Karnevalswochenende

Zwei Kostümbälle und der Umzug durch Erfurt standen auf dem Wochenendprogramm. Fraitag und Samstag sorgten viele närrische Mitglieder unseres Vereins dafür, dass wir zwei schöne Kostümbälle in Marbach feiern konnten. Im Zeichen der Liebe war die Narhalla gestaltet und fünf Stunden volles Programm begeisterte das Publikum.

Beim heutigen Umzug waren auf dem Domplatz weniger Wagen, als sonst aufgereiht. Der ausgefallene Umzug im letzten Jahr machte sich durchaus an zurückgehender Beteiligung bemerkbar. 30 Wagennummern wurden dieses Mal vergeben. Wir waren mit unseren Wagen mittendrin im Geschehen. Auch dies ist nur möglich, indem viele Vereinsaktive in den Tagen zuvor beim Wagenaufbau helfen, Wagenengel gefunden werden und vieles um den Umzug herum organisiert wird.

An der Umzugsstrecke war die Stimmung wie immer prächtig. Nach Medeinberichten waren mit 27.000 Gästen etwas weniger, wie in den letzten Jahren dabei. Dafür gab es reichlich Wurfmaterial und bestes Umzugswetter. Für die nächsten Tage und insbeondere für den Rosenmontag ist in Erfurt viel Schnee angesagt. Ich würde sagen, da haben wir ziemlich viel karnevalistisches Glück gehabt!

Erster Kostümball beim MKC

Zweiter Kostümball beim MKC

Karnevalsumzug 2026

Eröffnung Ahmadiyya-Moschee

Vor 8 Jahren war es ein heftiger Diskussionsprozess um die erste geplante Moschee mit einer Kuppel und einem Zierminarett in Erfurt. Die Ahmadiyya-Gemeinde plante einen Moscheebau für ihre rund 100 Gemeindemitglieder in einem Gewerbegebiet in Marbach. Dies sorgte im Stadtrat und nachfolgend auch auf den Straßen der Stadt für erheblichen Gesprächsbedarf. Ich habe mich daran erinnert, als heute die Moschee feierlich eingeweiht wurde. Die Religionsfreiheit ist im Grundgesetz garantiert und dazu können sich die verschiedenen Religionen auch ihre Gotteshäuser bauen, wenn sie sich an die baurechtlichen Bestimmungen halten. Was so klar klingt, war für viele Demonstranten – die meisten zugereist und aus dem rechtsextremen Spektrum – ein Thema für Beleidigungen, Bedrohungen und Beeinträchtigungen der Bauplanung. Bei der feierlichen Eröffnung heute erinnerten einige der Redner daran.

Neben Regionalbischöfin Dr. Fiederike Spengler und Bischof Ulrich Neymeyr war auch der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Reinhard Schramm bei der Eröffnung dabei. Andrea Horn konnte als Oberbürgermeister auch seine beiden Amtsvorgänger Manfred Ruge und Andreas Bausewein begrüßen. Mit Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow war auch die Bundespolitik vertreten. Ich wünsche der Ahmadiyya Gemeinde alles Gute für die Zukunft. es gibt Dinge, da sind wir unterschiedlicher Meinung – insbesondere was die Rolle der Frau bei den Ahmadiyyas angeht. Aber ihre grundsätzliche Einstellung und Akzeptanz unserer Gesellschaft und Toleranz gegenüber anderen Religionen unterscheidet die Ahmadiyyas positiv von vielen ihrer islamischen Glaubensbrüder.

Olympische Spiele in Cortina

Seit ich mich für Sport interessiere, sind die Olympischen Spiele nicht nur Höhepunkt bei den Übertragungen im TV, sondern auch ein Traum für mich. Natürlich nicht als Aktiver, sondern als sportbegeisterter Mensch. In den letzten fünf Tagen konnte ich mir den Traum erfüllen und war mit einigen unserer Vorstandsmitglieder vom Thüringer Schlitten- und Bobsportverband in Cortina d´Ampezzo. Dies ist auch der Grund, warum es auf der Homepage mal einige Tage ruhig war.

Wir haben die olympische Atmosphäre genossen und gejubelt. Max Langenhan und Julia Taubitz dominierten ihre vier Einzelrennen und wurden verdient Olympiasieger. Mit Max konnten wir sogar im Deutschen Haus gemeinsam feiern. Julia ist vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen gestürzt und konnte dieses Mal feiern. Aber wir waren auch traurig, dass sich Merle ihren großen olympischen Traum (noch) nicht erfüllen konnte.

