Ursula von der Leyen im Januar 2009 in Erfurt
Europa ist in allen Medien derzeit präsent. In den sozialen Netzwerken wird heiß diskutiert und selbst diejenigen, die den scheidenden EU-Kommissionspräsidenten noch nicht einmal mit Namen kennen, wissen sehr genau wer es als Nachfolger nicht werden soll. Seit der Name von Ursula von der Leyen dafür im Gespräch ist überschlagen sich Freund und Feind mit heftiger Kritik und werfen der Bundeskanzlerin ein unsauberes Spiel vor.
Tatsache ist aber, dass die EVP-Fraktion zwar stärkste Fraktion im EU-Parlament geworden ist, aber damit noch keine Mehrheit für ihre Personalvorschläge hat. Zudem müssen die europäischen Staats- und Regierungschefs dem EU-Parlament ihren Vorschlag gemeinsam unterbreiten. Manfred Weber war Spitzenkandidat der Union. Wer aber daraus ableitet, nur er könne oder dürfe EU-Kommissionspräsident werden, irrt. Auch bei Landtagswahlen (jüngst in Bremen, aber auch in Thüringen) wird nicht der Ministerpräsident, dessen Fraktion am stärksten ist, sondern nur derjenige, der eine (Koalitions-)Mehrheit erreicht.
Es ist ausgesprochen heuchlerisch von der SPD und vom ehemaligen Spitzengenossen Gabriel sich jetzt lautstark über den Vorschlag von der Leyen zu beklagen und ein Verlassen der Koalition einzufordern (Gabriel hat die Bundesregierung ja sowieso schon länger verlassen). Es war die SPD, die massiv Front gegen Weber gemacht hat undeEs war der französische Staatspräsident, der seine Wahl ausgeschlossen hat. Und erst als auch die Visegrad-Staaten nicht mitmachen wollten, musste die Kanzlerin nach einem anderen Vorschlag suchen. Die Wahl des anderen Spitzenkandidaten Timmermanns fand ebenfalls nicht die erforderlichen Mehrheiten, zumal seine Fraktion auch kleiner ist.
Insofern hat Merkel völlig zu Recht nach einem Kompromiss gesucht und ihn gefunden. Ursula von der Leyen ist im europäischen Ausland hoch angesehen. Daran ändern auch die oft gehässige Diskussion in Deutschland nichts. Daher war es möglich für sie das einmütige Votum der anderen Staats- und Regierungschefs zu bekommen. Ich verstehe die Kritik vieler meiner Kolleginnen und Kollegen (auch der CDU/CSU) deshalb nicht. Keiner von ihnen kann einen Weg benennen, wie Weber Kommissionspräsident hätte werden können. Jeder von ihnen wollte und will aber einen EVP-Vertreter und am besten eine/einen Deutschen an der EU-Spitze.
Ich hoffe, dass Ursula von der Leyen die notwendige Mehrheit bei der Wahl in zwei Wochen erreicht. ich kennen sie von vielen Veranstaltungen währen meiner Landtagsmandatszeit und auch danach. Sie war unter anderem im Januar 2009 extra zur Wahlkampfunterstützung in Erfurt. Bei der Besichtigung der Wappensteine ihrer Familie auf dem Petersberg entstand das nebenstehende Bild. An dem Januartag war es so kalt, dass ich Ursula von der Leyen meinen Mantel geliehen habe. In ihrem neuen Amt wird sie sich auch warm anziehen müssen – aber sie wird es im Interesse Deutschlands und der EU meistern.
Die Richtkrone gesetzt
Rund 20 Monate sind es noch bis zur Eröffnung der Buga 2021 im April 2021. Höchste Zeit also, dass die Bauprojekte angegangen werden. Während es in der Geraaue, dem Nordpark und auf der EGA gut voran geht, hängt der Petersberg noch hinterher.
Zwar wird auf dem “Dach der Stadt” viel gebaut, aber der Höhenweg ist nach den jüngsten Auseinandersetzungen mit der BI und dem Nabu in weite Ferne gerückt. Der angekündigte Klageweg wird dieses Projekt wohl so weit in die Zukunft verschieben, dass es vor der Buga nichts mehr wird. Kommenden Dienstag ist Hauptausschuss (Buga) – danach werden wir mehr wissen.
Diese Gefahr besteht für das Klimazonenhaus Danakil erfreulicherweise nicht. Dort ist alles im Plan und deshalb wurde heute Richtfest gefeiert. Im Gegensatz zum ersten Spatenstich auch ohne Mäkeleien der Erfurter Grünen, die im vergangenen Jahr noch die Einstellung des Projektes gefordert hatten.
Danakil-Bilder
Strandbad-Idylle
Wenigstens der Sonntag war für mich am Wochenende noch frei. Nach der Samstags-Hitzeschlacht beim Thüringentag gab es nur ein Ziel – Wasser! Die vier Erfurter Freibäder haben garantiert heute Besucherrekorde aufgestellt. In Stotternheim jedenfalls waren schon um 10 Uhr alle (legalen) Parkplätze belegt und am Kassenhäuschen stauten sich die Besucher.
