Blogeinträge

Derbyniederlage nach packendem Kampfspiel

Letztes Heimspiel der Saison
Unserem ersten Fernsehheimspiel in der Vereinsgeschichte fehlten gestern Abend nur zwei Dinge – die Fans in der Halle und das Quäntchen Glück, das Spiel zu gewinnen. Ich habe mich aber über das Engagement unseres Teams gefreut und ich bin stolz auf sie, dass sie sich im letzten Heimspiel der Saison noch einmal besonders rein gehangen haben. Aber leider verpasste es unser Team im dritten Satz den Sack zuzubinden. Der Bericht im Thüringen Journal fasst das Geschehen ganz gut zusammen. In der kommenden Woche sind noch zwei Auswärtsspiele in Potsdam und Münster. Ich werde unser Team bei beiden Spielen vor Ort unterstützen. Nachfolgend unser Spielbericht: “Eine Woche nach der Tiebreak-Niederlage gegen Aachen, folgte im letzten Heimspiel für Schwarz-Weiß Erfurt die nächste. Diesmal hieß es im Thüringenderby 2:3 nach einer 2:0-Führung. Zwei Stunden Sendezeit hatte Free-TV-Sender Sport 1 für die Übertragung des Duells Erfurt vs. Suhl eingeplant. Zu wenig. Als das Thüringenderby in den Entscheidungssatz ging, schaltete der Spartensender auf Darts um und ließ Zuschauer ohne Internetempfang enttäuscht außen vor. Das Handicap der Unberechenbarkeit der Spieldauer im Volleyball war wieder einmal an der Tagesordnung. Doch bis dahin sahen die Zuschauer ein packendes, weil umkämpftes, aber auch sehr fehlerbehaftetes Spiel der beiden Thüringer Mannschaften. Während Erfurt zu Spielbeginn, fast schon obligatorisch, mit Problemen in der Annahme kämpfte, produzierten die Gäste im Aufschlag und Angriff ungewöhnlich viele Fehler. Daraus entwickelte sich ein enger Schlagabtausch bis zum 16:15. Mit zwei weiteren Punkten konnte sich Erfurt danach leicht absetzen (18:15) und bog nach einem Blockpunkt und einem Ass von Zuspielerin Meghan Barthel mit einer 22:18-Führung in die Crunchtime ab. Von vier Satzbällen benötigten die Gastgeberinnen dann alle, um nach einem Aufschlagfehler von Danielle Harbin mit 25:23 den Satzgewinn einzufahren. Eine enge Kiste sollte auch der zweite Satz werden. Suhl weiter mit hoher Eigenfehlerquote, Erfurt mit zu wenig Durchsetzungsvermögen am Netz. Nach langem Hin und Her schafften es die Gäste, aus einem 14:16-Rückstand eine 20:17-Führung zu erspielen. Gil Cutino nahm eine Auszeit und seine Mannschaft glich aus (20:20). Eine hitzige Crunchtime sollte folgen, in der das Schiedsrichtergespann um Tobias Markfeld einige knifflige Entscheidungen treffen musste und sich Laszlo Hollosy, ebenfalls schon fast obligatorisch, seine gelbe Karte abholte. Beim 22:24 und 24:25 vergab der VfB drei Satzbälle zum Satzausgleich. Erfurt nutzte dagegen seinen ersten unter Mithilfe von Agnes Pallag, die einen Hinterfeldangriff ins Netz setzte. Schwarz-Weiß führte 2:0 nach Sätzen. Mit einer 6:2-Führung startete der Tabellenletzte in den dritten Durchgang und schien auf bestem