Bläserklasse als Erfolgsgeschichte

Alle gemeinsam beim Abschlusskonzert
Musik lag in der Luft am Sonntag und dies nicht ausgehend vom Brühler Garten sondern, vom Schulhof des Königin-Luise-Gymnasiums. Den ganzen Tag feierte die Schule mit Eltern und Freunden 10 Jahr Bläserklasse und dies wie es sich gehört mit der Vorstellung der verschiedenen Orchester. Vor zehn Jahren begann das KLG mit der ersten Bläserklasse. 14 Schülerinnen und Schüler bildeten sie und konnten sich nach einigen Wochen Instrumentenkarussell für ein Blasinstrument entscheiden. Die erste Bläserklasse brauchte noch eine Ausnahmegenehmigung, folgende Klassen waren dann bis zu 28 Schülerinnen und Schüler groß. Die Hälfte der Geschichte der Bläserklasse haben wir mit miterlebt. Mein Sohn ging vor fünf Jahren beim Start in das Gymnasium in die Bläserklasse und spielte danach weiter in der Junior-Band und heute im großen Orchester. Seine Mama hat den Förderverein aktiv begleitet und so konnten wir gemeinsam viele tolle Konzerte erleben. Zuletzt mit dem Orchester aus Baden-Württemberg und zuvor letzten Sommer die Celtic-Night. Ein großes Dankeschön, an alle, die die Bläserklasse am KLG zur Erfolgsgeschichte gemacht haben. Der ehemalige Schulleiter Jürgen Kormann erinnerte an die Anfänge. Die Schulleitung war von Mathe- und Physiklehrern dominiert und dennoch begann man die Profilierung mit der Bläserklasse. Ich freue mich, dass dies gelungen ist. Das KLG ist und bleibt eine besondere Schule. Meine Eltern waren dort beide als Lehrer, als es noch die 11 bzw. 15 war. Meine beiden älteren Geschwister gingen auf die Schule und auch schon mein ältester Sohn. Jetzt setzt der mittlere die Familientradition fort. 10 Jahre Bläserklasse

Football und Fußball

Bei den Indigos
Bevor es Samstag Abend zum Public Viewing ging, war am Samstag Nachmittag noch Live-Sport angesagt. Die Erfurt Indigos hatten zum Doubleheader auf den Sportplatz in der Essener Straße geladen. Leider war dort die Zuschauerzahl wieder deutlich geringen, als beim letzten Doubleheader im Steigerwaldstadion. Für die Jugend der Erfurt Indigos, bei der auch mein Sohn mitspielt, war es schon das letzte Saisonspiel. gegen Magdeburg hielten sie im ersten Quater bis zum 6:6 noch gut mit. Am Ende stand aber ein 9:36 auf dem Scoreboard. In dieser Saison hat das junge Team viel Erfahrungen sammeln müssen. Durch den regelmäßigen Wechsel im Team fehlt es noch an der genauen Abstimmung. Aber, wie bei der Flag-Jugend, arbeiten sie daran und wir haben auch in dieser Saison gute Spielzüge gesehen. Einige der Jungs wechseln jetzt zu den Großen. Die erste Mannschaft der Indigos begann am Samstag stark und führte gegen Leipzig schnell 20:0. Danach kamen aber die Messestädter zunehmend besser ins Spiel, so dass die Indigos am Ende den komfortablen Vorsprung schmelzen sahen. Mit 27:20 retten sie den vierten saisonsieg über die Ziellinie. Viel Erfog für die nächsten Spiele, von denen ich nun einige Urlaubsbedingt verpasse. Wie viele Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM noch stattfinden entscheidet sich von Spiel zu Spiel. Nach dem eigentlich überlegenem Spiel gegen Schweden und dem Siegtreffer erst in letzter Sekunde, muss auch am Mittwoch gegen Korea ein Sieg – am Besten mit 2 Toren Vorsprung her, um sicher ins Achtelfinale zu kommen. Und ab da ist sowieso jedes Spiel ein KO-Spiel. Es entscheidet sich somit am Mittwoch, während der Stadtratssitzung, ob ich in den Urlaubskoffer noch entsprechend Fanutensilien einpacke und ob die bis bestenfalls zum 15.7. – dem Finalspieltag – zum Einsatz kommen. Doubleheader der Indigos

