Blogeinträge

Das kommunalpolitische Jahr gestartet

Unser Ersatzrathaus
Gestern Abend war die erste kommunalpolitische Beratung des neuen Jahres. Der Buga-Ausschuss tagte dazu im “Corona-Ersatz-Rathaus” mit ausreichend Abstand. In 107 Tagen soll die Buga2021 eröffnet werden. Ob es die ursprünglich einmal geplanten Großveranstaltungen geben wird, darf inzwischen coronabedingt bezweifelt werden – zumindest tat dies der Oberbürgermeister schon einmal zum Jahresende 2020. Aber die allermeisten der Maßnahmen werden der Landeshauptstadt auch langfristig nutzen. Dies war eine der Fragen die uns gestern beschäftigt hat. Neben dem Nutzen ging es auch um die Kosten. Während es etliche temporäre Maßnahmen gibt, die nach der Buga wieder weg sind, war es ja das Ziel, dass ganz viel bleibt. Die langfristige Unterhaltung von neuen Grünanlagen und Spielplätzen, aber auch den Baumaßnahmen auf der EGA und dem Petersberg, Radwege und Parkbänke kosten Geld. An einzelnen Beispielen wurde deutlich, dass dies in der Regel innerhalb der nächsten 20 Jahre Werterhaltungskosten in gleicher Höhe, wie es jetzt Investitionskosten sind. Verantwortungsbewusstes kommunalpolitisches Handeln bedeutet dies bereits bei der Planung mit zu bedenken. Dies wurde in Erfurt in der Vergangenheit vernachlässig. Wenn es um Fördermittel ging wurde gerne zugegriffen, aber die Werterhaltung vernachlässigt. Beste Beispiele sind Kitas, Schulen und Brücken aber auch große Sportstätteninvestitionen wie die Radrennbahn, Schwimmhallen, Leichtathletikhalle und die Eishalle. Und natürlich reiht sich auch die Multifunktionsarena in diese Reihe ein. Fördermittel sind auch ein gutes Stichwort für die Finanzen der nächsten Wochen. Zu Beginn des neuen Jahres haben die Bürgermeisterin und der Finanzdezernent ihre Hoffnung auf Fördermittel für Kitas, Schulen und Schulsporthallen, sowie die Eishalle erneuert – Adressaten dafür sind Land und Bund. Auf die Frage was passiert, wenn die Fördermittel nicht kommen, gibt es nur Achselzucken. Solange es keinen Haushaltsentwurf für Erfurt gibt bleibt somit alles nur Ankündigungsrhetorik. Aber das ist dann schon wieder das Thema für die zweite Ausschusssitzung des Jahres – heute Abend Finanzausschuss, wieder in der Thüringenhalle.