Wege, eine Überraschung zu schaffen. Doch das Blatt sollte sich noch wenden. Erfurt bekam wieder Probleme im Spielaufbau, während sich die Südthüringerinnen der drohenden Niederlage widersetzten. Weniger eigene Fehler, mehr Druck in Aufschlag und Angriff – Suhl ging mit 13:9 in Führung und war beim 21:16 dem Satzgewinn nahe. Nach Erfurts zweiter Auszeit erkämpften sich die Blumenstädterinnen bravourös doch noch den Ausgleich (22:22). Als es kurz danach 23:23 stand, fehlten dem Außenseiter nur noch zwei Punkte zu einem 3:0-Erfolg. Doch mit der Niederlage vor Augen, wendeten die Gäste nervenstark das Unheil ab. Der mittlerweile für Danielle Harbin gekommenen Jelena Sunjic war es vorbehalten, das 25:23 zu erzielen und somit auf 1:2 nach Sätzen zu verkürzen. Wie sich in der Folge herausstellte, sollte das der Knackpunkt der Partie werden. Suhl hatte jetzt „Blut geleckt“, wirkte, angeführt von einer immer präsenter werdenden Claudia Steger, immer sicherer und dominierte fortan das Spiel. 3:8 und 8:16 hießen die Zwischenstände aus Erfurter Sicht. Frühzeitig wurde klar, dass es in den Entscheidungssatz gehen würde. Erfurts Coach wechselte seine Angriffsreihe durch, um den Konditionstank wieder auffüllen zu lassen. Eine nachvollziehbare Entscheidung. Zwar machten Paula Reinsch und Sarah Kovac ihre Sache sehr ordentlich, den deutlichen Satzverlust (14:25) konnten sie aber nicht mehr verhindern. In den Entscheidungssatz, der die Free-TV-Zuschauer außen vorließ, gingen die Erfurterinnen wieder mit ihrem Anfangssechser, der sich eine 2:0-Führung erspielte. Doch zu einem Happyend sollte es für den nie aufsteckenden Außenseiter nicht mehr kommen. „Wir haben immer gekämpft, bis zum Schluss, auch bei großem Rückstand“, fand Libera Michelle Petter nach dem Spiel sichtlich enttäuscht, den möglichen Sieg noch verpasst zu haben. Doch der Wille allein reichte nicht, denn die Gäste waren final konditionell und mental überlegen. Als Erfurts Trainer beim 4:10 seine zweite Auszeit nahm, waren bereits die Messen gesungen. Humorlos beendeten die VfB-Damen die Partie zum 15:8. Geknickte Stimmung herrschte bei den Erfurterinnen nach der verpassten Chance des im Bereich des Möglichen gelegenen Sieges. Verständlich, denn sie hatten drei Sätze den favorisierten Gästen ein Spiel auf Augenhöhe geboten. Aber mit etwas Abstand sollten gerade die jungen Spielerinnen das Positive mit in die beiden letzten Partien in Potsdam (Mittwoch) und Münster (Samstag) nehmen. Der VfB, der spät, aber nicht zu spät seine Qualität auf Spielfeld brachte, durfte sich über den knappen Sieg freuen. Der Jubel darüber fiel allerdings verhaltener aus als beim 3:0-Hinspielerfolg und Trainer Laszlo Hollosy schien nach dem Abpfiff mehr unzufrieden als glücklich über den späten Tiebreaksieg. Zu den MVP wurden Jasmine Gross (Silber) und Claudia Steger (Gold) gewählt. (Stephan Siegl)” Bilder vom Spiel