Reise in die Vergangenheit mit Sanierungsbedarf

Toller Sport
Heute war ich einmal wieder an meiner alten Schule, bzw. in der dazugehörigen Schulsporthalle zu Gast. Neben der POS 39 gab es in der Mittelhäuser Straße eine Schulsporthalle in der einst sogar sehr erfolgreich vor Zuschauern Damen-Handball gespielt wurde. Vor rund einem Dutzend Jahren wurde daran ein Anbau gefügt, der das Turnzentrum des MTV 1860 Erfurt ist. Der ehemalige Männer-Turnverein hat inzwischen über 1.500 Mitglieder – darunter 70 Prozent Mädchen und Frauen. Nicht mitgewachsen sind die Umkleidekabinen und Sanitäranlagen. Diese sind extrem beengt und sanierungsbedürftig. Seit Jahren bemüht sich der MTV um Abhilfe und wird immer wieder vertröstet. Zuletzt versprach der Oberbürgermeister Abhilfe, aber die Verlagerung von ehemaligen Sanität-Flüchtlingscontainern gelang nicht. Heute fand beim MTV das Landesliga-Finalturnier statt und der MTV-Geschäftsführer Stephan Dunkel hatte mich dazu eingeladen. Neben einer interessanten und kraftvollen Sportart konnte ich mir die Rahmenbedingungen aus nächster Nähe ansehen. Wir werden das Thema in den Stadtrat tragen, bereits am 15. August tagt dazu der Ausschuss für Schule und Sport. Bilder vom MTV  

Geburtstagsfeier im Haus am Seimberg

Ehrung der Mitarbeiterinnen
Seit 20 Jahren gibt es nun die evangelische Familienferienstätte „Haus am Seimberg“ in Brotterode. Über 200 geladene Gäste waren bei der heutigen Geburtstagsfeier dabei und erlebten einen schönen Festgottesdienst. 1998 war der Wandel des einstigen ASV-Sportheims in eine Bildungsstätte abgeschlossen. Rund 12 Millionen DM flossen damals in ein Haus in wunderschöner Berglage. Heute ist das Haus eine von vier Familienferienstätten in Thüringen und wird u.a. mit von unserer Stiftung FamilienSinn getragen. Der Leiterin der Einrichtung Frau Schwarz überbrachte ich heute die Glückwünsche der Stiftung. Auch wenn die Förderung der Familienferienstätten im nächsten Jahr umgestellt wird, werden die Familienferienstätten weiter vom Land gefördert und somit auch weiter Familienbildungsangebote und Familienurlaub für Familien mit Unterstützungsbedarf anbieten. Viel Erfolg dabei! Bilder aus Brotterode    

50 Jahre Johannesplatz

Eine der Skulpturen am Johannesplatz
Kräftig gefeiert wurde heute ein halbes Jahrhundert Johannesplatz – zumindest als Wohn- und Schulstandort. Einst am Rande bzw. vor den Toren der Stadt gelegen war der Johannesplatz zuvor Flugfeld und Gefangenenlager, bevor es zu DDR-Zeiten das erste Neubaugebiet wurde. Die nachfolgenden Wohngebiete wurden immer größer und an den Rand der Stadt gelegen. Der Johannesplatz liegt damit heute mitten in der Stadt, verkehrsgünstig gelegen. Dies ist ein Grund dafür, dass dort nie Wohnblocks abgerissen wurden und der Wohnungsleerstand gering ist. Die Sparkasse plant jetzt sogar Neubauten. Trotzdem hat das Wohngebiet nach der Wende „Federn gelassen“. Das ehemalige Wohngebietszentrum wartet noch auf eine Reaktivierung – einst war dort mit dem Treff eine angesagte Disko. Im Wohngebiet gibt es immer noch einige Skulpturen aus den Vorwendezeiten und vor allem gibt es dort mit der Gesamtschule einen großen und anerkannten Schulstandort. Dort fand heute auch die Jubiläumsfeier statt und gerne war ich dort mit unserer Bundestagsabgeordneten und unserer Kreisvorsitzenden zu Gast. Bilder von der Feier  

