Die beiden Überschallflugzeuge
Keine Ahnung, was Greta dazu sagen würde. Abe mir und meinen Söhnen gefällt es im Technikmuseum in Sinsheim und genauso im dazu gehörenden Technikmuseum in Speyer. Wir waren am Sonntag wieder einmal in Sinsheim und haben es in vier Stunden nicht andeutungsweise geschafft alles anzusehen.
Zugegebenermaßen sind unter den Exponaten eine Vielzahl an unvernünftigen Konstruktionen – große schwere Autos, riesige US-Cars, die beiden Überschallflugzeuge Concorde und die TU 144, Rennwagen und Motorräder die einfach nur schnell fahren und vieles andere mehr. Allerdings sind die Fahrzeuge nicht mehr im Dienst und erhöhen auch nicht mehr die Emissionen – außer vielleicht durch die Besucher, die über die Autobahn anreisen. Die zahlreiche Militärtechnik wurde zudem gemäß gesetzlichen Vorgaben abgerüstet.
In jedem Fall ist das Technikmuseum einen Beuch wert. Es findet sich dort alles, was große und kleine Jungs begeistert und selbstverständlich auch große und kleine Mädchen.
Bilder aus Sinsheim
Siegerehrung
Jedes Jahr steigt die Beachtung und die Begeisterung für den German Bowl und der Umzug des Finales von Berlin nach Frankfurt hat dazu beigetragen. Ich kann mich noch erinnern, dass es vor einigen Jahren noch ungläubig bestaunt wurde, dass es in Deutschland einen German Bowl gibt, zu dem nur 12.000 Zuschauer kommen. In Shawnee/Kansas habe ich damals Bilder von meinem ersten Besuch beim German Bowl gezeigt.
Wir sind immer noch weiter vom Super Bowl entfernt, aber gestern Abend waren in der Commerzbank-Arena immerhin schon über 20.000 Besucher. Mit meinen Söhnen war ich auch dabei und wir erlebten eine tolle Stimmung – übrigens weit und breit völlig ohne Polizei. Ais ganz Deutschland waren Football-Fans angereist. Die meisten von ihnen in Trikots ihrer Lieblingsteams oder wie mein mittlerer Sohn mit dem Team seiner eigenen Mannschaft. Nationalhymne, Cheerleader, Feuerwerk zur Siegerehrung und Spannung bis ins letzte Quarter – alles was zum Football gehört.
Gewonnen haben die New Yorker Lions etwas überraschend gegen die Schwäbisch Hall Unicorns, die die letzten 50 Spiele alle gewannen. Gewonnen hat aber vor allem der Football, der mit dem German Bowl 2019 auch im Free-TV übertragen wurde.
Bilder vom German Bowl
Die Frankfurter Eishalle
Eine Schwäche für statistische Erhebungen habe ich schon immer gehabt. Das muss wohl daran liegen, dass mein Vater Mathelehrer war. Im Privatleben beschränkt es sich meist darauf reell abzuspeichern wann und wo ich schon war. Mit zunehmenden Lebensalter wird dies schwieriger und ich bin daher froh, dass sowohl das digitalisieren von Fotos als auch Speichermedien dabei helfen 😉
Während es bei den bereisten Ländern noch zu bewältigen ist, habe ich das zählen von Städten und Hotels längst aufgegeben. Beim Sport hingegen funktioniert es (noch). Das “sammeln von Länder-, Stadien- und Hallenpunkten” kann zwar noch nicht als Sportart anerkannt werden, ist aber auch nicht ganz so selten. Bei den Volleyballhallen sind bei mir schon reichlich Punkte aus nun 20 Jahren Bundesliga vorhanden. Beim Eishockey ist am Freitag der 15 Hallenpunkt hinzu gekommen. Das Wochenende mit meinem Jüngsten war dieses Mal in Frankfurt (heute Abend ist dort der German Bowl) und da haben wir die Chance genutzt und die Löwen Frankfurt besucht. Da der Kurze einmal selbst Eishockey gespielt hat, war dies die erst Wahl. Die Löwen spielten in der DEL 2 vor 4.200 Zuschauern gegen Bayreuth und da es nach der regulären Spielzeit 3:3 stand, entschied das Penaltyschiessen.