Noch 47 Tage bis zur Buga 2021

Schwarz-Rot-Gold mit Kristina Vogel, Marion Walsmann und Dietrich Hagemann
Langsam wird es eng mit der fristgerechten Fertigstellung der Buga-Projekte. Am 23. April soll die Buga 2021 eröffnet werden. Eine große Eröffnungsfeier wurde coronabedingt schon abgesagt und ggf. im Sommer nachgeholt. Bis dahin sollte dann aber wirklich alles fertig sein – eigentlich. Einige Baustellen werden uns aber durch das Buga-Jahr begleiten und um uns über den Stand der Buga zu informieren, waren heute die Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion und die sachkundigen Bürger des Buga-Ausschusses auf der EGA zu Gast. Buga- und EGA-Geschäftsführerin Katrin Weiß führte uns über die EGA und durch das Wüstenzonenhaus Danakil und berichtete über die geplanten Corona-Schutzmaßnahmen. Bis zu 21.000 Buga-Besucher pro Tag können es werden, aber am Danakil wird der Flaschenhals der Besucher zu einer Herausforderung. Dafür sind elektronisch buchbare Besuchszeiten geplant. Für die EGA ist die Buga der Rettungsanker und die Frischzellenkur. Vor genau 60 Jahren wurde die IGA eröffnet und viele der Hallen und Wege stammen aus dieser Zeit. Was einmal für 10 Jahre geplant hatte musste Jahrzehnte halten, aber war auch völlig verschlissen. Ich kann mich als EGA-Aufsichtsratsvorsitzender an Diskussionen um den Verkauf von Teilflächen der EGA erinnern, um den Rest zu retten. Die Baustellen auf der EGA werden in 47 Tagen weitgehend fertig sein und die Blüttenpracht wird beeindrucken. Danakil wird toll – Bilder aus dem Inneren sind noch verboten, aber es sieht jetzt schon Klasse aus. Auch die Gera-Auen sind schon sehenswert. Was Sorgen bereitet ist der Petersberg. Dort werden noch Baustellen bleiben und die Baustelle am Petersberg, das Lauentor wird sogar bis nach der EGA bestehen. Dafür trägt die Stadt die Verantwortung. Späte Ausschreibungen sind Hauptursache der Probleme, die Corona und Wintereinbruch verschlimmert haben. Ich freue mich auf die Buga und weiß, dass sie eine Riesenchance für Erfurt ist. Kritisch muss man aber anmerken, dass leider viele Sachen aus der Buga-Bewerbung – vor 10 Jahren – nicht realisiert werden konnten. Wir werden die Buga 2021 kritisch-konstruktiv begleiten und dafür werben, dass viele Menschen nach Erfurt kommen, wenn es denn wieder möglich ist. Bilder vom Besuch auf der EGA

Haushalt unter Verschluss

Michael Panse: Haushalt muss Chefsache werden Seit letztem Sommer wird die Vorlage des Haushaltsentwurfs 2021 seitens der Stadt immer weiter verschoben. Für die CDU entsteht der Eindruck, dass diese Verzögerungstaktik System hat. Im letzten halben Jahr entwickelten sich die Ausreden der Stadtverwaltung, warum es noch keinen Haushaltsentwurf geben könne, stets weiter. Erst wurde Corona als Universalausrede angeführt, danach der fehlende Landeshaushalt und die damit verbundenen Unsicherheiten was die Schlüsselzuweisungen an die Kommunen angeht. In der letzten Sitzung des Finanzausschusses hat der zuständige Beigeordnete verkündet, dass er nun einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf in der Schublade habe – doch zeigen will er ihn immer noch nicht – da in den Folgejahren 95 Millionen Euro fehlen. „Finanzausschuss und Stadtrat werden weiter hingehalten, aus teils hanebüchenen Gründen!“, echauffiert sich Michael Panse, Vorsitzender des Finanzausschusses. Der Beigeordnete hat angekündigt, dass die Stadt gerade noch mit dem Freistaat darüber verhandele, möglicherweise kein Haushaltssicherungskonzept vorlegen zu müssen. Mit anderen Worten: Die Stadt versucht sich von der Pflicht zu befreien, einen Sparplan aufzustellen. „Dieser Plan gleicht einem Abenteuer! Fakt ist, dass der Stadt in den nächsten Jahren 95 Millionen Euro fehlen. Es scheint, als würde die Stadtspitze Augen und Ohren davor verschließen. Doch durch ignorieren wurde noch kein Problem gelöst. “, konstatiert Panse weiter. Die Zeitschiene der Verwaltung sieht eine Vorlage des Haushalts zum Ende des zweiten Quartals vor. Bis der Haushalt dann beschlossen und genehmigt sein würde, ist das Jahr bereits so weit vorangeschritten, dass notwendige Investitionen auf Grund der Ausschreibungsfristen möglicherweise nicht mehr stattfinden können. „So kann man natürlich durch die Hintertür sparen. Der Haushalt droht zu einem Zeugnis der unseriösen Haushaltspolitik der Stadt zu werden. Daher müssen jetzt umgehend die Eckpunkte des Haushalts vorgelegt werden und Vorschläge für die Verhinderung eines drohenden Finanzchaos in den Folgejahren gemacht werden. Der Oberbürgermeister ist in der Verantwortung und muss den Haushalt endlich zur Chefsache erklären “, so Panse abschließend.