Cortina ist ein ausgesprochen reizvoller und schöner Wintersportort. Vor drei Monaten war ich erstmals dort und bin positiv überrascht, was sich seitdem noch getan hat. Die Bahn selbst ist ein Schmuckstück und rechtzeitig fertig geworden, allerdings die Umfeldbedingungen sind es nicht. Zuschauerfreundlich sind weder das Gelände noch die Organisation. Matsch, Schnee, Schlamm auf allen Wegen. Eine Minitribüne für rund 80 Zuschauer, wenig LED-Wände, praktisch keine Verpflegungs- und Getränkestände und auch die Siegerehrung war nicht wirklich olympiareif. Mag sein, dass wir von den Weltcups in Oberhof etwas verwöhnt sind, aber in Cortina muss auch nach den Olympischen Spielen noch nachgearbeitet werden.

Neben den Rodelwettbewerben konnten wir noch das Spiel um Platz 3 im Curling Mixed im alten Olympischen Zentrum von 1956 erleben. Die Halle wurde gut angepasst und ist mit etwas über 3.000 Zuschauerplätzen gut für die Curling-Wettbewerbe geeignet. Zur großen Begeisterung der Einheimischen holte Italien die Bronzemedaille. Die restlichen Wettkämpfe werde ich in den nächsten 10 Tagen interessiert im TV verfolgen. Klar sieht man da mehr – aber die olympische Stimmung fühlt man besser vor Ort.

Tag 1 auf der Anreise in Innsbruck

Tag 2 Herren Einzel in Cortina

Tag 3 Damen Einzel Lauf 1 und 2

Tag 4 Damen Einzel Lauf 3 und 4 und Curling

Bilder gegen das Vergessen „Sei a Mensch“

Zum vierten Mal konnte ich gestern Abend gemeinsam mit der Fotografin Halina Hildebrand ihre Ausstellung in Thüringen eröffnen. Nach den Stationen Stadtmuseum Erfurt, Volkshochschule Meiningen und Thüringer Landtag wird die Ausstellung nun in den nächsten drei Wochen in der Stadtbibliothek Mühlhausen in der Jakobikirche gezeigt.

Zur Vernissage waren rund 50 Gäste gekommen – unter ihnen auch der Oberbürgermeister von Mühlhausen Dr. Johannes Bruns und der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag Oleg Shevchenko, die die auch ein Grußwort gehalten haben.

Bei meinem Grußwort habe ich daran erinnert, dass wir die Ausstellung vor einem Jahr zum ersten Mal eröffnet haben. Damals waren noch 100 Geiseln in der Gewalt der Hamas und es war nicht absehbar, wann sie freikommen würden. Erst 843 Tage nach dem 7. Oktober wurde vor einer Woche die letzte Geisel zurück nach Israel gebracht.

Die zweieinhalb Jahre nach dem 7. Oktober haben die israelische Gesellschaft tiefgreifend verändert. Die Verletzbarkeit der Menschen hat sich tief in das Bewusstsein eingebrannt. Die Bilder von Halina Hildebrand dokumentieren dies eindrucksvoll. Es sind Bilder, die erinnern und es sind Bilder die Einzelschicksale dokumentieren.

Verändert hat sich auch der Blick auf Israel aus Deutschland. Antisemitismus, und insbesondere israelbezogener Antisemitismus, hat dramatisch zugenommen. Juden werden auch in Thüringen beleidigt und angegriffen und ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück. Synagogen und jüdische Einrichtungen stehen unter Polizeischutz. Insbesondere in den größeren Städten gibt es regelmäßig Demonstrationen, die das Existenzrecht des Staates Israel in Frage stellen und unverhohlene Sympathie mit der Hamas bekunden.

Dies alles muss uns Sorge machen und erfordert immer wieder zu widersprechen, wenn antisemitische Parolen verkündet werden. Wir brauchen mehr Informationen und mehr Bildung zur Geschichte des Staates Israel und zu Ursachen von Antisemitismus und es geht darum Jüdisches Leben sichtbar machen.

Ich wünsche der Ausstellung in Mühlhausen viele Besucher. Es sind Bilder gegen das Vergessen und es sind Bilder, die den Opfern und Angehörigen des Massakers der Hamas am 7. Oktober ein Gesicht geben.

