Blogeinträge

Jubiläum Vietnamesischer Frauen Bundesverband

Schon seit über 20 Jahren bin ich regelmäßig mit den in Erfurt lebenden Vietnamesinnen und Vietnamesen in Kontakt. Damals habe ich als Landtagsabgeordneter ein Bildungsprojekt unterstützt bei dem vietnamesische Kinder regelmäßig Samstags in zwei Klassen/Schulräumen Unterricht in deutscher Sprache und vietnamesischer Kultur bekommen haben. Die Eltern haben dies gemeinsam organsiert und finanziert und dazu entsprechende Räume hergerichtet. Ihnen lag die Integration und Bildung ihrer Kinder so sehr am Herzen, dass sie selbst aktiv geworden sind.

Heute musste ich daran zurück denken, als ich zur Jubiläumsfeier des Vietnamesischen Frauen Bundesverbandes eingeladen war. Seit 15 Jahren gibt es den Thüringer Verein Vietnamesischer Frauen und Kinder und seit einem Jahr den Bundesverband. Rund 28.000 Vietnamesen leben in Thüringen und damit ist Thüringen, neben Berlin, ein ausgesprochen starker und aktiver Verband. Zur Jubiläumsfeier sind 200 Frauen aus dem ganzen Bundesgebiet angereist und haben zudem den Frauentag nachgefeiert und das erste Vietnamesische Musikfest eröffnet. Gerne war ich bei der farbenfrohen Feier dabei und habe auch ein kurzes Grußwort gehalten. Integration funktioniert über Sprache, Bildung, Musik, Sport, Tanz und Essen – alles wo Menschen zusammenkommen. Insofern war es wieder ein wunderschöner Nachmittag und ich freue mich auf due weitere gute Zusammenarbeit. Danke für das Engagement!

Bilder der Feier  

Premiere Elias

Die Spielzeit 2024/2025 neigt sich langsam dem Ende und auch in diesem Jahr war ich wieder häufig im Theater zu Gast. Mit dem Oratorium Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy gab es heute Abend noch eine Premiere. Die klang- und stimmgewaltige Premiere erhielt viel Applaus. Über den Propheten Elias steht in der Bibel, der Heiligen Schrift des Christentums, die Beschreibung seines Kampfes gegen die Baalspriester.

Ich finde es gut, dass das Erfurter Theater mit dem Stoff aus der langen Geschichte Israels, ein Thema aus dem Alten Testament aufführt. Elias hat keine klare durchgehende Handlung. Ursprünglich war das Oratorium für Kirchen oder den Konzertsaal gedacht und so musste die passende Geschichte erst gefunden werden. Dies ist bei der Inszenierung durchaus gelungen und auch das Bühnenbild ist ansprechend. Lediglich die Kostümwahl ließ manche Besucher etwas ratlos zurück und bot Gelegenheit zu eigenen Interpretationen. Bis Ende Mai gibt es noch fünf Aufführungen von Elias.

Bilder vom Premierenabend

Klezmer-Abend in Gera

Seit 33. Jahren findet die Jüdisch-Israelischen Kulturtage in Thüringen statt. Seit rund 20 Jahren bin ich im Vorstand des Fördervereins und ich kann mich daran erinnern, dass wir oft darüber gesprochen haben, was wir zu den Kulturtagen präsentieren. Israelische Kultur ist viel mehr als Klezmer und wir stellen jedes Jahr die ganze Bandbreite vor. Aber Klezmer gehört natürlich auch immer dazu und der gestrige Abend hat auch wieder einen Beleg geliefert, warum dies so sein muss. Rund 80 Gäste waren begeistert und klatschten und sangen mit.

Das London Klezmer Quartett war dafür verantwortlich und hat gestern Abend live im COMMA Gera im Rahmen der Jüdisch-Israelischen Kulturtage gespielt. In der klassischen Klezmer-Besetzung mit Geige, Klarinette und Akkordeon sowie der unverwechselbaren Altstimme der Kontrabassistin Indra Buraczewska – die sagt, sie könne problemlos mit Frank Sinatra mithalten – begeisterte das London Klezmer Quartet sein Publikum.

