Langsam wird es ernst

Im Erfurter Theater
Atlanta kommt immer näher. In 10 Tagen werde ich meinem Sohn Jonas nach Atlanta fliegen und in dort die ersten Tage der Eingewöhnung erleichtern. Schließlich will man ja auch wissen, ob der Große gut ankommt. Ab Mitte August wird Jonas zwei Semester an der Georgia Tech studieren. Nach zwei Jahren an der TU Dresden haben wir als seine Eltern daher gestern den Rückumzug nach Erfurt organisiert. Heute hatte ich dafür noch einmal einen ganzen Papa-Sohn-Tag. Aber es begann durch aus mit Arbeit… Erstmal musste in der Garage Platz geschaffen werden, dass noch zwei Fahrräder rein passen (OK, aufräumen war sowieso fällig). Danach ging es an den Erfurter Nordstrand zum wakeboarden. Am frühen Abend folgte das EM-Spiel der Damen im TV. In der Halbzeitpause reichte gerade die Zeit, um den Beefer anzuheizen. Das ausgesprochen spannende Finalspiel gegen England ging gerade in die zweite Hälfte der Verlängerung, da mussten wir aufbrechen. Im Erfurter Theater gibt es derzeit das Domkino zu den Domfestspielen. Nabucco hatte ich schon zur Premiere auf dem Domplatz erlebt und da alle Tickets ausverkauft waren, mein Sohn als Fagottspieler aber ausgesprochen Musik begeistert ist, nutzten wir diese Möglichkeit. Das Orchester auf der Bühne und die Ansicht der Domstufen auf der Leinwand – uns hat das ausgesprochen gut gefallen. Das einzige, was den Abend getrübt hat war das Fußballergebnis. Mit 1:2 verloren unsere Damen in Wembley in der 114. Minute. Bilder vom Sonntag

Weltmeisterliches Oberhof – Aufbruch in eine neue Zeit

Ausstellungseröffnung
Treffender kann der Ausstellungstitel nicht sein! Mitten im Hochsommer wurde heute die Wintersportausstellung am Kurpark in Oberhof eröffnet. Dort ist die lange Wintersporttradition Oberhofs dokumentiert, aber auch die hochmodernen Sportstätten, die dort gerade für die Doppel-WM 2023 entstehen. Für den Thüringer Schlitten- und Bobsportverband war ich heute gerne mit dabei. Vor der Eröffnung der Ausstellung durch Dr. Hartmut Schubert (Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Thüringer Wintersportzentrum und WM sowie Oberhof-Beauftragter der Landesregierung) und Thomas Schulz (Bürgermeister Oberhof) gab es eine Sportler-Talkrunde. Unser Rennrodler und Olympiateilnehmer Max Langenhan, der Weltcup-Biathlet Philipp Horn, die U23-Langlaufweltmeisterin Lisa Lohmann und die Bronzemedaillengewinnerin mit der Biathlon-Staffel bei den Olympischen Spielen Vanessa Voigt warben für den Wintersportstandort Oberhof und die Doppel-WM im nächsten Jahr. Mit Max konnte ich danach noch etwas über die bevorstehende Saison sprechen. Sein Ziel ist es bei der Heim-WM in Oberhof anzugreifen, aber dafür werden die Wintersportler auch im Hochsommer gemacht – also die intensive Trainingsphase beginnt jetzt. Die ersten beiden Weltcup-Rennen der neuen Saison werden Ende November und Anfang Dezember in Innsbruck sein und ich hoffe da mit vor Ort sein zu können. Oberhof ist immer eine Reise wert – mit der neuen kleinen Ausstellung ist ein weiterer Grund hinzu gekommen. Bericht im MDR Bilder von der Ausstellungseröffnung  

Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“

Das Logo der Aktionstage
Veranstaltungsplanung: Vom 14. bis 20.11.2022 finden bereits zum fünften Mal die bundesweiten Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“ statt, die von den Landeszentralen sowie der Bundeszentrale für politische Bildung koordiniert werden. Die LZT lädt dazu ein, selbst Teil der Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“ 2022 zu werden und sich mit eigenen Veranstaltungen zu beteiligen. Ob klassische Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops oder Ausstellungen, Filmvorführungen und künstlerische Darbietungen zum Themenfeld – alle erdenklichen Formate – ob in Präsenz oder online – aus sämtlichen netzpolitischen Themenbereichen sind willkommen. Die LZT wird zu den Aktionstagen wieder mit eigenen Veranstaltungen dabei sein, aber wir planen gerne auch Veranstaltungen mit Kooperationspartnern. Alle weiteren Informationen gibt es dazu im beigefügten Link. Aktionstage Netzpolitik   