Bilder von der Ausstellungseröffnung

Jahresempfang Schwarz-Weiß Erfurt

Auch in diesem Jahr haben wir zum Jahresempfang von Schwarz-Weiß Erfurt bei unserem Sponsor Linss-Badausstattungen einladen können. Über 50 Gäste konnten wir begrüßen und in einem sportlich geprägten Programm durch den Abend führen. Mit Alina Zellin und Lydia Stemmler waren zwei unserer Spielerinnen dabei.

Unser Geschäftsführer Florian Völker stellte die Bilanz der bisherigen Saison vor und die kann sich sehen lassen. Unser Saisonziel die Playoffs zu erreichen ist schon nach 2/3 der Spiele mit den Siegen gegen die Aufsteiger geschafft. Unser zweites Ziel war besser als eine der etablierten Mannschaften zu sein. Der Punktgewinn in Wiesbaden und der klare 3:0 Sieg im Rückspiel, hat uns auch diesem Ziel näher gebracht. Wir können aus eigener Kraft noch Platz 7 schaffen.

Auch wirtschaftlich läuft es nach Plan. Zahlreiche neue Sponsoren konnten wir gewinnen, den Haushalt erhöhen und dennoch ausgleichen und die Reichweite in den sozialen Medien stark steigern. Aber es gibt auch Dinge die noch Wünsche offen lassen. In einer kleinen Podiumsdiskussion habe ich auf die Sportstättenproblematik in Erfurt hingewiesen.

Zur großen Freude der Anwesenden konnten wir mit der Vertragsverlängerung von Isabel Kovacic auch eine Neuigkeit verkünden. Isa hat in diesem Jahr gleich 6 MVP-Ehrungen (bis jetzt) abgeräumt und ist unsere punktstärkste Angreiferin. Schön, dass sie bei uns bleibt!

Zum vierten Mal

Vor einem Jahr haben wir zum ersten Mal die Fotoausstellung von Halina Hildebrand “Sei a Mensch” in Thüringen eröffnet. Morgen Abend werden wir gemeinsam die Ausstellung nun schon zum vierten Mal eröffnen.

In der Jakobikirche in Mühlhausen ist ein ganz wunderschöner Ort für diese Ausstellung. Auf mehreren Etagen ist in der ehemaligen Kirche die Stadtbibliothek untergebracht. Das Angebot der Stadtbibliothek, die Ausstellung dort zu präsentieren, habe ich sehr gerne aufgegriffen. Mit Halina Hildebrand, ihrem Mann und mehreren engagierten Helfern haben wir heute die Ausstellung aufgebaut. Das Ergebnis präsentieren wir morgen ab 19 Uhr. Halina wir in die Ausstellung einführen und ich werde auch über Israel und den zunehmenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft sprechen.

Zeitungsartikel der uhz    

Tu biSchevat

In wenigen Wochen beginnen die Tage der Jüdisch-Israelischen Kultur in Thüringen und heute haben wir mit dem Vorstand unseres Fördervereins zusammengesessen und die letzten Absprachen dafür getroffen. Über 80 Veranstaltungen wird es wieder in ganz Thüringen geben. An manchen Tagen finden bis zu fünf Veranstaltungen zeitgleich statt. So gerne wir auch bei allen Veranstaltungen dabei wären, müssen wir uns dann als Vorstand aufteilen.

Nach unserer heutigen Vorstandssitzung des Fördervereins Jüdisch-Israelische Kultur in Thüringen haben wir noch etwas miteinander gefeiert. Heute ist das jüdische Neujahrsfest der Bäume (ראש השנה לאילנות Rosch haSchana laIllanot). Das war ein wunderbarer Anlass miteinander zu essen und zu trinken, denn darum geht es bei diesem kleinen jüdischen Fest. Unser Kantor hat die Bedeutung der vielen Früchte, die an an Tu biSchevat essen soll, erklärt und die Früchte gesegnet. In Israel ist der Tage aber auch das Winterende und der Tag, an dem traditionell Bäume gepflanzt werden. Danke für den gelungenen Abend!

Karnevalistischer Großeinsatz

Am Samstag war der erste Großeinsatz in der Karnevalssaison. Am Vormittag – aber eigentlich ganztags – war unser erster Frühschoppen der 65. Saison beim MKC und der ging sportliche fünf Stunden. Aber es war wie immer nicht nur lang, sondern auch schön. Es war ein buntes Programm und die für die beiden Frühschoppen am kommenden Wochenende müssen Karnevalfans sich beeilen, wenn sie dabei sein wollen.