Mit der Eishalle in Frankfurt ist es nun die 15 Arena/Halle in der ich bei einem Spiel war – natürlich am häufigsten in Erfurt, danach folgt Berlin, Mannheim, Köln und Dresden und einige Hallen der DEL 2 und der Oberliga. Beeindruckend waren natürlich auch Montreal (dort war ich 1996 zum ersten Mal bei einem Eishockeyspiel), Los Angeles und Prag. Spaß hat es in Frankfurt gemacht – aber nächsten Sonntag geht es wieder in die gute alte Kartoffelhalle zu den Black Dragons, die gestern ihr erstes Spiel gewonnen haben.
Bilder aus FrankfurtSpielbericht
Mit den Verantwortlichen der Kulturtage
Gleich in mehreren Funktionen war ich bei der heutigen Programmpressekonferenz der 27. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur gerne dabei. Als stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen bin ich auf der einen Seite dabei und als Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung in Thüringen auch auf der anderen.
Die Kulturtage finden immer im Oktober/November für zwei Wochen in ganz Thüringen statt, aber die Programmvorbereitung geht das ganze Jahr. Ricklef Münnich, als Vorsitzender unseres Fördervereins, Michael Dissmeier als Projektleiter und Reinhard Schramm als Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde präsentierten heute in der Kleinen Synagoge das Programm unter dem Motto “Modernes Israel”.
Großer Dank für die Organisation der 27. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur gebührt unserem Projektleiter Michael Dissmeier. Viele Projektpartner, unter anderem auch die LZT unterstützen die Kulturtage. Es freut mich sehr, dass wir seit so vielen Jahren immer wieder ein tolles Programm in ganz Thüringen anbieten können in diesem Jahr an über 20 Orten und wir alle wissen – es ist wichtiger denn je.
Programm der Kulturtage
Wichtige Szenen der friedlichen Revolution
Erstaunlich viele Interpretationen darüber wer diesen Slogan zuerst gebraucht und wie er gemeint ist gibt es. In der aktuellen politischen Diskussion fällt auf, dass eine Partei dies für sich in Anspruch nimmt, aber bestenfalls meinen kann, für den rechtsextremen Teil des Volkes zu sprechen. Ich bin mir sehr sicher, dass auch ein großer Teil der AfD-Wähler nicht Anhänger der Höcke-Thesen sind.
In keinem Fall aber steht die AfD in irgendeiner Tradition zu diesem Slogan, der im Herbst 1989 die Menschen in der damaligen DDR bewegt und motiviert hat. Bernd Linder erläuterte dies und andere Punkte bei der gestrigen Buchvorstellung “Wir bleiben … DAS VOLK” Losungen und Begriffe der friedlichen Revolution 1989. Das Buch wurde von der Landeszentrale für politische Bildung verlegt und kann über die Homepage der LZT bestellt werden. Vorgestellt wurde das Buch passenderweise in der Gedenkstätte Andreasstraße, in der ein Bild hängt auf dem wichtige Szenen der friedlichen Revolution dargestellt sind und auch 27 Slogan aus dieser Zeit zu lesen sind.
Im Text zum Buch heißt es: “Die Friedliche Revolution in der DDR war ein Ereignis von historischer Tragweite. Ihre Geschichte ist bis heute unzertrennlich mit einzelnen Losungen verbunden, die damals das Geschehen auf den Straßen des Landes nachhaltig geprägt haben. Sie ragten aus Tausenden originellen Rufen und Transparenten heraus, weil sie die Konflikte, Hoffnungen und Emotionen jener Tage in wenigen Worten überzeugend auf den Punkt brachten. Warum das so war, wer und was hinter ihrer Entstehung stand und warum einige der Losungen bis heute nachwirken.”
