Blogeinträge

Noch sechs Wochen bis zur Wahl…

In Berlin bei der bpb
Langsam aber sicher steigt das Wahlkampffieber… Samstag der Landesparteitag der CDU mit Beschluss des Wahlprogramms, die Straßen inzwischen voller Plakate und am Wochenende wieder einmal eine aktuelle Umfrage mit ernüchternden Zahlen (Linke 28, AfD 25, CDU 22, Grüne 8, SPD 7, FDP 5). Aber natürlich gibt es sechs Wochen vor der Wahl noch viele Unentschlossene (damit trösten sich in der Regel die Parteien nach schlechten Umfragewerten). Diese Unentschlossenen im Wahlkampf zu überzeugen ist Sache der Kandidaten und Parteien. Ihnen dabei Entscheidungshilfen zu geben, ist Aufgabe der politischen Bildung. Seit 2002 erstellt dazu die Bundeszentrale für politische Bildung regelmäßig den Wahl-O-Mat. Als Landeszentrale für politische Bildung arbeiten wir daran mit, deshalb war ich heute mit einer Kollegin in Berlin. Am Check-Point-Charly gelegen, hat man von der Bundeszentrale zwar einen tollen Blick auf die Friedrichstraße, aber dafür war heute nur in der Mittagspause Zeit. Neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der bpb waren auch Vertreterinnen der Thüringer-Jugendredaktion nach Berlin gekommen. Nachdem wir im August in Erfurt 80 Fragen erarbeitet hatten, haben die 18 Parteien, die zur Wahl antreten, dieses Fragen beantwortet. Aus diesen 80 Fragen haben wir 38 ausgewählt. Dabei ging es nicht nur um die Frage, wie bedeutend die Themen gerade sind, sondern auch darum, dass wir Unterscheidungsmerkmale der Parteien finden. Ob dies gelungen ist, werden kommenden Mittwoch zuerst die Parteivorsitzenden den Landtags- und Bundestagsparteien testen. Im Thüringer Landtag werden wir gemeinsam mit der bpb den Wahl-O-Mat öffentlich vorstellen. Bilder aus Berlin  

Saisonende mit dem Playoff-Halbfinale

Voller Einsatz
Während die Football-Saison in Amerika gerade wieder begonnen hat und ich an jedem “verdammten Sonntag” wieder mit meinem Sohn gespannt die Ergebnisse verfolge und viele Spiele auch im Free-TV geht in Deutschland die Saison zu Ende. Die Indigos sind schon fertig und auch die GFL steuert auf das Finale, den German Bowl, zu. Wir werden in diesem Jahr natürlich wieder in Frankfurt live dabei sein, auch wenn die Finalgegner erst am 29.9. feststehen. Für meinen Sohn und seine Indigo-Jugend endete heute die Saison. Nachdem sie sich für das Halbfinale qualifiziert hatten, war in Chemnitz Schluss. Mit 58:12 verloren sie, aber das war angesichts der personellen Stärke von Chemnitz keine Überraschung. Ich habe mich gefreut und bin stolz darauf, dass sich mein “Großer” auch in dieser Saison weiter entwickelt hat und sein Team mehrmals als Kapitän führen durfte. Vor allem aber habe ich mich gefreut, dass er weitgehend verletzungsfrei durch die Saison gekommen ist. Bilder aus Chemnitz

Saisonstart für unser junges Regionalliga-Team

In der Halle am Sportgymnasium
Saisonstart für unser junges Regionalliga-Team: vom Landesparteitag ging es zügig zurück nach Erfurt, schließlich wollte ich als Vereinspräsident beim Saisonstart unserer Nachwuchstalente dabei sein. Gegen die erfahrenen Damen aus Lichtenstein begannen sie nervös und verloren den ersten Satz. Im zwiten Satz lagen sie mit fünf Punkten vorne, verloren dann aber ganz knapp. Trotzdem steckten sie nicht auf und holten kämpferisch die beiden folgenden Sätze zum Ausgleich. Nachdem sie sich so toll ins Spiel gekämpft hatten, verloren am Ende nur knapp im Tiebreak mit 12:15. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in dieser Saison von unserem Nachwuchsteam tolle Spiele sehen werden und ich werde möglichst oft dabei sein. Bilder vom Start