Luftschlösser

So sieht ein negativer Schnelltest aus
Unüberlegt und vorschnell sind hin und wieder Pressemitteilungen der Stadt Erfurt. Die heutigen Pressemitteilung, in der der Oberbürgermeister ankündigt, in der nächsten oder übernächsten Woche die Läden der Innenstadt testweise zu öffnen erfüllt beide Kriterien. Eine Menge offene Fragen ergeben sich aus dem Text der Pressemitteilung. Was bedeutet dies für nachfolgende PCR-Tests, wenn unter den erwarteten 10.000 Schnelltests positive Tests sind? Bis jetzt führte dies nicht zu automatischen PCR-Tests des Gesundheitsamtes, sondern zu einer Quarantäne, obwohl die Testkapazitäten vorhanden waren – siehe Pressemitteilung aus der letzten Woche. Es wäre ausgesprochen erfreulich, wenn die Einzelhändler der Innenstadt eine Perspektive erhalten. Ausgesprochen unredlich ist es vom OB, jetzt Hoffnung zu verbreiten, ohne die rechtlichen Rahmenbedingungen mit dem Land geklärt zu haben. Augenscheinlich ging es ihm – oder seinem Pressesprecher – um einen populistischen Vorstoß, der landesweit mediale Beachtung, aber auch Kopfschütteln erntet. Befremdet bin ich als Finanzpolitiker auch über die nebulösen Aussagen des Oberbürgermeisters zur Finanzierung. Er möchte mit der Durchführung der Schnelltests einen externen Dienstleister beauftragen und rechnet mit 10.000 Testungen. Derzeit kostet ein Schnelltest rund 10 Euro und die Abnahme des Tests 15 – 30 Euro. Daraus resultieren Kosten für diese Aktion in Höhe von mindestens 250.000 Euro. Woher dieses Geld kommen soll, während sich die Stadt in vorläufiger Haushaltsführung befindet, nur kommunale Pflichtaufgaben erfüllen darf und keine weiteren freiwilligen Leistungen, verschweigt der OB. Vielleicht gut gemeint – aber schlecht gemacht! Ich befürchte das Luftschloss des Oberbürgermeisters wird sich schnell wieder auflösen und bleiben wird ein weiterer Mosaikstein, der das Vertrauen in Politiker zerstört.

Schwierige Haushaltgrundlage

Daumen runter für die Haushaltspolitik des Oberbürgermeisters
Normalerweise geht der Finanzausschuss relativ zügig, da wir seit Monaten pandemiebedingt deutlich weniger Streitthemen auf der Tagesordnung haben. Ein Thema  ist aber inzwischen zum Dauerkonfliktherd geworden und hat auch die gestrige Sitzung erheblich verlängert. Der fehlende Haushalt 2021 ist zum Ärgernis für die Fraktionen geworden. Seit letzten Sommer wird der Termin der Vorlage des Haushaltsentwurf 2021 immer weiter nach hinten geschoben. Dazu werden mit jeder Terminverschiebung neue Ausreden bemüht – Corona, der fehlende Landeshaushalt, fehlende Planungssicherheut für 2022 und ff. Jahre und nun ist es die im Raum stehende Verpflichtung zur Erstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes. Der Blick in die ThürKO könnte da helfen… Der Oberbürgermeister hat dem Stadtrat nach ThürKO einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vorzulegen. Und ein Haushaltssicherungskonzept ist aufzustellen, wenn die Beurteilung der dauernden Leistungsfähigkeit in zwei der drei dem laufenden Jahr vorangegangenen Haushaltsjahre oder in zwei der dem laufenden Haushaltsjahr folgenden Finanzplanungsjahre einen Fehlbetrag aufweist. Und ebenfalls ist ein HSK fällig, wenn die Gemeinde nicht in der Lage ist, die gesetzliche Verpflichtung zum Erlass eines ausgeglichenen Haushalts gemäß § 53 Abs. 1§ 55 Abs. 1 zu erfüllen. Nach den Worten des Beigeordneten fehlen der Landeshauptstadt Erfurt in den kommenden Jahren 95,5 Millionen Euro. Um trotzdem einen Haushalt einbringen zu können verhandele die Stadt mit dem Land darüber, dass die Pflicht zur Erstellung eines HSK für befristete Zeit ausgesetzt wird. Ich halte dies für einen abenteuerlichen Plan. Um sich die Zeit und Mühe zu sparen ein HSK und damit einen Instrumentenkasten zur Haushaltskonsolidierung zu erstellen, sollen sich Stadt und Land die Augen zu halten? Kein einziger Euro wird aber mit so einem Verfahren gespart, man lügt sich nur die Tasche voll und wartet auf Besserung. Die schwierige Haushaltsgrundlage wird wohl im laufenden Jahr und auch in den Folgejahren dringend notwendige Investitionen verhindern.
Herzlich Willkommen im Finanzausschuss!
Wir werden dieses Thema offensiv in den Stadtrat tragen, denn schließlich erfüllt die Verwaltung derzeit noch nicht einmal den einmütigen Stadtratsbeschluss, dass über Eckpunkte des HH-Entwurfs 2021 im Finanzausschuss informiert werden soll. Bei allem Frust über die gestrige Finanzausschusssitzung gab es auch etwas erfreuliches. Ich konnte als Ausschussvorsitzender einen neuen sachkundigen Bürger für die FDP im Stadtrat begrüßen. Sachkundige Bürger wechseln immer mal in einer Wahlperiode – in dem Fall habe ich mich aber gefreut, dass es etwas “familiärer” im Finanzausschuss wird. mein Neffe Adrian Panse wird künftig regelmäßig dabei sein. herzlich Willkommen und auf eine gute Zusammenarbeit!

