Blogeinträge

Schaufenster Thüringen

Alle zwei Jahre findet der Thüringentag statt. Nach Schmalkalden war nun zum 19. Thüringentag die Stadt Gotha an der Reihe und erwies sich als guter Gastgeber für die rund 250.000 Besucherinnen und Besucher.

Beim Thüringentag gab es auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Konzerte und Veranstaltungen. Darüber hinaus präsentierten sich viele Institutionen, vereine und Verbände. Auch mit der Landeszentrale für politische Bildung waren wir an allen drei Tagen mit einem Infozelt und über 30 verschiedenen Büchern und Broschüren beim Thüringentag auf der Politik-Meile dabei.

Bilder vom Thüringentag 

In 162 Tagen geht es wieder los…

Nach der Saison ist vor der Saison – die Binsenweisheit steht auch für den TSBV. Heute hatten wir unsere Leistungssportkonferenz im Waldkasino in Erfurt, bei der sich das Präsidium mit den Vereinsvertretern und den Landestrainern getroffen hat, um die überaus erfolgreiche Saison 2024/2025 auszuwerten. Bei der WM im Rodeln fünf Mal Gold, zwei Silber und eine Bronzemedaille, dazu zwei Bronzemedaillen im Bob! 22 Weltcupsiege im Rodeln, Bob und Skeleton, 22 Mal Platz 2 und 23 Mal Platz 3. Dazu drei Mal der Gewinn im Gesamtweltcup und zwei Mal der 3. Platz. So beeindruckend die Erfolge bei den “Großen” sind, steht auch der Nachwuchs nichts nach. Unsere Spitzenkader räumten auch im Nachwuchs kräftig ab.

In 162 Tagen wird es wieder Eis auf unserer Oberhofer Rennrodelbahn und das Training für die Olympische Saison beginnt. 21 Wochen werden wir wieder unsere Kufensportlerinnen und Kufensportler auf der heimischen Bahn erleben können. Höhepunkt in Oberhof wird der Dreifach-Weltcup im Rennschlittensport, Langlauf und der Nordischen Kombination an einem gemeinsamen Wochenende sein. Der absolute Saisonhöhepunkt werden aber die Olympischen Spiele in Cortina werden. Unsere Stützpunktverantwortlichen berichteten heute von der Kadersituation im TSBV und weckten schon einmal die Vorfreude auf die neue Saison.

Ich habe mir einmal den Wettkampfkalender angesehen und werden unsere Sportlerinnen wahrscheinlich auch bei einigen internationalen Stationen wieder begleiten können. Tickets für die Olympischen Spiele habe ich schon und zumindest zwei Übernachtungen in der Nähe von Cortina. Angesichts der astronomischen Zimmerpreise ist es aber nicht sicher, dass da noch mehr dazu kommt. Vom 17. bis 23.11. ist der erste Bob-Weltcup auf der neuen Bahn – vielleicht eine Gelegenheit vor Ort Erkundungen einzusammeln. Darüber hinaus möchte ich auf alle Fälle einmal nach Sigulda zum Rennrodelweltcup vom 2. – 4.1.2026 und danach folgen die Weltcups in Winterberg, Oberhof und Königsee (wenn die Bahn fertig wird). Ich freue mich auch bei sommerlichen Temperaturen schon einmal auf die Wettkämpfe!

Pressemitteilung des TSBV

Bilder der Leistungssportkonferenz 

Wakeboard-Saisonstart 2025

Von der Bikerausfahrt ging es direkt zum Nordstrand. Am 1. Mai ist dort Saisonstart an der Wasserski- und Wakeboardanlage und bei 28 Grad sowie 17 Grad Wassertemperatur war es keine Frage, dass wir dabei waren. Die Wakeboards kamen zum Einsatz und Jonas war sogar der erste, der aufs Wasser ging.

Inzwischen ist es 40 Jahre her, dass ich das erste Mal Wasserski gefahren bin und dies war sogar am Nordstrand. Zu DDR Zeiten wurde die Badesaison am Nordstrand am 5. Mai begonnen und das DRK war einige Jahre mit einem Motorboot auf dem See und bot Interessierten Wasserski an.

Am 5. Mai 1985 war ich mit einem Freund dort und davon gibt es tatsächlich noch etwas unscharfe Schwarz-Weiß-Bilder. Wasserski und Wakeboard bin ich seitdem auf vielen Seen, dem Schwarzen Meer, der Adria, Gardasee und dem Comer See hinter Boote und zahlreiche Anlagen in ganz Europa gefahren. Bereits jetzt freue ich mich darauf, wenn ich mit meinen Söhnen im Juni in Kroatien bin und wir wieder auf der Anlage am Zrce-Beach unsere Wakeboard-Wochen haben.

