Finanzausschuss konstituiert -Arbeitsfähigkeit hergestellt

Heute Abend hat sich der neue Ausschuss für Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung und Vergaben konstituiert und zu seiner ersten Sitzung getroffen. Seit der Kommunalwahl gab es nur einen Hauptausschuss Finanzen der vorläufig von den Fraktionen besetzt war und die Entscheidungen über die Sommerpause getroffen hat.

Der FLRV hat wie in der Vergangenheit auch 11 stimmberechtigte Stadtratsmitglieder und derzeit 10 sachkundige Bürger, die die Fraktionen in der Arbeit unterstützen. Zwei weitere sachkundige Bürger für die SPD können noch nachbenannt werden. Hinzu kommen noch zahlreiche Verwaltungsmitarbeiter, so dass wir auch in der neuen Wahlperiode wieder grundsätzlich im Ratssitzungssaal tagen werden.

Für unsere CDU-Fraktion sind Wolfgang Weisskopf und Luc Rechenbach ebenso neu im Ausschuss, wie unsere beiden sachkundigen Bürgerinnen Anja Neuhaus und Justine Hoche. Mit Finanzen habe ich nun schon zu tun, seit ich Kommunalpolitik mache. 1993 bin ich in den Stadtrat gekommen und wurde von der CDU/DA-Fraktion in den Rechnungsprüfungsausschuss entsandt. Seit 2002 bin ich im Finanzausschuss, nachdem ich bereits im Landtag seit 1999 im Finanzausschuss war. Bereits in der vergangenen Wahlperiode war ich Finanzausschussvorsitzender und freue mich auch dieses Mal wieder das Vertrauen der Ausschussmitglieder bekommen zu haben. Als stellvertretender Ausschussvorsitzender wurde Andre Grenzdörffer von der SPD gewählt. Auf eine gute Zusammenarbeit!

In der ersten gemeinsamen Sitzung standen heute vier größere Themen zur Beratung an. Es ging um Hilfen für den Reitverein Kinderleicht. Nach längerer Diskussion haben sich alle Fraktion positiv dazu positioniert und der Oberbürgermeister soll jetzt (im Idealfall bis zur Stadtratssitzung) eine Lösung finden. Bei der neuen Friedhofsgebührensatzung ging die Diskussion im Wesentlichen um den Zeitpunkt des Inkrafttretens. Mehrheitlich war der Ausschuss für den 1.1.2025. Die 4. über-/außerplanmäßige Mittelbereitstellung 2024 wurde beschlossen. Viel Entscheidungsspiel hatten wir da nicht. Drei große Bereiche sind davon betroffen – der Digitalpakt für die Schulen, Mehrkosten für das Theater und eine deutliche Steigerung der Kosten der Hilfen zur Erziehung. Darüber gab es eine Diskussion mit dem Amtsleiter, der darauf hinwies, dass die Steigerung der Fallzahlen auch im kommenden Jahr anzunehmen ist.

Das vierte große Thema ging dann doch recht schnell. Der Nachtragshaushalt sollte beraten werden. Allerdings haben die Stadträte ihn erst vor wenigen Tagen bekommen. Mit Blick darauf, dass fast alle Finanzausschussmitglieder, und auch die Hälfte der Stadtratsmitglieder  neu sind, habe ich beantragt die Beratungszeit um einen Monat zu verlängern. Wir werden den Nachtragshaushalt somit erst im Dezember im Stadtrat beraten und haben noch ausreichend Zeit, uns damit zu beschäftigen.

Heimspiel Schwarz-Weiss Erfurt – SC Potsdam

Pünktlich zum Spiel war ich aus Norwegen wieder zurück, aber leider brachte das Spiel wieder nicht Zählbares. Nachfolgend unser Spielbericht:

Mit dem SC Potsdam hatte der Aufsteiger auch im zweiten Heimspiel der noch jungen Saison ein echtes Liga-Schwergewicht zu Gast, der am Ende verdient drei Punkte aus Thüringens Landeshauptstadt mitnahm.

Die Vorzeichen standen alles andere als günstig, konnte doch Erfurts Trainer Mateusz Zarczynski infolge einiger krankheitsbedingt angeschlagener Spielerinnen nur eingeschränkt trainieren. Den unter der Woche noch im Europäischen Wettbewerb geforderten Gästen merkte man Doppelbelastung und Reisestrapazen dagegen zu keinem Zeitpunkt an.