Busübergabe

Schick!
Zwar haben wir nur noch zwei Auswärtsspiele, aber trotzdem gab es gestern die offizielle Busübergabe. In dieser Saison sind wir wieder mit einem Bus zu den Auswärtsspielen des Schwarz-Weiß Erfurt in der 1. Bundesliga unterwegs. In Corona-Zeiten ist es sowohl was den Abstand, als auch die Pausenanzahl angeht besser, als mit Kleinbussen. Vor allem haben wir aber mit der Fahrschule Trafoier einen Partner gefunden, der uns aus Volleyballbegeisterung unterstützt. Firmenchef Andreas Trafoier fährt regelmäßig selbst mit zu den Auswärtsspielen und unterstützt seinen Stammfahrer Vadim. Damit wir auch auf der Autobahn erkennbar sind, wurde der Bus  von der SD VerkehrsMedien Thüringen GmbH gestaltet und ist nun als BUGA-Schwarz-Weiß Erfurt-RSB Thuringia Bulls-Bus unterwegs. Allzeit gute Fahrt! Bilder von der Busübergabe

Nicht nur über Stufenpläne reden – sondern sie anwenden

Letzten Sommer ging zumindest noch Beachvolleyball
Gespannt blicken die Bürgerinnen und Bürger zu den heutigen Gesprächen zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten. Die Erwartung ist groß, dass es endlich verbindliche Regelungen gibt, die wenigstens eine Planungssicherheit anhand der Inzidenzzahlen bieten. In Thüringen gibt es seit Anfang Februar einen Entwurf eines Stufenplans – der seit dem diskutiert wird und zu dem die Kommunen derzeit Stellungnahmen abgeben können. Bezüglich der Regelungen zu den Öffnungen der Schulen gibt es landesweit gültige Festlegungen. Die Landeshauptstadt Erfurt wendet diese an und da der Inzidenzwert nun schon seit einigen Tagen stabil unter 100 liegt, öffnen ab morgen wieder alle Schulen. Schön wäre es, wenn es solche Regelungen auch für Gastronomie, Handel und öffentliches Leben gäbe – dann könnten die Betroffenen sich darauf einstellen. Für den Sport gibt zwar eine klare Regelung im Entwurf zu Stufenplan – aber ab wann dieser Stufenplan Richtschnur wird ist offen. Fitnessstudios und der organisierte Trainingsbetrieb soll unterhalb eines Inzidenzwertes von 50 möglich sein. Voraussetzung dafür ist ein Hygienekonzept. Zwischen 50 und 100 greifen sollen für Fitnessstudios weitere Einschränkungen gelten (keine Umkleiden und keine Duschen). Oberhalb von 100 sollen Sporteinrichtungen generell geschlossen sein. Da ich mich vielfältig im Sport engagiere, kann ich zumindest für unseren Verein SWE Volley-Team sprechen und anmahnen, dass diese Passagen aus dem Entwurf des Stufenplans endlich angewendet werden und sich in den entsprechenden Verordnungen des Landes und der Stadt wiederfinden.

