Digitales Armutszeugnis für Erfurt

Beim Thema Digitale Verwaltung rangiert die Landeshauptstadt nach Auskunft des Thüringer Finanzministeriums auf einem der hinteren Plätze in Thüringen. Ganze drei Leistungen können in Erfurt vollständig online abgewickelt werden.  Zum Vergleich: In Neustadt an der Orla können 102 Leistungen, in Greiz 66 Leistungen und in Jena 23 Leistungen online abgewickelt werden. Das ist nach Auffassung der CDU-Stadtratsfraktion ein digitales Armutszeugnis.
CDU Finanzpolitiker Michael Panse beklagt das schlechte Abschneiden Erfurts und sieht den Oberbürgermeister hierbei in Verantwortung: „Neben dem hohen Verwaltungsaufwand, führt das geringe Online-Angebot zu hohem Termindruck auf den Ämtern und damit zu hohen Kosten. Angesichts jahrelanger Versäumnisse ist erstaunlich, dass der Oberbürgermeister dies jetzt als Thema entdeckt und für eine mögliche weitere Wahlperiode als seine Aufgabe identifiziert. Wie auch die Schulsanierung steht die Digitalisierung der Verwaltung als mangelhaft erledigte Hausaufgabe auf dem Zeugnis des Oberbürgermeisters. Wir wollen, dass Erfurt hier schnell aufholt. Die Verwaltung muss modernisiert werden. Wenn digitale Verfahren klug implementiert werden, kann die Verwaltung dadurch entlastet werden. Das wäre in Zeiten chronischer Überlastung aufgrund fehlenden Personals dringend geboten.“
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Lilli Fischer fügt hinzu: „Die Digitalisierung der Verwaltung muss die Stadt in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen. Mit einem Antrag zu digitalen Abstimmungen wollen wir auch die Abläufe im Stadtrat beschleunigen und die Verwaltung entlasten. Erfurt hat bei der Digitalisierung noch viel Arbeit vor sich, die der Oberbürgermeister liegen gelassen hat.“

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