Auf allen drei Bildschirmen verloren 🙁
Natürlich gehört die Niederlage zum sportlichen Wettstreit dazu. Allerdings ist die Häufung von Niederlagen frustrierend – in der Politik genauso wie im Sport.
In der Politik hängt zur Zeit vieles in der Schwebe, kommunalpolitisch ebenso, wie im Land und erst Recht im Bund. Ob die SPD überhaupt zum sportlichen Wettstreit um Politikinhalte antritt, oder weiter in Selbstbemitleidung verfällt, lässt sich auch nach den Gesprächen auf Bundesebene, sowie dem Parteitags- und Vorstandsbeschluss nicht sagen.
Heute fand der SPD-Landesparteitag in der Messe statt und die Thüringer SPD beschloss sich gegen eine große Koalition auszusprechen. Antragsteller waren, wenig überraschend, die Jusos. Nun ist die Thüringer SPD mit knapp 12 Prozent Wählerzustimmung kein besonders machtvoller Faktor im sozialdemokratischen Chor, aber eine wahrnehmbare Wortmeldung ist es dennoch.
Sportlich läuft es zur Zeit leider auch nicht. RWE, die Oettinger Rockets und auch unsere Volleyballdamen eilen zur Zeit von Niederlage zu Niederlage und das ist ganz schön frustrierend. Heute Abend haben unsere Mädels in Potsdam sang und klanglos 3:0 verloren. Gestern Abend hatte unsere zweite Mannschaft bereits das Pokalviertelfinale mit 2:3 gegen Erfurt electronic verloren, aber dabei heftig Gegenwehr geleistet. Das Spiel von RWE bei Preussen Münster fiel dem Wetter zum Opfer und die Black Dragons verloren gestern in Essen 10:0. Morgen Nachmittag kommt dann Leipzig nach Erfurt. Krasser Außenseiter sind die Rockets am Abend gegen München.
Leider läuft es auch bei meiner eigenen sportlichen Betätigung sehr unrund. Vier Wochen krankheitsbedingte Trainingspause haben sich heute im Sportpark sehr bemerkbar gemacht. Das Einzige, was dagegen hilft ist aber nicht jammern, sondern trainieren. Insofern gibt es auch eine Woche vor Weihnachten gute Vorsätze 😉
Homepage des Ministeriums
„Heute ist ein guter Tag für Thüringen“ so posteten es Grüne, Linke, Sozialdemokraten und die Landesregierung. Natürlich meinen sie damit nicht die Situation im Freistaat im Allgemeinen, sondern ihre persönlichen Verdienste im Besonderen.
Überschwänglich feiert Rot-Rot-Grün, dass nach der gescheiterten Gebietsreform doch noch etwas aus dem Regierungsprogramm abgehakt werden kann. Das ist aus ihrer Sicht verständlich, aber natürlich ist die Opposition dann dazu da, kritische Anmerkungen zum Thema zu machen. Viele Jahre habe ich mich sehr intensiv mit den verschiedenen Kita-Gesetzen des Landes beschäftigt und erlaube mir daher auch etwas Wasser in den Wein der links-link-grünen Freudestrunkenheit zu gießen.
Politisches Fernziel ist für Rot-Rot-Grün die generelle Gebührenfreiheit. Das ist nicht neu, versprochen wurde dies schon vor sieben Jahren. Landtagswahlkämpfe hat die SPD mit der Forderung bestritten und selbst der Erfurter Oberbürgermeister hat dies vor fünf Jahren schon versprochen. Angekommen in der Realität blieb die Feststellung, dass das Geld für maximal ein Jahr Gebührenfreiheit reicht und auch dies nur, wenn vorher den Eltern das Landeserziehungsgeld weggenommen wird. Alle weitergehenden Forderungen wurden mit Verweis auf den Bund „vertagt“.
Ich persönlich finde es richtig, dass man Eltern von Kitagebühren entlastet. Das hilft den Eltern, die derzeit Gebühren bezahlen. Je mehr sie derzeit bezahlen, desto mehr werden sie entlastet. Aber da wird es politisch schon schwierig. Um 1.440 Euro werden Eltern durchschnittlich für dieses eine Jahr entlastet und für 18.000 Vorschulkinder müssen die Eltern keine Gebühren mehr bezahlen. Beides verkündete der Minister heute stolz in seiner Landtagsrede und auf der Homepage des Ministeriums. Bei Licht betrachtet relativiert sich der Glanz.