35. CDU Landesparteitag

Vier Ministerpräsidenten mit unserem Spitzenkandidat
Dieses Mal ging es ganz weit in den Westen des Freistaates – rund 130 km nach Geisa zum nunmehr 35. CDU-Landesparteitag der CDU Thüringen. Bei fast allen seit 1991 war ich dabei und so ging es natürlich auch nach Geisa. Neben Berichten und Grußworten sprach unser Landesvorsitzender Mike Mohring in Vorbereitung auf die wichtige Landtagswahl für Thüringen. Unterstützung und Zuspruch kam vom hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Er entschuldigte sich ausdrücklich für den unliebsamen Hessen-Export Höcke nach Thüringen und betonte, wie gerne er in der Ministerpräsidentenkonferenz Mike Mohring dabei sehen würde. Das Wahlprogramm für die Landtagswahl haben wir einstimmig verabschiedet. Jetzt geht es mit voller Kraft in einen schwierigen Wahlkampf. Umfragen vom Wochenende sehen die Linke mit 28 Prozent vorne, danach die AfD mit 25 und wir mit 22 Prozent. Grüne noch 8 und SPD noch 7. Wenn das Ergebnis am 27. Oktober auch so aussieht ist Thüringen praktisch unregierbar. Also: #Aufbruch2019 kämpfen für Thüringen! Bilder vom Parteitag

Initiativtreffen zur Gründung des Demokratischen Aufbruchs

Mein Ausweis mit der DA-Kravattennadel
Heute vor genau 30 Jahren stellte Pfarrer Edelbert Richter am 14. September den Demokratischen Aufbruch vor. Einen Monat später am 13. Oktober fand in der Erfurter Augustinerkirche das Initiativtreffen zur Gründung des Demokratischen Aufbruchs statt. Die Stasi dokumentierte dieses Treffen von 980 Menschen, die auf Veränderungen drängten sehr aufmerksam. Beim Stasiunterlagenbeauftragten gibt es einen dreiseitigen Bericht dazu. Das lesen dieses Berichts hat mich heute daran erinnert warum und wie ich “politisch” geworden bin. Es finden sich Aussagen darin, die mich in der damaligen Zeit zum Demokratischen Aufbruch gebracht haben. Pfarrer Edelbert Richter sagte damals “im Unterschied zur SED, die sich mit der deutschen Teilung abgefunden habe, er etwas von der deutschen Identität halte”. Von der Wiedervereinigung traute sich damals noch Niemand zu träumen, aber von den neuen Gruppierungen, sagte der DA am deutlichsten voraus, was die Menschen dachten. Der DA strebte Freiheit an.
Der Stasi-Bericht vom 13.9.1989
Ich war in diesen Wochen vor 30 Jahren bei vielen Treffen verschiedener Gruppierungen, beim Demokratischen Aufbruch habe ich mich am ehesten wieder gefunden. Am 7. Oktober 1989 war ich mit meiner damaligen Frau in Prag. Wir hatten Glück und durften zu einem Volleyballturnier, obwohl die Grenze bereits geschlossen war. Wir haben dort lange überlegt, in die Deutsche Botschaft zu gehen und sind am Ende doch zurück gefahren. Danach wurde ich Mitglied des Demokratischen Aufbruchs, weil ich die friedliche Revolution mit gestalten wollte. Meinen vorläufigen Ausweis und meine Mitgliedskarte zieren die Unterschriften von Rainer Eppelmann und meinem späteren Landtagskollegen und Minister Klaus Zeh. Später wechselte ich mit vielen Mitstreitern (auch Angela Merkel) vom DA zur CDU. Pfarrer Richter ging zur SPD. Mich hat diese Zeit in besonderer Form politisiert und geprägt. Ich denke dankbar daran zurück.

