Blogeinträge

Politische Bildung vor und auch nach der Bundestagswahl

Unser nächster Newsletter
Wahlergebnisse sind selten Wunschergebnisse. Die Bundestagswahl hat gezeigt, das klare Mehrheitsverhältnisse selten werden. Koalitionen aus drei oder sogar mehr Parteien werden benötigt, um im Bund und den Ländern Mehrheiten gegen die extremen Ränder zu finden. Thüringen hat insbesondere bei der politischen Jugendbildung noch einiges aufzuholen. Für die Landeszentrale für politische Bildung gibt es der klaren Handlungsauftrag zur Organisation von außerschulischer politischer Bildung. Seit Anfang des Jahres nutzen wir dazu auch alss Instrument unseren Newsletter. Den nunmehr 15. Newsletter konnte ich heute versenden. wer regelmäßig über Veranstaltungen und Publikationen der LZT informiert werden möchte, kann den Newsletter auf der Homepage der LZT abonnieren. Der aktuelle Newsletter stellt mehrere neue Publikationen der LZT vor. Zwei Veranstaltungen zum Thema Corona setzen ebenso einen Themenschwerpunkt, wie die Tagungsdokumentation „Das demokratische Jahr der DDR. Zwischen Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit“ als Leseempfehlung zum Tag der Deutschen Einheit. Zwei weitere Veranstaltungen im Oktober behandeln den Rechts- und Linksextremismus.

Was vom Papstbesuch bleibt…

Mein Lieblingsbild vom Papstbesuch
Zweifellos war es für die rund 30.000 Gläubigen ein prägendes Erlebnis die Messe mit Papst Benedikt XVI. heute vor genau 10 Jahren auf dem Erfurter Domplatz mit erleben zu können. Für Erfurt war der Papst-Besuch ein Ereignis, welches es vorher so nicht gab und welches sich in den nächsten Jahrzehnten nicht wiederholen wird. Um so erstaunlicher finde ich es, dass heute dafür praktisch kein Platz zur Erinnerung blieb. In unserer Stadt erinnert wenig an den Papstbesuch – die Eintragung in das goldene Buch der Stadt und ein gepflanzter Baum für viel mehr hat es nicht gereicht. Auch am heutigen Tag fand sich dazu keine Zeile in der Lokalpresse und auch keine offizielle Würdigung der Stadt. Der Oberbürgermeister war zwar auf dem Domplatz – allerdings nur, um in Bierstimmung das Fass zum Oktoberfest anzuschlagen. Ich bin enttäuscht, dass mit seiner religiös geprägten Vergangenheit ausgesprochen nachlässig umgeht. Der Papstbesuch ist ist das jüngste Beispiel.  Aber auch das Wirken von Martin Luther und das Augustinerkloster werden nur wenig mit der Stadtgeschichte verknüpft. Das jüdische Erbe wurde gut erforscht und im Rahmen der UNESCO-Bewerbung in den Blickpunkt gerückt. Wünschenswert wäre es aber die abendlichen Religionen und Traditionen zusammen mit den zahlreichen Erfurter Kirchen auch als touristisches Pfund zu begreifen. Vor 10 Jahren war ich als evangelischer Christ mit Begeisterung beim Papstbesuch auf dem Domplatz dabei. Auch damals fand ich es schade, dass es keine Fahrt des Papstes mit dem Papamobil durch die Stadt gab und selbst die Teilnehmerzahl bei der Messe auf dem Domplatz limitiert war. Heute finde ich es schade, dass die Erinnerung an den Besuch nirgendwo stattfand. Anbei noch einmal die Bilder vom Domplatz 2011