(Kommunal-)politischer Jahresrückblick 2020

Kommunalpolitik in Corona-Zeiten
Eigentlich wollte ich mich bei meinem politischen Jahresrückblick auf das kommunalpolitische beschränken, aber die Ministerpräsidentenwahl im Februar, Corona ab März, die Veränderungen in der Landes- und Bundes CDU lassen den Rahmen nun doch etwas größer ausfallen. Auf meiner Homepage schreibe ich nahezu täglich ein Tagebuch – rund ein Drittel der Themen sind politisch geprägt. Beim Nachlesen habe ich festgestellt, dass es 2020 auch überwiegend Corona-Themen waren. Kommunalpolitisch ging es im Januar mit dem Nachtragshaushalt los. Erhebliche Fehleinschätzungen und Mindereinnahmen machten den ursprüngliche HH 2020 zur Makulatur. Im Sommer folgte nach einer “Ermahnung” ein weiterer Nachtragshaus bzw. ein sogenannter Beitrittsbeschluss. Jetzt am Jahresende wissen wir, dass dies noch ein harmloser Vorgeschmack war, auf das was uns in den nächsten Jahren bevorsteht. Das ehrgeizige Schulsanierungsprojekt wird so nicht stattfinden und auch die Buga droht einen finanziellen Zusatzschaden zu produzieren. Seit Januar 2020 bin ich nun auch wieder stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender. Marion Walsmann hörte nach vielen Jahren an der Spitze der CDU Erfurt auf und Wolfgang Weißkopf trat ihre Nachfolge an. Leider schafften wir gerade noch einige wenige Veranstaltungen, bevor der Lockdown zuschlug – seit dem läuft vieles virtuell. Die letzte große Veranstaltung meines Ortsverbandes fand am 19.2. statt – 30 Jahre nach der legendären Rede von Helmut Kohl auf dem Domplatz. Der Februar begann zuvor mit einem Paukenschlag, der das Land erschütterte. Thomas Kemmerich wurde mit den Stimmen von FDP, CDU und AfD zum Ministerpräsidenten gewählt und nahm die Wahl an. Nach seinem Rücktritt ging er in die politische Geschichte als Kurzzeit-MP ein und Bodo Ramelow wurde in einer Konstruktion eines Stabilitätspaktes mit Hilfe der CDU wieder gewählt. Dies wiederum führte zu einem Erdbeben in der Thüringer Union an dessen Ende Christian Hirte der Landesvorsitz und Mario Voigt den Fraktionsvorsitz jeweils von Mike Mohring übernahmen. Mitte März kündigte zudem die CDU-Bundesvorsitzende AKK ihren Rücktritt an. Bis heute ist coronabedingt die Nachfolgefrage noch nicht geklärt. Der Bundesparteitag im Dezember fiel aus. Mitte März beschloss der Stadtrat erstmals pandemiebedingte Selbstbeschränkungen – sie zogen sich schließlich durch das ganze Jahr. Ab Mitte März wurde es dann unübersichtlich. Kommunale- und Landesverordnungen zu Corona erhöhten den Diskussions- und Erklärungsbedarf und ich durfte für mehrere Monate an der Corona-Hotline der Staatskanzlei daran mitwirken. Diskussionen gab es dazu auch in Erfurt. Ende März habe ich dem ZDF ein Interview gegeben und an Walter Lübcke und sein Wirken in Ohrdruf erinnert. Ende April tagte der Erfurter Stadtrat erstmals seit der Wendezeit wieder außerhalb des Rathauses. Aus dem Provisorium Thüringenhalle wurde später auch der generelle Ersatztagungsort auch für alle Ausschüssen. Die Erinnerung an die ersten freien Kommunalwahlen vor 30 Jahren gingen darin fast unter – ebenso wie die geplanten Veranstaltungen zu 75 Jahren CDU. Im Juni musste die Stadtspitze eigestehen, dass es wohl mit der Schulsanierung nicht wie geplant klappen wird. Ab Juli etablierte sich die AfD im Erfurter Stadtrat mit regelmäßigen Provokationen, die inzwischen zu einer stattlichen Zahl an Ordnungsrufen geführt haben. Leider ist dies etwas, an das wir uns in Erfurt gewöhnen mussten, aber akzeptieren und widerspruchlos hinnehmen werde ich dies als Stadtratsvorsitzender nicht. Ungemütlich wurde es im August auch in Berlin. Eine merkwürdige Mischung von besorgten Bürger, Rechtsradikalen und Querdenkern sorgten mit zunehmenden Demonstrationen für eine aufgeheizte Stimmung, ein Problem welches sich auch in Erfurt bis zum Jahresende fortsetzte. Ende September gab es ein “Coronafenster” in dem der CDU-Landesvorstand neu gewählt wurde. Die nachfolgenden drei Monate waren von wechselnden Corona-Strategien in Land und Stadt geprägt. Schritt für Schritt wurde alles herunter gefahren – Absage des Weihnachtsmarktes, Absage Karneval, Schließung von Einrichtungen und schließlich wieder Lockdown. Viel habe ich dazu auf meiner Homepage geschrieben, deshalb beschränke ich mich hier auf eine kurze Zusammenfassung. Der Föderalismus in Deutschland ist richtig und notwendig, aber er erschwert das klare handeln in Krisensituationen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Angela Merkel unser Land in diesen Zeiten gut und richtig geführt hat. Bei aller notwendiger Kritik, gibt es kein Land in Euro welches die Situation besser gemeistert hat. Es wird auch 2021 weiter Belastungen und Herausforderungen geben, aber auch die werden gelöst. Kommunalpolitisch wird 2021 ein schwieriges Jahr. Mit der geplatzten Dezernentenwahl im Dezember ist auch das Erfurter Modell geplatzt. Die sich neu gebildete Mehrheit trägt die Verantwortung für unliebsame Entscheidungen – als nächstes den Haushalt 2021. Dann müssen SPD, Linke, Grüne und Mehrwertstadt beweisen, dass sie mehr sind als nur eine Beutegemeinschaft, wenn es um Posten geht. Die geplante Landtagswahl im April und die Bundestags im September sorgen für zusätzliche politische Spannungen. Ich denke es wird auch am Jahresende 2021 viel zu berichten geben.

Jahresrückblick 2020

Bilder des Jahres 2020
Lohnt es sich das aufzuheben, oder kann das weg? Sicherlich sind viele Menschen froh, dass das Jahr 2020 endlich vorbei ist und hoffen auf ein besseres 2021. Beim Blick zurück habe ich zwischen den Feiertagen nicht nur 150 Bilder sortiert, sondern beim betrachten der Bilder auch ein Jahresfazit gezogen. Das Jahr war eine Zumutung für viele Menschen und hat durch die pandemiebedingten Einschränkungen viele Existenzen gefährdet. Hinzu kamen Auseinandersetzungen über die richtige Coronastrategie mit Maskenverweigerer und Querdenkern. Virologen und echte sowie selbsternannte Experten dominierten die öffentlichen Diskussionen und ich befürchte das Thema wird uns mindestens das erste halbe Jahr des neuen Jahres unvermindert beschäftigen. Aber es gab auch viele ausgesprochen positive Erinnerungen an das zu Ende gegangene Jahr. Ich bin froh, dass in meiner Familie und insbesondere meine Söhne und meine Enkeltochter gesund geblieben sind. Mein ältester Sohn konnte dieses Jahr mehrfach feiern – wenn auch coronabedingt nur eingeschränkt. Sowohl er, als auch seine Frau feierten ihren 30. Geburtstag und im August haben sie geheiratet – jetzt erst einmal in kleiner Runde und 2021 dann mit der kirchlichen Trauung hoffentlich mit einer großen Feier. Mein zweitältester Sohn Jonas hat im letzten Jahr ein sehr gutes Abitur gemacht. Kurz vor dem ersten Lockdown brachte sein Gymnasium noch das Queen-Musical Bohemian Forever auf die Bühne im Steigerwaldstadion – zwei Mal ausverkauft mit 500 Besuchern. Im September ist er schließlich nach Dresden gezogen und wird dort die nächsten Jahre studieren. Einziger Wermutstropfen war, dass wir die geplante Abi-Fahrt verschieben mussten und hoffentlich 2021 zusammen nach Abu Dhabi reisen können. Mein jüngster Sohn Julian besucht jetzt die 7. Klasse und war auch in diesem Jahr wieder häufig in Erfurt zu Besuch – Angeln haben wir als neues coronagerechte Beschäftigung entdeckt. Immerhin drei Mal konnten wir im letzten Jahr zusammen in den Urlaub fahren und alle drei Urlaube waren ausgesprochen Wakeboard geprägt. Mit den Urlauben hatten wir ausgesprochen Glück. Den Familienurlaub in Göhren hatten wir frühzeitig gebucht und Glück gehabt, dass Pfingsten die Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern wieder geöffnet hatten. In den Sommerferien ging es mit meinen beiden jüngeren Söhnen nach Kroatien – Wakeboard, Motorboot, Kanu-Tour und Paklenica – alles was in das einwöchige Programm passte. Den Sommerurlaub an der Cote d’ Azur hatten wir auch gerade noch rechtzeitig geplant. Im Schlepp die Monster Ducati, die seit dem Frühjahr den Fuhrpark verstärkt. Dadurch waren wir entlang der Cote d’ Azur von St. Toppez über Nizza bis Monaco unterwegs. Immerhin habe