Erinnerungskultur

Infostand in der Andreasstraße
Eigentlich ist es unglaublich – 30 Jahre ist es jetzt schon her, dass in den bewegenden Tagen ab August so viel passierte, dass am Ende der Mauerfall und die Wiedervereinigung standen. Chronisten erinnern an die markanten Daten und dies ist auch wichtig. Bei allen Problemen, die uns heute beschäftigen, dürfen wir nie vergessen, was Freiheit bedeutet und müssen es auch denen weiter geben, die die Zeit nicht selbst erlebt haben. Alle meine drei Söhne sind danach geboren und natürlich möchte ich ihnen so viel davon mitgeben und erzählen. Am gestrigen Sonntag hatte der Thüringer Geschichtsverbund in die Gedenkstätte Andreasstraße zum Bürgerfest eingeladen. Die Landeszentrale für politische Bildung in Thüringen ist Mitglied des Geschichtsverbundes und deshalb waren wir auch mit einem Infostand vor Ort. Sehr gerne habe ich den Stand betreut, nachdem ich meinen jüngsten Sohn zurück nach Weinheim gebracht hatte. Viele gute Gespräche mit Menschen, die die Zeit vor 30 Jahren aktiv geprägt haben und viele Broschüren weitergegeben. In den nächsten Tagen stehen viele markante Erinnerungsdaten im Kalender. Heute vor 30 Jahren wurde das Neue Forum gegründet. Im August gab es die ersten Treffen vom Demokratischen Aufbruch. Am Mittwoch vor 30 Jahren öffnete Ungarn seine Grenzen und 12.000 DDR-Bürger reisten schon in den ersten Stunden aus. In Leipzig begannen die Demonstrationen. Ich werde in den nächsten Wochen immer einmal wieder an die markanten Daten erinnern. Sie haben mein Leben geprägt und verändert, so wie das Leben aller Deutschen. Dafür bin ich dankbar. Bilder vom Bürgerfest  

Dampfloktage und Queen

Tolle Show
Natürlich ist das inhaltlich weit auseinander, aber für meine beiden jüngeren Söhne waren das heute die wichtigsten Themen und damit auch für Papa. Mit dem Kurzen war ich heute in Meiningen bei den Dampfloktagen. Klimatechnisch sicherlich völlig unkorrekt, aber trotzdem mit tausenden begeisterten Eisenbahnfans! Im Meininger Dampflokwerk treffen sich in jedem Jahr am ersten Septemberwochenende fahrbereite Dampfloks aus ganz Deutschland und dazu natürlich auch die Fans. Prunkstück war (wenn auch als Nachbau) die Adler, auf der mitgefahren werden konnte. Vom Eisenbahnhavariekran, auf dem die Kinder Ehrenkranführer werden konnten, bis zu zahllosen Modellen gab es alles. Am Abend ging es dann in die Schule – nicht zum Unterricht, sondern zum Konzert. Mein mittlerer Sohn hat mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülern Queen auf die Bühne gebracht. Musik, Tanz und Gesang – eine ausverkaufte Aula und die Erinnerung an alle Queen-Hits. Die Queen-Impressionen dienten u.a. der Einstimmung auf das Großereignis im nächsten Jahr. Anfang März werden dann noch einmal 50 Akteure mehr auf der Bühne sein (gestern waren es 70). Im Parksaal der Multifunktionsarena können drei Mal 700 Besucher das Queen-Spektakel erleben. Ich freue mich jetzt schon darauf. Bilder aus Meiningen Queen im KLG      

