Nachtragshaushalt 2025 – bevor das Haushaltsjahr beginnt

Nachtragshaushalte sind in der Regel ein Beleg dafür, dass der eigentliche Haushalt nicht exakt, oder zu optimistisch geplant wurde, oder sich die Rahmenbedingungen durch unerwartete Mehrausgaben (selten auch Mehreinnahmen) oder gesetzliche Regelungen geändert haben.

Nachdem in Erfurt für das laufende Haushaltsjahr bereits fünf außer- und überplanmäßige Ausgabenlisten vom Finanzausschuss und Stadtrat beschlossen wurden liegt nunmehr ein Nachtragshaushalt auf dem Tisch – für 2025, also bevor das Haushaltsjahr überhaupt erst beginnt.

Die ursprünglich dafür von der Verwaltung vorgesehene vierwöchige Beratungszeit wurde auf Antrag der CDU im Finanzausschuss um einen Monat verlängert. Nunmehr ist die Abschlussberatung und ggf. auch Beschlussfassung dafür am 11. Dezember 2024 geplant. In der heutigen Fraktionssitzung habe ich unsere Fraktion zum Nachtragshaushalt informiert und in der kommenden Woche werden wir ihn dann intensiv im Fraktionsarbeitskreis Finanzen beraten.

Ein Nachtragshaushalt muss laut Thüringer Kommunalordnung § 60 aufgestellt werden, wenn es erhebliche Abweichungen zum bestehenden Haushalt gibt. Mit den für 2025 geplanten Mehrkosten von 17 Millionen im Verwaltungshaushalt und rund 6 Millionen im Vermögenshaushalt ist dies zweifellos der Fall.

Der wesentlicher Unterschied eines Nachtragshaushalts zum eigentlichen Haushalt ist, dass es kaum Gestaltungsspiel für neue Projekte oder Mehrausgaben gibt. Alle veranschlagten Mehrausgaben sind unabdingbar und dafür wurden Deckungsquellen gesucht und gefunden. Ob der Haushalt weitere „Reserven“ bieten würde ist schwer zu sagen, da das Haushaltsjahr 2025 noch gar nicht begonnen hat. Insofern wäre aber jede Beschlussfassung zu weiteren Mehrausgaben Glaskugelleserei.

Der Nachtragshaushalt treibt den Haushaltsentwurf 2025 erstmals deutlich über die Milliardengrenze (1,044). Vorangegangene Haushalte lagen immer noch knapp darunter, allerdings war der HH-Abschluss 2023 mit 1,038 Mrd. auch schon darüber.

Wesentliche Mehrkosten gibt es im Bereich der sozialen Sicherung (Hilfe zur Pflege, Asylbewerber Leistungsgesetz, Jugendhilfe und Hilfen zur Erziehung mit über 13 Millionen. Um 4,5 Millionen steigen die Ausgaben für Abfallentsorgung und um 1,2 Mio. die Energiekosten. Im Gegenzug steigen auch Einnahmen – u.a. bei der sozialen Sicherung um 5.85 Millionen, Abfallentsorgung 4,089 Mio. (mit der neuen Gebührensatzung beschlossen), Zinsen aus Geldanlagen 1,8 Mio. und Mehrbelastungsausgleich 2,238 Millionen. Als Einnahmen fallen auch 2 Mio. aus dem Landesausgleichsstock weg. Da dies nicht zur Deckung der Mehrkosten reicht werden rund 6 Mio. aus der Sonderrücklage dem Verwaltungshaushalt zugeführt.

Rund 1,7 Mio. werden zwar im Haushalt bewegt, aber nur als Durchlaufposten zur Eingliederung der Multifunktionsarena in den Erfurter Sportbetrieb.

Der Stellenplan (immer noch der größte Kostenfaktor im kommunalen Haushalt) sieht eine Erweiterung von 14,8 Stellen vor – für die Umstrukturierung MFA/ESB sowie Steigerungen im Jugend- und Sozialamt. Offen ist noch die Frage, wo der neue Sportbeauftragte verortet ist und wie und in welchem Umfang Anpassungen der Personalschlüssel bei den freien Trägern der Kindegärten kalkuliert wurden.

Breiten Raum im Nachtragshaushalt nehmen die Veränderungen der Verpflichtungsermächtigungen ein. Dies sind die mittelfristigen „Planzahlen“ und dabei ist der größte Wegfall in der kurzfristigen Planung der Schulstandort Greifswalder Straße und hinzu kommen VE für den Neubau der Zentralen Leitstelle Mitte.