ich im Jahr 2020 trotz Corona über 3000 km mit den beiden Bikes geschafft. Ende September ging es noch an den Gardasee – Limone, Monte Baldo, Venedig, Motorboot- und eine Quad-Tour. In Venedig war es erstaunlich leer und wenige Wochen danach war auch wieder das Reisefenster geschlossen. Abgesehen von der Abi-Reise und zwei Israel-Reisen, die wir absagen mussten, hatte wir mit den Reise- und Urlaubsplänen noch richtig Glück. Auch beruflich hat sich Corona bemerkbar gemacht. In der Landeszentrale für politische Bildung mussten wir zahlreiche Veranstaltungen absagen oder als Online-Veranstaltungen durchführen. Ab Mitte März habe ich für mehrere Monate die Corona-Hotline des Landes mit betreut. Von Mai bis Ende August war ich zur Unterstützung in die Abteilunge Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Thüringer Staatskanzlei abgeordnet und danach sind wir von der Staatskanzlei und dem Haus Vaterland in die Häßlerstraße umgezogen. Seitdem sind Online-Videokonferenzen die Regel geworden. Sportlich war das Jahr ausgesprochen durchwachsen. Das Volleyballjahr für Schwarz-Weiß Erfurt begann verheißungsvoll. Erstmals in der Vereinsgeschichte standen wir auf einem Nichtabstiegsplatz in der 1. Liga am Saisonende. Genau einen Spieltag vor dem Thüringenderby wurde allerdings die Saison am 14. März abgebrochen. Die neue Saison lief (bis jetzt) weniger erfolgreich – erst zwei Siege haben wir auf dem Konto. Mal sehen, wie es weiter geht. Pünktlich zum 31.12. haben wir einen neuen Trainer verpflichtet. Herzlich Willkommen Gil Ferrer Cutino! Die eigenen sportlichen Aktivitäten sind ebenfalls optimierungsbedürftig. Der Sportpark Johannesplatz hatte im Frühjahr und zum Jahresende insgesamt über vier Monate geschlossen. Da war ich froh, dass sich den heimischen Crosstrainer allein 75 Mal, mehr als je zuvor, genutzt. Squash und Badminton lief dadurch leider auch nur sporadisch. Was allerdings optimal lief, war das Wakeboarden als neue Familiensportart. Nachdem meine Söhne schon seit Jahren erfolgreich auf den Brettern stehen, klappt es bei mir jetzt auch richtig gut. Immerhin haben wir 2020 sieben Wakeboard-Anlagen in Frankreich, Kroatien und Deutschland getestet. Zudem ging es noch ganz “Retro” auf die Wasserski hinter dem Boot in Italien und Frankreich. Karneval bei unserem MKC hat es in der 59. Saison gerade noch geschafft, bevor Corona zugeschlagen hat. Leider entfällt dafür die 60. Saison komplett. Ähnlich wie Karneval lief dafür der Erfurter Stadtrat – aber dafür nehme ich mir in einem “politischen Beitrag” extra Zeit. Jetzt bin ich gespannt auf das Jahr 2021 und welche Bilder und Geschichten es bieten wird. Vor allem aber wünsche ich allen Besucherinnen und Besuchern meiner Homepage Gesundheit und ein erfolgreiche neues Jahr.