Aber am Abend ging es gleich weiter. Die Prunksitzung der GEC im Kaisersaal war restlos ausverkauft. In der GEC sind 14 der Erfurter Karnevalsvereine. Unser MKC allerdings ist nicht Mitglied der GEC. Dennoch habe ich natürlich mit Kappe und unseren Karnevalsinsignien die Marbacher Fahne “hochgehalten”. Prominentester Gast war, neben den vielen Politikvertretern, Wolfgang Lippert. Er wurde mit dem Ehren-Till der Funke-Mediengruppe geehrt. Auf der Bühne sorgte er dann auch noch für Stimmung. “Erna” ist gekommen und er hatte auch “Es geht schon wieder los” im Gepäck.

Die insgesamt über 9 Stunden Karneval am Samstag waren ausgesprochen unterhaltsam. Leider werden es in diesem Jahr bei mir nicht ganz so viele Veranstaltungen, wie in den letzten Jahren. Nächstes Wochenende geht es zu Olympia nach Cortina und am darauffolgenden Wochenende sind schon unsere beiden Kostümbälle in Marbach und der Umzug.

Bilder aus Marbach

Bilder der Punksitzung der GEC

Finale 2026

Inzwischen ist es schon 16 Jahre her… Mit meinen beiden großen Söhnen war ich bei der Handball-Weltmeisterschaft in Zagreb. Kroatien gegen Frankreich im Finale! Seitdem bin ich beim Handball immer auch Kroatien-Fan und die Spiele Deutschland gegen Kroatien sind immer etwas besonderes. Vor einem Jahr war ich mit meinem jüngsten Sohn in Oslo zum EM-Finale Kroatien gegen Dänemark, natürlich waren wir beide für Kroatien.

Heute war es wieder soweit und ich habe das Kroatien-Trikot aus dem Schrank geholt. Allerdings nur um ein Foto an meinen kroatischen Freund Alen zu senden mit dem wir uns gegenseitig ein gutes Spiel gewünscht haben. Mit 31:28 hat Deutschland das EM-Halbfinale gewonnen. Jetzt werde ich im Spiel um Platz 3 natürlich Kroatien die Daumen drücken und ich weiß, dass Alan uns die Daumen im Finale drücken wird. Und das heutige Spiel werden wir im Juni auswerten, wenn wir uns in Kroatien wiedersehen.

Jahresempfang der Landeshauptstadt Erfurt 2026

Der Jahresempfang der Landeshauptstadt gestaltete sich in diesem Jahr anders als in den vergangenen Jahren. Während in den letzten Jahren der Jahresempfang den wesentlichen Zweck hatte alles zu bejubeln, was sich im zurückliegenden Jahr zugetragen hat und sogar die Wahl des Datums der Veranstaltung gerne den Weg zu bevorstehenden Wahlen weisen sollte, hat Andreas Horn mit dieser Tradition gebrochen. Im gut besuchten Theaterfoyer sprach er vor allem die aktuellen Herausforderungen und den ernüchternden Jahresstart an. Der Brand in der Neujahrsnacht und die Schließung von Zalando beschäftigen und besorgen die Menschen. Leider sind aber in beiden Fällen die Einflussmöglichkeiten der Kommunalpolitik sehr überschaubar.

Gerade erst am Mittwoch haben wir bei der Sonderstadtratssitzung erleben müssen, wie die Kolleginnen und Kollegen von Rot-Rot-Grün in lautstarkem Populismus alles mögliche forderten, aber dabei praktisch nichts tatsächlich umsetzbares aufzeigen konnten. Bei Jahresempfang war dies eines der dominierenden Themen des Gedankenaustauschs zwischen Politik und Gesellschaft.

Ein zweites Thema hatte der Oberbürgermeister gesetzt. Nach seiner Rede sprach Hardy Eidam, der Kurator des Stadtmuseums, zur Sportstadt Erfurt. In diesem Jahr feiert Rot-Weiß Erfurt sein 60jähriges Vereinsjubiläum und am Vormittag hatten sich die Ehrenspielführer in das goldene Buch der Stadt eingetragen. Im Stadtmuseum wird ab März eine große Sonderausstellung zum Sport in Erfurt zu sehen sein. Neben der Sporthistorie soll es aber im kommenden Jahr auch um die Sportzukunft gehen. Die CDU Stadtratsfraktion bereitet gerade einen Antrag zur Unterstützung der Vereine vor, die bundesweit Werbeträger der Landeshauptstadt sind.