Sie spielten festliche osteuropäisch-jüdische Tänze wie Bulgars, Freylekhs, Horas und Khosdils, die von der jüdischen Welt Osteuropas im 19. Jahrhundert über Lettland, die Ukraine und Ungarn bis ins New York der 1950er Jahre führen, mitten in den Glamour der amerikanisch-jiddischen Swing-Szene. Indra sang über Bulbes (Kartoffeln) und Borsht, ein rumänisches Liebeslied und das jiddische A Glezele Jaš (Schnaps), nach dem alles funkelt und die Füße beginnen, sich in Kreisen zu drehen! Goodbye New York erzählte von unerfüllten Träumen in Amerika und der Sehnsucht nach Europa. Go Down Moses, bekannt durch Louis Armstrong, thematisierte die Befreiung der Gefangenen in Ägypten – passend zum nahenden Pessach-Fest.

Gerne habe ich den Abend für unseren Förderverein eröffnet und den Organisatoren in Gera gedankt. Cat Hentschelmann und sein Team leisten eine tolle Arbeit. Dank gebührt auch der Stadt Gera, die die Kulturtage unterstützt. Dem Kulturamtsleiter Felix Eckerle konnte ich unseren Dank direkt mit auf den Weg geben. Montag Abend werde ich wieder in Gera sein. Dann halte ich in der Stadtbibliothek einen Vortrag über Israel und Antisemitismus.

Bilder und Videos vom Klezmer-Abend

CDU-Fraktion Erfurt: Für eine verlässliche Finanzpolitik

69 Millionen Euro Investitionsstau im Jahr 2023 Dank Bausewein. Das vermeiden wir in Zukunft!

Die Ergebnisse des Rechnungsprüfungsamtes (RPA) zum Haushalt 2023 zeigen deutlich: Rot-Rot-Grün und die Stadtverwaltung haben Investitionen in Millionenhöhe angekündigt, die niemals realistisch umsetzbar waren. Von den geplanten 140 Millionen Euro wurden 69 Millionen nicht verbaut – ein neuer Höchststand an Haushaltsausgaberesten.

Michael Panse, finanzpolitischer Sprecher:

„Wir haben frühzeitig gewarnt: Diese Investitionspläne waren überambitioniert und mangelhaft durchdacht. Doch anstatt auf eine solide Finanzpolitik zu setzen, wurde unsere Kritik ignoriert. Das Ergebnis ist ein Investitionsstau, der wichtige Projekte für Erfurt verzögert.“

Die CDU-Fraktion steht für eine verantwortungsvolle und realistische Haushaltsführung. Unser Ziel ist es, Investitionen nicht nur auf dem Papier zu beschließen, sondern auch tatsächlich umzusetzen. Wir setzen uns für eine frühzeitige Haushaltsaufstellung, eine durchdachte Planung und eine konsequente Umsetzung der Investitionen ein. Denn das Geld der Erfurter Bürgerinnen und Bürger muss verlässlich und wirksam für unsere Stadt eingesetzt werden, für eine starke Infrastruktur, moderne Schulen und eine lebenswerte Stadt. Wir machen Erfurt zukunftsstark!

Haushaltskritik der CDU bestätigt

Die Prüfergebnisse des Rechnungsprüfungsamtes (RPA) zur Jahresrechnung 2023 wurden heute im Finanzausschuss vorgestellt. Zum Ruhme des damaligen Oberbürgermeisters Andreas Bausewein und der Fraktionen, des Rot-Rot-Grünen damaligen Bündnisses können die Prüfungsfeststellungen nicht beitragen. Ganz im Gegenteil. Sie bestätigen, was wir damals dem OB und insbesondere der SPD schon an Kritik ins Stammbuch geschrieben haben.

Rund 140 Millionen Euro hatten sich damals Rot-Rot-Grün als Investitionssumme in den Haushalt “hineingeträumt”. Unsere Kritik an der problematischen Umsetzbarkeit wurde weggewischt um sich selbst wegen der hohen Investitionssumme abzufeiern. Heute steht fest, dass 69 Millionen nicht verbaut werden konnten und in die sogenannte Rücklage gewandert sind. Rund die Hälfte der beschlossenen Investitionen waren damals nur für Taschenspielertricks gut und es wurde ein neuer Höchststand an Haushaltsausgaberesten erreicht. Im Folgejahr wurde von diesen Haushaltsausgaberesten im Übrigen auch nur 62 Prozent in Anspruch genommen.

