Der 16. Sieg in Folge

Alles was sich das Publikum wünscht, haben unsere Damen am Samstag gegen Straubing geboten. Ein hoch spannendes und erfolgreiches Spiel bekamen die Zuschauer und Ministerpräsident Bodo Ramelow geboten. Nachdem ich den MP schon am Vormittag in Oberhof getroffen hatte, setzte er seinen „Sportsamstag“ bei uns fort und hielt sowohl auf dem Feld, als auch im VIP-Raum ein Grußwort. In einem Gespräch mit den Vertretern der Volleyball-Bundesliga sprachen wir zudem mit ihm über die Zukunftsperspektiven. Nachfolgend der Spielbericht:

Packendes Spitzenspiel

Schwarz-Weiß Erfurt und NawaRo Straubing haben sich am Samstagabend ein packendes Spitzenspiel geliefert, das am Ende der Spitzenreiter knapp mit 3:2 nach 131 Spielminuten für sich entschied.

15 Spiele hatte das ungeschlagene Schwarz-Weiß Erfurt bis zum Samstagabend gewonnen. Teilweise waren diese so klar, dass sich die in den letzten Jahren oft alles andere als erfolgsverwöhnten Erfurter Anhänger schon nach einem hart umkämpften Spiel sehnten. Dieses bekamen die 437 Zuschauer im Spiel gegen den Vierten, NawaRo Straubing, geboten. Dabei sah es nach dem ersten Satz gar nicht danach aus, denn der Spitzenreiter dominierte diesen deutlich und mit Lara Darowskis Ass zum 25:14 war er eine klare Angelegenheit.

Dass es nicht so weiter ging, war der nun stabileren Annahme der Gäste geschuldet, während sich die SWE-Damen fehlerhaft präsentierten. Auch Mateusz Zarczynskis Auszeit beim 13:14 brachte keine Ordnung ins Erfurter Spiel. Die Annahmeprobleme ließen keine Angriffe über die Mitte zu, weshalb sich das Angriffsspiel der Thüringerinnen auf die Außen verlagerte, wo am Block der Gäste kaum ein Durchkommen war. Nach Ashlyn Blotzers Fehlaufschlag zum 20:25 war der Satzausgleich die logische Folge.

Der erste Satzverlust seit fünf Spielen warf die bisher ungeschlagenen Erfurterinnen gehörig aus der Bahn. 1:10 hieß es im dritten Satz, Erfurt war vollkommen von der Rolle. Nur mühsam fanden die Damen von Trainer Zarczynski ins Spiel zurück. Doch Schwarz-Weiß, nun mit Antonia Greskamp im Zuspiel, knapperte den großen Rückstand mühsam ab und schaffte beim 21:21 den kaum für möglich gehaltenen Ausgleich. Beim 24:22 lag die 2:1-Satzführung dann sogar bereit. Dass daraus nichts wurde, lag an Mia Stauß‘ verunglückter Annahme zum 24:24 und Sina Stöckmanns zum 26:28 ins Aus gepritschten Balles. Erfurt hatte das umgeschlagene Momentum nicht nutzen können.

Als die immer selbstsicherer agierenden NawaRo-Damen im vierten Satz ein 7:2 vorlegten, drohte den Gastgeberinnen die erste Niederlage. Aber das wollten Kapitänin Lara Darowski und ihre Mitspielerinnen nicht so einfach geschehen lassen und erwehrten sich ihrer Haut. Beim 12:12 war der Ausgleich hergestellt und von da ab ging es auf Augenhöhe zwischen beiden Kontrahenten hin und her. Als Schiedsrichter Michael Henke beim 22:22 einen Angriffsball der Gäste im Aus sah, kochte es bei den Gästen über. Statt 22:23 stand es 23:22 und der erzürnte Gästetrainer Tomasz Wasilkowski handelte sich wegen seines Wutausbruchs eine rote Karte ein, was zugleich das 24:22 bedeutete. Seinem Team hatte er damit keinen guten Dienst erwiesen, das sich zu diesem Zeitpunkt als mutiger erwies und die beiden Erfurter Satzbälle zwar abwehrte, aber nach einem im Netz hängen gebliebenen Angriff zum 27:25 den Erfurter Satzausgleich hinnehmen musste.

Erstmals in dieser Saison in der 2. Bundesliga Pro musste in der Riethsporthalle der Tiebreak entscheiden. Dieses Mal hatten die SWE-Damen den besseren Start, die mit der am Vortag 24 Jahre alt gewordenen Antonia Greskamp am Aufschlag, die zwei Asse servierte, 5:0 in Führung gingen. Nach dem Seitenwechsel (8:3) kam Straubing zwar noch einmal auf, was Erfurts Coach beim 12:9 zur Auszeit veranlasste. Die letzten drei Punkte gingen dann jedoch an Erfurt. Das überaus spannende Spiel riss nicht nur die 437 Zuschauer, sondern auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow von seinem Sitz.

Erfurt hat mit diesem Heimsieg seine Serie fortgesetzt, der allerdings so schwer erkämpft war wie kein anderer in dieser Saison. Den Auswärtspunkt hatte sich das starke NawaRo-Team redlich verdient und wenn es mehr geworden wäre, hätte das auch seine Richtigkeit gehabt. Der Fokus der Thüringerinnen liegt nun auf dem kommenden Wochenende, wo mit den Spielen gegen Grimma und Dresden zwei Derbys warten. (St.S.)

Bilder vom Spiel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert