Blogeinträge

Chancenlos im mitteldeutschen Derby

Vor dem Spiel
Spielbericht von Schwarz-Weiß Erfurt: “Im mitteldeutschen Derby der Landeshauptstädte von Thüringen und Sachsen blieb Schwarz-Weiß Erfurt gegen den Tabellenführer Dresdner SC chancenlos. Nach 68 Spielminuten verließen die Gäste mit einem klaren 3:0 (16, 17, 13) -Auswärtssieg das Spielfeld. Die Gastgeberinnen wollten an ihren guten Auftritt vom Schwerin-Spiel anknüpfen und es auch dem Tabellenführer ebenfalls schwer machen, die Punkte aus dem Erfurter Norden mitzunehmen. Das sollte diesmal allerdings nicht klappen, denn Dresden zeigte sich, wie es ihr Trainer Alexander Waibl einforderte, voll konzentriert. Zwar konnten die Erfurterinnen den Start noch ausgeglichen gestalten und führten trotz drei Aufschlagfehlern mit 8:7 zur ersten technischen Auszeit. Dann jedoch gaben die Gäste Vollgas und beherrschten die Szenerie. Dem hohen Aufschlagdruck war die Erfurter Annahme nicht mehr gewachsen und im Angriff gelang es nur selten, den Ball am starken Block vorbei in der Spielfeldhälfte der Gäste unterzubringen. Lena Stigrot beendete mit einem Angriff zum 25:16 den ersten Satz. Den Start in den zweiten Satz verpasste Schwarz-Weiß. Gil Ferrer Cutino nahm beim 1:6 seine erste Auszeit. Der Tabellenletzte kämpfte sich wieder heran und zwang Dresdens Coach seinerseits zur Auszeit (9:10). Kurz konnten die Erfurterinnen noch dem Favoriten am Rockzipfel hängen bleiben, nach der zweiten technischen Auszeit zog Dresden dann aber davon und holte sich mit einem „Dankeball“ auch den zweiten Satz. Dass sich Erfurt nicht aufgab, belegt auch der gute Start im dritten Satz (6:8). Doch Dresdens Klasse war an diesem Samstagabend einfach zu groß. Gil Ferrer Cutino nutzte zwar alle Wechselmöglichkeiten, an eine Wende war aber nicht mehr zu denken. Das von Sarah Straube variabel aufgezogene Angriffsspiel war nicht zu stoppen. Jennifer Janiska beendete per Angriff mit dem ersten Matchball nach 68 Spielminuten das ungleiche Duell. Dresden nahm drei Punkte und Kapitänin Lena Stigrot die goldene MVP-Medaille mit auf die Heimreise. Die silberne Medaille, die Sindy Lenz – wie bereits am Mittwoch – erhielt, schimmerte nach dem gestrigen Spiel etwas blasser. StS” Bilder vom Spiel  

Online-Kreisvorstand

Online-Kreisvorstand
Inzwischen ist es ein Jahr her, dass wir mit dem CDU-Kreisvorstand noch ganz normal in Vor-Corona-Zeiten getagt haben. Im Februar 2020 konstituierte sich der neu gewählte Kreisvorstand und bei der nächsten danach geplanten Vorstandssitzung waren wir schon im Lockdown. Seit dem haben wir entweder nur noch in kleiner Runde oder per Videokonferenz getagt. Gestern Abend hatten wir in unserer Online-Kreisvorstandssitzung unseren CDU-Landesvorsitzenden Mario Voigt virtuell zu Gast und haben über die Herausforderungen im Superwahljahr diskutiert und den Bundesparteitag ausgewertet. Die Nominierungsveranstaltung zur Bundestagswahl werden wir verschieben müssen auf einen Zeitpunkt, an dem wir wieder Präsenzveranstaltungen abhalten können. Ende Februar werden wir auch wieder im Ortsverband tagen – natürlich ebenfalls online. Inzwischen funktioniert das mit Videokonferenzen ganz gut, aber es ist kein Ersatz für den direkten Gedankenaustausch.  