Aufgrund der Umstände beorderte Zarczynski Alina Zellin für Elli Sandbothe und Sina Siebert für Ana Krulj in die Startaufstellung. Zu Beginn des ersten Satzes konnte sich keiner der beiden Kontrahenten entscheidend absetzen. Erst eine strittige Szene, in der nach einem Erfurter Angriff trotz der vom Linienrichter angezeigten Blockberührung der Punkt an die Gäste vergeben wurde, brachte die Brandenburgerinnen mit 11:8 in Führung. Um die Gemüter etwas zu beruhigen, nahm Erfurts Trainer im Anschluss sogleich seine erste Auszeit. Diese fruchtete allerdings nicht, sodass beim Stand von 14:20 aus Erfurter Sicht die zweite folgte. Der Aufsteiger bäumte sich noch einmal auf und kam durch eine Aufschlagserie von Sina Siebert bis auf 18:20 heran. Ernsthaft in Bedrängnis gerieten die Gäste allerdings nicht mehr, die schließlich den ersten Satz mit 25:20 für sich verbuchen konnten.

Den zweiten Satz begann der SC deutlich konzentrierter und ging sogleich mit 5:1 in Führung. Schwächen in der Erfurter Annahme verhinderten einen kontrollierten Spielaufbau. Vor allem Kira Thomsen war das ausgemachte Aufschlagziel auf Erfurter Seite. Die Gastgeberinnen liefen permanent dem Rückstand hinterher, den sie sich zu Satzbeginn eingehandelt hatten. Beim Stand von 9:17 aus Erfurter Sicht lagen die Gäste komfortabel in Führung. Wenn nichts mehr zu gehen schien, ging doch etwas – und zwar über Sina Siebert! Die Jüngste im Team der Schwarz-Weißen war mit Abstand die beste Spielerin und wurde folgerichtig von Gäste-Trainer Riccardo Boieri nach dem Spiel für die silberne MVP-Medaille nominiert. Der Aufsteiger startete eine beherzte Aufholjagd und beim Stand von 21:22 war der Rückstand nahezu egalisiert. Einige unkonzentrierte Aktionen und zu viele Eigenfehler verhinderten den Satzausgleich, den sich die Zarczynski-Schützlinge redlich verdient hätten. Der Satz ging mit 25:23 an Potsdam.

Mit dem Schwung der Aufholjagd erwischten die Einheimischen den besseren Start und gingen im dritten Satz mit 5:1 in Führung. Diese sollte jedoch nicht lange halten und beim Stand von 11:11 schaffte Potsdam den Ausgleich. Anschließend ging nicht mehr viel auf Erfurter Seite. Schwächen in der Annahme und eine über das gesamte Spiel verbesserungswürdige Leistung im Zuspiel verhinderten Punkte für den Aufsteiger, welche eine Mannschaft mit der Qualität des SC Potsdam dann einfach nicht mehr zulässt. Mit 25:16 entschieden die Gäste auch den dritten Satz und somit das Spiel souverän für sich. Die goldene MVP-Medaille durfte Jenna Ewert im Anschluss von Erfurts Oberbürgermeister Andreas Horn in Empfang nehmen.

Für Schwarz-Weiß gilt es nun, sich nach den Spielen gegen die Top-Teams der Liga, die mit einem Mehrfachen des Erfurter Etats ausgestattet sind, auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren und die guten Ansätze aus den Spielen positiv weiterzuentwickeln. Gegen den USC Münster, der überraschend deutlich zu Hause mit 0:3 gegen Aachen unterlag, bietet sich am kommenden Freitag die Gelegenheit, vor heimischer Kulisse die ersten Punkte einzufahren.

Bilder vom Spiel

Traumhaft schönes Norwegen

Normalerweise zieht es mich nur im Rahmen von Wintersportwettkämpfen in kältere Regionen und Urlaube verbringe ich am liebsten in Strandnähe. Die Skandinavischen Länder – also Finnland, Norwegen und Schweden – habe ich alle schon einmal besucht. Zum Teil ist dies aber viele Jahre her und war auch nur für wenige Tage. Der Herbsturlaub mit meinem jüngsten Sohn hat mich aber jetzt schwer begeistert.