Brückenbauer zwischen Ost und West

Mit Bernhard Vogel auf Schloss Ettersburg
Bernhard Vogel war und ist genau dies – ein Brückenbauer zwischen Ost und West und er ist bis heute ein Politiker mit Leidenschaft und Überzeugung. Der Einladungstext zur gestrigen Buchvorstellung unterstrich diese Feststellung. Bereits vor der Wende war Bernhard Vogel zahlreiche Male in der DDR. Dabei wurde er von der Stasi misstrauisch beäugt. Diese Episoden, aber auch seine ersten Tage nach der Wende in Thüringen kamen in der von Matthias Gehler moderierten Podiumsdiskussion mit Freya Klier und dem Autor des Buches „Klares Ziel und langer Atem“ zur Sprache. Nach der Buchlesung, bei der viele Weggefährten zu Gast waren, konnten wir noch in kleiner Runde in Erinnerungen schwelgen. Ich erinnere mich sehr gerne an die nunmehr 26 Jahre, in denen ich Bernhard Vogel kenne. Unsere erste Begegnung war der Tag, an dem er nach Erfurt kam, um sich bei der CDU-Landtagsfraktion als neuer Ministerpräsident vorzustellen. Die Junge Union Thüringen hatte bereits Ende 1991 Bernhard Vogel als möglichen Ministerpräsidenten in die Diskussion gebracht. An seinem ersten Tag in Erfurt habe ich Bernhard Vogel gemeinsam mit einem JU-Kollegen die Stadt zeigen können und in Begleitung eines ZDF-Teams waren wir dabei, als er sich ein Hemd und Zahnbürste kaufen musste, weil er ohne Gepäck aus München nach Erfurt gereist kam. Aus dieser ersten Begegnung sind am Ende viele Jahre mit tollen Erinnerungen geworden – der Wahlkampf 1994, Begegnungen mit Bernhard Vogel und Helmut Kohl, das gemeinsame Wahlkreisbüro von 1999 – 2004, Treffen bei KAS-Veranstaltungen und vielen Parteitagen und zuletzt Skatrunden und unsere Besuch letzten Herbst in Speyer. Für mich ist Bernhard Vogel nicht nur der Brückenbauer sondern ein großes Vorbild. Dies nicht zuletzt auch, weil er sein Lebensmotto immer ausgefüllt hat. Maja Eib, die Leiterin der Konrad-Adenauer-Stiftung in Thüringen erinnerte gestern daran „Was auch immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende.“. Bilder von der Buchvorstellung    

Finanzprobleme bei der BUGA-Vorbereitung

Beschlussvorlage zum Petersberg-Plateaus
Gestern Abend tagte im Rathaus der BUGA-Ausschuss und neben dringend notwendigen Beschlüssen wurde dabei auch über die Finanzierbarkeit der BUGA 2021 gesprochen. Bereits in der vergangenen Woche hatte mein Stadtratskollege Jörg Kallenbach auf die bestehenden Probleme aufmerksam gemacht und auch ich hatte als Aufsichtsratsvorsitzender der EGA bedrohliche Signale empfangen. Das Problem ist, dass die ursprünglich erhofften Fördermittel vom Land nicht wie gewünscht kommen und zudem die meisten Ausschreibungen deutlich teurer werden, als gedacht. Damit besteht jetzt die Gefahr, dass entweder nicht alle geplanten Maßnahmen umgesetzt werden können oder die Stadt tief in die Tasche greifen muss. Für die nächste BUGA-Ausschusssitzung haben wir beantragt, eine umfängliche Liste mit allen geplanten Maßnahmen, Fördermittelanfragen und Kostenschätzungen vorzulegen. Danach wird sich der Stadtrat positionieren müssen, welche Maßnahme in welcher Reihenfolge noch stattfindet. Langsam läuft aber auch die Zeit weg. Die Neugestaltung des oberen Plateaus auf dem Petersberg wurde gestern beschlossen. Rund 3,23 Millionen Euro Kosten sind dafür kalkuliert. Im Gegensatz zum Zick-Zack-Weg gab es dabei aber keine inhaltlichen Differenzen.

X, Y ungelöst…

Das bleibt meine Position!
Eine wirkliche Lösung im Geschwisterstreit zwischen CDU und CSU gab es auch heute nicht und so gehen die Spekulationen und die Unruhe weiter. Der Zeitaufschub für zwei Wochen, lässt Hoffnung auf eine europäische Lösung, aber wenn es dumm läuft ist das Problem in zwei Wochen wieder da. Zwischenzeitlich setzt sich die Unruhe fort. Gestern Abend haben wir im Erfurter CDU-Kreisvorstand intensiv dazu diskutiert. Unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann trug geduldig die Argumente vor – der Druck, den die CSU meint aufbauen zu müssen, ist entbehrlich. Zu spüren war aber auch, dass selbst CDU-Funktionsträger verunsichert sind. Im Fazit unserer Vorstandssitzung haben wir festgehalten, dass wir mehr mit den Menschen reden müssen und die Sachargumente ausgetauscht werden müssen. Dies ist insbesondere in den sozialen Netzwerken kaum noch möglich. Da geht es seit Tagen nur noch um die Frage “Merkel muss weg”. Ich bin froh, dass sich dabei mehr und mehr auch Vertreter aller Parteien melden und zu Sachlichkeit auffordert. Tatsache ist, dass mit den Rufen “Merkel muss weg” nicht nur die AfD angefangen hat, sondern sie jetzt händereibend daneben stehen. Die Zeit hat heute in einem Artikel gut erklärt was es mit den fünf Mythen der CSU auf sich hat. Für mich hat sich auch nach unserer Vorstandssitzung nichts geändert. Ich war und bin der Meinung, dass wir eine gute Bundeskanzlerin und Parteivorsitzende haben!