Mit dem Durchschnitt ist das so eine Sache, denn viele Eltern werden von Nichts oder nur wenig entlastet. Dies betrifft rund ein Viertel bis ein Drittel der Eltern der 18.000 Kinder (das wären dann 4.000 – 6.000 Kinder). Verschwiegen hat Rot-Rot-Grün nämlich, dass ein Viertel bis ein Drittel der Eltern bereits jetzt keine Gebühren bezahlen. Dies betrifft Sozialleistungsempfänger, Kinder aus den meisten Migrationsfamilien, viele Alleinerziehende und Eltern mit niedrigen Einkommen. Unter dem Stichwort wirtschaftliche Jugendhilfe ist das im § 90 des SGB VIII klar geregelt und dies ist natürlich richtig. Darüber hinaus führt die soziale Staffelung dazu, dass Eltern mit niedrigen Einkommen in der Regel wenig bezahlen und Eltern mit Höchsteinkommen relativ viel bezahlen. Genau in dem Umfang werden sie jetzt entlastet. Das kann man richtig finden – ich bleibe aber dabei, dass mich diese Position nun ausgerechnet bei Rot-Rot-Grün überrascht.
Bemerkenswert ist ein weiteres Thema. Rot-Rot-Grün hat sich entschieden, dass letzte Kita-Jahr gebührenfrei zu stellen. Das ist mit Verlaub ordnungspolitischer Unfug! Richtiger wäre es, den Einstieg in die Kita zu erleichtern und das erste Kita-Jahr gebührenfrei zu stellen oder im Idealfall den Eltern mit einem Gutschein die Wahloption zu geben, wann sie das gebührenfreie Jahr einsetzen wollen. Erklären konnte oder wollte das heute keine der Rednerinnen im Landtag. Der Minister versuchte es, aber lief prompt damit auf. Das Ziel sei der Bildungserfolg und man wolle daher erreichen, dass möglichst viele Kinder vor der Einschulung eine Kita besuchen und nicht die soziale Herkunft dürfe darüber entscheiden, ob ein Kind eine Kita besucht, erklärte er.
Leider hat ihm keiner vorher gesagt, wie die Realität in Thüringen aussieht. Konstant 95 – 97 Prozent der Kinder besuchen im letzten Kita-Jahr seit vielen Jahren eine Kita. Es gibt keinerlei Indiz, dass die verbleibenden 3-5 Prozent besonders schwierige Fälle seien. Die soziale Herkunft dient da ebenfalls nicht als Argument, schließlich dürfen Kinder mit Migrationshintergrund oder aus Familien im Sozialhilfebezug bereits jetzt kostenfrei eine Kita besuchen. Ich bin sehr neugierig wie die Erfolgsbilanz des Ministers dann in zwei Jahren aussieht, also wie viele Eltern animiert wurden, zusätzlich ihre Kinder in die Kita zu bringen – vielleicht werden es ja über 100 Prozent.
Die CDU-Landtagsfraktion hat hingegen gefordert, das Geld lieber in die Verbesserung der Betreuungsqualität zu investieren. Rot-Rot-Grün verwies dazu darauf, dass das ja zumindest für einen Jahrgang geschehen würde (die 3-4 Jährigen). Generell wird es dabei zum Problem, ausreichend zusätzliche Fachkräfte zu gewinnen. Das linke Rezept dagegen lautet, es gäbe viele Erzieherinnen, die nur 27 – 30 Wochenstunden arbeiten und die könnten doch aufstocken. Auch da sieht die Realität ernüchternd aus. Versuche, Stundenzahlen hoch zu fahren, scheitern oft an der Altersstruktur in den Kita. Insbesondere ältere Kolleginnen wollen jetzt die Stundenzahl auch nicht mehr hochfahren.
Mein Fazit des Tages: „Heute ist ein guter Tag für viele Eltern deren Kinder eine Kita besuchen und die derzeit im letzten Kita-Jahr Gebühren zahlen müssen. Heute ist auch ein guter Tag für die Kita-Leiterinnen in kleineren Kitas (dort wird der Schlüssel verbessert). Und heute ist eine guter Tag für die Betreuungsqualität der 3-4 Jährigen.“ Alle anderen Thüringerinnen und Thüringer und insbesondere die Eltern müssen für sich selbst beurteilen, ob sie den Tag heute nun besonders gut finden.