Norwegen ist ein wunderschönes, allerdings auch teures Land. Pünktlich zu Beginn der Herbstferien war ich in Sandfjord und konnte somit auch noch die Internationale Schule Skagerak besichtigen und mit Lehrern und dem Schulleiter sprechen. Ich habe von der Schule einen sehr guten Eindruck und Julian hat sich in den ersten zwei Monaten sehr gut eingelebt.

Unsere 10tägige Rundreise durch Norwegen führte uns an tolle Orte. Von Sandefjord ging es nach Oslo und dort zu Volleyball- und Eishockey-Erstligaspielen. Am legendären Holmenkollen ist Julian mit der Zip-Line die Schanze runter gesegelt und wir haben die Stadt ausgiebig kennen gelernt. Tip: Auto außerhalb am Hotel stehen lassen und das U-Bahnsystem nutzen und für die Hafenrundfahrt bietet sich die Fähre zu ÖPNV-Tarifen an. Das Hotel Soria Moria am Holemenkollen ist sehr zu empfehlen.

Weiter ging es nach Lillehammer. Ohne Schnee fehlt natürlich der Wintersportflair, aber die olympischen Schanzen- und Rennschlittenanlage haben wir natürlich besichtig und auf dem Weg nach Lillehammer auch die Eishalle in Hamar. Momentan besteht für mich der Plan Anfang Dezember zum Rennrodel-Weltcup wieder nach Lillehammer zu kommen.

Weiter ging es nach Hamar in das größte Eisenbahnmuseum Norwegens und durch die Berge nach Laerdal. Die Berge und Fjorde sind mit den vielen Wasserfällen atemberaubend schön. Der Stegastein Viewpoit ist sensationell. In Laerden war ich genauso wie in Sandefjord zuvor im Fjord baden. geschätzte 11 Grad konnten mich nicht abhalten. Wo Wasser ist, wird gebadet… 😉

Für Julian war die Fahrt mit der Flambana zum Gipfel und zurück der Reisehöhepunkt. Die schönste Eisenbahnstrecker der Welt ist der sicher nicht ganz unberechtigte Titel der Bahnstrecke.

Bergen war für zwei Tage ein weiteres Ziel unser Tour. Die Stadt ist wunderschön und wir hatten sogar Wetterglück. Einen ganzen tag mit Sonnenschein gibt es in Bergen nur an wenigen Tagen im Jahr. Auch in Bergen sind die Seilbahn und die Bootstour touristische Pflichttermine, aber natürlich auch alles was mit Fisch zu tun hat. Von Bergen ging es zurück nach Oslo. zwar nur 400km aber dafür brauchten wir 9 Stunden. Es gab soviel unterwegs zu sehen. Die längste Hängebrücke Norwegens der Voringsfossen-Wasserfall und vieles mehr. zudem entschleunigt ein E-Auto die Tour erheblich, weil alle 350km eine Ladepause ansteht, die wir aber gut genutzt haben.

Schnee und Eis haben wir nur in den Bergen gesehen und die Dunkelzeit hat in Norwegen noch nicht begonnen. Alles in allem war es eine tolle Tour und ich werde bald wieder in Norwegen sein. Nachfolgend ganz viele Bilder in 17 Fotoalben, warum Norwegen so toll ist.

Sandefjord

Oslo

Volleyball und Eishockey in Oslo

Holmenkollen

Oslo

Lillehammer

Eisenbahnmuseum Hamar

Skisprungschanze Lillehammer

Laerdal

Fahrt nach Bergen

Flamsbana

Fjord Laerdal

Stegastein Viewpoint

Bergen

Fahr nach Oslo

Voringsfossen Wasserfall

Flagge zeigen am 7. Oktober – auch in Norwegen

In Erfurt war am 7. Oktober eine Solidaritäts-Demonstration mit den Menschen in Israel. Bevor ich nach Norwegen gereist bin hatte ich sie mit vorbereitet und angemeldet.

Auch wenn ich nicht dabei sein konnte, war ich mit meinen Gedanken dabei. Meine Israel-Fahne hatte ich im Gepäck und sie auch mehrmals genutzt um Flagge zu zeigen. In Norwegen haben wir gleich vier Palästinenser-Demonstrationen erlebt. In Sandefjord, Oslo, Lillehammer und Bergen. Leider gab es in Norwegen praktisch keine pro-israelischen Bekundungen.

