Karnevalisten abgespeist

Panse: Brauchtum bekommt zu geringe
Aufmerksamkeit

Der ausgefallene Erfurter Karnevalsumzug soll durch eine große Party
auf dem Domplatz kompensiert werden. Dass für den Karnevalsumzug
keine Lösung gefunden wurde, ist völlig unverständlich. Zudem
erinnert die bis jetzt angekündigte Programmgestaltung auf dem
Domplatz eher an eine Party am Ballermann, als an karnevalistische
Brauchtumspflege. Die CDU-Fraktion bemängelt zudem die schlechte
Kommunikation seitens der GEC und des Oberbürgermeisters, die zur
Absage des Karnevalsumzugs geführt hat.

Stadtrat Michael Panse, selbst Mitglied in drei Karnevalsvereinen,
erläutert hierzu: „Dass der Karnevalsumzug auch nach zwei Jahren
Pause nicht stattfindet, ist ein Armutszeugnis. GEC und
Oberbürgermeister hätten den Stadtrat frühzeitig über die
Finanzierungsprobleme für den Umzug informieren müssen. Erst vor
wenigen Wochen hat der Stadtrat den Nachtragshaushalt beschlossen.
In diesem Rahmen hätte der Karnevalsumzug gerettet werden können.
Mit ihrer schlechten Kommunikation haben GEC und
Oberbürgermeister dem Erfurter Karneval einen Bärendienst
erwiesen.“

Über Musikgeschmäcker lässt sich streiten, über den Stellenwert des
Brauchtums in Erfurt jedoch nicht. Die Absage des Umzugs offenbart
das nur oberflächliche Interesse der Stadtspitze am Karneval.
„Den Karnevalsumzug an gestiegenen Kosten einfach scheitern zu
lassen, zeigt den geringen Stellenwert des Karnevals in der Stadtpolitik.
Jetzt wird der größte Thüringer Karnevalsumzug durch eine
Ballermannparty ersetzt. Für die meisten Karnevalsvereine ist das kein
adäquater Ersatz. Das bisher geplante Programm verkennt die
Tradition und Bedeutung des Karnevals“, ärgert sich Michael Panse.

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