Sportliche WeihnachtsgrüßeSieben Nachwuchsaltersklassen von der U12 bis zur U20 und fünf Mannschaften vom Bundesligateam bis zu SWE V sind bei uns im Verein SWE Volley-Team aktiv. Mindestens zwei Mal im Jahr tritt der Wettkampfgedanke etwas in den Hintergrund und es geht einfach nur darum miteinander zu feiern und in einem Mix-Turnier Spaß zu haben. In der bisherigen Saison gab es schon Höhepunkte zu feiern, aber auch schmerzvolle Niederlagen. Während es in der Bundeliga- und Regionalliga noch nicht so rund läuft, gibt es schon die ersten beiden Thüringenmeistertitel zu feiern. Sowohl die U18, als auch die U20 wurden gerade erst Thüringenmeister. Glückwunsch und viel Erfolg bei den Regionalmeisterschaften – die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften sind das Ziel. Nach dem jährlichen Vereinssommerfest zu Beginn der Saison fand heute Abend unser Weihnachtsturnier beim SWE Volley-Team in der Halle am Sportgymnasium statt. Es war die perfekte Gelegenheit, um mit unseren Bundesliga-, Regionalliga- und Nachwuchsspielerinnen sowie Sponsoren, Freunden und Vorstandsmitgliedern Volleyball zu spielen.
Dazu gab es reichlich Essen und Getränke und die Chance, Bundesligatrikots unserer Mädels günstig zu erstehen. Danke für einen schönen gemeinsamen Abend allen Organisatoren und all unseren Spielerinnen ein frohes Weihnachtsfest und eine erfolgreiche weitere Saison!Bilder vom Weihnachtsturnier
„In der Erfurter Kommunalpolitik besteht längst keine Einigkeit über die Mobilitätsstrategie für Erfurt. Von Einheitlichkeit kann keine Rede sein. Bisher grenzt die Strategie an vielen Stellen aus, anstatt zu integrieren“, beklagt CDU-Fraktionschef Michael Panse.
Die Beschreibung der Situation und der Mobilitätsperspektiven, so wie sie aktuell in der Tagespresse beschrieben werden, kann die CDU-Fraktion derzeit so nicht teilen. Grundsätzlich hat Erfurt mit den bisherigen Mobilitätsformen einen guten Ansatz. Das Verkehrsmittel Eisenbahn jedoch ist insbesondere unter dem Aspekt der bestehenden Bahnlinien und Zustiegsmöglichkeiten keine ausreichende Alternative – zumindest für die meisten Orts- und Stadtteile. Panse verweist im Zusammenhang der Diskussion um das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) darauf, dass hier noch nicht bis zum Ende gedacht bzw. geplant wurde. Fakt sei, dass in Erfurt immer noch die Parkmöglichkeiten fehlen, um die Etablierung der Begegnungszone und die Verkehrsberuhigung der Innenstadt parktechnisch abfangen zu können. Er betont außerdem, dass die bisherige Verkehrsvermeidungspolitik durch Rot-Rot-Grün einer Bevormundung gleicht.
„Die Begegnungszone wird damit vielmehr zu einer Parkverbotszone. Die gute Idee, die einst dahinterstand wird systematisch zerstört, indem die notwendigen Rahmenbedingungen, also Parkmöglichkeiten an der Peripherie zur Innenstadt, nicht im notwendigen Maß geschaffen werden“, moniert Panse. Darüber hinaus werden Investitionen in die Infrastruktur, wie beispielsweise Straßen, Brücken, aber auch Fußwege seit Jahren sträflich vernachlässigt. Dazu zählen ebenso der besagte Bau von Parkhäusern und die Schaffung von Parkflächen. Jüngste Meldungen, wie Investoren eher gehindert, als gefördert werden, erfüllen mit Sorge. Die P&R-Parkplätze am Stadtrand sind schon jetzt überfüllt und es gibt dafür keine Entwicklungsperspektiven.
„Eine tatsächlich positive Entwicklung bei der Mobilität ist vor diesem Hintergrund kaum erkennbar. Die CDU-Stadtratsfraktion verweigert deshalb diesen unbestimmten Zukunftsplanungen die Zustimmung, solange hier keine tatsächlich umfänglichen Konzeptionen vorgelegt und zeitnah umgesetzt werden“, erklärt Panse abschließend.