Vor der Israelischen und der Deutsche Botschaft in Oslo, vor dem Parlamentsgebäude in Oslo und in Bergen habe ich die israelische Flagge ausgepackt.

Ja, es waren nur symbolische Gesten, aber die waren mir auch in Norwegen wichtig. Ich habe an die Menschen in Israel gedacht. Ich habe Freundinnen und Freunde dort und meine Position ist klar.

Einigkeit und Recht und Freiheit

Unsere Nationalhymne beschreibt immer noch am Besten, was den Tag der Deutschen Einheit ausmacht. 34 Jahre Wiedervereinigung sind für mich und sicher auch für die übergroße Zahl der Deutschen Anlass zu Dankbarkeit. Ich erinnere mich an viele Dinge in der Wendezeit und bin dankbar dafür – die mutigen Menschen in der DDR im Herbst 1989, Helmut Kohl als Architekt der Deutschen Einheit und die vielen neuen Chancen. Ich durfte und darf seit der Wende Politik in Thüringen und in Erfurt mitgestalten.

Die hinzugewonnenen Freiheiten wie die Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Reisefreiheit sind heute so selbstverständlich und waren damals neben der Währungsunion und der Wiedervereinigung die zentralen Forderungen bei den Herbstdemonstrationen.

Ich bin momentan gerade auf dem Weg nach Norwegen, um mit meinem jüngsten Sohn dort die Herbstferien zu verbringen und deshalb richte ich gerne einmal meinen Rückblick speziell auf die Reisefreiheit. Ich bin zwar auch zu DDR-Zeiten gerne gereist, aber außer Polen, Bulgarien und der CSSR ging es da nicht weit. In Erinnerung bleibt allerdings die Volleyballreise nach Prag im Herbst 1989. Damals war wegen der Botschaftsflüchtlinge die Grenze schon zu und wir waren über den 7. Oktober nahezu die einzigen Ostdeutschen in Prag. Keiner konnte damals wissen, wie dynamisch die nächsten Wochen werden würden.

Meine erste Reise ins “westliche Ausland” war dann unmittelbar am Tag nach der Wiedervereinigung am 4. und 5. Oktober 1990 mit der Europa Union nach Paris. Erst ein Jahr später habe ich meinen neuen bundesdeutschen Reisepass das erst Mal benutzt. Der Flug am 17. Oktober 1991 nach Oslo/Norwegen bescherte mir den ersten Stempel im Pass. Die damalige Tagung der JEF Europa in Hurdalssjoen ist deshalb in Erinnerung geblieben, weil ich dort in das Federal Board der JEF Europa gewählt wurde. Heute schließt sich dann der Kreis, weil ich in den letzten 33 Jahren extrem viel reisen durfte, aber nie wieder in Norwegen war.

Ich bin dankbar, in diesen 33 Jahren so viele Länder und Menschen kennengelernt zu haben. 20 Mal in Israel über 30 Mal Kroatien, 6 Mal USA sowie Kanada, Mexiko, Mali, Tunesien, Ägypten, Jordanien, Weißrussland, Albanien, Bosnien, Montenegro, UAE, Großbritannien, Frankreich, Finnland, Schweden Zypern und alle anderen Länder  Europas habe ich zum großen Teil mehrere Male besucht und freue mich darauf in den nächsten Jahren noch einige Länder auf der Liste mit meinem nunmehr vierten Reisepass zu besuchen. Der deutsche Reisepass ist übrigens einer der wertvollsten auf der Welt – in 192 Länder kann man damit reisen 😉

Erstes Heimspiel der neuen Saison

Wir sind wieder da! Zurück in der 1. Volleyball Bundesliga haben uns sogar die mitgereisten Dresdner Fans mit einem Transparent begrüßt. Zwei Sätze hat unser Team Schwarz-Weiss Erfurt gut mitgehalten. Aber schließlich gingen die drei Punkte verdient auf die Reise nach Dresden. Samstag geht es nach Aachen und kommende Woche kommt Potsdam nach Erfurt. Vielen Dank unseren treuen Fans und Sponsoren – die Kulisse und euer Support war heute wieder erstligareif. Nachfolgend unser Spielbericht:

Ostderby geht an Dresden

Schwarz-Weiß Erfurt unterliegt im ersten Heimspiel nach der Rückkehr ins Volleyball-Oberhaus dem Dresdner SC mit 0:3. Eine Steigerung zum Auftakt in Stuttgart war dennoch erkennbar.