Ehrenamtswürdigung 2019

Die Geehrten mit den Laudatoren
Eine unserer traditionsreichsten Veranstaltungen ist die Würdigung von Ehrenamtlichen. Seit nunmehr 19 – seit dem internationalen Jahr des Ehrenamtes wählt die CDU Erfurt in jedem Jahr die Ehrenamtlichen des Jahres mit einer Jury aus und 10 von ihnen werden in einer feierlichen Veranstaltung geehrt. Rund 200 Biografien von Ehrenamtlichen sind in der Zeit zusammen gekommen. Am Samstag Vormittag kamen die Preisträger 2019 hinzu. Ich habe gerne wieder in der Jury mitgewirkt und am Samstag auch die Laudation für Prof. Dr. Rainer Knauf sowie Christian Manzke vom Verein “Stark unter einem Dach e.V. gehalten”. Die Arbeit von Prof. Knauf, als ehrenamtlicher Vorsitzender der DLRG Erfurt und Christian Manzke im Jugendhaus am Wiesenhügel kenne ich ganz gut und es war mir deshalb ein Bedürfnis ihnen auch persönlich zu danken. Am Montag wir die TA/TLZ alle Geehrten noch einmal vorstellen. Herzlichen Glückwunsch allen – sie sind Vorbilder in unserer Gesellschaft! Bilder von der Ehrenamtsveranstaltung  

Mobilität diskutiert

Der Fuhrpark von voi.
Inzwischen sind sie nun schon seit drei Monaten auf den Erfurter Straßen unterwegs, aber sorgen immer noch für kontroversen Gesprächsstoff. Die E-Scooter gibt es in etlichen deutschen Städten und überall gibt es heftige Befürworter und Gegner. Im Stadtrat haben wir in der letzten Sitzung darüber diskutiert, wie verbindliche Regularien geschaffen werden können um Frust und Ärger bei Nichtnutzern zu vermeiden. Ich habe die Scooter das erste Mal in Tel Aviv im April und danach in Stockholm erlebt. Dort gehören sie zum Stadtbild, aber auch zum Mobilitätskonzept und werden insbesondere von Touristen viel genutzt. Ich selbst bin sportlich aktiv und trotzdem Fan von Fortbewegungsmitteln, wie Motorrädern, Autos, Motorbooten oder eben E-Scootern. Auch wenn das politisch nicht korrekt ist, ich habe Spaß an so etwas! Heute war ich vor Ort in der Fabrikhalle in Erfurt bei voi. zu Gast. Voi. stammt als einer der fünf großen Anbietern von E-Scootern aus Stockholm und will nun von Erfurt aus den deutschen Markt erobern. In 8 Städten fahren voi. Roller und kommende Woche werden drei weitere hinzu kommen. In Erfurt stehen derzeit mehrere tausend E-Scooter, sie werden hier fertig konfektioniert, gewartet und repariert. Mit den Verantwortlichen des Startup-Unternehmens habe ich intensiv Probleme und Chancen diskutiert und werde darauf drängen, dass wir Lösungsvorschläge bspw. für das Abstellen der Scooter in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen von voi. erarbeiten. Um eine andere Form der Mobilität ging es am Abend bei der EVAG. Die Stadtwerke Erfurt hatten zum Jahresempfang in den Betriebshof der EVAG geladen und dort standen Straßenbahnen und Busse. Die Nostalgieexemplare zum Bestaunen und die neueste Generation der Hybridbusse. Erfurt hat ein gutes Nahverkehrsnetz und die Stadt lässt sich die Investitionen in das Netz und die Technik jährlich viele Millionen Euro kosten. Bilder von voi. Bilder vom Jahresempfang 

Jüdisch-israelische Kulturtage 2019

Das Ankündigungsplakat
Wieder etwas gelernt 😉 Sie sehen zwar so aus und sind als Frucht auch ähnlich, aber nein, es sind keine Zitronen auf unseren Ankündigungsplakaten für die 27. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur in Thüringen! Nachdem im letzten Jahr Granatäpfel das Titelmotiv waren, ist es in diesem Jahr der Etrog. Der Etrog gehört zu dem im 3. Buch Mose 23, 40 vorgeschriebenen Feststrauß, der aus Palmzweig (Lulav), Myrtenzweig (Hadassim), Bachweide (Arawot) und Paradiesapfel (Etrog) gebildet wird. Wörtlich wird letzterer als „Frucht des Baumes Hadar“ bezeichnet, gemäß dem babylonischen Talmud, Traktat Sukka 34 als Etrog bezeichnet und traditionell mit dem Apfel des Paradieses identifiziert, von dem Adam genommen hat. Deshalb heißt der Etrog auch Adamsapfel oder Paradiesapfel. (Quelle Wikipedia) Bei der gestrigen Vorstandssitzung unseres Fördervereins Jüdisch-Israelische Kultur in Thüringen haben wir das diesjährige Programm besprochen. Nunmehr zum 27. Mal finden die Kulturtage ab dem 30. Oktober in ganz Thüringen statt. Das Programm werden wir Anfang Oktober vorstellen, aber schon jetzt können wir verraten: Dank unserem Projektleiter Michael Dissmeier haben wir nicht nur ein tolles Plakat, sondern können uns auf viele gute Veranstaltungen in ganz Thüringen freuen.