Viele Gäste vor dem Erfurter Rathaus
Auch in diesem Jahr steht der Chanukka-Leuchter wieder vor dem Erfurter Rathaus und dies ist ein wichtiges und gutes Zeichen. Seit 10 Jahren ist es zu einer wunderschönen Tradition geworden, dass die erste Kerze am Chanukka-Leuchter gemeinsam bei einer Feier entzündet wird. Mit Musik, Glühwein und Pfannkuchen feiern die Mitglieder der Jüdischen Landesgemeinde mit den Erfurterinnen und Erfurtern den Beginn des Lichtfestes.
Chanukka erinnert an das Ölwunder zur Einweihung des 2. Tempels. Jeden Tag wird eine weitere Kerze entzündet, bis es am Ende acht sind. Am Ende (oder dazwischen) feiert die jüdische Landesgemeinde ebenso traditionell den Chanukka-Ball im Erfurter Kaisersaal. Auch an diesem Sonntag werden wieder viele Gäste dabei sein und ich freue mich darauf. Bei der heutigen Entzündung der ersten Chanukka-Kerze waren auch der Ministerpräsident und der Oberbürgermeister zu Gast. Ich wünsche allen jüdischen Freundinnen und Freunden in Erfurt und in Israel ein frohes Chanukkafest!
Suleman Malik, der Sprecher der Ahmadiyya-Gemeinde war ebenfalls dabei und hat ein bemerkenswertes Statement auf Facebook gepostet. Dabei hat er mit deutlichen Worten erklärt, warum er jede Form von Antisemitismus ablehnt und mit Sorge verfolgt, dass israelische Fahnen verbrannt werden und zu Gewalt aufgerufen wird.Ich finde es ist ein ausgesprochen gutes Signal, wenn Christen und Muslime an dieser Stelle klar Position beziehen!
Die aufgeregte Diskussion um Jerusalem als Hauptstadt Israels erscheint mir als ein gesucht und gefundener Grund um zu Gewalt aufzurufen. Ein bemerkenswerter Artikel dazu findet sich in der Baseler Zeitung – sehr lesenswert!
Bilder vom Chanukka-Leuchter
Als gefährliche Mischung aus weltfremdem Populismus und Realitätsferne bezeichnet CDU-Fraktionschef Michael Panse die Forderungen der linken Stadträtin Karola Stange. Sie fordert u.a. freie Straßenbahnfahrten während der BuGa. Zudem will sie nötige Investitionen weiter zurückstellen, die bereits mit der bisherigen Stadtpolitik vernachlässigt wurden.
„Was Frau Stange hier als Alternative verkaufen will, ist lediglich die Fortsetzung bzw. sogar eine Verstärkung der bisherigen rot-rot-grünen Abwärtsspirale“, betont Panse. Allein die Forderung nach einem begrenzten Zeitraum mit kostenfreiem ÖPNV dürfte für das halbe Jahr, vorsichtig geschätzt, eine Summe von circa 30 Mio. Euro nach sich ziehen. Obwohl eigentlich neue Schulden für den städtischen Haushalt vermieden werden müssen, entstünden somit allein bei einer Umsetzung dieses Vorschlags immense Mehrbelastungen.
„Eine Entlastung des Haushalts sieht anders aus“, moniert Panse. Nötige Investitionen will Stange hingegen auf die lange Bank schieben. Die Verzögerung der Kita-Sanierung wolle sie nun bei den Schulen fortsetzen. Die Sanierung von Schulen ist jedoch dringend überfällig. Dies weiter zu vernachlässigen ist sträflich gegenüber Kindern und deren Eltern, jedoch keine Alternative.
Die Grundschulkinder aus Eisenach
Erfahrungsgemäß wird in den letzten drei Wochen vor Weihnachten der Terminplan immer dichter. Neben dem kommunalpolitischem Alltagsgeschäft laden viele Vereine und Verbände zu Weihnachtsfeiern ein. Besinnlichkeit und Ruhe gibt es meist erst unmittelbar vor den Weihnachtstagen. Da fällt es nicht leicht sich zu entscheiden, zu welcher Veranstaltung man geht wenn sich die Termine überschneiden.
Aber es gibt auch Termine, die zum Jahreskalender einfach dazu gehören. Heute, morgen und am Wochenende sind gleich vier davon. Die Weihnachtsfeier der CDU-Stadtratsfraktion gemeinsam mit den sachkundigen Bürgern der Fraktion und den Geschäftsstellen heute Abend, das Entzünden der ersten Chanukka-Kerze vor dem Erfurter Rathaus morgen Abend und der Chanukka-Ball am Sonntag im Erfurter Kaisersaal sind “gesetzte Termine”.