Schwarz-Weiß Erfurt verpflichtet Gil Ferrer Cutino als neuen Trainer

Gil Ferrer Cutino in seiner Zeit bei der holländischen Nationalmannschaft
Schwarz-Weiß Erfurt hat einen neuen Cheftrainer für sein Bundesligateam verpflichtet. Gil Ferrer Cutino wird ab Januar beim Tabellenletzten an der Seitenlinie die Verantwortung tragen. Sein Vertrag läuft bis zum Saisonende. Ihm steht Hayden Nichol weiterhin als Co-Trainer zur Seite. „Wir sind froh, dass wir einen international erfahrenen Trainer verpflichten konnten“, so Präsident Michael Panse kurz nach der feststehenden Verpflichtung des gebürtigen Kubaners, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Wichtig war den Erfurter Verantwortlichen, dass der neue Coach sowohl englisch als auch deutsch spricht, um die Kommunikation mit Spielerinnen und Medien zu erleichtern. „Die Aufgabe von Gil wird es sein, die Mannschaft auf die Spiele der Rückrunde vorzubereiten, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen“, erhofft sich Michael Panse einen Leistungsschub des Erstligisten. Gil Ferrer Cutino war selbst ein erfolgreicher Spieler sowohl im Beach- als auch im Hallenvolleyball, wo unter anderem der SCC Berlin eine seiner Stationen war. Als Trainer sammelte er Erfahrungen bei den Erstligisten Köpenicker SC (2010-2013) und anschließend bei Allianz MTV Stuttgart, wo er allerdings nur kurz Station machte, bevor er beim Männerteam VC Olympia Berlin anheuerte. Internationale Erfahrung sammelte der 46-Jährige als Co-Trainer von Giovanni Guidetti bei der deutschen Damen-Nationalmannschaft (2014-2015), parallel dazu beim türkischen Topverein Vakifbank Istanbul sowie der niederländischen Nationalmannschaft (2015-2017). Zuletzt war Ferrer Cutino als Co-Trainer beim französischen Spitzenteam Volero Le Cannet unter Vertrag.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr…

Lange her…
Natürlich ist es ein Archivbild, mit dem ich allen Besucherinnen und Besuchern meiner Homepage einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche. Das Motiv passt auch dazu – immerhin ist das Bild schon 12 Jahre alt und zum Jahreswechsel 2008/2009 auf einem kleinen Waldsee in Tschechien entstanden. Dort waren wir damals in der Nähe von Liberec im Winterurlaub. In diesem Jahr geht weder Winterurlaub noch soll es größere private Feuerwerke geben. Dies alles geschieht in der Hoffnung, dass die Infektionszahlen zurückgehen und irgendwann, wenn die Impfungen wirken, auch wieder Normalität eintreten kann. Ich glaube dies wird noch bis zum Sommer dauern und dadurch ganz sicher noch die erste Jahreshälfte beeinträchtigen. Mein wichtigster Wunsch für 2021 ist daher, dass alle gesund bleiben.