Für mich war der Abend eine wichtige Zeitreise zurück in die ersten Monate meines politischen Engagements. Viele der Aufkleber, Flugblätter und ersten Druckerzeugnisse habe ich aus dieser Zeit aufgehoben. Das Buch von Lindner ruft dieses Zeit in Erinnerung und dies ist nicht nur im 30. Jahr danach wichtig.
MDR-Reportage
Kurze Auszeit
Endlich läuft die neue Saison. Nach langer Vorbereitung hatten unsere Mädels gestern zu ungewohnter Zeit (Mittwoch 19.30 Uhr) vor über 500 Zuschauern ihren Saisonstart.
Unter den zahlreichen Gästen und Sponsorenvertretern konnte ich mit Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und dem CDU Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Michael Hose auch Politikvertreter begrüßen. Ersterer gab in der 10 Minutenpause ein Interview zur Verbindung von Wirtschaft und Sport und Michael Hose übernahm die MVP-Ehrung. Nachfolgend der Spielbericht von unserem Vorstandsmitglied Stephan Siegl:
Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee
Mit einer 1:3-Heimniederlage ist Schwarz-Weiß Erfurt in die neue Saison gestartet. Gegen den USC Münster zeigten die Völker-Schützlinge trotzdem eine über weite Strecken ordentliche Leistung. „Nach anfänglichen Problemen haben wir gut ins Spielgeschehen gefunden. Leider stehen wir am Ende ohne Punkte da. Aber schlimmer ist, dass sich Cassidy (Pickrell a. d. R.) wohl schwerer verletzt hat“, beschrieb Florian Völker in seinem ersten Statement die Situation kurz nach Spielschluss. Kurz nach Beginn des zweiten Satzes musste die amerikanische Angreiferin nach einem Zusammenprall mit einer Mitspielerin verletzt vom Spielfeld und wurde nach Spielschluss ins Krankenhaus gebracht. Die Erfurter Verantwortlichen hoffen nun, dass die Verletzung nicht so schlimm ist, wie es den ersten Anschein machte.
MVP-Ehrung durch Michael Hose
Ins Spiel waren die Gastgeberinnen nicht gut gestartet, ihre Nervosität war nicht zu übersehen. Zwei Trainerauszeiten und eine technische brauchte es, bis die SWE-Damen ihr Nervenflattern in den Griff bekamen. Bis dato waren die Gäste auf 8:14 enteilt. Doch mit den endlich druckvollen Aufschlägen von Sindy Lenz erzielte Erfurt den 15:15-Ausgleich. Im Satzfinish war dann der USC wieder das beständigere Team und gewann mit 25:21.Den zweiten Satz dominierten dann die Thüringerinnen, die über 7:4 bis auf 16:11 enteilten. Im Auf und Ab, das typisch für beide Kontrahenten an diesem Abend war, konnten die Gäste den Rückstand jedoch wieder egalisieren (18:18). Im Gleichschritt bogen sie dann auch auf die Zielgerade, auf der die SWE-Damen zwei ärgerliche Fehler produzierten und den Satz mit 23:25 abgaben. Doch die Völker-Schützlinge ließen sich nicht entmutigen. In einem lange spannenden dritten Durchgang, konnte sich keines der beiden Teams absetzen – zumindest bis zur zweiten technischen Auszeit. Dann spielte sich Erfurt in einen Rausch und unter dem Jubel der gut 500 Erfurter Zuschauer waren die Damen um Kapitänin Jennifer Pettke diesmal die nervenstärkeren. Mit 25:18 verkürzten sie auf 1:2 nach Sätzen. Der vierte Satz sah wiederum die Gäste zumeist in Führung. Gerade wenn es eng wurde, konnten sich die Unabhängigen auf Nationalspielerin Ivana Vanjak und ihre hohe Abschlaghöhe verlassen.