Einmal Leipzig und zurück für ein Video über die Digedags

Das Titelblatt der ersten Digedags 1955
Dieses Mal war meine Dienstreise nach Leipzig so ein klein wenig auch eine Reise in Kindertage. Kindertage von praktisch jedem in der DDR aufgewachsenen Kind. Mit Prof. Bernd Lindner habe ich ein Videointerview zu seiner Broschüre „Das MOSAIK von Hannes Hegen – Comic in der DDR“. In unserer LZT-Reihe „Die Geschichte hinter dem Bild“ hat Prof. Lindner die Geschichte der populären Digedags und ihres Schöpfers nachgezeichnet. Im Dezember 1955 erschien die erste Ausgabe von 223 folgenden. Die Digedags waren als Gegenstück zu westlichen Comics konzipiert und wurden zu einem Selbstläufer. 200.000 Exemplare zu Beginn und am Ende 1975 660.000 gingen weg wie „warme Semmeln“. Die viel zu wenigen Abos wurden vererbt und allen Sammlern blieb nur der regelmäßige Gang an den nächstgelegene Kiosk. Inzwischen sind die Digedags Sammlerexemplare von hohem Wert. Das erste Heft erzielt Preise von mehreren tausend Euros – selbst in gebrauchtem Zustand. Auch die Nachfolger der Digedags, die ab 1976 erscheinenden Abrafaxe, erreichten noch Kultstatus und sie gibt es heute noch. Somit ist das Mosaik die am längsten erscheinende Comic-Reihe. Das Gespräch mit Prof. Lindner war ausgesprochen informativ und ich konnte viele seiner Unikate bewundern. Im fertiggestellten Video gibt es viele Hintergrundinformationen zu den Digedags. Bis jetzt ist unsere Broschüre „Die Simpsons“ unser Quotenrenner, mit den meisten Bestelllungen. Ich habe so das Gefühl, das „Mosaik von Hannes Hegen – Comic in der DDR“ könnte daran heran kommen. Zu bestellen ist die Broschüre kostenfrei (lediglich Versandkosten) über die Homepage der LZT oder direkt abzuholen in unserer Publikationsausgabe in der Regierungsstraße in Erfurt. Video-Buchvorstellung Online-Bestellung der Broschüre

Doppelte Bike-Tour

Impressionen vom Wochenende
Gleich zwei Mal war ich am Wochenende auf zwei Rädern unterwegs. Einmal allerdings mit 55 PS motorisierter Unterstützung auf meiner Ducati. Mit meinem Neffen und Patenkind Christian war ich rund 300km auf Tour durch den Spessart. Wunderschöne Gegend – tolle Tour, da fahr ich bestimmt noch einmal hin. Um aber auch selbst in Bewegung zu bleiben ging es Sonntagnachmittag noch einmal mit dem Rad auf Tour. Bei den heutigen 34 Grad war allerdings auch die 30km – Runde über Molsdorf herausfordernd genug. Immerhin soll es in der kommenden Woche etwas kühler werden – Gelegenheit wieder die Zweiräder zu bewegen. Einen sportlichen Wochenstart allen Besuhcerinnen und Besuchern meiner Homepage!

Weiterplanen

Unser Programm 2/2022
Momentan fällt es etwas schwer an die Planung von Veranstaltungen, die Ende des Jahres stattfinden sollen, zu denken. Viele sind im Urlaub und somit als Ansprechpartner nicht erreichbar und andere freuen sich auf ihren Sommerurlaub. In der LZT haben wir in dieser Woche dennoch ein umfangreiches Programm für das 2. Halbjahr 2022 vorgestellt. Unser Veranstaltungsprogramm für das 2. Halbjahr 2022 enthält zahlreiche Veranstaltungen, Seminare und Tagungen in ganz Thüringen sowie unsere Bildungsreisen. Dazu gehören auch Angebote speziell für Schüler/Jugendliche/Studierende und drei Ausstellungen. Der Ukraine-Krieg ist einer der Themenschwerpunkte. In unserer Reihe „Das politische Buch im Gespräch“ werden wir zudem 31 Neuerscheinungen in 37 Buchvorstellungen präsentieren. Weitere Informationen zu allen unseren Veranstaltungen gibt es in den sozialen Medien und auf der Homepage der LZT. Da wir mit unserem Programm auch viele Nutzerinnen und Nutzer erreichen wollen, ist es auch im aktuellen Newsletter 12/2022 vorgestellt. In den Sommerferien haben wir nur wenige Veranstaltungen und so bleibt im Newsletter auch Raum auf einige Veranstaltungen zurück zu blicken.