Ein Satz war zu wenig…

Mit viel Optimismus ins Spiel gegangen
Leider ohne das erhoffte Erfolgserlebnis endete für unser Team das sportliche Jahr 2020. Dabei begann es Anfang des Jahres so gut und wurde erstmals am Saisonende im März mit einem Nichtabstiegsplatz belohnt. Mit Corona und dem ausgefallenen Thüringenderby wurde es schwierig. Auch die neue Saison steht unter den Zeichen von Corona. Wir sind froh, dass wir noch spielen können und wir sind froh, dass es keine positiven Tests unter den inzwischen über 200 Tests bei unseren Spielerinnen gab. Wir können ebenfalls froh sein, dass die Coronahilfen des Landes uns wirtschaftlich absichern. Nicht zufrieden sind wir hingegen mit dem sportlichen Verlauf und hoffen jetzt darauf, dass es im neuen Jahr besser läuft. Dazu wollen wir noch in dieser Woche einen neuen Trainer verpflichten und auch die Mannschaft noch verstärken. Nachfolgend der Vereinsspielbericht von gestern Abend: „Erfurt mit klarer Niederlage – es bleibt dabei: Erfurt kann gegen Straubing nicht gewinnen. Trotz des gewonnenen dritten Satzes, war Schwarz-Weiß Erfurt dem Kontrahenten NawaRo Straubing hoffnungslos unterlegen. Mit dem 1:3 (-11, -16, 18, -14) verpassten es die Thüringerinnen, an ihren Heimsieg der Vorwoche anzuknüpfen. „Wir hatten eine gute Trainingswoche, Hayden hatte uns gut eingestellt, die Ansprachen haben gepasst“, wusste Kapitänin Michelle Petter nach der Partie so gar nicht, wie ihr und der Mannschaft in der gerade beendeten Partie geschehen war. „Zu viele Fehler“, legte Rica Maase, neben der Libera liegend, den Finger in die Wunde nach einer enttäuschenden Vorstellung der Erfurterinnen im letzten Spiel des Jahres. Recht hatte Erfurts Diagonale, denn was der Erfurter Angriff alleine in den ersten beiden Sätzen seinem Kontrahenten ohne dessen Zutun an Punkten überließ, war einfach zu viel des Guten. Erfurts Interimstrainer konnte da einem schon leidtun. Mit Madelyn Cole, Sarah Kovac und Victoria Michel standen ihm verletzungsbedingt drei Spielerinnen nicht und mit Madeline Palmer eine vierte nur für zwei Kurzeinsätze zur Verfügung. Somit stellte sich der Erfurter Sechser fast von selbst auf, ohne wirkliche Alternativen. Die jungen Bianka Werner und Franca Merte ins diesmal „eiskalte Wasser zu werfen“, wäre wohl ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt gewesen. So mussten sich die wenigen gesunden Spielerinnen ihrer Haut erwehren. Nach den zwei Auftaktsätzen, über die man besser den Mantel des Schweigens legt, gelang ihnen das im dritten Satz sehr gut. Mit der ersten Führung im Spiel überhaupt (1:0) marschierten die SWE-Damen zu einem sicheren 25:18-Satzgewinn, den Rica Maase mit einem Angriff die Linie herunter sicherstellte. Konnte Erfurt jetzt womöglich das Blatt wenden? Nein, denn der neuerliche 4:8-Rückstand im vierten Satz brach den Erfurterinnen endgültig das Genick. Es fehlte ihnen schlicht und einfach die Qualität an diesem Tag und das nötige Glück nach guten Abwehraktionen, um sich an kleinen Erfolgserlebnissen in einen Flow zu spielen. Zudem waren die Gäste auf allen Positionen besser und wurden von ihrer Spielführerin Magdalena Gryka immer wieder glänzend eingesetzt. Als Rica Maases letzter Angriff an der Netzkante hängen blieb, war auch dieser Satz mit 14:25 beendet. Und mit ihm ein Spiel, das Erfurts Mannschaft schnell abhaken sollte. Vielleicht gut, dass die Schwarz-Weißen jetzt in eine einmonatige Spielpause gehen. Zwei Wochen trainingsfrei könnten helfen, um den sichtbar leeren Akku wieder aufzuladen und Verletzungen auszukurieren, um ab 11. Januar wieder frischer anzugreifen. Bis dahin soll auch der neue Trainer am Start sein, der momentan noch gesucht wird. (StS)“  