Die Gründe für dieses Planungsversagen sind vielfältig und wurden bereits damals von uns klar benannt. Verspätete Einreichung und Beschlussfassung der Haushalte führen zu Problemen bei der finalen Planung und Ausschreibung. Die zuständigen Beigeordneten wollten zwar große Summen in “ihrem Haushalt” haben, hatten aber die Vorarbeit nur ungenügend geleistet. Fehlende Fördermittel und fehlendes Personal taten ein Übriges.

Neben der von uns immer wieder geforderten rechtzeitigen Beschlussfassung von Haushalten und der Beachtung der Grundsätze des § 10 ThürGemHV fordert auch das RPA künftig eine strenge Einhaltung des Kassenwirksamkeitsprinzips. Die Verwaltung “revanchierte” sich neben der grundsätzlichen Annahme der Kritik mit dem Hinweis, dass manchmal auch Stadtratsbeschlüsse Anpassungen von Planansätzen vornehmen, ohne dass vollumfänglich die Kassenwirksamkeit und Realisierbarkeit der Maßnahmen gegeben sind. Die rot-rot-grünen Adressaten dieses Returns schwiegen heute im Finanzausschuss vorsorglich – vielleicht heben sie sich ja die Diskussion auch für die Stadtratssitzung auf…

Jerusalem of Gold

Yerushalyim Shel Zahav ist die heimliche Nationalhymne Israels und wenn ich mit Reisegruppen in Israel unterwegs bin und das erste Mal nach Jerusalem hinauf fahre, läuft dieses Lied.

Ich habe mich deshalb heute besonders gefreut, dass das Lied zum Programm des Hebräischen Chors Berlin gehörte. Im Rahmen der 33. Tage der Jüdisch-Israelischen Kultur haben wir nahezu täglich Konzerte und Veranstaltungen. Da in den rund 14 Tagen 85 Veranstaltungen stattfinden, muss ich mich in den nächsten Tagen je nach zeitlicher Verfügbarkeit immer wieder neu entscheiden. Die Entscheidung für das heute Nachmittagskonzert in der Neuen Synagoge war jedenfalls genau die richtige Entscheidung.

Bilder und Videos vom Konzert 

Kult- und Pflichttermin

Seit 25 Jahren ist die Erfurter Motorradmesse fester Bestandteil des Terminplans im März. Genauso fest eingeplant ist, dass die Anreise mit dem Motorrad erfolgt – unabhängig vom Wetter, auch bei Minusgraden. Heute passte das Wetter aber perfekt und so war der Bike-Parkplatz schon Mittags überfüllt. Eine ähnliche Motorraddichte gibt es sonst nur zur traditionellen Bikerausfahrt am 1. Mai auf dem Domplatz. Vor den beiden Messehallen gab es heute alles zu Bestaunen, was auf Zweirädern in den letzten Jahren gebaut wurde.

Leider war es durch den Besucheransturm und den knappen Platz in den beiden Messehallen auch ziemlich voll und alle Bikes, auf denen man Probe sitzen konnte, waren umlagert. Wir haben uns deshalb auf die Harleys und den Ducati-Stand konzentriert. Einige Bilder anbei, verbunden mit den besten Wünschen für eine unfallfreie Motorradsaison.

Bilder von der Motorradmesse

Doppelte Eröffnung

Die 33. Tage der Jüdisch-Israelischen Kultur in Thüringen sind eröffnet und dies in diesem Jahr sogar doppelt. Seit über 20 Jahren bin ich im Förderverein Jüdisch-Israelische Kultur Vorstandsmitglied. Eine doppelte Eröffnung hatten wir in diesem Jahr deshalb, weil sowohl in Gera, als auch in Erfurt das gleiche Konzert mit Hadar Maoz und ihrer Band.

In Gera war es Ministerpräsident Mario Voigt, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Reinhard Schramm zur Eröffnung sprach und in Erfurt betonten Landtagspräsident Dr. Thadäus König und Oberbürgermeister Andreas Horn ihre Unterstützung für die Jüdische Landesgemeinde. Gefreut habe ich mich über das Video-Grußwort des Oberbürgermeisters von Haifa Yona Yahav. Vor genau einem Jahr war ich bei ihm in Haifa zu Besuch und ich hoffe sehr, dass wir unsere Städtepartnerschaft wieder intensivieren können.