Aber es waren die Tugenden Leidenschaft und Aggressivität, die Florian Völker versprochen hatte, welche die Gastgeberinnen immer wieder ins Spiel zurück brachten. Bis zum 17:17 schien der Spielausgang offen. Dann jedoch schritt Barbara Wezorke zum Aufschlag und während die Annahme wackelte, scheiterte der Angriff drei Mal am Gästeblock. Der USC hatte den keineswegs enttäuschenden Erfurterinnen den Zahn gezogen und verwandelte den zweiten Matchball zum 25:18 Satz- und 3:1-Spielgewinn. Die MVP-Medaillen gingen an die Damen mit der Trikotnummer 1. Das waren Libera Linda Bock bei den Gästen und Zuspielerin Clarisa Sagardia auf Erfurter Seite. Bereits am Samstag steht für Schwarz-Weiß Erfurt das nächste Heimspiel auf dem Plan. Zu Gast sind dann die Roten Raben Vilsbiburg, ein ähnliches Kaliber wie es am Mittwochabend der USC Münster war, so die Einschätzung des Erfurter Trainers.
Bilder vom Auftakt
Unser Unterstützerteam
Endlich geht es los! Morgen Abend werden unsere Mädels vom Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam mit ihrem Heimspiel gegen Münster in die neue Saison starten. Wenn die hoffentlich gut gefüllte Riethsporthalle mit dem Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee unter den Zuschauern unser Team anfeuert, ist vieles vom Stress der vergangenen Wochen vergessen.
Heute Abend haben wir mit über 20 Vereinsmitgliedern und Fans die Halle für den Spieltag vorbereitet. Das ist jedes Mal ein ordentliches Stück Arbeit bis die 40 Rollen mit dem Boden verlegt und verklebt sind (eine Rolle wiegt 100 kg). Danach werden die Werbebanden aufgebaut und alles andere, was zum Spieltag gehört. Zum ersten Spieltag kommt noch hinzu, dass die neuen Werbetransparente in die Rollbanden eingebaut werden müssen. Alles in allem dauert der Hallenbodenaufbau bis zu zwei Stunden und der Rest noch einmal die gleiche Zeit.
Als wir 17.30 Uhr in die Halle gekommen sind, waren unsere Mädels noch am trainieren und haben sich gefreut, dass so viele den Spieltag vorbereiten. Als wir 22 Uhr aus der Halle raus sind, haben unsere Mädels eventuell schon geschlafen 😉
Ich möchte bevor die Saison los geht mich als Vereinspräsident bei unseren Fans, Mitgliedern und Unterstützern herzlich bedanken. Ihr seid ein tolles Team und ermöglicht den Volleyball in Erfurt. Es ist nicht selbstverständlich in der Bundesliga, dass soviel ehrenamtliches Engagement in die Vorbereitung des Spieltages fließt. Dies gilt ausdrücklich auch für meinen Vorstand. Alle Mitglieder des Vereinsvorstandes hängen sich ehrenamtlich mit rein und bauen die Halle auf. Vielen Dank euch allen und jetzt eine tolle Saison!
Bilder vom Aufbau des Hallenbodens
Mit den Gästen aus Bocholt im Festsaal
Genauso gerne stelle ich aber auch immer wieder Besucherinnen und Besuchern unsere Stadt und das Erfurter Rathaus vor. Heute war eine Gruppe des Deutschland- und Europapolitischen Bildungswerks Nordrhein-Westfalen aus Bocholt bei uns zu Besuch.
Da die Gruppe mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW unterwegs war und zudem von der ehemaligen Bürgermeisterin von Bocholt angeführt wurde, war es mir eine besondere Freude Berufliches und Kommunalpolitisches diskutieren und vorstellen zu können.
Im Festsaal des Erfurter Rathauses ist immer wieder der ideale Ort für Stadtgeschichte. Die neun Gemälde illustrieren die Stadtgeschichte von 742, als Bonifacius Erfurt mit der ersten urkundlichen Erwähnung begründete bis zum Ende der Napoleon-Zeit in Erfurt im Jahr 1814. Die dazwischen liegende Stadtgeschichte lässt sich ebenso gut erklären – der Reichtags mit Barbarossa, die Universitätsgründung und das tolle Jahr von Erfurt 1509.
