Persönlicher Jahresrückblick 2014

Das Wahlkampfmotto gilt auch 2015
Facebook bietet, wie in jedem Jahr, seinen Millionen von Nutzern optional  einen Jahresrückblick 2014 an. Auch in diesem Jahr hat mich der Vorschlag für meinen Film bzw. die Bilderschau des Jahres 2014 nicht begeistert. fb wählt die Bilder aus mit den meisten Klicks oder „Gefällt-mir-Angaben“, ohne dabei zu berücksichtigen was wirklich wichtig war. Es geht schon los mit den Eingangsworten beim fb-Jahresrückblick „Es war ein tolles Jahr“. Nein, ich stelle dies ausdrücklich hier für mich fest, ich denke nicht, dass es ein besonders tolles Jahr war, weder privat, noch politisch und schlussendlich auch nicht für den Freistaat Thüringen. Ja, wir blieben von großen Katastrophen verschont, wenn man mal den Regierungswechsel ausklammert 🙂 , aber wir wissen auch noch nicht, was das Jahr 2015 bringen wird. Dankbar bin ich im zurückliegenden Jahr dafür, dass wir gesund durch das Jahr gekommen sind. Meiner Familie und vor allen meinen Söhnen geht es gut. Sie haben sich alle drei prima entwickelt und der Papa ist stolz auf seine Jungs. Wir konnten schöne Stunden miteinander erleben, den Sommerurlaub in Kroatien, Motorradtouren (sogar der Kleine fährt jetzt mit) und Familienfeiern wie jetzt gerade zu Weihnachten. Ansonsten gab es im Privatleben aber auch Licht- und Schattenseiten. Ich habe Freunde verloren und neue Freunde gewonnen. Ich war traurig darüber, dass Freundschaften zu Ende gingen und habe mich gefreut, neue Freunde gewonnen zu haben. Im September ist mein jüngster Sohn in die Schule gekommen – allerdings leider nicht wie noch einige Wochen zuvor geplant in die Evangelische Regelschule in Erfurt, sondern in eine Grund-, Werk- und Realschule in einem Vorort von Heidelberg. In den Sommerferien ist er dorthin mit seiner Mutter gezogen. Auch wenn sich die tolle berufliche Perspektive, die der Grund für den Umzug war, schon nach fünf Monaten wieder zerschlagen hat, wird er wohl auch künftig 350 km entfernt von Erfurt leben. Aber das Wichtigste ist, dass er gut damit zurecht kommt und wir uns auch künftig regelmäßig sehen können. In der Schule läuft es gut und zudem spielt er seit einigen Monaten Eishockey. Seine beiden größeren Brüder haben sich im letzten Jahr ebenfalls gut entwickelt. Der Große ist mit seiner Freundin in die erste gemeinsame Wohnung gezogen und wird im Sommer seine Polizeiausbildung beenden. Der Mittlere spielt inzwischen im Orchester seines Gymnasiums Fagott und immer noch Football (inzwischen sehr erfolgreich mit seinem Flag-Team der Erfurt Indigos. Ich selbst habe mich im letzten Jahr mal wieder etwas mehr sportlich betätigen können, weil ich vom Verletzungspech verschont geblieben bin – Fitnessstudio, Squash, Badminton und im Sommer Wasserski waren angesagt. Unsere Damen vom SWE Volley-Team waren in der letzten Saison auch wieder erfolgreich. Seit elf Jahren bin ich jetzt Vereinspräsident und möchte gerne noch eine Weile weiter machen. Politisch war das Jahr vom pausenlosen Wahlkampf geprägt. Im Januar ging es los mit den Vorbereitungen auf den Kommunalwahlkampf. Der Oberbürgermeister schaffte es erstmals in der Geschichte, dass eine Stadtratssitzung wegen von ihm verschuldeten Formfehlern am Tag vor der Sitzung abgesagt werden musste. Der städtische Haushalt wurde erst im ersten Quartal 2014 mit zahlreichen Mängeln verabschiedet und der Streit über die Multifunktionsarena zog sich durch das ganze Jahr. Bei den Kommunalwahlen im Mai konnten wir nur wenig davon profitieren. Die CDU legte leicht zu – jetzt sind wir 12 Stadträte. Aber ansonsten bleibt die links-link-grüne Beutegemeinschaft weiter in einer Koalition. Ich konnte mich darüber freuen das Vertrauen meiner Fraktion auch weiterhin zu haben und wurde als Fraktionsvorsitzender wieder gewählt. Nach der Kommunalwahl folgte ein langer und kraftraubender Landtagswahlkampf, lediglich unterbrochen von einem Sommerurlaub auf der Insel Pag in Kroatien. Ich hatte ein tolles Wahlkampfteam – neue und alte Freunde und vor allem meine Familie haben mich nach Kräften unterstützt. Am Abend der Landtagswahl war die Enttäuschung groß. Genau 226 Stimmen fehlten, um das Landtagsmandat im Wahlkreis Erfurt II zurückzuerobern. Die nachfolgenden Wochen und Monate waren von einem Koalitions-Schaufensterkampf geprägt. Das Ergebnis stand schon vom Beginn der Verhandlungen fest. Erfurts Oberbürgermeister Bausewein wollte sein Experiment von der Landeshauptstadt auf den Freistaat übertragen. Am Ende des Jahres wurde erstmals seit der Wende wieder ein linker Ministerpräsident gewählt. Beruflich hat sich bei mir im Jahr 2014 noch nichts geändert, allerdings steht dies wohl im kommenden Jahr an. Als Generationenbeauftragter und Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierungsfragen bin ich nun im neuen Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen (TMASGFF), vormals TMSFG, zunächst bis April. Was danach wird ist noch Gegenstand einiger Gespräche, aber ich bin zuversichtlich, dass ich auch 2015 beruflich Sozialpolitik mitgestalten werde. Über die Weihnachtsfeiertage gab es Zeit, um Kraft zu tanken und das zurückliegende Jahr Revue passieren zu lassen. Den Jahreswechsel werde ich mit der Familie in Prag verbringen. Ich wünsche daher jetzt schon allen Besuchern meiner Homepage ein gutes und gesundes Jahr 2015!

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