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Im Thüringer Landtag
Nachdem die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen Geschichte sind richtet sich jetzt der Blick auf die Landtagswahlen in Thüringen. Am 27. Oktober hoffen alle Demokraten auf eine hohe Wahlbeteiligung und dass viele Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Die Landeszentrale für politische Bildung in Thüringen hat dazu mit dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung Joachim Leibiger eine Broschüre “Landtags-Wahl – so geht das!” erstellt, die über die Homepage der LzT bestellt werden kann. Heute haben die Landtagspräsidentin Birgit Diezel, der Beauftragte für Menschen mit Behinderung Joachim Leibiger und der Leiter der LzT die Broschüre im Landtag vorgestellt. Geeignet ist sie ausdrücklich auch für junge Menschen, Menschen mit Sprachbarrieren weil sie in leichter Sprache verfasst ist. Eine gute Gelegenheit bietet die Broschüre auch um mit Kindern und Jugendlichen über Wahlen und Demokratie zu sprechen. Die LzT wird in den mit dem Wahl-O-Mat On- und Offline präsent sein. Wir machen zudem viel im Internet und unterstützen Projekte an Schulen sowie Universitäten und Fachhochschulen. Bilder der Vorstellung der Broschüre

Sport meets politic

Mit dem OB im Festsaal
Heute waren unsere Bundesligadamen von Schwarz-Weiß Erfurt im Erfurter Rathaus zu Gast. Die Damen mit den längsten Beinen Erfurts trafen dabei auch auf unseren durchaus recht groß gewachsenen Oberbürgermeister Andreas Bausewein. Allerdings überragte auch ihn Sabrina Krause, als sie ihm einen signierten Ball überreichte. Ich habe sowohl als Stadtratsvorsitzender, als auch als Vereinspräsident gerne unsere Mädels und das Betreuerteam ins Rathaus eingeladen und gemeinsam mit dem OB mittels der Gemälde im Festsaal die Stadtgeschichte erklärt. Vom OB bekamen wir die Zusage, dass wir ihn in der kommenden Saison öfters bei unseren Heimspeilen sehen werden. Andy Eichmüller führte unser Bundesligateam im Anschluss durch die Stadt und erklärte die wichtigsten innerstädtischen Sehenswürdigkeiten. Dieser Einstieg in die neue Saison ist inzwischen eine schöne Tradition geworden und ich bin dem Fanclub außerordentlich dankbar, dass sie unsere Mädels vom Tag ihren Ankunft an begleiten und unterstützen. Der “Wohlfühlfaktor” ist nicht zu unterschätzen, wenn es um Mannschaftsharmonie und am Ende um sportliche Leistung auf dem Feld geht. Bilder aus dem Rathaus