Der Nachtragshaushalt bietet kein Gestaltungsspiel, lediglich der Seniorenpass mit 400.000 Euro bietet etwas Neues. Bei den Beratungen zum Nachtragshaushalt werden wir auch sicher auf die Bremse treten, um nicht neue Löcher aufzureißen. Klar ist für die CDU aber auch, dass ein neuer Haushaltsentwurf für 2026 und fortfolgende unsere Kritik an vergangenen Haushalten aufnehmen muss. Er muss pünktlich vorgelegt werde. Er muss den Verwaltungshaushalt in seinem Wachstum begrenzen und er muss Geld für den dringend notwendigen Schulbau zur Verfügung stellen.

Leider wieder punktlos aus Wiesbaden zurück…

Nach Wiesbaden bin ich in den letzten Jahren häufig mitgefahren, wenn wir dort unsere Bundesligaspiele hatten. Leider sind wir meist mit leeren Händen von dort zurück gekommen. Auch gestern war es wieder so.

Optimistisch haben wir uns auf die Reise gemacht – dieses Mal wieder mit Schuchort-Reisen. Die Stimmung im Bus war gut und auch der Empfang in Wiesbaden war herzlich. Mit dem Geschäftsführer des VC Wiesbaden und dem Trainer Bene Frank habe ich mich etwas ausführlicher zur Situation der 1. und 2. Volleyballbundesliga ausgetauscht. Es bleibt die größte Herausforderung die 1. Liga um mindestens 4-5 Mannschaften aufzustocken. Die Freude der Wiesebadener über unsere Rückkehr war groß – allerdings auch weil wir meistens Punkte mitbringen 😉

Im letzten Jahr haben wir als Zweitligist gegen Wiesbaden erst denkbar knapp im Tie-Break mit 2:3 im Pokal verloren. Auch gestern Abend mussten wir leider ohne Punkte heimfahren. In den ersten beiden Sätzen haben unsere Mädels gut gekämpft, aber auf der Zielgerade die beiden Sätze mit 23:25 verloren. Im dritten Satz war dann etwas die Luft raus und er endete mit 18:25. Aber wir werden uns in dieser Saison noch mindestens zwei Mal auf dem Feld gegenüber stehen. Am 28.12. wird Wiesbaden zum “Weihnachtsspiel” nach Erfurt kommen. Ich bleibe optimistisch, dass spätestens dann was geht.

Bilder aus Wiesbaden

Artikel in der TA zum Spiel

news-stadt.de Wiesbaden

Verfassungsgeburtstag

“Die demokratisch verfasste Rechtsordnung erhalten. Politische Freiheit in der Bewährung” Unter dieser Überschrift fand der heutige Festakt zum 31. Jahrestag der Thüringer Verfassung statt. Wichtige und nachdenkliche Worte richteten die Redner Landtagspräsident Thadäus König, Ministerpräsident Bodo Ramelow, der Präsident des Thüringer Verfassungsgerichtshofs Dr. Klaus von der Weiden und der Rektor der FSU Jena Prof. Dr. Klaus Dicke an die Abgeordneten, ehemaligen Landtagsabgeordneten und geladenen Gäste. Auf der Tribüne verfolgten zahlreiche Schülerinnen und Schüler den Verfassungsgeburtstag.

Unsere Verfassung hat sich zweifellos bewährt. Es gab in den letzten 30 Jahren nur wenige Änderungen daran. Insofern scheint es mir entbehrlich, dass man sich um die Verfassung sorgt. Ja, die Partei, die unsere Verfassung gering schätzt, hat eine Ein-Drittel-Minderheit im Landtag und kann (und wird) damit Verfassungsänderungen verhindern. Aber unsere Verfassung ist auch die stärkste Basis gegenüber einer als rechtsextrem eingestuften Partei.

Ausstellungsverbot richtiger Schritt

Die CDU-Fraktion begrüßt das Verbot einer propalästinensischen Kunstausstellung im PopUp-Store der Stadtverwaltung. Die Stadt handelt richtig, da politische Meinungsäußerungen wenig mit städtischer Wirtschaftsförderung und Existenzgründung haben.

„Der Sinn und Zweck des PopUp-Stores in der Marktstraße besteht nicht darin, Raum für politische Meinungsäußerung zu sein. Der Store wurde eingerichtet, damit Existenzgründer und lokale Händler ihre Geschäftsideen testen und präsentieren können. Der Oberbürgermeister hat mit dem Verbot dieser politischen Ausstellung in den Räumlichkeiten richtig gehandelt“, betont Stadtrat Michael Panse.