Bilder vom Saisonstart 2025  

Bikertreffen und Bikerausfahrt 2025

Für das Fahrschulkombinat Erfurt war es eine Jubiläumstour, weil sie das jährliche Bikertreffen in diesem Jahr zum 10. Mal organisiert haben. Ein großes Dankeschön, dass sie die lange Tradition nicht haben sterben lassen!

Für mich war es auch ein Jubiläum. Seit nunmehr 20 Jahren bin ich fast jedes Mal dabei gewesen. Meist mit einem meiner drei Söhne und immer abwechselnd mit der Honda und der Ducati. Dieses Jahr ging es mit Jonas auf der Ducati auf Tour und es ging ins Bratwurstmuseum nach Mühlhausen. Zuvor stand aber die traditionelle Bikerandacht auf dem Domplatz an.

Eigentlich ist die Strecke nach Mühlhausen nur 55 km, aber bei einer Bikerausfahrt geht es nicht um das Ziel, sondern um den Weg und so schlängelten sich die rund 1.000 Motorräder quer durch Thüringen. Über Gotha und Bad Langensalza und Weberstedt waren es schließlich rund 110 km auf dem Hinweg in drei Stunden. Perfektes Wetter rundete die Tour ab.

Bericht in der TA

Bilder der Ausfahrt 2025

Ausstellungseröffnung in Meiningen

Gestern Abend wurde die Wanderausstellung der LZT „Sei a Mensch. Israel und der 7. Oktober“ in der Geschäftsstelle der Volkshochschule Eduard Weitsch Schmalkalden-Meiningen eröffnet. Anlässlich der Eröffnung hat die Künstlerin und Fotografin Halina Hildebrand in ihre Ausstellung eingeführt und eine Kuratorenführung durch die Ausstellung angeboten.

Gerne bin ich gestern Abend wieder nach Meiningen gefahren. Nachdem ich vor einigen Wochen in der VHS Meiningen einen Vortrag zu Israel und zum zunehmenden Antisemitismus gehalten habe war es mit wichtig, auch bei der Ausstellungseröffnung mit Halina Hildebrandt ein Grußwort für die LZT zu halten. In der VHS wird die Ausstellung jetzt in einem anderen Umfeld gezeigt, als in den letzten Monaten. Bei der ersten Station der Wanderausstellung im Erfurter Stadtmuseum sind in der Regel Besucherinnen und Besucher zielgerichtet in die Ausstellung gegangen. Sie wussten um die Inhalte und das Thema. In den Gängen der VHS werden auch sonstige Besucher mit den großformatigen Bildern von Halina Hildebrandt in Kontakt kommen und Fragen dazu haben.

„In meiner fotografischen Arbeit dokumentiere ich die Folgen des Massakers vom 7. Oktober 2023 in Israel – und das, was danach kam: zerstörte Häuser, zerrissene Familien, das Schweigen, das Schreien, die Leere.“, so Hildebrand. „Ich habe mit Menschen gesprochen, die ihre Kinder, ihre Eltern, ihre Partner verloren haben. Mit Überlebenden. Mit Familien von Geiseln, deren Alltag seither stillsteht. Mit Vertriebenen, die nicht zurückkönnen, weil es nichts mehr gibt, wohin.“

Die Ausstellung ist bis zum 27.06.2025 in der Geschäftsstelle der VHS Schmalkalden Meiningen zu sehen. Der Ausstellung wünsche ich viele Besucher und würde mich freuen, wenn wir die Ausstellung danach an weiteren Standorten präsentieren können.

Bilder der Ausstellungseröffnung

Darfs noch etwas mehr sein?

Es ist leider inzwischen Standard geworden, dass Bauprojekte aus dem Ruder laufen. Dafür gibt es viele Gründe, die mit Baupreisen und Ausschreibungen zu tun haben. Bei öffentlichen Bauprojekten geht es häufig nicht nur um hohe Bausummen, sondern auch um die aufwändige Koordinierung von Bauplanung und Projektüberwachung. Die Stadt Erfurt hatte damit in der Vergangenheit nicht immer ein glückliches Händchen – die Multifunktionsarena war da ein teures Beispiel. Die damals agierende Beigeordnete ist inzwischen Geschichte. Der heute zuständige Beigeordnete Matthias Bärwolff geht vorsorglich in Deckung und überlässt das Überbringen schlechter Nachrichten seinen Mitarbeitern.