Letztes Spiel des Jahres

Alles vorbereitet
Normalerweise ist das Weihnachtsspiel – also das Spiel zwischen Weihnachten und Neujahr – das am besten besuchte Spiel bei uns. Aber nicht in diesem Jahr. Die Pandemie-Regeln ermöglichen keine Zuschauer, lediglich das Auf- und Abbauteam darf in die Halle. Alle Fans können hingegen das Spiel, so wie die meisten Spiele des Jahres, nur im Internet verfolgen. Gegen Straubing wird es wieder eine ganz schwierige Aufgabe. Nachfolgend der Vorbericht für das Spiel: “Zum letzten Spiel im Jahr 2020 empfängt Schwarz-Weiß Erfurt den Neunten, NawaRo Straubing, am Sonntag, 18 Uhr, in der Riethsporthalle. Nur einen freien Tag hatten die Thüringerinnen zum Weihnachtsfest – den Heiligabend. Bereits am 1. Weihnachtsfeiertag ging es wieder zur nächsten Trainingseinheit in die Sporthalle am Sportgymnasium. Dort startete die Vorbereitung auf das letzte Spiel des Jahres, was zugleich der Start in die Rückrunde bedeutet. Es ist zugleich Spiel eins nach der Trennung von Trainer Dirk Sauermann. Die Verantwortung für die Vorbereitung und die Betreuung der Mannschaft zum Heimspiel gegen NawaRo Straubing übernahm Co-Trainer Hayden Nichol, der vom sonstigen Leipziger Jugendtrainer Thomas Bauch Unterstützung erhält. An dieser Stelle bedankt sich Schwarz-Weiß Erfurt bei ihm und seinem Verein, L.E. Volleys, dass sie es möglich gemacht haben. Für die Schwarz-Weiß-Mannschaft heißt es nun, Farbe zu bekennen. Denn Trainer Dirk Sauermann hatte mit seinem selbstgewünschten, vorfristigen Abschied die Bahn frei gemacht und nimmt somit den unzufriedenen Spielerinnen das Alibi für nicht zufriedenstellende Leistungen in der Hinrunde. Damit wird die Partie auch zur Charakterfrage für einige.
Videoanalyse
Mit einem Sieg gegen das zwei Plätze und fünf Punkte vor ihnen stehende Gästeteam aus Niederbayern könnten sie ihren Status bestätigen. Gegen den USC Münster in der Vorwoche war die Ausgangskonstellation ähnlich. Mit einem 3:2-Sieg holten die SWE-Damen ihren zweiten Erfolg der Saison und dürften Selbstbewusstsein getankt haben. Vor der vierwöchigen Spielpause, die einige Spielerinnen für einen Heimatbesuch nutzen werden, wäre eine Aufstockung des Punktekontos beim Tabellenletzten sicher wichtig, um ab Ende Januar die Aufholjagd fortzusetzen. Allerdings bedarf es da mindestens einer gleichen Energieleistung der gesamten Mannschaft wie beim Sieg am vergangenen Samstag. Denn NawaRo Straubing wird sich enorm kämpferisch und von Trainer „Bene“ Frank hoch motiviert auf dem Spielfeld präsentieren. Neben der Tabellenkonstellation spricht auch die bisherige Bilanz in den direkten Vergleichen in der 1. Bundesliga für die Gäste. Alle fünf Aufeinandertreffen gewannen die Gäubodenstädterinnen, so auch das Hinspiel (3:1). Straubing zählt zu den für Erfurt am unangenehmsten zu bespielenden Kontrahenten. Ob Schwarz-Weiß Erfurt den Bock diesmal umstoßen kann, können alle Volleyballanhänger ab 18 Uhr im kostenlosen Livestream auf sporttotal.tv verfolgen. (StS)”

Frohe Weihnachten auch unserem Schwarz-Weiß Erfurt Bundesligateam!

Beim Weihnachtstraining
Schon am ersten Weihnachtsfeiertag waren unsere Spielerinnen wieder auf dem Feld und haben für das wichtige Heimspiel am Sonntag gegen Straubing trainiert. Zuvor hatten wir aber als Verein organisiert, dass sie alle ein Weihnachtsessen auf dem Tisch bekommen haben. In einer Erfurter Gaststätte konnten sich unsere Mädels und der Trainer ihr Wunschessen bestellen und ein Vorstandsmitglied organisierte die Anlieferung. Als Weihnachtswichtel war ich danach beim Training und habe den Spielerinnen und dem Trainerteam im Namen des Vorstands und unseres Geschäftsführers der Spielbetriebs GmbH Weihnachtsgeschenke gebracht. Ich habe daran erinnert, dass wir Spielerinnen aus Deutschland, Kanada, Argentinien und den USA im Team haben. Während bei uns der Heilig Abend traditionell der wichtigste Feiertag ist, gibt es in Amerika am 2. Weihnachtsfeiertag, dem Boxing Day, erst die Geschenke. In Großbritannien ist hingegen der Boxing Day der Tag, an dem Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Geschenke machen und sich bei ihnen bedanken. Nun bin ich nicht der Arbeitgeber unserer Spielerinnen, aber Danke sagen möchte ich trotzdem. Danke sage ich als Vereinspräsident für das Engagement und Danke für Entbehrungen. Auch während der Weihnachtsfeiertage trainiert unser Team und erst am 28. Dezember beginnen für sie ein paar freie Tage. Die Amerikanerinnen und unsere Kanadierin nutzen dies für einen kurzen Flug nach Hause und wir hoffen, dass sie gut und gesund wieder zurück kommen. Zuvor haben sie aber am 27.12. noch die Gelegenheit, sich mit Geschenken in Form von Punkten, gewonnenen Sätzen und einem hoffentlich gewonnenen Spiel zu revanchieren. Wir glauben an unser Team und wir vertrauen ihnen.

Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest

Grüße aus Bethlehem
Weihnachten 2020 ist so ganz anderes, als die vorangegangenen Jahre. Aber auch dieses Jahr wünsche ich allen Besuchern meiner Homepage und Freundinnen und Freunden in Nah und Fern wunderschöne Weihnachtstage und ein gesegnetes Fest. Große Familienfeiern wird es nicht geben und große Gottesdienste wurden abgesagt. Aber es werden von allen Kirchen Online-Gottesdienste angeboten – auch von unserer Thomaskirche. Am 1. Weihnachtsfeiertag werden alle meine drei Söhne bei mir sein und auch meine Enkeltochter – alles natürlich entsprechend der Corona-Regeln. Das Fensterbild aus der Geburtskirche in Bethlehem erinnert daran, warum wir dieses Fest feiern. Bei vielen Reisen nach Israel waren wir auch in Bethlehem – leider haben zwei geplante Reisen 2020 nicht stattfinden können, aber umso mehr freue ich mich darauf, wenn es nächstes Jahr wieder klappt. Die Weihnachtskrippe, die ich von dort 2007 mitgebracht habe steht seitdem bei uns immer in der Weihnachtszeit, genauso wir der Herrnhuter Weihnachtstern und das Friedenslicht aus Bethlehem leuchten.

Sauermann und Schwarz-Weiß Erfurt trennen sich

Dirk Sauermann
(Erfurt) Der Volleyball-Bundesligist Schwarz-Weiß Erfurt hat nach Abschluss der Hinrunde in der 1. Volleyball-Bundesliga seinen Cheftrainer Dirk Sauermann auf dessen Wunsch von seinen Aufgaben entbunden. Vereinspräsident Michael Panse erklärt dazu: „Wir hätten die Zusammenarbeit mit Dirk Sauermann gerne auch in der zweiten Halbserie fortgesetzt, aber wir akzeptieren und respektieren seine Entscheidung. Dirk Sauermann hatte die Vereinsführung bereits vor dem siegreichen Spiel am Wochenende gegen Münster informiert. Gemeinsam haben wir uns am Samstag gefreut, dass mit dem zweiten Saisonsieg noch einmal ein wichtiges Signal für die Rückrunde gesetzt werden konnte. Wir sind Dirk Sauermann dankbar für seine Arbeit und dass er im Sommer die Verantwortung in den schwierigen Corona-Zeiten übernommen hat.“ Dirk Sauermann begründet seinen Entschluss so: „Ich habe die letzten Wochen und Monate analysiert und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Mannschaft als Ganzes neue Impulse benötigt, um ihr Potential voll ausschöpfen zu können. Der Sieg gegen den USC Münster hat mir gezeigt, dass das Team stark genug ist, um die Herausforderung der zweiten Saisonhälfte erfolgreich bestehen zu können. Daher sehe ich mich in der Verantwortung, eine Veränderung im Sinne der Mannschaft zu ermöglichen. Ich möchte dem Schwarz-Weiß-Erfurt-Volleyteam für das entgegengebrachte Vertrauen und allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihr Engagement danken. Dem Team wünsche ich eine erfolgreiche Rückrunde.” Wie Erfurts Geschäftsführer, Christian Beutler, informierte, hat die Suche nach einem Nachfolger für Dirk Sauermann begonnen und erste Gespräche laufen bereits. Bis zum Trainingsauftakt am 11. Januar will der Verein einen neuen Cheftrainer verpflichten. Für das Training und das letzte Spiel des Jahres am kommenden Sonntag gegen Straubing wird Co-Trainer Hayden Nichol die Verantwortung übernehmen.