Im PopUp-Store sollte gestern eine Kunstausstellung stattfinden, die von propalästinensischen Aktivistengruppen organisiert wurde, unter anderen von „Jena für Palästina“, die das Israelische Vorgehen gegen die Hamas in Folge des verbrecherischen Überfalls vom 07. Oktober 2023 als „Genozid“ bezeichnet.

Michael Panse stellt klar: „In Erfurt darf es keinen Raum für Antisemitismus geben. Die Stadt steht an der Seite ihrer Partnerstadt Haifa in Israel. Das Verbot der Ausstellung ist auch aus diesem Grund richtig.“

Wie ticken die Thüringerinnen und Thüringer?

Die Antwort auf diese Frage fällt selbst Meinungsforschern schwer. Zudem sind alle Meinungsumfragen nur Momentaufnahmen, die sich ständig verändern. Mit den beiden CDU Ortsverbänden “Am Petersberg” und “Am Steiger” waren wir gestern Abend im INSA-Haus am Steiger zu Gast. Hermann Binkert, der 2009 das INSA-Consulere “Institut für neue soziale Antworten” gegründet hat, stellte uns sein Meinungsforschungsinstitut vor und diskutierte mit uns was Politik aus Meinungsumfragen mitnehmen kann.

Wie die Thüringerinnen und Thüringer zur aktuellen Hängepartie in der Landespolitik stehen, wird INSA in den nächsten Tagen vorstellen. Wie sich die grundsätzlichen Einstellungen in den letzten Jahrzehnten verändert hat konnten wir diskutieren. Die CDU hat mit zahlenmäßig ähnlichen Stimmenzahlen, ganz unterschiedliche Prozente und damit Gestaltungsspielräume eingefahren. Angesichts der deutlich gestiegenen Wahlbeteiligung reichen aber heute die sogenannten “Stammwählerinnen und Stammwähler” nicht einmal mehr zu großen Koalitionen. Die Schwäche der SPD kommt noch hinzu und so wird es wohl auch in den nächsten Jahren schwer, Mehrheiten zu organisieren. Wir merken dies auch in der Kommunalpolitik. Auch da ist vieles in Bewegung. Anfang des Jahres hatte der damalige Oberbürgermeister eine Meinungsumfrage in Auftrag gegeben, die ihn bei 45 Prozent sah. Auch dies war nur eine Momentaufnahme, die sich wenige Wochen später total gedreht hat.

Für uns war der Abend und die Diskussion mit Hermann Binkert ein wichtiger Impuls und wir nehmen das Fazit mit, dass Umfragen wichtig sind, aber nicht die Politik bestimmen dürfen. Die Parteien (alle) müssen für ihre Grundüberzeugungen werben und sie müssen Antworten geben. Das “Institut für neue soziale Antworten” tut dies in seinem Bereich. Vielen Dank für den interessanten Abend!

Bilder vom Besuch bei INSA

Wie weiter im Landtag?

Mit einer Stipendiatengruppe der Konrad-Adenauer-Stiftung habe ich mich heute Abend im Thüringer Landtag – passenderweise im Bernhard Vogel Saal – getroffen, um über die aktuelle politische Situation zu sprechen. Im Landtag selbst ist es derzeit auffallend ruhig, weil der normale Plenarbetrieb noch nicht richtig ins laufen gekommen ist. Es tagen zwar einzelne Ausschüsse, aber selbst deren Zusammensetzung ist noch nicht final festgelegt. Zwei Abgeordnete des BSW habe ich zu einem kurzen Gespräch getroffen – beide kenne ich schon länger, der eine war einst bei der CDU engagiert und der andere bei den Linken. Auch die beiden vermochten nicht zu sagen wo die Reise hingeht und sie versprühten Zweckoptimismus.

Mit den Studentinnen und Studenten habe ich dafür um so intensiver diskutieren können. Insbesondere um die Fragen der politischen Bildung machen sie sich Gedanken. Während der Erstellung des Wahl-O-Mat hatte ich bereits zwei von ihnen kennenlernen können. Es gibt zweifellos viele junge Menschen die sich politisch interessieren und engagieren – aber es ist eben leider die Minderheit. Um so mehr freue ich mich, wenn es Gruppen gibt, die neugierig sind, nachfragen und sich Gedanken machen. Morgen werden ist daran anknüpfend eine Schülergruppe im Rathaus zu Gast haben und kommende Woche kommen Studentinnen und Studenten der Katholischen Studentengemeinde zur Gesprächsrunde ins Rathaus.