Den Favoriten in Bedrängnis gebracht

Hochmotiviert sind wir ins Spiel gegangen
Normalerweise wäre die Aufbauzeit der Halle für die ehrenamtlichen Helfer unseres Vereins der größere zeitliche Aufwand, als die Spieldauer gegen den mehrfachen Deutschen Meister. Dies Mal war es anderes und dies, weil der Aufbau der Halle Dank unserer vielen engagierten Helfer in 75 Minuten gelang. Aber auch, und dies freut uns umso mehr, weil das Spiel 106 Minuten dauerte. Da Schwerin zu Auswärtsspielen häufig mit der Bahn anreist hatten wir in Abstimmung mit den Gästen statt der üblichen Anfangszeit 18 Uhr uns auf den Start 16:30 Uhr verständigt. Durch die verspätete Anreise wurde daraus schließlich 16:45 Uhr und die Schweriner Verantwortlichen hatten die Uhr im Blick, um auch den Zug zurück nicht zu verpassen. Wenn wir, was vorher keiner geglaubt hätte, den Tie-Break erreicht hätten, wäre es eng geworden… Nachfolgend unser Spielbericht: Der SSC Palmberg Schwerin ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat erwartungsgemäß drei Punkte aus Erfurt mit auf die Heimreise genommen. Doch diese mussten sich die Mecklenburgerinnen bei Schwarz-Weiß Erfurt hart erkämpfen. Viele Spiele in kurzer Folge und eine Anreise per Bahn mit Hindernissen – die Partie stand für den Rekordmeister aus dem Norden alles andere als unter einem guten Stern im Sinne einer optimalen Spielvorbereitung. Dazu waren die Gastgeberinnen nicht gewillt, sich wehrlos ihres Schicksals zu ergeben. Erfurt kämpfte vorbildlich und aufopferungsvoll um jeden Punkt und Schwerin hatte mehr Mühe als es ihnen lieb war. Erfurt erwischte den besseren Start (8:5), musste aber beim 11:11 erstmals den Ausgleich hinnehmen. Danach setzte sich der Gast ab (13:19) und gewann den Auftaktsatz (18:25). Auch im zweiten Satz führten die Gastgeberinnen erneut mit 8:5. Diesmal ließen sie sich aber nicht in der Satzmitte abhängen und hielten das Geschehen offen. Sarah Kovac fand immer wieder eine Lücke im Gästeblock und auch die Annahme blieb stabil und eröffnete den SWE-Damen Optionen im Angriff. Erst mit dem zweiten Satzball gewann Schwerin knapp 25:23. Wiederum 8:5 hieß es zur ersten technischen Auszeit im dritten Satz. Diesmal konnten die Gastgeberinnen ihre Führung bis zur zweiten technischen Auszeit behaupten (16:14). Während Schwerin Kovac einige Male im Block abfing, schwangen sich nun die Außenangreiferinnen Sindy Lenz und Madeline Palmer auf, die Bälle zu Punkten zu verwandeln. Mit Erfolg: Sindy Lenz erspielte mit ihrem Angriffspunkt zwei Satzbälle für den Außenseiter. Als der Schweriner Block das Netz berührte, war der zweite Satzball verwandelt und die alles andere als erfolgsverwöhnten Erfurterinnen bejubelten ihren verdienten Satzgewinn. Felix Koslowski, offensichtlich gar nicht erfreut über den Satzverlust, nahm seine Mannschaft in der Satzpause noch mal in die Pflicht. Aber auch der Start in den vierten Satz sah die Thüringerinnen besser. 9:4 führten diese, ehe der SSC mit vier Punkten herankam. Erfurt konnte sich zwar immer wieder absetzen (12:9 und 21:17), die Gäste aber nicht entscheidend distanzieren. Als den SWE-Damen nach Rücksprache von Schiedsrichter Brommert mit seinem Linienrichter der 22. Punkt verwehrt blieb, nutzten die Gäste die kurze Konfusion im Stile einer Spitzenmannschaft und zogen mit einem 8:1-Lauf den Kopf noch aus der Schlinge eines drohenden Tiebreaks. Die Überraschung blieb somit aus und ein durchaus in Reichweite sich befindender Punkt ebenfalls. Aber die gezeigte Leistung der Schwarz-Weißen ließ das Glas halbvoll anstatt halbleer erscheinen. Während die goldene MVP-Medaille an Nicole Oude Luttikhuis ging, die im Aufschlag und Angriff zu überzeugen wusste, nahm Sindy Lenz die silberne erfreut entgegen. Für eine absolut sichere Annahme und gewitzte Angriffsleistung absolut verdient. Bereits am Samstag geht es weiter. Erfurt erwartet den amtierenden Tabellenführer, Dresdner SC, in der heimischen Riethsporthalle. Anpfiff ist hier 18 Uhr. (StS) Bilder vom Spiel  