Dazu gehört auch in jedem Jahr der Jahresempfang der Evangelischen Schulstiftung in der Aula des Erfurter Ratsgymnasiums. Zur Evangelischen Schulstiftung gehören neben vielen Schulen in Thüringen und Sachsen-Anhalt mit 5.150 Schülerinnen und Schülern auch vier Kindertageseinrichtungen. Im zu Ende gehenden Jahr stand das 500jährige Lutherjubiläum im Mittelpunkt und so hatte der Stiftungsvorstandsvorsitzende Marco Eberl als Festrednerin zum Jahresempfang die Luther-Botschafterin Dr. Margot Kässmann eingeladen. Sie würdigte, ebenso wie zuvor bereits Ministerpräsident Bodo Ramelow bei seinem Grußwort, das Engagement in Thüringen zum Lutherjahr. Schülerinnen und Schüler von der Evangelischen Grundschule “Katharina von Bora” aus Eisenach sangen in historischen Kostümen Lieder aus dem Luther-Musical. Wie in jedem Jahr war der Empfang eine tolle und würdige Gelegenheit Danke zu sagen.
Bilder vom Jahresempfang
Das Heimspiel verloren
Auch diesen Samstag hat es wieder nicht geklappt. Seit über 14 Jahren, genau dem 1.3.2003, warten wir darauf den Suhler Problemwolf zu erlegen. Wir spielen aktuell in der 25. Bundesligasaison. Seit 1992 spielen wir (bis auf die Spielzeit 1996/1997) durchgängig in der 1. oder 2. Volleyballbundesliga. Bis 2002 durchaus erfolgreicher, als Suhl. Aber mit dem gemeinsamen Aufstieg in die 1. Liga war es vorbei und alle folgenden Spiele haben wir verloren.
In diesem Jahr war die Hoffnung groß den Bock umzustoßen. Suhl lag hinter uns in der Tabelle, hat eine schwierige Saison absolviert und keine feste Heimstätte. Trotzdem waren eine Menge Fans am Samstag Abend aus Suhl nach Erfurt gereist und am Ende des Abends konnten sie, wie vor einigen Wochen in Meiningen, über einen 1:3 Sieg jubeln. Die Enttäuschung auf Erfurter Seite war hingegen groß. Den Tabellenplatz mussten wir nun mit Suhl tauschen und es wird jetzt ein schweres Stück Arbeit den Klassenerhalt zu schaffen. Ein großes Dankeschön geht an das Erfurter Tanzhaus. Die größte Erfurter Tanzschule unterstützte uns mit zwei Tanzgruppe in der 10-Minuten-Pause. Kurzzeitig keimte danach Hoffnung auf, als wir den dritten Satz drehten. Aber der vierte und letzte Satz ging wieder klar an Suhl.
Kommendes Wochenende geht es nach Potsdam und im Februar steht das Rückspiel gegen Suhl in Meiningen auf dem Programm. Vielleicht klappt es ja dann mit der Wolfsjagd.
Bilder vom SpielSpielbericht
Jerusalem ist für mich die Hauptstadt Israels!
Deutlich länger, als zunächst geplant, hat die ärztlich verordnete Zwangspause gedauert. Die Lungenentzündung, die mich vor nunmehr drei Wochen erwischt hat, hat sich mit allen Folgeerscheinungen und Untersuchung heftig hingezogen. Neben der Krankschreibung sind viele Termine ersatzlos entfallen (und die Erde hat sich trotzdem weiter gedreht) und ich habe die überwiegende Zeit zu Hause verbracht.
Besonders unangenehm war dies dann in den letzten Tagen, wenn man sich eigentlich wieder gut fühlt, aber trotzdem noch im Schongang bewegen muss. Mir fehlte durchaus die regelmäßige sportliche Herausforderung – zwei bis drei Mal in der Woche Sport. Stattdessen ist das tägliche Fernsehprogramm auf die Dauer frustrierend. Selbst die Berichterstattung zu den politischen Themen begeistert da kaum – was auch an den Themen liegt, vor allem aber an dem “Strickmuster” wie sie bearbeitet werden.
Zwei Themen dominieren derzeit und mit Erstaunen verfolgt man da die Diskussionen. Die Entscheidung von Trump die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, sorgt weltweit für heiße Diskussionen und in der arabischen Welt, bzw. bei den Palästinensern für Empörung. Völlig unverständlich ist für mich, wie aus so einer Entscheidung allerdings die Begründung zum sogenannten “heiligen Krieg” abgeleitet wird. Ebenso unverständlich ist das Auftreten von Demonstranten hier in Deutschland. Brennende israelische Fahnen in Berlin, Judenhetze und gewalttätige Auseinandersetzungen sind völlig inakzeptabel und ich kann nur hoffen, dass da eine klare rechtliche Linie gezogen wird.