Vorstandsneuwahl beim Stadtsporttag

Die Erfurter Sportfamilie wird immer größer. Derzeit sind im Stadtsportbund 266 Vereine mit 38.888 Mitgliedern registriert. Seit vielen Jahren ist dies eine sehr große Vereinsanzahl. Kooperationen oder Zusammenschlüsse gelingen nur selten und so bedeutet die große Vereinsanzahl auch, dass die zur Verfügung stehenden Sporteinrichtungen (in der Regel Hallen und Fußballplätze) sehr knapp sind. Die Vergabe der Hallenzeiten wurde gestern sowohl beim Stadtsporttag diskutiert, als auch von uns am Vormittag mit dem Erfurter Sportbetrieb besprochen. Da der Neubau von Hallen nur über einen längeren Zeitraum gelingen wird, muss sich der neu gewählte Vorstand des Stadtsportbundes mit der Vergabefrage prioritär beschäftigen.

Beim Stadtsporttag waren im Parksaal der Multifunktionsarena 61 Vereine vertreten. Birgit Pelke kandidierte erneut als Vorsitzende und wurde einmütig gewählt. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit!

Mittendrin statt nur dabei

Tosca steht aktuell auf dem Spielplan des Theaters Erfurt und dies nicht zum ersten Mal. Bereits 2016 wurde die Tosca auf den Domstufen im Rahmen der Domstufenfestspiele gezeigt.

Auch dieses Mal ist die Aufführungen nicht alltäglich, sondern bietet bis zu 80 Zuschauerinnen und Zuschauern die Möglichkeit, direkt auf der Bühne dabei zu sein. Tosca on Stage hat um die drehbare Bühne eine halbrunde Hörsaal-Bestuhlung und damit werden die Besucherinnen und Besucher Teil der Aufführung.

Mit meinem Sohn Jonas war ich gestern Abend live dabei und es hat uns ausgesprochen gut gefallen. Im Netz findet sich eine eigene Homepage zu Tosca on Stage. Bis Ende des Jahres gibt es noch einige Aufführungen, allerdings werden die Karten schon knapp. Ich werde mir sicher die Tosca noch einmal von der anderen Seite ansehen.

Bilder von Tosca on Stage

Ausstellungseröffnung “Sei a Mensch”

Gestern Nachmittag fand die Eröffnungsveranstaltung der Fotoausstellung “Sei a Mensch” im Erfurter Stadtmuseum statt. Bis zum 30. März 2025 sind dort die Bilder der Künstlerin Halina Hildebrand, die sie in Israel nach dem 7. Oktober aufgenommen hat. Es sind beeindruckende Bilder, die traurig und nachdenklich machen.

Vor einigen Monaten sind Maja Eib, Leiterin der Konrad-Adenauer-Stiftung , und Maria Stürzebecher, UNESCO-Welterbebeauftrage, auf mich zugekommen und wir haben gemeinsam überlegt, wie und wo die Ausstellung in Erfurt präsentiert werden kann. Ursprünglich wollten wir sie im Rathaus zeigen, aber erfreulicherweise hat das hat der Oberkurator des Erfurter Stadtmuseums Hardy Eidam zugesagt, die Ausstellung in seinen Räumen für die nächsten Monate zu zeigen. Die Landeszentrale für politische Bildung hat einen großen Teil der Finanzierung übernommen und wir konnten viele Projektpartner gewinnen.

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Erfurt, der Förderverein Jüdisch-Israelische Kultur in Thüringen und das Netzwerk Jüdisches Leben Erfurt unterstützen die Ausstellung und wir hoffen gemeinsam auf viele Besucherinnen und Besucher.

Neben dem Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Dr. Reinhard Schramm durfte ich zu den 75 Teilnehmern der Ausstellungseröffnung als Stadtratsvorsitzender ein Grußwort sprechen. Dabei habe ich auch über unsere Kontakte in unsere Partnerstadt Haifa gesprochen.

Der Anlass für die Bilder von Halina Hildbrand ist der 7. Oktober 2023 mit dem verbrecherischen Überfall der Hamas auf Israel und alles was in Folge dieses Überfalls geschehen ist. Über 1.200 ermordete Menschen, missbraucht, misshandelt und verschleppt – auch heute noch über 100 Geisel in Händen der Hamas machen unendlich traurig und haben Leid sowie Angst und Sorge für die Menschen in der Region gebracht.