Heiße Wahlkampfphase

Wahlkampf aus Überzeugung für Antje Tillmann
Langsam wird es ernst! Meine Stimme zur Bundestagswahl ist schon abgegeben und nach Medienberichten werden es auch in diesem Jahr wieder Rekordzahlen bei den Briefwählern. Viele haben sich somit schon entschieden. Aber rund ein Drittel der Wählerinnen und Wähler ist noch unentschlossen und sie werden bis zum Wahltag umworben. Ich werbe für unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann. Seit 19 Jahren vertritt sie uns gut in Berlin. Sie ist die einzige Bundestagsabgeordnete (und auch Kandidatin), die in Erfurt präsent und engagiert ist. Ihr Dauer-Wahlreisrivale von der SPD hat sich genauso, wie die Neu-Kandidatin der Linken nach Brandenburg verkrümelt und ist selbst im Wahl kaum in Erfurt zu sehen. Wenn die Wählerinnen und Wähler also in Berlin vertreten sein wollen, müsste ihnen die Wahl leicht fallen. Bei den Infoständen der letzten Tage hören wir neben Zustimmung und Sorge von Rot-Rot-Grün auch viele kritische Worte. Dem einen gefällt die Auswahl unseres Kanzlerkandidaten nicht, der andere hat sowieso was gegen Merkel und die Corona-Politik und der Dritte kritisiert (berechtigt) den CDU-Kandidaten aus Südthüringen. Ich kann viele der Argumente nachvollziehen. Aber ich werbe um so überzeugter für Antje Tillmann. Sie hat einen guten Job gemacht. Sie war und ist loyal zur Bundeskanzlerin und zum Kandidaten. Das sind Eigenschaften, die im heutigen Politikbetrieb selten geworden sind. Fachwissen und Loyalität halte ich aber für Sekundärtugenden in der Politik. Ich werde in der letzten Woche vor der Wahl nicht müde, genau dies den Menschen zu erklären.

Alle Jahre wieder – Open House bei Harley-Davidson

Open House
Traditionell zwei Mal im Jahr sind große Biker-Treffen. Zur Bikerausfahrt im Mai kommen zum Saisonstart über tausend Motorräder zum Domplatz nach Erfurt, um dann quer durch Thüringen die gemeinsame Tour zu fahren. Im September lädt dann Harley-Davidson zur Open House Party ein und da kommen auch viele Biker die (noch) keine Harley-Davidson fahren. In diesem Jahr bin ich mit beiden Bikes im normalen Durchschnittsumfang gefahren. Die Ducati habe ich in diesem Jahr überwiegend im Stadtverkehr genutzt. Daher sind bis jetzt auch nur 600 km auf dem Tacho hinzu gekommen. Die Honda NTV durfte dafür mit auf Reisen gehen und hat dadurch in allein Kroatien 1.300 km zusätzlich bekommen. In jedem Jahr bekomme ich natürlich Lust auf eine Harley, wenn die chromstrotzenden Bikes zur Probefahrt einladen. Allerdings sorgt dann das Preisschild jedes Mal für eine nüchterne Betrachtungsweise und ich bin mit meinen beiden Zweirädern zufrieden. Ob in diesem Jahr noch Touren hinzu kommen, hängt vom Herbstwetter ab. Da ich immer noch Saisonkennzeichen nicht mag, geht vielleicht auch in einem milden Winter was. Allen Bikern für die Herbsttouren schon einmal die linke Hand zum Bikergruß!

Nach der Beachsaison ist vor der Beachsaison…

Fitnessprogramm
Traditionell gibt es im Urlaub gutes Essen – in Kroatien mediterran und damit viel von Fisch geprägt, aber immer noch so reichlich, dass die Waage es nach dem Urlaub registriert. Die Faustregel lautet bei mir: 3 Wochen + 3 kg. Nun ist zwar die offizielle Beachsaison in Deutschland vorbei, aber ein paar Tage im Süden und Ende Oktober in Israel stehen für mich noch auf dem Programm. Immerhin hatte ich in Kroatien die absehbaren Folgen schon versucht zu minimieren – sieben Tage an der Wakeboard-Anlage und diverse Kajak- und Wandertouren haben aber nur eingeschränkt geholfen. In dieser Woche habe ich daher gleich mal wieder mein örtliches Fitnessstudio “konsultiert” und zudem Squash- und Tenniseinheiten eingelegt. Mal sehen, wie lange es dauert, zum Kampfgewicht zurück zu kehren 😉  

Defensionskaserne verscherbelt

Der Zahn der Zeit nagt weiter…
Einen ziemlich gleichgültigen Umgang legen die Stadt Erfurt und das Land Thüringen mit der Stadtkrone der Landeshauptstadt an den Tag. Nachdem es vor einigen Jahren vollmundige Zusagen zur Entwicklung des Petersberges gab, ist nun die weitere Entwicklung nach der Buga allen Beteiligten scheinbar gleichgültig. Der LEG und dem Finanzausschuss im Thüringer Landtag konnte es nicht schnell genug gehen, die Defensionskaserne zu verkaufen. Heute verkündete die LEG den vollzogenen Verkauf an einen Erfurter “Investor”. Was dieser in der Defensionskaserne plant bleibt vorerst noch unbekannt. Wie bereits befürchtet, entzieht sich das Land damit seiner Zusage zum Petersberg. Der “Letter of intent” von Bausewein und Ramelow war eine luftleere Shownummer. Der Käufer der Defensionskaserne plant “eine zurückhaltende Sanierung“. Die bedeutet wohl, dass dort wenig saniert werden soll. Für die (irgendwie vom Erfurter Kulturbeigeordneten erhofften) museale Nutzung von 1/3 der Fläche würde es erhebliche Landesmittel brauchen. Eine verbindliche Zusage dafür gibt es aber nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die CDU Stadtratsfraktion Erfurt bei der Diskussion zum Museumskonzept und einer Änderung des B-Plans über diese “schmale Brücke” geht. MDR-Bericht

