitig warb Gauder für die Sensibilisierung beim Sport mit Blick auf die Gesundheit. Er war Mitbegründer des Vereins “Sportler für Organspende” und wurde durch seine Aktionen faktisch zum Botschafter für die Organspende. “Der Erfurter Hartwig Gauder war durch und durch Optimist und machte damit vielen Hoffnung und Mut, die wie er ein schweres Schicksal erlitten haben. Damit ist er zu einem großen Vorbild vieler Athleten und aller Menschen geworden. Er verdient mit der Benennung der Leichtathletikhalle nach ihm eine Ehrung, die seine Anliegen und sein Erbe für viele Sportler nicht in Vergessenheit geraten lässt”, unterstreicht Panse weiter. Die CDU-Fraktion wird die Umbenennung im Stadtrat beantragen.

Stadtrat in Corona-Zeiten

Stadtrat ganz anders
Ziemlich großen Aufwand verursachte die gestrige Stadtratssitzung. Erstmals tagten wir in der Thüringenhalle mit ausreichend Distanz. Von der Bühne aus bot sich mir das Bild wie bei einer Abiturprüfung – so weit waren alle Stadträte auseinander an einzelnen Tischen platziert. Diese neue Situation führte zu einer sachlich-kurzen Stadtratssitzung. Zudem waren 49 Stadträte anwesend, auch das passiert im Rathaus selten. Inhaltlich ging es um unsere Geschäftsordnung, die corona-bedingt angepasst wurde und um das Gedenken an die Bücherverbrennungen in Erfurt. Für die nächste Stadtratssitzung gibt es momentan rund 70 angemeldete Tagesordnungspunkte. Dann wird die Sitzung in der Thüringenhalle sicherlich anstrengend für alle Beteiligten. Anbei der Link zur gestrigen Stadtratssitzung im Internet und einige Fotoimpressionen.  

30 Jahre freie Kommunalwahlen in Erfurt

Panse: Gerade jetzt den Wert der Demokratie schätzen Stadtratsvorsitzender Michael Panse (CDU) betont genau 30 Jahre nach den ersten freien Kommunalwahlen in der DDR den Wert der Demokratie. Diese fanden am 6. Mai 1990 auch in Erfurt statt. “Den Kandidaten, die damals angetreten sind, und allen Stadträtinnen und Stadträten, die seit dem Verantwortung in unserer Stadt übernommen haben, gebührt Dank, Respekt und große Wertschätzung”, betont Panse. 1990 lag die Beteiligung bei der Kommunalwahl in Erfurt bei 68,8 Prozent. Angetreten waren 14 Parteien und Wählergemeinschaften. Letztlich wurden damals 160 Mitglieder in den Erfurter Stadtrat gewählt, der damit der zahlenmäßig größte Stadtrat Deutschlands war. Dies führte auch zu einer bemerkenswerten Parallele zur aktuellen Stadtratssitzung am 6. Mai 2020. Corona-bedingt tagt der Stadtrat in der Thüringenhalle, um die Abstandsregelungen einhalten zu können. 1990 passten die 160 Stadtratsmitglieder nicht in den Sitzungssaal des Rathauses. Der Stadtrat konstituierte sich deshalb im Kultur- und Freizeitzentrum. “Gerade in diesen Tagen unter den Bedingungen der Corona-Einschränkungen dürfen wir nicht vergessen, den Wert der Demokratie zu schätzen. Viele derzeitige Maßnahmen sind leider notwendig. Mit dem Blick auf das ‘Danach’ und in der Erinnerung an unsere demokratischen Anfänge vor 30 Jahren bedürfen diese Maßnahmen aber auch stets kritischer Achtsamkeit”, unterstreicht Panse abschließend.

Erste freie Kommunalwahl vor 30 Jahren

Konnte 1990 nicht genutzt werden – 2020 auch wieder nicht
Ziemlich lange her – heute vor genau 30 Jahren war die erste freie Kommunalwahl in der ehemaligen DDR. Ich kann mich daran immer noch sehr gut erinnern Es war mein erster Wahlkampf in eigener Sache, weil ich damals erstmals für den Erfurter Stadtrat kandidiert habe. Damit war dies auch mein Start in die Kommunalpolitik. Auf der Liste des Demokratischen Aufbruchs bin ich damals angetreten und schließlich auch 1993 in den ersten Stadtrat nachgerückt. In Erfurt wurde damals mit 160 Stadträten das größte Stadtparlament Deutschlands gewählt. 14 Parteien bzw. Wählervereinigungen und 3 Einzelbewerber stellten sich der Wahl. Das Wahlergebnis der größeren Parteien war: CDU 36,7 Prozent 59 Sitze SPD 22,4 Prozent 36 Sitze PDS 15,5 Prozent 25 Sitze Neues Forum 9,6 Prozent 15 Sitze Demokratischer Aufbruch 5,0 Prozent 8 Sitze Bund Freier Demokraten 2,7 Prozent 4 Sitze DSU 2,2 Prozent 4 Sitze FDP 1,7 Prozent 3 Sitze Die Wahlbeteiligung lag am 6. Mai 1990 in Erfurt bei 68,8 Prozent. Eine bemerkenswerte Parallele gibt es heute 30 Jahre später auch. Wie zur konstituierenden Sitzung im Jahr 1990 tagt der Stadtrat auch heute Abend nicht im Rathaus. 1990 konnten 160 Stadträte plus die Verwaltung nicht im Ratssitzungssaal untergebracht werden und daher fand die Konstituierung des Stadtrats im damaligen Kultur- und Freizeitzentrum statt. Als ich 1993 in den Stadtrat nachrückte, tagten wir aber schon im Ratssitzungssaal, weil regelmäßig nur maximal 120 Stadträte da waren. Heute Abend tagt der Stadtrat in der Thüringenhalle, auch weil es im Ratssitzungssaal zu eng ist. Bei 50 Stadträten ist dies aber den derzeitigen Corona-Regeln geschuldet

Kommunalpolitik auf Distanz

Der Lageplan für die Thüringenhalle
Abstand halten wird auf längere Sicht noch das Motto sein. Da dies in vielen Lebenssituationen nur schwer zu realisieren ist, bleiben Einrichtungen geschlossen, finden Veranstaltungen nicht statt oder es wird an Distanzregeln gearbeitet. Schulen haben da den Anfang gemacht, Geschäfte ebenfalls und morgen testen wir wie das in der Kommunalpolitik geht. Seit etlichen Wochen tagen nur noch der Ältestenrat und der Hauptausschuss und der Stadtrat sowie die Fachausschüsse pausieren. Fraktionssitzungen fanden virtuell oder bestenfalls im Ratssitzungssaal mit ausreichen Abstand statt. Damit der Stadtrat tagen kann braucht es mehr Platz. Der Parksaal in der Multifunktionsarena war zu teuer und so rückte die alt ehrwürdige Thüringenhalle in den Blickpunkt. Das nebenstehende Bild ist keine Konzertbestuhlung, sondern der aktuelle Sitzplan mit genau ausgemessenen Abständen zueinander. Für die Stadtratssitzung in der Thüringenhalle wurde zudem eine Extra-Hausordnung entworfen. Die Tagesordnung ist hingegen noch überschaubar. Im Wesentlichen soll die Geschäftsordnung so angepasst werden, dass ab nächster Woche auch die Ausschüsse wieder tagen können. Ich bin sehr gespannt, ob die Sitzung in der Thüringenhalle funktioniert und ob die räumliche Distanz auch etwas die sonst so häufige Brisanz zurück drängt. Morgen Abend wissen wir mehr.