Glasnost und Perestroika

Auf Point Alpha
Гласность und перестройка – Offenheit und Umstrukturierung – für diese beiden Worte steht Michail Gorbatschow, der heute seinen 90. Geburtstag feiert. Mit seiner Politik des Wandels ermöglichte der Friedensnobelpreisträger letztlich das Ende des Kalten Krieges und die Deutsche Wiedervereinigung. Am 11. März 1985 wurde Gorbatschow zum Generalsekretär des ZK der KPDSU gewählt und begann seine Politik der Öffnung. Damals habe ich gerade meinen Grundwehrdienst bei der NVA geleistet und erinnere mich noch an das Sputnik-Verbot in der DDR. In dieser Zeitschrift wurde die vorsichtige Reformpolitik Gorbatschows kommentiert und für viele DDR-Bürger zur Hoffnung. „Wer zu spät kommt, den bestrafft das Leben“ gab er im Herbst 1989 der greisen Staatsführung der DDR mit auf den Weg, um schließlich mit Helmut Kohl einige Wochen später die Weichen zur Deutschen Einheit zu stellen. Wir verdanken ihm viel und deshalb wurde er bei seinen Besuchen in Deutschland auch immer begeistert empfangen. Am 14. März 1990 wurde Gorbatschow Staatspräsident der Sowjetunion. Das Auseinanderfallen der Sowjetunion und die Unabhängigkeit der Republiken führten schließlich dazu, dass Gorbatschow im Dezember 1991 vom Amt als Staatspräsident zurück trat. Zur Tragik seines politischen Wirkens gehört, dass er weltweit dafür Wertschätzung und Anerkennung erhält, aber in seiner Heimat verschmäht wird. In Erfurt und Thüringen war er mehrmals zu Gast.  Ich erinnere mich besonders gerne an die Veranstaltung vor 15 Jahren auf Point Alpha, als er am 17. Juni 2005 zusammen mit  George H. W. Bush und Helmut Kohl mit dem Point-Alpha-Preis geehrt wurde. 10.000 Thüringerinnen und Thüringer waren begeistert dabei. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und viel Gesundheit einem Staatsmann, der die Politik des zu Ende gegangenen Jahrhunderts wie kein anderer geprägt hat!

