In schwierigen Zeiten zusammenstehen

Shalom & Moin zum Jahresempfang von ELNET anläßlich des israelischen Unabhängigkeitstages! Unter den 500 Gästen waren Ministerpräsident Daniel Günther, Bundesministerin Karin Prien, der israelische Botschafter S.E. Ron Prosor, die ehemalige Bundesministerin Nancy Faeser, Karoline Preisler und Hildegard Müller und viele mehr. Uns verbindet, dass wir auch in schwierigen Zeiten zusammenstehen in Solidarität zu den Menschen in Israel. ELNET hat sich seit 2007 zur wichtigsten Netzwerkorganisation zwischen Europa und Israel entwickelt und Netzwerken ist heute die besten Gelegenheit, etwas gegen Antisemitismus und für Israel zu tun.

Ron Prosor begann sein Grußwort mit dem Satz “Ich stehe für das Existenzrecht Deutschlands”. Er erklärte dazu, dass er sich wünschen würde, dass jeder deutsche Politiker, dies natürlich genauso klar auch in Bezug auf Israel erklärt – leider ist dies nicht mehr die Regel. Heute wird von ELNET eine aktuelle Studie vorgestellt, die leider sehr deutlich dokumentiert, dass die Zustimmung zu Israel sinkt. Bis 2023 war die Mehrheit der Deutschen dafür, dass die Sicherheit Israels deutsche Staatsräson ist. Heute stimmen nur noch 30 Prozent dieser Aussage zu. In der gestrigen Podiumsdiskussion haben die ehemalige Bundesministerin Nancy Faeser und der Rapper Ben Salomo mit Carsten Ovens darüber gesprochen, was sich diesbezüglich in der deutschen Wahrnehmung geändert hat und was dies für jüdische Menschen in Deutschland bedeutet.

In dieser Woche wird in den Bundesrat ein Antrag Hessens eingebracht der Vernichtungsaufrufe gegen den Staat Israel unter Strafe stellen soll. Mit etlichen Kolleginnen und Kollegen Antisemitismusbeauftragten habe ich gestern Abend darüber gesprochen und bin sehr froh, dass es zur hessischen Initiative breite Zustimmung gibt. Es gibt in der juristischen Beurteilung offene Fragen – aber nicht in der Unterstützung des Ziels.

Carsten Ovens, den CEO von ELNET Deutschland kenne ich seit vielen Jahren und schätze sein persönliches Engagement sehr. Kommende Woche habe ich mit ihm zwei Veranstaltungen in Thüringen, bei denen er sein Buch “Im Morgengrauen – wie der 7. Oktober Israel veränderte” vorstellen wird. Ende Mai werden wir gemeinsam in Cadenabbia ein Seminar der KAS zu Israel gestalten.

Über das Wiedersehen und Gespräch mit Karoline Preisler, die ich zuletzt in Weimar getroffen habe und mit der ich mich für einen Termin in Erfurt verabredet habe, habe ich mich sehr gefreut. Hildegard Müller, ehemalige Bundesvorsitzende der Jungen Union und jetzt Präsidentin des VDA, hatte ich zuletzt in Tel Aviv getroffen. Für mich war gestern ein guter Abend mit vielen wichtigen Gesprächen mit Menschen, die sich für Israel und gegen Antisemitismus engagieren. 

Bilder vom Empfang

Nominierungsaufruf ELNET Awards 2026

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