Im Rahmen der Kulturtage werden in den nächsten Wochen 85 Veranstaltungen in ganz Thüringen stattfinden. In Gera und Meiningen werde ich zwei Vorträge über Israel und den Antisemitismus in Deutschland halten. Zudem werde ich Sarah Klatt bei ihrer Buchlesung an verschiedenen Orten begleiten. Sie wird aus ihrem Buch “Das Land, das ich dir zeigen will” lesen. Ich freue mich darauf, weil auch ich seit 33 Jahren so vielen Menschen, wie möglich das Land Land Israel zeigen möchte. Hoffentlich kann ich bald wieder Reisegruppen nach Israel organisieren.

Programm der Kulturtage

TA-Bericht von der Eröffnung

Hadar Maoz in Thüringen

Bilder und Videos der Eröffnung im Kaisersaal

Das vergessene Parlament

Vor genau 175 war Erfurt das Zentrum des Parlamentarismus. Im Augustinerkloster tagte für sechs Wochen das Erfurter Unionsparlament. Vom 20. März bis 29. April 1850 beschloss das Parlament im Augustinerkloster die Verfassung für einen „kleindeutschen“ Nationalstaat unter Führung Preußens. Das Unionsparlament scheiterte jedoch rasch am Widerstand Österreichs und weiterer deutscher Länder. Erst 1871 kam es zur Gründung des Deutschen Reiches unter Kanzler Otto von Bismarck, der bereits in Erfurt als Abgeordneter dabei war.

Heute wurde mit einer Festveranstaltung daran erinnert. Der ehemalige Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert hielt die Festrede und betonte dabei die Bedeutung des Erfurter Unionsparlaments, auch wenn dort keine bleibenden Beschlüsse gefasst wurde.

Die LZT hat die Broschüre „Das Erfurter Unionsparlament 1850“ von Steffen Raßloff in ihrem Publikationsangebot. Mit dem Autor Steffen Raßloff habe ich über die Bedeutung des Unionsparlaments gesprochen.

Bilder der heutigen Festveranstaltung

Video zum Unionsparlament

Prioritätenliste Sportstättensanierung beschlossen – ein erster Schritt, eine große Herausforderung für kommunalen Haushalt!

In der gestrigen Stadtratssitzung wurde die Prioritätenliste der Sportentwicklungsplanung 2030 mit breiter Mehrheit beschlossen. Die CDU-Stadtratsfraktion begrüßt dieses klare Bekenntnis zu Sanierungs- und Ersatzbaumaßnahmen für den Erfurter Sport.

Der finanzpolitische Sprecher der CDU, Michael Panse, gibt jedoch zu bedenken: „Dies kann nur ein erster Schritt sein. Ein ebenso klares Bekenntnis ist gefordert, wenn es an künftige Haushaltsaufstellungen geht. Um die ehrgeizigen Ziele allein in der Priorität 1, Schulsportstätten umzusetzen, werden in den nächsten 10 Jahren 93 Millionen Euro im städtischen Haushalt benötigt. Ohne Landes- und Bundesfördermittel ist diese Aufgabe bei der Haushaltsaufstellung in den kommenden Jahren kaum zu leisten. Wir setzen deshalb darauf, dass die neue Landes- und die neue Bundesregierung bei der Förderung von Sportstätten ein klares politisches Signal setzen wird und die Kommunen unterstützt.”

Panse erläutert dazu: “Auch dies ermöglicht nur die Abarbeitung eines Teils der vom Stadtrat beschlossenen Prioritätenliste.“

“Die Umsetzung aller weiteren Bedarfe der Prioritäten 2-4 würde zusätzlich 80 Millionen Euro erfordern. Neubauten, neue Großprojekte oder aufwändige Sanierungen wie die Eishalle, Thüringenhalle, Stadiontribüne, eine dritte Schwimmhalle oder eine große Zuschauerhalle sind bei diesen Kalkulationen noch gar nicht oder nur zu einem geringen Teil einbezogen. Ich appelliere daher an alle Fraktionen, bei der Aufstellung künftiger Haushalte die Prioritätenliste im Blick zu behalten und schrittweise die drängenden Maßnahmen der Priorität 1 finanziell zu untersetzen, bevor wir neue unerfüllbare Hoffnungen wecken”, erklärt Panse abschließend.