Sport als Standortfaktor

Das Podium beim Wirtschaftsrat
Öffentliche Sportförderung ist die eine Seite der Medaille – Sponsoring und Marketing die andere Seite. Beides ist notwendig, um Breiten- und Leistungssport zu entwickeln. In dieser Beurteilung waren sich heute Abend alle beteiligten Akteure einig. Der Wirtschaftsrat der CDU hatte Vertreter von Erfurter Sportvereinen und Unternehmer eingeladen, um über den Sport als weichen Standortfaktor zu sprechen. Klaus Neumann (Bauelemente Neumann) und Christian Fischer (Geschäftsführer TecArt)  sprachen für Unternehmen, die sich im Sport engagieren. Christian Fischer sprach aber auch als Vizepräsident der Black Dragons gemeinsam mit Wolfgang Heyder (Löwen Erfurt) für die Vereinsseite. Diskutiert wurde sehr intensiv die Frage, wie Sponsoren gewonnen werden könne, welcher Mehrwert für beide Seiten entsteht und welche Rahmenbedingungen es braucht. Ich war hin und her gerissen, in welcher Eigenschaft ich mich zu Wort melden sollte als Vereinspräsident unseres SWE Volley-Teams oder als Kommunalpolitiker. Seit 16 Jahren bin ich in Verantwortung für unsere Bundesligadamen und habe ähnliche Erfahrungen gemacht, wie viele Sportmannschaften im Leistungssport. Es gibt in Deutschland in den ersten Ligen in den drei große Mannschaftssportarten Fußball, Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey 136 Erstligisten, aber davon nur rund ein Dutzend in den neuen Bundesländern. Die Ursachen dafür liegen nicht im mangelnden Interesse oder der schlechteren Sportförderung, sondern an begrenzten Ressourcen im Sponsoring. Bei uns gibt es vergleichsweise weniger eigentümergeführte Unternehmen, die vor Ort Entscheidungen über Sponsoringmöglichkeiten ihres Unternehmens treffen. Es gibt sie die lobenswerten Einzelbeispiele, aber es ist ein schwieriges Stück Arbeit sie zu finden. Die Bereitstellung von Sportstätten ist kommunale Aufgabe. Gerade in Erfurt fehlen aber Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten (Hallenkapazitäten). Eine bundesligataugliche Ballsporthalle wurde mehrfach versprochen, aber nicht einmal angefangen zu planen. Dies kann nicht durch kommerzielle Bauprojekte aufgefangen werden, das die Vereine in aller Regel keine marktüblichen Mietpreise bezahlen können (wie auch kein träger im Kulturbereich). In beiden großen Themenkomplexen werden wir weiter gut zu tun haben – aber wir bleiben dran, weil wir unseren Sport lieben.

CDU Ortsverband “Am Petersberg” auf dem Petersberg

Start des Rundgangs
Selbstverständlich haben wir als CDU Ortsverband “Am Petersberg” nicht nur den Namen sondern auch das besondere Interesse am Petersberg. In Vorbereitung der Buga 2021 sorgt der Berg, bzw. das was dort geplant ist, für kommunalpolitischen Zündstoff. Grund genug, dass wir uns direkt vor Ort informieren lassen wollten und dies vom zuständigen Dezernenten Alexander Hilge. Alexander Hilge erklärte die städtischen Pläne, aber auch die Probleme. Beginnend mit dem sogenannten Zick-Zack-Weg als Aufstiegshilfe, später die Baumfällungen auf dem Plateau und nun der Eingriff in das Wäldchen beim geplanten Bastionskronenpfad werden heftig Pro und Contra diskutiert. Der Stadtrat hat sich zum Bastionskronenpfad klar positioniert. Ich habe persönlich die Online-Petition für den Bau unterschrieben aber es gibt auch heftige Kritik. Die Bürgerinitiative kritisiert, dass für den Bastionskronenpfad Bäume weichen müssen und der geschützte Umweltbereich zerstört würde. Die Mitglieder unseres Ortsverbandes waren vor Ort erst einmal geschockt, wie es dort aussieht. Müll, Trampelpfade und Gestrüpp dominieren das Bild. Mountainbiker haben sich Strecken “erfahren” und Sprungschanzen gebaut und viele der relativ dünnen Bäume sind abgestorben. Übereinstimmende Meinung war, dass dort in jedem Fall etwas geschehen muss und der Bastionskronenpfad nicht nur die Chance zur Verbindung der Festungselemente bietet, sondern auch gezielte Anpflanzungen und Neugestaltungen. Ob dies kommt ist allerdings offen. In dieser Woche hat die BI Klage eingereicht gegen die Nichtzulassung ihres Bürgerbegehrens. Das Verwaltungsgericht muss nun entscheiden. Spannend ist dabei die Frage, ob die Klage aufschiebende Wirkung entfaltet. Inn dem Fall könnte die Stadt nicht weiter ausschreiben und bauen und bis zur Buga 2021 wäre kaum noch eine Chance fertig zu werden. Falls die Klage keine aufschiebende Wirkung hat plant und baut die Stadt wie vom Stadtrat beschlossen, dass machte der Dezernent unmissverständlich klar. Die Mitglieder unseres CDU Ortsverbandes unterstützen diese Position. Bilder vom Vor-Ort-Termin 