Nächste Runde im Streit um Finanzen

Dabei bleibt es
Immer noch ist er nicht in Sicht – aber gestritten wird weiter darüber. Der Haushalt 2021 bewegt die Fraktionen im Erfurter Stadtrat und führt weiter zu gegenseitigen Schuldzuweisungen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende verpasste der Linken Katja Maurer noch eine, in dem er ihre Anmerkungen zu Rückzahlungen an das Land als unreflektiert und unredlich qualifizierte (damit hat er Recht). Die Linke wiederum schwächte ihren Lügenvorwurf an den Finanzdezernenten inzwischen ab. Aus der Lüge wurde nunmehr “unkollegialer Umgang”. Leider ändert dies alles nichts daran, dass es keinen Haushaltsentwurf 2021 gibt. Es ist müßig darüber zu spekulieren, ob offensichtlich bestehenden Haushaltslöcher in 2021 oder in den Folgejahren die Ursache dafür sind. Fakt ist, dass Erfurt über seine Verhältnisse lebt. Wir geben mehr aus, als wir einnehmen und wir haben nach wie vor eine falsche Prioritätensetzung. Es wird Jahr für Jahr im Verwaltungshaushalt zu viel verkonsumiert und im Vermögenshaushalt zu wenig investiert. Es gibt weder ein Haushaltssicherungskonzept (welches bei großen Lücken im Haushalt eine Selbstverständlichkeit sein sollte), noch ein Personalentwicklungskonzept. Solange, wie die Fraktionen darüber streiten, lehnt sich der Chef der Verwaltung zurück. Es wird höchste Zeit ihn nachdrücklich daran zu erinnern wer in der Pflicht ist, einen Haushaltsentwurf vorzulegen. Die ist laut ThürKO der Oberbürgermeister. Ein Haushaltsentwurf wäre der erste Schritt, um dann Schwerpunkte setzen zu können. Solange wie es keinen Haushaltsentwurf gibt, sind alle Fraktionen im Stadtrat Opposition, selbst die rot-rot-grüne Gemeinschaft.

Finanzpolitischer Wirrwarr von den Linken

Gehört noch zum Haushalt vom letzten Jahr – aber davon hatten die Linken auch schon keine Ahnung
Natürlich gibt reichlich Gründe, die Finanz- und Haushaltspolitik der Stadt Erfurt zu kritisieren und wir als CDU Stadtratsfraktion Erfurt tun dies auch regelmäßig. Da die Linke in Erfurt aber auch gerne Opposition spielt und sich dies auch nicht mit der Wahl eines zweiten Beigeordneten geändert hat machen das die Stadtratskolleginnen und Kollegen der Linken auch gerne. Nicht immer fachlich fundiert hat sich der ehemalige Fraktionsvorsitzende Matthias Bärwolff zu Wort gemeldet. Seine Nachfolgerin im Amt Katja Maurer hat sich sicher gedacht, es wäre eine tolle Idee da weiter zu machen wo ihr Vorgänger aufgehört hat. Via Presse beschimpfte sie den Finanzbeigeordneten der Stadt und bezichtigte ihn der Lüge, sowie des Spiels mit gezinkten Karten. Aus informierten Kreisen habe sie erfahren, dass die Stadt 8 Millionen Euro an das Land zurückzahlen will. Linnert habe dies dem Stadtrat verschwiegen und dies sei der Beweis, dass es Erfurt finanziell doch nicht so schlecht ginge. An der Stelle bleibt aber festzuhalten, dass die junge Kollegin der Linken von Finanzen leider absolut keine Ahnung hat. Möglich ist aber auch, dass ihr “Informant” sie bewusst auf eine falsche Spur gelockt hat. Fakt ist, dass Erfurt coronabedingt im letzten Jahr rund 25 Millionen Steuereinnahmeausfälle vom Land erstattet bekommen hat. Das Geld war bestimmt für „Ausfälle“.  Nun hat ein großer Steuerzahler zum Jahresende 8 Millionen Euro an Steuern bezahlt – darüber hatte Steffen Linnert den Finanzausschuss in seiner letzten Sitzung kurz informiert, aber die Linken hatten das wohl nicht mitbekommen. Eine Steuernachzahlung in Höhe von 8 Millionen zum Jahresende bedeutet, dass die Stadt von den 25 Millionen auch 8 Millionen zurückzahlen muss. Das ist zwar bedauerlich, wurde aber von der rot-rot-grünen Landesregierung so beschlossen. Besonders peinlich ist, dass Frau Maurer nicht nur Stadträtin, sondern auch linke Landtagsabgeordnete ist – sie hätte es also besser wissen können/müssen.