Nach der etwas zu deutlich geratenen Niederlage am vergangenen Samstag in Stuttgart hieß es für die Spielerinnen um Kapitänin Lara Darowski, es diesmal besser zu machen und mit den ebenfalls hochgehandelten Dresdnerinnen besser mitzuhalten. Zwar reichte es nicht zu einem Satzgewinn, aber „ein Schritt nach vorn“, wie Geschäftsführer Florian Völker nach dem Spiel befand, war es auf alle Fälle.

Wie bereits in Stuttgart, startete der Außenseiter mutig und hielt bis zur Satzmitte (14:15) gut mit. Die zwischenzeitliche Führung (12:10) nach zwei starken Blockpunkten von Ana Krulj und „Elli“ Sandbothe, wurde nach zwei Annahmefehlern von Kira Thomsen und Mia Stauß leider gleich wieder verspielt. Nach der zweiten Aufschlagserie von DSC-Mittelblockerin Nathalie Lemmens war beim 15:21 eine Vorentscheidung gefallen. Ein Aufschlagfehler von Isabella Noble beendete den Satz zum 25:19 für den DSC.

In Satz zwei blieb es bis zum 6:6 eine Partie auf Augenhöhe, ehe die DSC-Damen auf 7:14 und 10:18 enteilten. Ein leichtes Nachlassen der Gäste und eine Aufschlagserie von Lara Darowski, die nach Spielschluss erneut zur MVP auf Erfurter Seite gewählt wurde, brachte die SWE-Damen wieder heran. Sina Sieberts druckvolle Aufschläge brachten gar den 20:20-Ausgleich. Nun waren auch die Erfurter Anhänger der insgesamt 738 Zuschauer auf Betriebstemperatur. Das Momentum konnten die Gastgeberinnen allerdings nicht zu mehr nutzen, so dass es Natalie Lemmens vorbehalten war, ihren Angriff zum 25:21 in der Erfurter Spielfeldhälfte zu versenken.

Etwas schade für die Derbystimmung in der Riethsporthalle, dass der Aufsteiger zu Beginn des dritten Satzes nicht ins Spiel fand. Die Erfurter Annahme war dem Druck der Dresdner Aufschläge nicht gewachsen, weshalb das Angriffsspiel leicht ausrechenbar wurde und Schwarz-Weiß viele Fehler produzierte. Beim 3:12 war klar, dass die Partie nicht mehr lange gehen würde. Dennoch gaben Darowski & Co. nicht auf und kämpften um jeden Ball, um vor ihrem Heimpublikum nicht zu enttäuschen. Es reichte zwar nur zu elf Punkten im Schlussdurchgang, dennoch durften die Erfurterinnen für sich in Anspruch nehmen, dem Favoriten über 70 Spielminuten einiges abverlangt zu haben.

Unter dem Strich ist der Favorit seiner Rolle gerecht geworden und hat verdient drei Punkte mit nach Elbflorenz genommen. Erfurt hat im zweiten Spiel auf allen Positionen eine Steigerung nachgewiesen und sollte es alsbald gegen nicht ganz so schwere Kaliber in Punkte ummünzen können. (StS)

Die Bilder und Videos zum Spiel

Ein großes Dankeschön vor dem ersten Heimspiel

Bevor unser Team heute Abend das erste Mal in der neuen Saison ans Netz tritt,  gilt es ein großes Dankeschön auszusprechen. Rund 30 Helferinnen und Helfer haben meist am Abend zuvor rund zweieinhalb Stunden zu tun, damit aus der Schulsporthalle im Rieth unsere Heimspielarena wird (und nach dem Spiel wieder zurück).