Am 7. Oktober 2023 um 18 Uhr habe ich schweren Herzens unsere von der Stadt Erfurt geplante Bürgerreise mit 43 Erfurterinnen und Erfurtern nach Haifa abgesagt. Am Sonntagmorgen, dem 8. Oktober wollten wir fliegen. Das ganze Ausmaß war zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt, aber ich habe schon geahnt, dass eine Gruppen-Reise nach Israel sobald nicht wieder stattfinden kann und wahrscheinlich auch nie wieder so unbeschwert, wie in der Vergangenheit.

Ich war sehr oft in Israel. Ich durfte Für die Junge Union und die CDU Pilgerreisen und für die Landeszentrale für politische Bildung politische Bildungsreisen organisieren, war selbst auch mit meiner Familie etliche Mal in Israel. Mich haben das Land, aber vor allem auch die Menschen fasziniert und immer wieder motiviert nach Israel zu reisen. Mein Ziel war bei der Organisation von Reisen immer, so viele Menschen, wie möglich nach Israel zu bringen und für dieses Land zu begeistern. Dabei habe ich auch immer das festgehalten, was ich gesehen habe – mit Fotos – über 8.000 habe ich allein in den letzten Jahren in virtuellen Fotoalben gesammelt. Alle diese Bilder zeigen die schönen Seiten von Israel und fröhliche Menschen, bei allen politischen Schwierigkeiten, die es in den Jahren immer gab.

Im April dieses Jahres war ich zuletzt in Israel und es war vieles anders. Ich habe Freundinnen und Freunde in Israel getroffen und war an den Orten, wo ich auch sonst hingereist bin. Aber ich konnte danach nicht fröhliche und unbeschwerte Bilder auf meiner Homepage oder den Social-Media-Kanälen teilen. Bei einer der Großdemonstrationen in Jerusalem habe ich in die sorgenvolle Gesichter der Angehörigen geschaut.

Halina Hildebrand war im letzten Jahr vier Mal in Israel und hat in vielen Bildern dokumentiert, was sie gesehen hat. Bei der Ausstellungseröffnung hat sie darüber mit Hardy Eidam gesprochen. Einer der Angehörigen der Geisel hat zu ihr in Israel gesagt: “Sie machen nicht Kunst mit unserem Leid, sie machen unser Leid mit künstlerischen Mitteln sichtbar.”

Die Ausstellung, die zuletzt im September in Hamburg und Bonn gezeigt wurde, zeigt neben den großformatigen Fotos auch Videodokumentationen. Ich bin sehr dankbar, dass diese Ausstellung in Erfurt bis zum Ende der Jüdisch-Israelischen Kulturtage im März 2025 zu sehen sein wird. Die vielen Projektpartner werden um diese Ausstellung Veranstaltungen, insbesondere auch mit Schulen, organisieren. Zu sehen ist die Ausstellung im Erfurter Stadtmuseum “Haus zum Stockfisch”, Johannesstraße 169 und der Eintritt ist frei.

Informationen zur Ausstellung

Bilder der Vernissage

Artikel in der TA zur Ausstellung

Michael Panse als Finanzausschussvorsitzender wiedergewählt

Der Ausschuss für Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung und Vergaben hat in seiner gestrigen konstituierenden Sitzung Michael Panse erneut zum Vorsitzenden gewählt. Als erfahrener Finanzpolitiker der CDU-Fraktion wird Michael Panse auch in dieser Wahlperiode die Geschicke des Ausschusses lenken.

„Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit im Ausschuss und bedanke mich für das entgegengesetzte Vertrauen. Solide Finanzen bleiben weiterhin unser Ziel, aber wir müssen auch bereit sein, gezielt in die Zukunft zu investieren, insbesondere im Schulbereich“, erklärt Michael Panse nach seiner Wahl.

In der gestrigen Sitzung wurde auf Antrag der CDU-Fraktion die Beratungszeit über den 1. Nachtragshaushalt 2025 um einen Monat verlängert. Panse erklärt dazu:

“Rund die Hälfte der Stadträtinnen und Stadträte sind neu und auch in den Gremien, wie dem Finanzausschuss, sind viele Mitgliederinnen und Mitglieder sowie sachkundige Bürger neu im Amt. Die ursprünglich von der Verwaltung nur für vier Wochen geplante Zeit für den Nachtragshaushalt, inklusive der Beratung in allen Ortsteilen und Fachausschüssen, war zu kurz bemessen. Die finale Abstimmung soll nun erst im Dezember-Stadtrat erfolgen und somit Zeit für eine umfängliche Beratung und gegebenenfalls auch für Änderungsanträge bieten.”