Kommunalpolitische Turbulenzen

Ende der kommunalpolitischen Sommerpause
Aktuell dreht sich zwar alles um die bevorstehende Bundestagswahl, aber die Kommunalpolitik hat sich heute nun auch wieder zurück gemeldet. Wir haben uns zu unserer ersten Fraktionssitzung nach der Sommerpause getroffen. Einige Punkte haben sich über die Urlaubszeit angesammelt. Für den größten Diskussionsstoff sorgte die Zukunft der Defensionskaserne auf dem Petersberg. Nach Plänen des Landes soll sie in der nächsten Woche an einen Interessenten verkauft werden. Völlig unklar ist aber, was dann darin passieren soll. Unser Dringlichkeitsantrag, dass die Stadtverwaltung dazu berichten soll und zugleich Anstrengungen unternehmen solle, eine museale Nutzung zu erreichen, wurde im zuständigen Fachausschuss nicht in die Tagesordnung aufgenommen. Rot-Rot-Grün hatte etwas dagegen. Wir werden uns damit nicht zufrieden geben und nunmehr den Stadtrat damit beschäftigen. Im Stadtrat und zuvor morgen im Ältestenrat und Hauptausschuss wird die FDP-Fraktion Thema sein. Oder eben nicht, denn eine FDP-Fraktion gibt es nach Streitigkeiten um die neue Stadträtin Anke Frings nicht mehr. Thomas Kemmerich hatte durch Gerichtsentscheid sein Mandat verloren und den Platz für Anke Frings räumen müssen. Die beiden verbliebenen Stadträte der FDP konnten sich mit Frau Frings nicht über den Fraktionsvorsitz und diverse Gremienvertretungen einigen und darauf folgte die Ankündigung der Fraktion nicht beitreten zu wollen. Zwei Stadträte sind aber deutlich zu wenig für eine Fraktion und so wird wohl die FDP in der politischen Wahrnehmung im Stadtrat erst einmal ausscheiden. Unklar ist welche Perspektive die drei dann für ihre politische Zukunft wählen – mal sehen was dazu morgen im Ältestenrat “durchsickert”. Ein weiteres Thema werde ich morgen hinterfragen. Nach Medienberichten habe das Landesverwaltungsamt den Haushalt genehmigt – schriftlich oder mündlich haben wir dazu von der Stadt als Stadträte noch nichts gehört. Mitte September wäre es aber schon angezeigt dazu einmal eine “Wasserstandsmeldung” zu bekommen. Zugesagt war das im Finanzausschuss.

Sportlich im Urlaub

Mit meinem Sohn Jonas beim Wakeboarden
Corona wirkt sich auch auf die Sportaktivitäten im Urlaub aus – zumindest auf die passiven Aktivitäten. In den letzten drei Wochen war ich mit meinen Söhnen in Kroatien und da steht Sport immer mit auf dem Programm. In diesem Jahr waren es im aktiven Bereich Kajak fahren um die Insel Pag, Klettern (Via Feratta), Rafting auf der Cetina, Wandertour über den Mars-Trail und sieben Tage an der Wakeboardanlage in Zrce sowie zuvor in Pula. Zudem nutzten wir die Gelegenheit vier Spiele der Europameisterschaft der Damen im Volleyball in Zadar zu besuchen. Coronabedingt gab es dafür keine Tickets, aber Dank des kroatischen Volleyballverbandes haben wir eine Akkreditierung für die Spiele Weißrussland – Ungarn (3:2), Kroatien – Italien (0:3), Weißrussland – Slowakei (3:2) und Italien – Schweiz (3:0). Dabei haben wir mehrere Spielerinnen aus Bundesligavereinen und die ehemalige Aachener Trainerin erleben können. Beeindruckt hat mich vor allem die Ausnahmespielerin Paola Egonu aus Italien, die später verdient Europameister wurden. Wie in den vergangenen Jahren nutzten wir auch die Chance zu Hajduk Split zu fahren. Das Spiel gegen HNK Rijeka endete mit 1:2 – die Stimmung der knapp 16.000 Fans war aber trotzdem das ganze Spiel lang gut. In der 71. Minute gab es das obligatorische Pyrofeuerwerk. In jedem Spiel wird es in Erinnerung an die Gründung des Ultra-Fanblocks im Jahr 1950 (also vor 71 Jahren) abgehalten und die anwesende Feuerwehr, Polizei und auch die Mannschaften und der Schiedsrichter ertragen es. Dies wäre in Deutschland undenkbar. Von den ganzen Sportaktivitäten gibt es auf meiner Flickr-Seite zahlreiche Fotos. Volleyball EM Hajduk Split Wakeboard Mars Trail, Via Feratta und Kajak Rafting auf der Cetina