Unerledigte Hausaufgaben

Blick von der Bastion Martin auf das Theater
Während in Erfurt darüber diskutiert wird, ob eine erneute Buga-Bewerbung nun gut oder schlecht ist, waren wir gestern mit der Fraktion auf dem Petersberg um mal nachzuschauen, was von der Buga2021 noch da ist. Leider zogen wir ein ernüchterndes Fazit. Während es vom Domplatz gesehen noch gut aussieht – Hangestaltung, Aufzug, Eingangsbereich zur Festung und die Peterskirche nebst Museum, ist auf der Rückseite nicht mehr viel von einem Buga-Vermächtnis zu sehen. Das Petersbergplateau macht einen eher traurigen Eindruck und am Festungsgraben sind nicht nur alle Pflanzen weg, sondern er ist komplett gesperrt. Ein Zugang von der Seite den Guttenberg-Gymnasiums ist nicht möglich, aber immerhin schaltet sich seit Monaten pünktlich mit der Dämmerung eine Wegebeleuchtung ein – wahrscheinlich für die viele Hasen. Ganz traurig wird es aber an der Baustelle der Brücke zur Bastion Martin. Am Beginn des Bastionskronenpfades wurden nun schon seit vielen Wochen keine Bauleute mehr gesehen. Eigentlich sollte es ein Buga-Projekt werden. Dafür gab es Fördermittel. Die Buga 2021 begann und die Buga 2021 endete, ohne eine Fertigstellungstermin. Aktuell lautet das Ziel 3. Oktober 2022. Da plant die Landesregierung den Tag der Deutschen Einheit in Erfurt und die Straße am Lauentor ist Zufahrtsstraße zum Domplatz. Die Baustelle macht allerdings nicht den Eindruck, dass daraus was wird. Wie unser anderes Brückenprojekt die Panoramabrücke am Schmidtstedter Knoten, wird es wohl ein zeitloses Projekt. Mir fehlt der Glaube daran, dass unsere Rathausspitze in der Lage ist, dies bei einer erneuten Buga besser zu machen und wer alte Hausaufgaben noch nicht erledigt hat, sollte sich keine neuen aufladen. Bilder vom Petersberg

Domstufen-Premiere Nabucco

Beeindruckende Kulisse
Geplant war Nabucco schon für die Domstufenfestspiele vor zwei Jahren – musste damals aber coronabedingt ausfallen. Nachdem es letztes Jahr die Jungfrau von Orleans gab, wurde die Verdi-Oper nun in diesem Jahr auf die Domstufen geholt. Bis zum 7. August 2022 wird es insgesamt 21 Aufführungen geben und nach der umjubelten Premiere von gestern bin ich mir sicher, dass es ein Erfolg werden wird. Bei der Premiere der Domstufenfestspiele ist seit vielen Jahren der bange Blick zum Himmel, schon für die Auswahl der Bekleidung entscheidend. Mehrmals fiel die Premiere in den letzten Jahren dem Regen zum Opfer. In diesem Jahr hatte nicht nur ich den ganzen Tag Geburtstagswetter, sondern auch Regenschirme und Regenkaps konnten zu Hause bleiben. Nabucco gehört zu den Klassikern und häufig gespielten Verdi-Opern. Insofern sind die Melodien und die Handlung dem Publikum vertraut. Beeindruckt hat das Bühnenbild auf den Domstufen, welches bis auf die Klagemauer bzw. das Tor zum Tempel und die Zäune um das Gefangenlager der Hebräer auch durchgängig konstant blieb. Für die Effekte sorgte die Licht und Pyrotechnik. Wie schon in den letzten Jahren spielte das Orchester im Theater und wurde live auf die Bühne übertragen. Dies klappte Dank perfekter Technik sehr gut. Dass, Nabucco den Bogen zum Krieg in der Ukraine schlagen würde, war schon bei den ersten Takten klar, als das Zitat “Ich werde euch alle vernichten” sowohl Nabucco, als auch Wladimir Putin zugeordnet wurde. Den Gefangenenchor gab es zwei Mal – klassisch und danach in einer Zugabe hinterher in den ukrainischen Farben, die sowohl der Chor in Form von Schals trug, als auch mit der blau-gelben Beleuchtung von Dom und Severi. Das Publikum nahm es mit starkem Applaus auf – einige Kritiker störten sich hingegen daran. Ich fand die Premiere grandios und kann Nabucco nur empfehlen. ZDF-Bericht MDR-Bericht Bilder von der Premiere   Concerti