Mahnung und Gedenken zum 17. Juni

Gedenken in der Andreasstraße
Gestern jährte sich die Niederschlagung des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 zum 65. Mal. Mit Beschlussfassung des Thüringer Landtags ist dies ein Gedenktag und auch in Erfurt wurde auf Initiative der Stiftung Ettersberg der Opfer des 17. Juni gedacht. An der ehemaligen Stasi-Haftanstalt trafen sich Zeitzeugen und Politiker und gedachten in Reden und bei Kranzniederlegungen. Auch die Erfurter Stadtratsfraktionen legten gemeinsam einen Kranz nieder. Bereits vergangenen Woche hatte die CDU-Stadtratsfraktion ihre Position auch in einer Pressemitteilung festgehalten. Mir ist es persönlich wichtig immer wieder an das Datum des 17. Juni, aber vor allem auch an die Opfer der zweiten deutschen Diktatur zu erinnern. In einer Sonderausstellung, die gestern eröffnet wurde, verdeutlicht die Gedenkstätte einzelne Opferbiographien. Leider war medial der 65. Jahrestag des 17. Juni nur noch ein Randthema. Immerhin bringt aber heute Abend der MDR einmal wieder das “Leben der der Anderen”. Bilder vom Gedenken  

Alle Jahre wieder – Nationalismus-Diskussionen zur WM

Mit unserem OB am Tischkicker
Regelmäßig zur Fußball-Weltmeisterschaft und zur Europameisterschaft melden sich linke Jugendgruppen und grüne PolitikerInnen zu Wort und warnen vor Nationalismus. Als Grund des Übels erkennen sie stets die schwarz-rot-goldenen Fahnen an Autos, Jubelgesänge nach den Spielen und die Frage, ob die Nationalhymne mitgesungen werden sollte. In diesem Jahr hat es Claudia Roth bundesweit in die Schlagzeilen geschafft. Pünktlich zum heutigen WM-Start der deutschen Mannschaft forderte sie die deutschen Fans zur Zurückhaltung auf und erklärte nebenbei noch wie sie die Diskussion um die Türkei und deutsche Fußballer sieht. Nun sind wir es von den Grünen durchaus gewöhnt regelmäßig belehrt und moralisch bewertet zu werden. Ich werde mich allerdings nicht damit abfinden und dem auch regelmäßig widersprechen. Glücklicherweise bekommt Frau Roth den Widerspruch auch medial. Ich trage bei Sportveranstaltungen gerne Fanutensilien mit mir und dokumentiere damit, welches Team ich anfeure. Ich habe einen Schrank voll Trikots von Fußball, Volleyball, Eishockey, Basketball und Handball – darunter viele aus anderen Ländern. Aber wenn unser Team spielt ist es angemessen schwarz-rot-goldene Deko zu nutzen. Das hat überhaupt nichts mit Nationalismus zu tun, wie es die Grüne gerne unterstellt, sondern mit Begeisterung für unser Team. Ich habe kein Verständnis, wenn der Umgang mit der AfD inzwischen dazu führt, dass unsere Nationalfarben und die Hymne in eine Ecke gerückt wird, wo sie Linke und Grüne gerne sehen wollen. Gestern Vormittag habe ich im Sportpark Johannesplatz mit unserem Oberbürgermister eine Runde am Tischkicker gespielt. Ich hatte dabei das Sporttrikot von Kroatien an, weil die gestern Abend gespielt haben. Niemand hat mich darauf angesprochen – keine deutschen Nationalisten und auch keine der anderen Sportparkbesucher. Insofern kann sich Frau Roth wieder abreagieren. Im Jahr 2008 ging der Zirkus schon los, als linke Jugendgruppe Autofahnen zum Sturm frei gaben. 2010 war es die Präsidentschaftskandidatin der Linken Luc Jochimsen. 2016 bekamen sich die Grünen in Thüringen zum Thema in die Wolle und dieses Jahr halt Frau Roth. Glaubhaft ist das alles nicht.