Superbowl LV

Vor dem Spiel war die Stimmung noch gut
Leider hat es nicht geklappt – die Kansas City Chiefs haben es nach einer tollen Saison wieder in den Superbowl geschafft und waren auch die Favoriten. Mit 9:31 ging das Spiel aber klar und verdient an die Buccaneers. Herzlichen Glückwunsch an die neuen Champions! Seit sieben Jahren, seit dem mein Sohn bei den Erfurt Indigos Football spielt, schauen wir regelmäßig Football und natürlich auch jeden Superbowl. In der Zeit gab es nur zwei Ausnahmen – einmal waren wir in Dubai und einmal habe ich den Superbowl am see Genezareth geschaut. Die dritte Ausnahme gab es in diesem Jahr – wir haben das Spiel zu Hause gesehen, weil coronabedingt auch das Ilvers die Erfurter Footballfans nicht in der Nacht aufnehmen konnte. Also Beamer und Spareribs at home mit meinen beiden Söhnen. Meine beiden Söhne brennen für die Cowboys und die Eagles. Insofern konnten sie sich das Spiel ganz entspannt ansehen. Als großer Chiefs-Fan erspare ich mir eine Kommentierung. Im Laufe des Abends wurde ich immer ruhiger und bei der Liegestütz-Challenge gab es auch nichts zu tun. OK, so ist Sport und jetzt freue ich mich auf die neue Saison 😉

Wenn aus Spaß Ernst wird…

Gerade noch Glück gehabt…
Samstag mussten wir den Schnee noch suchen und ich bin mit dem Kurzen zum Kickelhahn um dort rodeln zu können. Am heutigen Sonntag waren Skifahrer in der Stadt unterwegs, Snowboarder fuhren die Domstufen runter und am Stadtrat versuchten sich Kite-Snowsurfer. Was durchaus ein erfreulicher Anblick ist – und in Erfurt zudem ein ungewohnter, relativiert sich schnell auf der Straße. Da ich den Kurzen nach Weinheim zurückbringen musste, habe ich den Straßenzustand auf 650km getestet. Das kurze Fazit: bis zum Stadtrand war es am schwierigsten, da war gar nicht geräumt. Bis zur Landesgrenze haben die Thüringer Straßenmeistereinen einen guten Job gemacht. Die dann anschließenden rund 40 km bis zum Kirchheimer Dreieck hatten die Hessen offensichtlich „vergessen“, denn geräumt wurde dann erst wieder auf der A5. Allerdings stiegen dann auch die Temperaturen und in Weinheim war es nur noch Regen bei 7 Grad plus. Immerhin habe ich es geschafft pünktlich gegen 19 Uhr – also nach rund sechseinhalb Stunden wieder in Erfurt zu sein, um den Football-Abend mit meinen beiden großen Söhnen vorbereiten zu können. Da es aber die ganze Nacht weiter geschneit hat, war das richtige Verkehrschaos erst heute Vormittag. ÖPNV eingestellt und Fortbewegung nur zu Fuß möglich. Das Homeoffice bietet Vorteile.

Steuererhöhungen für CDU nicht verhandelbar

„Für die CDU-Stadtratsfraktion Erfurt sind Steuererhöhungen ein Tabuthema für den Haushalt 2021 und auch für die Folgejahre.“ Das stellt der finanzpolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion und Vorsitzende des Finanzausschusses Michael Panse in Reaktion auf eine diesbezügliche Presseäußerung des Erfurter Finanzbeigeordneten Steffen Linnert klar. Befremdet ist Panse darüber, dass sich die Vorlage des Haushaltsentwurfs für das laufende Jahr nun offensichtlich, nach Vorstellungen des Beigeordneten, auf das Ende des 2. Quartals 2021 verlagern soll. Panse erklärt dazu: „Diese Salamitaktik seit letztem Sommer ist eine Zumutung. Immer wieder werden neue Ausreden gesucht, warum sich der Haushaltsentwurf verzögert. Erst waren es der fehlende Landeshaushalt und die ungewissen Zuschüsse von Land und Bund. Nun ist es die mittelfristige Finanzplanung. Fakt ist, dass andere Städte ihre Hausaufgaben erledigen, während dies in Erfurt verzögert wird.“ Dem Erfurter Stadtrat und dem Finanzausschuss sind noch nicht einmal die Eckpunkte des Haushalts 2021 bekannt und der Finanzbeigeordnete spekuliert via Presse über „dramatische Einahmeerhöhungen etwa bei Steuern, Gebühren und Beiträgen oder dramatische Leistungskürzungen“. „Wenn der Finanzbeigeordnete und der Oberbürgermeister nach Sollbruchstellen suchen, haben sie nun welche gefunden. Die CDU wird bei Steuererhöhungen definitiv nicht mitmachen. Ich erwarte, dass der Finanzausschuss umgehend über den aktuellen Planungsstand zum Haushalt 2021 informiert wird“, fordert Panse abschließend.