Dazu wird der Boden ausgerollt und verklebt, die Werbeaufkleber werden angebracht, LED-Banden aufgestellt, der Cateringbereich aufgebaut und vieles mehr erledigt. ich bin immer wieder begeistert und dankbar, was wir für eine Helfercrew haben. Viele andere Vereine können dies nur mit Geld lösen, indem Firmen beauftragt werden. Unsere Spielerinnen wissen das durchaus zu schätzen und bedanken sich bei den Helferinnen und Helfer oft direkt. Meist geht ihr Training bis unmittelbar vor dem Hallenaufbau. Ich freue mich auf die neue Saison und ich bin stolz auf alle, die an der Vorbereitung mitgewirkt haben.

Bilder vom Aufbau

35 Jahre friedliche Revolution

In diesem Herbst gibt es nahezu täglich bedeutende Jubiläen. Im Wendeherbst 1989 passierte so viel, dass der Blick zurück wertvoll ist. Unser aktuellen Newsletter der Landeszentrale widmet sich dem Thema des Herbstes 1989. Ich erinnere mich dabei an viele Dinge, die mich geprägt haben.

Der legendäre Satz von Genscher in der deutschen Botschaft in Prag vor 35 Jahren und die Schließung der Grenzen nach Polen und zur CSSR, läuteten den heißen Herbst ein. Über den 7. Oktober 1989 war ich mit meiner damaligen Frau und unserem Volleyballteam trotzdem in Prag zu einem Turnier und wir beschäftigten uns mit der Frage von dort nicht zurück zu fahren. Lange ist es her, aber wichtig immer wieder daran zu erinnert. Der Wert der Freiheit ist heute genauso hoch einzuschätzen, wie damals.

Newsletter der LZT 

Die Eissaison gestartet

Für die Mannschaftssportarten, die mir als Zuschauer besonders wichtig sind (Volleyball, Eishockey, Football), hat nun die Saison begonnen. Da Eishockey den entsprechenden Untergrund braucht, haben die Black Dragons erst letzte Woche ihre Saison beginnen können.

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt, lief es dieses Wochenende richtig gut. Sieg in Tilburg und danach heute das Heimspiel gegen Herford. Mit 5:3 endete das Spiel zur Begeisterung der Fans und es machte richtig Lust auf die neue Saison. Ich freue mich darauf und natürlich auch auf das andere Eis. Ende Oktober wird die Rennrodelbahn in Oberhof vereist und wir bereiten uns auf unsere beiden Heimweltcups vor. Zuvor will ich mir aber kommende Woche mal die Bahn in Lillehammer ansehen – dort wird Anfang Dezember die Weltcupsaison eröffnet und die Bahn ist schon vereist.

Bilder der Black Dragons 

Im zweiten Anlauf

Jetzt hat es doch noch geklappt und der Thüringer Landtag hat sich heute konstituiert und den Präsidenten und seine Stellvertreter gewählt. Nach das Ganze am Donnerstag als eine schlechte Kopie von “House of Cards” begann kam es heute nicht zum Fortsetzungsroman “Schach dem König”. Der König, genauer gesagt Thadäus König, wurde von nahezu allen Abgeordneten aller Fraktionen, mit Ausnahme der AfD zum Landtagspräsidenten gewählt.

Nachdem die AfD am Donnerstag ein erbärmliches Schauspiel aufgeführt hatte, wurde der überforderte Alterspräsident vom Verfassungsgericht am Freitagabend zur Ordnung gerufen und wickelte die heutige Sitzung ohne weitere Behinderung des Parlaments ab. 32 Landtagsabgeordnete votierten für die AfD-Kandidatin Muhsal und 45 für Thadäus König. Eine Stimmenthaltung gab es und ein Abgeordneter fehlte.

Die letzten Tage waren wahrscheinlich ein Vorgeschmack, wie die AfD in dieser Wahlperiode agieren wird. Allerdings haben die  demokratischen Parteien auch gezeigt wie man damit umgehen muss.

Mit den Provokationen am Donnerstag hat die AfD erreicht, dass sie nun auch keinen Stellvertreter im Präsidium des Landtags stellen. Zuvor erschien dies durchaus noch möglich. Bodo Ramelow, Teile der CDU und der BSD hatten angedeutet eventuell einen stellv. Landtagspräsidenten der AfD zuzubilligen. Nunmehr scheiterte die AfD mit Frau Muhsal genauso krachend, wie bei der Landtagspräsidentenwahl.