Jerusalem ist für mich die Hauptstadt Israels. Die Knesset, das israelische Parlament, ist in Jerusalem. Alle Ministerien sind es ebenso. Ich bin erstaunt, wie viele Politiker sich zu Wort melden, die jetzt schlaue Ratschläge geben, aber sich noch nie mit der Situation vor Ort beschäftigt haben. Ich war in den letzten 25 Jahren 15 Mal in Israel – aber auch in den besetzten Gebieten, zuletzt im Februar. Dass Trump jetzt den Botschaftsumzug veranlassen will ist nicht neu und auch nicht überraschend. Im Wahlkampf hatte er dies angekündigt. Bereits im Februar habe ich darüber mit Freunden in Israel diskutiert. Logistisch wird die eine Herausforderung – sowohl von der Größe der US-Botschaft in Tel Aviv, als auch von dem Aufwand der betrieben werden muss (geeignete größere Grundstücke und bauliche Vorbereitungen. Also von jetzt auf gleich zieht die Botschaft nicht um. Ich kann mich daran erinnern, dass es eine Diskussion, über die Botschaftsfrage schon immer gab. Vor über 20 Jahren hatte schon die Junge Union den Umzug der Deutschen Botschaft gefordert. Die jetzige Entscheidung von Trump mag nicht besonders klug sein, aber er tut konsequent das was er gesagt hat.
In der Bundespolitik ist dies hingegen derzeit ganz anders. Der gerade stattfindende Parteitag der SPD ist nur ein Beleg dafür. Ergebnisoffene Vorgespräche soll es nun geben. Das ist weder klar noch konsequent. Die SPD windet sich und ich habe den Eindruck sie wollen nicht, weil sie es auch nicht können. Die Rede der noch amtierenden Ministerin Bätschi-Nahles lässt ahnen, was sich nächste Woche bei den “Vorgesprächen” abspielen wird. In den letzten Tagen bin ich persönlich zu der Ansicht gekommen, dass eine Minderheitsregierung oder eine Neuwahl keine Optionen sein sollten, die die CDU ausschließt.
Meine Krankschreibung ist nun endlich vorbei – ab diesem Wochenende wird wieder aktiv angegriffen. Sportlich zunächst morgen in der 1. Bundesliga beim Derby unser Damen, kommunalpolitisch dann wieder in der kommenden Woche.
Die diesjährigen Preisträger
Jedes Handy kann inzwischen Matheaufgaben lösen, zu deren Lösung wir früher das Schulbuch Tabellen und Formeln benötigten. Was ein Rechenschieber ist, weiß heute kaum ein Schulkind mehr und so könnte man erwarten, dass Mathe auf der “Hitliste der Schulfächer” nicht mehr vorhanden ist.
Erfreulicherweise gibt es aber immer noch genügend Mathe-Begeisterte. Gradmesser dafür ist die jährliche Matheolympiade. Heute Abend wurden die diesjährigen Erfurter Preisträger der 57. Matheolympiade in der “guten Stube” im Festsaal des Rathauses geehrt. Besonders gefreut habe ich mich, dass unser Sohn unter den 60 Preisträgern war. 134 Schülerinnen und Schüler der 5-12 Klassen von 10 Erfurter Gymnasien haben an der 2. Stufe teilgenommen (darunter 1/3 Mädchen).
Vier komplizierte Aufgaben standen auf dem Programm. Ich könnte von den älteren Klassen keine einzige Aufgabe mehr lösen und dies obwohl ich in meiner Schulzeit auch regelmäßig bei der Matheolympiade dabei. Mathe hilft aber durchaus auch über die konkrete Aufgabenlösung hinaus dabei strukturiert zu denken und Problemlösungen auch in anderen Bereichen anzugehen. Sehr stolz wäre heute auch mein Vater auf seinen Enkel gewesen. Als Mathelehrer, der zudem auch viele Jahre an der damaligen POS 15 (dem heutigen Königin-Luise-Gymnasium meines Sohnes) unterrichtet hat, hätte er sich gefreut, dass Mathe immer noch vielen Schülerinnen und Schülern Spaß macht. Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern!
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