In das Spiel gekämpft

Vor dem Spiel
Dieses Mal hatte Aachen das bessere Ende für sich. Allerdings haben sich unsere Spielerinnen nach einem völlig verkorksten ersten Satz gut ins Spiel gekämpft und hätten den zweiten Punkt ebenso verdient gehabt. Noch auf drei Spiele können wir uns in dieser Saison freuen und ich habe vor bei allen drei Spielen unseren Mädels den Rücken zu stärken. Kommenden Samstag steht das Thüringen-Derby auf dem Programm und auch im nachfolgenden Spiel in Potsdam kann unser Team unbeschwert aufschlagen. Nachfolgend der Spielbericht von Stephan Siegl. “Nach einem zweistündigen Match musste sich Schwarz-Weiß Erfurt im Duell mit den LiB Aachen knapp mit 2:3 geschlagen geben und verpasste somit den dritten Saisonsieg. Wenn man mit 13:15 im Tiebreak unterlegen war, dann waren es nur Nuancen, die an einem vollen Erfolg fehlten. Im Spiel der beiden Tabellennachbarn war es am Ende die Routine, die gesiegt hatte. Bezeichnend, dass Kapitänin Mareike Hindriksen den dritten Matchball mit einem Leger verwandelte und ihrer Mannschaft damit zwei wichtige Punkte im Kampf um den Play-off-Platz sicherte. Neben ihr waren es auch die später zur MVP gekürte Jana Franziska Poll und Leonie Schwertmann, die das Spiel der Ladies maßgeblich prägten. Erfurt hatte dem „nur“ einen aufopferungsvollen Kampf entgegen zu setzen – allerdings recht erfolgreich. Zunächst standen sich die SWE-Damen mit einer schwachen Annahmeleistung wieder einmal selbst im Weg. Mit 14:25 ging der Auftaktsatz dann auch deutlich an die Gäste. Als Gil Ferrer Cutino beim 7:12 im zweiten Satz Auszeit nahm, schien der Abend aus Erfurter Sicht nicht vielversprechend. Doch so langsam stabilisierte sich das Defensivverhalten der Gastgeberinnen und mit mehr Mut in ihren Aktionen bliesen die SWE-Damen zur Aufholjagd. Eine Initialzündung war da die eingewechselte Rica Maase (Bild links), die ihre Chance beim Schopfe packte und fortan mit gutem Beispiel am Netz voranging. Beim 18:17 lag Erfurt erstmals im Spiel überhaupt in Führung und fuhr nach einem Block von Jasmine Gross den Satzgewinn (25:21) ein. In Satz drei hatte Aachen wieder den besseren Start erwischt (3:7). Doch hatte nun auch Madeline Palmer (spätere MVP auf Erfurter Seite) der Aufwind im Erfurter Angriff gepackt. Mit drei Punkten einer Erfurter Fünfer-Serie brachte sie ihre Mannschaft wieder in Führung (8:7). Nachdem es dem Vorletzten wieder gelang, dem Schlusslicht vier Punkte zu enteilen (12:16), waren es die wirkungsvollen Aufschläge der eingewechselten Anastasiia Grechanaia, die die Gastgeberinnen wieder ins Spiel brachten. Beim 23:23 war alles offen. Dass Leonie Schwertmann und Eline Timmerman mit zwei Angriffen über die Mitte den Satz für Aachen einfuhren, war ein Puzzleteil zum späteren Gästesieg. Sie waren ihren Gegenüber im Block und Angriff einen Tick voraus. Doch noch war nichts entschieden. Erfurt war jetzt wild entschlossen, nicht klein bei zu geben. Beim Stand von 5:6 verletzte sich aber Zuspielerin Madelyn Cole nach einer Blockaktion, als sie bei der Landung umknickte und vom Spielfeld musste. Schwarz-Weiß schien kurz geschockt, Aachen zog auf 5:8 davon. Es sprach für die tapferen Thüringerinnen, dass sie erneut zurückschlugen. Mit einer 16:12-Führung gingen sie in die zweite technische Auszeit. Eine diskutable Ausballentscheidung zum 17:12 für Erfurt, die nach Beschwerden der Gäste zu zwei gelben und einer roten Karte führte, sah die Gastgeberinnen nun mit 18:12 in Führung. Eine Vorentscheidung war gefallen und Sindy Lenz versenkte zum 25:16-Satzgewinn und 2:2-Ausgleich. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Bis zum letzten Seitenwechsel war es ein ständiges Hin und Her. Danach zogen die Ladies auf 10:7 davon und erkämpften sich drei Matchbälle. Zwei Mal konnten die Erfurterinnen noch Gegenwehr leisten, bis Mareike Hindriksen abgezockt die Partie beendete. Aachen hatte verdient zwei Zähler eingefahren und sich die Chance auf Platz acht erhalten. Erfurt hat sich zumindest den einen Zähler verdient, sollte Selbstvertrauen getankt haben und dieses in das Thüringenderby am kommenden Wochenende mitnehmen. StS” MDR-Bericht Thüringer Allgemeine Bilder vom Spiel