Denn in ähnlichen finanziellen Dimensionen, wie die MFA, bewegt sich nach Medienberichten inzwischen das technische Rathaus in der Warsbergstraße. Im Jahr 2017 wurden uns von der Verwaltung die wirtschaftlichen Vorteile des Ankaufs und der Sanierung angepriesen. Im Vergleich zu einem Neubau mit geschätzten Kosten von 41,5 Millionen Euro sei dies die deutlich kostengünstigere Variante. “Erwerb, Renovierung und Ausbau der Objekte (können) ohne eine zukünftige Mehrbelastung des Haushalts möglich sein”. schrieb die Verwaltung. Die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat hat das Projekt inklusive des Ankaufs 2017 abgelehnt.

Lange war es auffallend ruhig zum Thema. nachdem der erste Gebäudetrakt fertig wurde fällt nun am zweiten Teil auf, dass es nicht so recht voran geht. Von einer Inbetriebnahme und Vermietung im Jahr 2025 ist die Verwaltung inzwischen abgerückt. Nun redet man über 2027. Die Kosten sind inzwischen bei 40,9 Millionen Euro gelandet und werden noch weiter steigen. Ich habe deshalb heute für die CDU unsere Position in einer Pressemitteilung verdeutlicht und werden das Thema im nächsten Finanzausschuss auf die Tagesordnung setzen.

Pressemitteilung der CDU Fraktion

Kostenexplosion beim Technischen Rathaus erinnert an Multifunktionsarena!

Das Technische Rathaus wird zum Millionengrab. Die CDU Stadtratsfraktion fordert die Offenlegung aller Kosten und Benennung der Verantwortlichen für die Kostenexplosion. „Die CDU-Fraktion wird in der kommenden Finanzausschusssitzung eine umfassende Aufklärung der massiven Kostenexplosion beim Umbau der Warsbergstraße einbringen.“, kündigt der finanzpolitische Sprecher, Michael Panse an.

Hintergrund ist der erhebliche Anstieg der Baukosten, der sich laut aktueller Planungen auf mindestens 40,9 Millionen Euro summiert, ohne dass ein realistischer Fertigstellungstermin für die Warsbergstraße 1 in Sicht ist. Statt wie ursprünglich vorgesehen Ende 2025, rechnet die Stadt nun mit einer Inbetriebnahme frühestens im zweiten Halbjahr 2027.

„Wir sehen uns leider in unserer frühen Kritik aus 2017 bestätigt“, so Michael Panse. „Das Projekt gleicht einem Fass ohne Boden. Die Verwaltung hat über Jahre hinweg offensichtlich die Kosten nicht im Griff. Es braucht jetzt schonungslose Transparenz, bevor weitere Millionen verbaut werden.“

Die CDU-Fraktion fordert deshalb eine detaillierte Aufstellung aller bisher angefallenen Kosten, der Mietausfälle sowie eine Prognose der noch zu erwartenden Mehrausgaben. Zudem soll der zuständige Dezernent Matthias Bärwolff die verwaltungsseitige Verantwortung für die bisherigen Planungsfehler benennen.

„Es reicht nicht, auf die steigenden Baupreise zu verweisen“, ergänzt Panse. „Die Verzögerungen, Umplanungen und fehlenden Standortentscheidungen sind hausgemacht. Wir fordern eine umfassende Bewertung der Wirtschaftlichkeit.“ Für Panse steht fest: „Ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern sieht anders aus. Die Verwaltung hat uns 2017 das Projekt Warsbergstraße als deutlich kostengünstigere Alternative zu einem Neubau verkauft und angesichts von möglichen Vermietungen und Fördermitteln sogar von einer Kostenneutralität gesprochen. Bereits jetzt ist das unfertige Projekt teurer als ein Neubau und erinnert fatal an das Projekt Multifunktionsarena.“

Abwintern in Ilmenau

Frühlingshaftes Wetter verlieh der Schneemannverbrennung nur noch symbolischen Wert. Auch in Ilmenau im Thüringer Wald ist derzeit kein Schnee mehr. Traditionell treffen sich aber nach der Saison am letzten Samstag im April die Mitglieder des RC Ilmenau seit über 25 Jahren zum Abwintern.