Jahresempfänge

Beim Jahresempfang der CDU
Während sich früher die Jahresempfänge eher im Januar und Februar drängten, ballt sich nun alles kurz vor den Sommerferien. Von Sozialverbänden, über Parteien bis hin zu öffentlichen Institutionen gibt es ein breites Spektrum – oft allerdings mit dem gleichen Teilnehmerkreis. Gestern waren es gleich zwei Jahresempfänge. bei Jahresempfang der Landeshauptstadt Erfurt im Rathaus, waren tatsächlich auch etliche Vertreter öffentlichen und gesellschaftlicher Institutionen die am Abend auch beim Jahresempfang der CDU Landtagsfraktion im Club Central zu Gast waren. Der Fraktions- und designierte Parteivorsitzende Prof. Mario Voigt umriss die Aufgaben für die nächsten zwei Jahre und der stellvertretende Bundesvorsitzende Carsten Linnemann bestärkte ihn. Wie bei fast allen Jahresempfängen waren aber auch gestern eigentlich die nachfolgenden Gespräche und der Gedankenaustausch unter den Gästen wichtiger. Viele hatten sich coronabedingt lange nicht gesehen und da tat es gut mal wieder mit einander abseits von politischen offiziellen Terminen quatschen zu können. Jetzt ist aber wirklich Sommerpause 😉 Bilder der Jahresempfänge

Kommunalpolitische Sommerpause

Letzter Beratungspflichttermin vor der Sommerpause absolviert
Kommunalpolitische  Sommerferien gibt es natürlich nicht wirklich. Irgendwelche Themen stehen immer auf der Agenda – oder zumindest in unserer Lokalzeitung. Aber zumindest ist mit der gestrigen Finanzausschusssitzung der offizielle Sitzungsteil erledigt. Die nächste Stadtratssitzung ist erst Ende September und dies reduziert die Beratungsfolge der Fachausschüsse beträchtlich. Nur unbedingt notwendige Entscheidungen finden in den beiden Sommermonaten den Weg auf die Tagesordnung und somit wird auch der Finanzausschuss nur einmal Mitte August tagen. Dann stehen einige Vergaben auf dem Programm. Auch gestern Abend waren es im Wesentlich Vergaben (u.a. zu den Essensanbietern an Erfurter Schulen und zur Auslieferung der Verwaltungspost). Dies fand aber alles im nichtöffentlichen Teil statt, insofern gibt es dazu hier auch keine Aussagen. Im öffentlichen Teil gab es eigentlich nur zwei größere Themen. Die Grünen zettelten eine Diskussion über die Anwohnerparkgebühren an. Ihnen passt es nicht, dass der OB die ursprünglich geplante Erhöhung der Anwohnerparkgebühren (mindestens eine Verdoppelung war geplant) ausgesetzt hat. Damit würden autofahrende Menschen bevorteilt, meinten die Grünen. Wir sind da grundsätzlich anderer Meinung. Mit dem (vorerst) Verzicht werden die autofahrenden Menschen (in dem Fall eher die autoparkenden Menschen) nicht zusätzlich belastet, denn natürlich sind die bestehenden Anwohnerparkgebühren weiter fällig. In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um über- und außerplanmäßige Mittelbereitstellungen für die Flüchtlinge aus der Ukraine. Bis zum Juni ist die vollständige Kostenübernahme durch das Land geklärt. Wie die Erstattung ab Juli läuft ist derzeit streitbehafteter Gegenstand von Diskussionen zwischen den Kommunen und dem Land. Möglicherweise wird dies Thema beim Nachtragshaushalt. Für den bereits angekündigten Nachtragshaushalt haben wir gestern den “Fahrplan” bekommen. Am 23. Oktober sollen die Beratungen dazu beginnen und am 14. Dezember soll der Nachtragshaushalt im Stadtrat beschlossen werden. Ich bin skeptisch, ob dieser Zeitplan funktioniert. Aber ich glaube auch nicht, dass dies der einzige Nachtragshaushalt im Doppelhaushalt 2022/2023 bleiben wird.