Noch vier Spiele in der Corona-Saison

 
Mannschaftbild in Corona-Zeiten
Immerhin noch vier Spiele – zwei zu Hause und zwei Auswärts – stehen für unsere Damen auf dem Programm. Während es bei den anderen Teams der Liga in der Regel nur noch zwei Spiele sind, haben wir zwei Nachholspiele und dadurch auch noch die Hoffnung etwas Balsam auf die Seele streichen zu können und vielleicht doch noch einige Sätze und Punkte zu sammeln. Die Saison war sportlich bis jetzt wenig erfolgreich und so richten wir auch schon den Blick nach vorn. In einem Gespräch mit der TA habe ich erklärt, dass wir weiter 1. Liga spielen wollen. Auch in dieser Saison gibt es keinen Absteiger. In vielen Sportarten ist das so, weil die Corona-Saison überall schwierig war. Mit dieser Entscheidung haben wir zwar frühzeitig Planungssicherheit, aber was die wirtschaftliche Planung angeht bleibt es ungewiss. Sponsorenverluste in Corona-Zeiten konnten wir noch nicht kompensieren und dies wird in der kommenden Saison die größte Herausforderung. Zunächst geht es jetzt aber zwei sportlich zu. Aachen, Suhl, Potsdam und Münster sind noch unsere Gegner. Heute um 18 Uhr steht es in der Riethsporthalle 0:0 und es gibt den ersten Aufschlag. Nachfolgend unser Vorbericht: In einem Nachholspiel aus dem Januar empfängt Schwarz-Weiß Erfurt am Freitag, 18 Uhr, in der heimischen Riethsporthalle die Ladies in Black Aachen. Im Duell der Tabellennachbarn hegen beide Kontrahenten Siegwünsche. Da die ursprüngliche Saisonplanung vorsah, dass im Januar ein EM-Qualifikationsturnier stattfinden sollte – was sich später durch die Corona-Pandemie erledigte – und die Gäste dafür Nationalspielerinnen abstellen müssen, wurde schon frühzeitig ein Ausweichtermin gefunden: der 26. Februar. Dass es ein Freitag ist, hat einen zweiten Grund, der seitens der VBL vorgegeben ist. Am Sonntag finden die DVV-Pokalfinals in Mannheim statt und deshalb dürfen am Wochenende keine Punktspiele ausgetragen werden, um dem einzigartigen Event in der Mannheimer SAP-Arena die volle Aufmerksamkeit in Volleyball-Deutschland zu schenken. Somit dürfte sich am Freitagabend die Aufmerksamkeit derer, die gerne Volleyball schauen, auf den Livestream von sporttotal.tv konzentrieren. Der Ausgang des Duells des Elften gegen den Zehnten scheint zumindest offen, wenngleich die Gäste mit doppelt so vielen Siegen wie ihre Gegenüber die Rolle des Favoriten tragen. Zwar ist der vorletzte Platz sicher nicht das, was die Ladies für diese Saison angestrebt haben, aber das Tabellenbild können die Damen aus der Kaiserstadt noch korrigieren. Das Erreichen der Play-offs haben sie nicht nur sprichwörtlich noch in den eigenen Händen. Vier Punkte bei noch zwei mehr zu absolvierenden Spielen beträgt der Rückstand zum Achten, USC Münster. Ein Sieg, bestenfalls mit drei Punkten, würde die LiB um Kapitänin Mareike Hindriksen und Nationalspielerin Jana Franziska Poll ihrem nordrhein-westfälischen Konkurrenten um einiges näherbringen. Die auf der anderen Netzseite stehenden Erfurterinnen wollen ihrerseits aber auch ein Erfolgserlebnis einfahren. So wie in der Vorsaison, als sie beim 3:2-Heimsieg die mit 13:9 führenden Gäste vor der Ziellinie noch abfingen. Zwar ist in dieser Saison aus Erfurter Sicht nicht mehr viel zu retten, aber das eine oder andere Erfolgserlebnis wollen sich die Schwarz-Weißen in den verbleibenden vier Spielen gerne noch holen. Es wäre etwas Balsam für die Mannschaft, aber auch für diejenigen, die sich um die Bundesliga, insbesonder die Heimspiele, verdient machen. „Wir wollen gewinnen“, sagt Geschäftsführer Christian Beutler entschlossen und meint damit nicht nur aus Sicht der Mannschaft. „Auch wir alle drumherum wollen den Sieg“, legt er nach. Wollen ist das Eine, machen das Andere. Und da sind dann doch die Spielerinnen auf dem Spielfeld gefragt. Auch wenn – wie leider gewohnt – immer noch keine Zuschauer zugelassen sind, so hoffen „Michi“ Petter & Co. auf viele Daumendrücker vor den Bildschirmen. StS