Im Präsidium des TSBV haben wir unsere Kufensportvereine mit Patenschaften zugeordnet und ich habe den Patenonkel für Ilmenau gerne übernommen. Viele der Ehrenamtlichen und der Sportlerinnen und Sportler kenne ich und habe mich über das Wiedersehen gefreut.

Bevor der Schneemann aber in Flammen aufging, wurden die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler des Vereins geehrt. Von den Kleinen bis zu den Großen hat der RC Ilmenau eine beeindruckende Erfolgsliste in der Saison 2024/2025 präsentieren können. Dajana Eitberger mit ihrer WM-Silber und Bronzemedaille ist derzeit das Aushängeschild des Vereins, aber die jungen Sportlerinnen und Sportler sind Erfolgsgaranten, dass es auch in den nächsten Jahren weiter Erfolge geben wird.

Bilder vom Abwintern

Einsatzbereitschaft wieder hergestellt

Die Ducati ist wieder einsatzbereit und dafür ein großes Dankeschön an meine Werkstatt Motorrad Apel in Weimar. Meine beiden Motorräder, die Honda NTV und die Ducati Monster, sind mit ihrem Alter von 31 und 26 Jahren inzwischen beide Liebhaberstücke. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben, schleicht sich mit fortschreitenedem Alter das eine oder andere Wehwechen ein. Die Honda ist da durchaus robuster und weniger anfällig. Bei der Ducati ist hingegen immer mal eine Kleinigkeit. Dieses Mal waren es große dunkle Wolken am Horizont. Der Tank war undicht und ein neuer Tank kostet nach Recherchen im Netz rund 2000 Euro und selbst gebraucht noch 500 Euro.

Gar nicht so einfach ist es dabei zudem kurzfristig einen Werkstatttermin zu bekommen. Das liegt häufig genug nicht am fehlenden Material (auch für ältere Motorräder gibt es praktisch alles im Internet). Meist liegt es an den begrenzten Personal in den Werkstätten. Ich habe vor über 40 Jahren selbst einmal den Beruf als Kfz-Elektriker gelernt. Damals war es ein Traumberuf. Heute findet sich leider kaum Nachwuchs. Dies ist freilich kein Problem im Handwerk allein, sondern überall in unserer Gesellschaft. Aber bei Handwerkerterminen merken es die Menschen zuerst, wenn sie wochenlang auf die Reperatur des Autos, Motorrads oder der Heizung warten müssen. Das hat mit fehlendem Nachwuchs, mit verbesserungswürdiger Bezahlung und mit oft fehlender Wertschätzung für das Handwerk zu tun. Deshalb ist es mir wichtig, dass ich mich nicht nur über mein wieder einsatzfähiges Motorrad freue, sondern auch einmal Danke sage. Mein Mechaniker in Weimar konnte den Tank mit Harz verkleben und abdichten und nun rollt die Ducati wieder. Am 1. Mai zur traditionellen Ausfahrt sind wir wieder mit dabei.

Luftkampf über Thüringen

Nach der erfolgreichen ersten Buchvorstellung vor einem Jahr in Schleiz, haben wir das Buch “Luftkampf über Thüringen – 21. Mai 1983” mit dem Autor Jan Schönfelder noch einmal in Bad Lobenstein präsentiert. Der Flug mit einem Sportflugzeug aus dem westen quer durch Südthüringen und die Verfolgungsjagd sowjetischer Hubschrauber hatte zu Pfingsten 1983 für Aufsehen gesorgt. In Schleiz haben uns Besucher der Buchvorstellung voriges Jahr gesagt, geht doch auch damit nach Bad Lobenstein, die waren noch dichter dran. Die Volkshochschule Saale-Orla und die Landeszentrale für politische Bildung habe den Vorschlag gerne aufgegriffen.

Bei der Buchvorstellung war der Saal im Neuen Schloss mit 30 Gästen wieder gut gefüllt und es waren auch wieder fünf Zeitzeugen dabei, die die Ausführungen von Jan Schönfelder ergänzen konnten. In den Medien der DDR wurde damals das Thema tief gehängt, in den Westmedien kam es in den Spiegel und in die Tagesschau. Gerne habe ich für die LZT die Veranstaltung moderiert, weil es mir wichtig ist auch immer wieder einzelne Geschichten zu erzählen. Fluchtgeschichten aus der Zeit der Trennung gibt es viele, greifbar wird es durch die einzelne Geschichte.

Bilder aus Bad Lobenstein