Steuererhöhungen sind Tagträumereien

Meldung in der TA
Während in anderen Städten in Thüringen der Haushalt für das laufende Jahr längst beschlossen ist, wird in Erfurt noch darüber spekuliert, ob und wann es einen Entwurf gibt. Die Diskussion darüber geht schon seit letztem Sommer. Damals – immerhin auch schon zu Corona-Zeiten – hat der Stadtrat beschlossen, dass der Oberbürgermeister im 3. Quartal Eckpunkte des Haushalt 2021 und zum Jahresende den fertigen Entwurf vorlegen solle. Dieser Beschluss wurde einmütig gefasst und danach auch nie beanstanden – allerdings vom OB und seinem Finanzbeigeordneten nicht umgesetzt. Alle gesetzten Fristen verstrichen und als Begründung musste der unklare Landeshaushalt herhalten. Nun ist dieser aber seit Dezember beschlossen, während die Landeshauptstadt in die vorläufige Haushaltsführung ging. Versprochen wurde das 1. Quartal als neue Frist. Via Presseartikel durften wir heute erfahren, dass auch diese Frist verstreichen wird. Zudem denkt der Finanzbeigeordnete über Streuerhöhungen für die Folgejahre nach. Alles was dazu notwendigerweise zu sagen ist, habe ich in einer Pressemitteilung für die Fraktion erklärt.

Frische am Samstag erwartet

Am Samstag, 19 Uhr, tritt Schwarz-Weiß Erfurt zum nächsten Auswärtsspiel an. Beim Vierten, Rote Raben Vilsbiburg, wartet eine schwere Aufgabe auf die Thüringerinnen. Die unerwartet deutliche Niederlage beim VC Wiesbaden in der Vorwoche ist sprichwörtlich genauso Schnee von gestern wie das Original, das fast zeitgleich der Warmluft zum Opfer fiel. Während das geschmolzene Weiß die Flüsse ansteigen ließ, soll es für die Schwarz-Weißen nicht weiter den Bach runter gehen. Weder in der laufenden Saison noch zukünftig, weshalb Präsident Michael Panse mit seinen Mitstreitern, darunter Geschäftsführer Christian Beutler, bereits in den Planungen für die nächste Saison steckt. „Entscheidend wird sein, wie die Gespräche mit unseren Sponsoren verlaufen“, so Erfurts Präsident. Dass die Planungen schon laufen, obwohl die Saison noch längst nicht beendet ist, hat nichts damit zu tun, dass die Erfurter Führung schon einen Haken an die laufende gemacht hätte. Aber bis Ende März wird von der VBL eine Entscheidung erwartet. Positiv könnte sich auswirken, wenn die Mannschaft ihren sportlichen Teil dazu beiträgt. Was zwar in den anstehenden Aufgaben in Vilsbiburg und danach gegen Schwerin und Dresden nicht unbedingt heißen muss zu gewinnen – das wäre aufgrund des Leistungsvermögens wohl etwas vermessen -, aber zumindest sollte eine klare Verbesserung erkennbar sein. Beitragen dazu soll Anastasia Grechanaia. Die russische Angreiferin ist jetzt spielberechtigt und brennt auf den ersten Einsatz für ihr neues Team. Vielleicht bringt sie am Samstag frischen Schwung ins Erfurter Angriffsspiel, so wie das zeitgleich erwartete Tief frischen Schnee nach Thüringen liefert. Wozu es unter dem Strich für die SWE-Damen reichen wird, bleibt abzuwarten. Nachlässigkeit oder Geschenke können sie von den Raben und deren Ex-Erfurter Trainer Florian Völker nicht erwarten. „Wir kämpfen momentan darum, unseren vierten Platz bis zum Hauptrundenende zu verteidigen. Wir haben auch noch ein schweres Restprogramm. Unser Ziel für Samstag ist ganz klar, drei Punkte einzufahren“, lässt der Raben-Trainer keine Zweifel aufkommen. Zuletzt siegten die Niederbayern mit einer starken Leistung und Nervenstärke in einer sehenswerten Partie in Aachen. MVP wurde da Danielle Brisebois, die ebenso motiviert ins Geschehen gegen ihr Ex-Team gehen wird. Unter sporttotal.tv kann die Partie im kostenlosen Livestream von der Couch aus verfolgt werden. StS