Aktuelle Politik erklärt sich dann immer am besten im Ratssitzungssaal auf der gegenüberliegenden Seite. Immer wieder freue ich mich, dass es viele Besucherinnen und Besucher aus den alten Ländern gibt, für die auch die politische Bildung zu solchen Reisen in den Osten unbedingt dazu gehört – warum tickt der Osten anders oder sind wir schon ähnlicher, als es uns die Medien glauben machen? Diese spannende Frage beantwortet sich jedes Mal ein wenig anders.
Der historische Ort – die Deutsche Botschaft in Prag
Heute vor 30 Jahren war in der ehemaligen DDR ein wichtiges Datum – ein wichtiges Datum, weil zum letzten Mal der sogenannte Republikgeburtstag gefeiert wurde. Dabei wusste noch keiner, dass dies der letzte sein würde, aber jeder ahnte, dass Veränderungen in der Luft lagen.
Während im Palast der Republik gefeiert und davor protesteiert wurde, war ich am 7. Oktober weit entfernt. Mit meiner damaligen Frau war ich in Prag und dies zu einer Zeit, zu der praktisch keine DDR-Bürger dort waren. Die DDR hatte die Grenze nach Tschechien praktisch geschlossen, nachdem die Fluchtwelle über Ungarn ihre Fortsetzung in der Prager und der Warschauer Botschaft gefunden hatte. Die Züge mit den Botschaftsflüchtlingen waren gerade erst gen Westen gefahren und die DDR wollte das “Ventil” schließen.
Dass wir trotzdem in Prag waren, verdankten wir einer länger geplanten Sportreise. Unser Verein Braugold Erfurt (natürlich Volleyball) durfte dank einer Sondergenehmigung mit einer Mannschaft inklusive Betreuern zu einem Turnier nach Prag und vorsorglich hatten wir den Schwiegereltern unseren Wohnungsschlüssel gegeben. Da meine Frau damals im 7. Monat schwanger war, spielte sie zwar nicht mehr, war aber als Betreuerin ebenso dabei, wie ich als Teammanager. Wir haben in diesen Tagen lange darüber gesprochen, ob wir aus Prag wieder zurück fahren, oder in den Westen gehen. Wir haben, wie viele DDR-Bürger auch, das Für und Wider abgewogen und wollten den 7. Oktober abwarten. Ob der Republikgeburtstag in Gewalt gegen Demonstranten enden würde oder ober der Veränderungsprozess an Dynamic gewinnen würde war damals schwer einzuschätzen.
Wir sind schließlich nicht in die Deutsche Botschaft gegangen, obwohl unsere tschechische Gastfamilie angeboten hatte uns dort sogar hin zu fahren. Wir sind stattdessen (zusammen mit allen Spielerinnen und Betreuern des Teams) am Montag dem 9. Oktober 1089 zurückgefahren. Die Zugfahrt über Dresden war gespenstisch. Vom Bahnhof aus sahen wir Wasserwerfer in den Seitenstraßen und wir zweifelten sehr, ob unser Entschluss richtig war. Heute 30 Jahre später bin ich überzeugt, dass es für uns die richtige Entscheidung war, aber ich kann mich in alle hineinversetzen, die sich in diesen Monaten anders entschieden haben.
Die Mitwirkenden der Premiere
Ausdrücklich meine ich damit aber nicht den Wahlkampf, der uns die nächsten drei Wochen noch beschäftigen wird. Viele der Versprechungen klingen zwar wie aus tausend und einer Nacht, aber es ist wie bei den Märchen, wer daran glaubt…
Märchenzeit ist aber derzeit am Theater in Erfurt. Zum Beginn der neuen Spielzeit steht Das Märchen vom Zaren Saltan auf dem Programm. Am bekanntesten daraus ist der Hummelflug. Ansonsten ist das Märchen von den drei Schwestern in Deutschland nicht sehr bekannt – in Russland kennt es hingegen jedes kleine Kind. Die Aufführung war heute ausgesprochen gelungen und wurde vom Publikum mit viel Applaus bedacht. Und wieder einmal habe ich mich darüber gefreut, dass ich das Theater in direkter Nachbarschaft habe und wir fußläufig dahin gelangen können. Wir werden selbstverständlich auch in der neuen Spielzeit wieder häufig dort sein.
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