BUGA-Verkehr entzerren

Michael Panse: Bessere Leitsysteme Letzte Woche wurde das Ziel von 20.000 Tagesbesuchern der BUGA erstmalig fast erreicht. Jedoch stellen auch durchweg geringere Besucherzahlen den städtischen Verkehr vor große Herausforderungen. Lange Staus an den Zufahrten sorgen für Unmut bei Besuchern und Pendlern gleichermaßen. “Gerade am Wochenende, wenn noch andere große Veranstaltungen stattfinden, haben wir in den letzten Wochen einen hohen Verkehrsdruck gesehen. Die BUGA ist schön, aber nach 45 Minuten im Stau ist jeder genervt. Der Oberbürgermeister möchte den Besucherrückstand noch aufholen, daher muss die Stadt alle Hebel in Bewegung setzen, um das Verkehrsaufkommen besser zu kanalisieren”, meint Michael Panse, Mitglied im BUGA-Ausschuss. Zur Entspannung der Situation fordert die CDU-Fraktion, dass an den Endhaltestellen der Stadtbahnlinien weitere Parkflächen ausgeschildert werden. Derzeit konzentriert sich die Ausschilderung auf die Parkplätze an der Messe/Egapark. An den Wochenenden ist auch die Freigabe von Pendlerparkplätzen für BUGA-Besucher denkbar. “Es müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, um den Verkehr auf mehrere Stadteinfahrten zu verteilen. Da ein ÖPNV-Ticket im Eintrittspreis zur BUGA ohnehin enthalten ist, kann auch stressfreier am Ringelberg oder Europaplatz geparkt und mit der Straßenbahn die BUGA erreicht werden. So können sich die Besucher voll auf das Erlebnis der BUGA 2021 konzentrieren und müssen sich vorher nicht mit schleppendem Verkehr herumärgern”, stellt Panse abschließend klar.

Immer wieder Kroatien…

Mit dem Motorrad auf der Insel unterwegs
Zählen kann ich es inzwischen nicht mehr, wie oft ich in Kroatien an der Adria war. Seit 25 Jahren bin ich in jedem Sommer hier, manchmal sogar zwei Mal im Jahr. Auch in diesem Jahr war ich bereits zu Pfingsten mit meinen drei Söhnen an der Adria zum Wakeboarden. Seit einer Woche bin ich nun wider mit meinem jüngsten Sohn entlang der Küste unterwegs. Über die Stationen Salzburg und den Pachernighof am Wörthersee sind wir für die ersten Tage nach Istrien gefahren. Den nördlichsten Teil Kroatiens habe ich bis jetzt tatsächlich erst zwei Mal besucht und beide Male die Halbinsel mit dem Motorrad umrundet. Pula, Rovinj und Opadija sind wunderschöne Städte. In Pula gibt es neben der historischen Altstadt eine Wakeboardanlage und natürlich haben wir sie getestet. Von den 15 Cable-Anlagen auf denen ich in fünf Ländern schon gefahren bin, hat sie eine Besonderheit. Sie ist die einzige Bahn, die sich im Uhrzeigersinn dreht. Das war zumindest für mich eine ganz schöne Umgewöhnung, in die andere Richtung zu starten. Mein Sohn hatte keine Probleme damit und ist auch wieder Monoski gefahren. Unsere zweite Station war wieder die Vila4M in Rtina unmittelbar an der Paski Most, der Brücke zur Insel Pag. Schon zum fünften Mal sind wir in dem kleinen Hotel direkt an der Adria. Von hier aus starten wir unsere Motorradtouren über die Insel, in die Berge und nach Zadar. In unserer ersten Woche waren wir gleich drei Mal in Zadar – unter anderem zu den Spielen der Volleyball-Europameisterschaft.