Erinnerungskultur

Infostand in der Andreasstraße
Eigentlich ist es unglaublich – 30 Jahre ist es jetzt schon her, dass in den bewegenden Tagen ab August so viel passierte, dass am Ende der Mauerfall und die Wiedervereinigung standen. Chronisten erinnern an die markanten Daten und dies ist auch wichtig. Bei allen Problemen, die uns heute beschäftigen, dürfen wir nie vergessen, was Freiheit bedeutet und müssen es auch denen weiter geben, die die Zeit nicht selbst erlebt haben. Alle meine drei Söhne sind danach geboren und natürlich möchte ich ihnen so viel davon mitgeben und erzählen. Am gestrigen Sonntag hatte der Thüringer Geschichtsverbund in die Gedenkstätte Andreasstraße zum Bürgerfest eingeladen. Die Landeszentrale für politische Bildung in Thüringen ist Mitglied des Geschichtsverbundes und deshalb waren wir auch mit einem Infostand vor Ort. Sehr gerne habe ich den Stand betreut, nachdem ich meinen jüngsten Sohn zurück nach Weinheim gebracht hatte. Viele gute Gespräche mit Menschen, die die Zeit vor 30 Jahren aktiv geprägt haben und viele Broschüren weitergegeben. In den nächsten Tagen stehen viele markante Erinnerungsdaten im Kalender. Heute vor 30 Jahren wurde das Neue Forum gegründet. Im August gab es die ersten Treffen vom Demokratischen Aufbruch. Am Mittwoch vor 30 Jahren öffnete Ungarn seine Grenzen und 12.000 DDR-Bürger reisten schon in den ersten Stunden aus. In Leipzig begannen die Demonstrationen. Ich werde in den nächsten Wochen immer einmal wieder an die markanten Daten erinnern. Sie haben mein Leben geprägt und verändert, so wie das Leben aller Deutschen. Dafür bin ich dankbar. Bilder vom Bürgerfest  

Dampfloktage und Queen

Tolle Show
Natürlich ist das inhaltlich weit auseinander, aber für meine beiden jüngeren Söhne waren das heute die wichtigsten Themen und damit auch für Papa. Mit dem Kurzen war ich heute in Meiningen bei den Dampfloktagen. Klimatechnisch sicherlich völlig unkorrekt, aber trotzdem mit tausenden begeisterten Eisenbahnfans! Im Meininger Dampflokwerk treffen sich in jedem Jahr am ersten Septemberwochenende fahrbereite Dampfloks aus ganz Deutschland und dazu natürlich auch die Fans. Prunkstück war (wenn auch als Nachbau) die Adler, auf der mitgefahren werden konnte. Vom Eisenbahnhavariekran, auf dem die Kinder Ehrenkranführer werden konnten, bis zu zahllosen Modellen gab es alles. Am Abend ging es dann in die Schule – nicht zum Unterricht, sondern zum Konzert. Mein mittlerer Sohn hat mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülern Queen auf die Bühne gebracht. Musik, Tanz und Gesang – eine ausverkaufte Aula und die Erinnerung an alle Queen-Hits. Die Queen-Impressionen dienten u.a. der Einstimmung auf das Großereignis im nächsten Jahr. Anfang März werden dann noch einmal 50 Akteure mehr auf der Bühne sein (gestern waren es 70). Im Parksaal der Multifunktionsarena können drei Mal 700 Besucher das Queen-Spektakel erleben. Ich freue mich jetzt schon darauf. Bilder aus Meiningen Queen im KLG      

Ehrenamtswürdigung 2019

Die Geehrten mit den Laudatoren
Eine unserer traditionsreichsten Veranstaltungen ist die Würdigung von Ehrenamtlichen. Seit nunmehr 19 – seit dem internationalen Jahr des Ehrenamtes wählt die CDU Erfurt in jedem Jahr die Ehrenamtlichen des Jahres mit einer Jury aus und 10 von ihnen werden in einer feierlichen Veranstaltung geehrt. Rund 200 Biografien von Ehrenamtlichen sind in der Zeit zusammen gekommen. Am Samstag Vormittag kamen die Preisträger 2019 hinzu. Ich habe gerne wieder in der Jury mitgewirkt und am Samstag auch die Laudation für Prof. Dr. Rainer Knauf sowie Christian Manzke vom Verein “Stark unter einem Dach e.V. gehalten”. Die Arbeit von Prof. Knauf, als ehrenamtlicher Vorsitzender der DLRG Erfurt und Christian Manzke im Jugendhaus am Wiesenhügel kenne ich ganz gut und es war mir deshalb ein Bedürfnis ihnen auch persönlich zu danken. Am Montag wir die TA/TLZ alle Geehrten noch einmal vorstellen. Herzlichen Glückwunsch allen – sie sind Vorbilder in unserer Gesellschaft! Bilder von der Ehrenamtsveranstaltung