„Familie im Wandel“ – Thema der eaf

Das Podium bei der eaf
Wenn es in der Diskussion der letzten Jahre um das Thema Familie ging, standen immer Themen wie Kinderbetreuung, Betreuungsgeld, Ehegattensplitting und Kindergeld im Mittelpunkt. Meist ging es dabei um die fiskalische Förderung von Familien. Beim heutigen Fachtag „Familie im Wandel“ der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Familienfragen (eaf) ging es unter anderem um die Frage, was Familie ausmacht. Vor geraumer Zeit hat die EKD eine Orientierungshilfe unter dem Titel „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit“ diskutiert und veröffentlicht. Im Collegium Maius hielt die ehemalige Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesfamilienministerium Christel Riemann-Hanewinckel den Einführungsvortrag zu dem Thema. Uneingeschränkte Zustimmung erhielt sie dafür, dass „Familie nicht nur defizitär betrachtet werden soll“ und die Familie „Wertschätzung und Vertrauen verdienen“. Sie erklärte zudem, dass es weder in der DDR noch in der BRD vor 1990 eine echte Familienpolitik gegeben habe. Es gab jeweils nur familienpolitische Maßnahmen. Nach 1990 standen dann Themen wie die Hausfrauenehe und das Kindergeld im Fokus. Verkannt wird häufig, dass die sorgende Gemeinschaft der Familie nie frei von Konflikten war. Aber sie betonte auch, dass Freiheit und Bindung immer zueinander gehören und dabei das fürsorgliche Miteinander gestärkt werden müsse. Dr. Uwe -Karsten Plisch (Theologie, Hochschul- und Genderpolitik, Evangelische Studentinnengemeinde in der Bundesrepublik Deutschland) sprach im Hauptreferat über „Ehe und Familie biblisch – ein Streifzug durch Bibel und Kirchengeschichte“. Abschließend folgte noch eine Podiumsdiskussion. Ich habe durchaus viele Impulse mitgenommen. Allerdings teile ich nicht alle Punkte der Orientierungshilfe meiner Evangelischen Kirche und finde es richtig darüber, auch streitbehaftet, weiter zu diskutieren.

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