Die ega lohnt sich immer…

Farbenfrohe Motive
Regelmäßig bin ich im Erfurter EGA-Park zu Gast. Sowohl meine Söhne, als auch die wechselnden Gartenausstellungen, aber auch das kommunalpolitische Interesse treibt mich in den größten Thüringer Garten. heute war ich wieder einmal mit meinem Jüngsten Sohn dort. Derzeit gibt es dort die Kürbisausstellung zu besichtigen – Skulpturen die dem Motto Zirkus nachempfunden sind. Das Klimazonenhaus Danakil wächst und auf der Baustelle kann man jetzt schon eine Vorstellung von der neuen “Glashalle” bekommen. Auf dem Kinderspielplatz war ich dann heute schon mit meinem Sohn der “Exot”. Zum einen sind dort am Nachmittag nur überwiegen jüngere Kinder, da in Thüringen die Schulferien zu Ende sind und nur mein Kurzer in BaWü noch Ferien hat und zum anderen sind es überwiegend Mütter, die mit ihren Kindern unterwegs waren. Uns hat es wie immer Spaß gemacht – die EGA lohnt sich jederzeit. Heute galt zudem das Motto erst das Vergnügen und dann die Arbeit. Am Abend habe ich mit meinem Sohn noch Landtagswahlplakate aufgehangen 😉 Bilder von der ega

Wahlnachlese und ein Abstecher in die Feengrotten

Die Märchengrotte
Natürlich ist der Wahlausgang kein Anlass sich in den Berg zurückzuziehen. Es ist purer Zufall, dass ich nach meinen heutigen dienstlichen Terminen in Saalfeld noch in den Feengrotten gelandet bin. Da mein jüngster noch Ferien bei Papa hat, ich aber arbeiten muss, bleiben nur die Nachmittagsstunden zur “Programmgestaltung”. Der gestrige Abend war mit seinen Wahlergebnissen in Brandenburg schon ernüchternd. Über Sachsen habe ich mich gefreut, auch wenn es jetzt eine schwierige Koalitionsfindung werden wird. Insbesondere für einen langjährigen Freund aus Dresden Lars Rower habe ich mich gefreut, er gewann zum vierten Mal seine Wahlkreis in Dresden. Ab sofort richtet sich der Blick auf die nächste Landtagswahl und die ist am 27. Oktober in Thüringen. Am Wochenende haben wir die ersten Plakate für unsere Erfurter Kandidaten aufgehängt. In den kommenden Wochen werde ich auch beruflich viel mit den Wahlen zu tun haben. Kommenden Mittwoch stellt die Landeszentrale eine Wahlbroschüre vor, danach geht es an die Fertigstellung des Wahl-O-Mat und dann in die heiße Wahlphase. Dagegen war der Abstecher in die Feengrotten heute das richtige Rezept. Etwas Ruhe, etwas abschalten und etwas neues entdecken. Da wir die letzte Führung des Tages hatten, waren wir nur vier Gäste und der Bergführer. Die Schönheit der Feengrotten konnten wir ausgiebig bestaunen und der Kurze wurde alle seine Fragen los. Bilder aus den Feengrotten  

Deutschlandtour 2019 in Erfurt

Kristina Vogel führte die Kids-Parade an
Ausgesprochen richtig war die Entscheidung, dass sich Erfurt als Etappenort bzw. Zielort für die Deutschlandtour 2019 beworben hat. Im Stadtrat haben wir noch Anfang Februar 2019 darüber diskutiert und einmütig eine Dringlichkeitsvorlage beschlossen, in der das Engagement der Stadt auch finanziell dokumentiert wurde. Dass dieses Geld gut angelegt ist, war heute greif- und erlebbar. Viele tausende Fans an der Strecke, begeisterte Radsportler auf der Piste – sowohl bei der kurzen, als auch der langen Jedermann-Tour. Besonders schön war auch die Kids-Tour, bei der über 200 Kinder im Alter bis 12 mit ihren Rädern einen Rundkurs um die Messe absolvierten, inklusive zweier Zieldurchfahrten. Angeführt wurde dabei das Feld von unserer Stadtratskollegin und mehrfachen Olympiasiegerin Kristina Vogel sowie Jens Voigt. Mein Sohn wäre zwar gerne auch länger oder ein kleines Rennen gefahren, aber das heben wir für die kommende und letzte seiner Ferienwochen auf. Das ZDF berichtete von der Tour umfänglich und so waren auch die Vororte von Erfurt im bundesweiten Blickpunkt. Erfreulich, dass Erfurt sich als Rad- und Sportstadt so gut präsentiert hat, so wünschen wir uns das als Stadträte. Bilder von der Deutschlandour