Vorrausschauend hatte ich das Motorrad als Reisemittel gewählt. Ein Parkplatz findet sich da immer. Am Strand war das schon schwieriger. Der Badestrand war dicht gefüllt. Hingegen war der Freiköperbereich durchaus sogar noch mit Schattenplätzen im Rennen. Deshalb habe ich mich bei der Überschrift und dem Bagerbesuch gegen den Liedtext “Pack die Badehose ein” entschieden 😉
Falls es in den nächsten Tagen so warm bleibt, werden die Bäder sicher eine tolle Bilanz in diesem Jahr haben. Toll ist auch die Aktion der Stadtwerke zu den Sommerferien. Abo-Kartenbesitzer des ÖPNV können eine Begleitperson mit ins Bad bringen, die den Eintritt spart und dies in allen vier Freibädern der Stadt.
Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern einen nicht ganz so heißen Start in den Juli!
Gelegenheit für viele Gespräche
Dieses Jahr war es für alle Beteiligten eine echte Hitzeschlacht. Durchgängig von Freitag bis Sonntag lagen die Temperaturen über 35 Grad. Insbesondere für die Infostandbetreuungen war dies eine Herausforderung, die nur durch ausreichend Getränke zu bewältigen war.
Wir waren mit der Landeszentrale für politische Bildung am Stand der Thüringer Staatskanzlei dabei und haben eine Unmenge an Broschüren zur politischen Bildung an den interessierten Bürger gebracht. “Renner” waren unsere Simpson-Broschüre aus der Reihe die Geschichte hinter dem Bild und das Buch über die Schwalbe. Passend dazu hatte die Schwalbe am Samstag ihren 50. Geburtstag. Vor genau 50 Jahren kam sie in der Vogel-Serie als Kleinroller auf den Markt und ist bis heute ein Kultobjekt.
Die Politik war beim Thüringentag mit einer Extra-Mile vertreten – alle Parteien, der Thüringer Landtag und die Landesregierung. Am Stand der Staatskanzlei waren allein am heutigen Samstag der Ministerpräsident und gleich vier seiner Minister zu der Gesprächsreihe “Thüringen diskutiert”. Trotz der Hitze gab es etliche Bürgerinnen und Bürger, die auch hitzig diskutiert haben.
Ein großes Dankeschön gebührt allen Mitwirkenden und Organisatoren, die den 17. Thüringentag zum Erfolg geführt haben. Am Ende wurde der Staffelstab weiter gegeben. Der nächste Thüringentag findet in Schmalkalden statt.
Bilder vom Thüringentag
Der Spielplan der Saison 2019/2020
Noch fünf Wochen sind es bis zum Trainingsauftakt für unsere Bundesligadamen von Schwarz-Weiss Erfurt. Inzwischen ist nun auch der Spielplan fix und wir starten am 9. Oktober 2019 mit einem Heimspiel gegen Münster in die neue Saison 2019/2020. Schon drei Tage später folgt das nächste Heimspiel gegen Vilsbiburg.
Wir sind bezüglich der Saisonvorbereitung auf einem guten Weg. Das Team ist komplett – sowohl mit den Spielerinnen, als auch Trainern. Hinzu kommt der Wechsel in der Geschäftsführung unserer Spielbetriebs GmbH und der Umzug unserer Geschäftsstelle. Darüber und die weiteren Aufgaben haben wir heute Abend bei der Gesellschafterversammlung und der anschließenden Vorstandssitzung diskutiert. Ich bin meinen Vorstandskollegen sehr dankbar für ihr Engagement und hoffe mit ihnen auf eine erfolgreiche Saison.
Am Erfurter Nordstrand
Heute hat das Thermometer die 40 Grad-Grenze noch nicht überschritten, war aber mit 38 Grad schon dicht dran. Bei den Temperaturen ist es eigentlich nur am bzw. im Wasser auszuhalten. Ich habe mich daher gefreut, dass mich mein Sohn am Nachmittag kurzfristig motiviert hat mit ihm an den Nordstrand zu fahren und dort das kühlere Nass aufzusuchen.
Mit Wakeboard und Wasserski macht das doppelt Spaß, weil der Fahrtwind dazu kommt. In diesem Jahr sind wir schon viel gefahren – letzte Woche noch in Süsel an der Ostsee. Kommende Woche will ich dann einmal mit meinem jüngsten Sohn in St Leon oder Mannheim die Anlagen testen. insgesamt gibt es in Deutschland 80 Wakeboard und Wasserski-Kabelanlagen.
Bodo Ramelow am Stand der LzT
Schon viele Jahre gibt es das Thüringer Sommerfest in Berlin. Zum ersten Mal war ich gestern dabei. Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen hatte, wie viele andere Landesinstitutionen einen Infostand, bei dem wir hauptsächlich unsere Publikationen an den Mann bzw. die Frau gebracht haben.
Gemeinsam mit vielen Thüringer Firmen präsentierte sich der Freistaat in den Straßen um die Thüringer Landesvertretung mit viel kühlen Getränken und natürlich Thüringer Rostbratwürsten. Rund 2.500 Gäste folgen traditionell der Einladung, darunter ein großer Teil auch aus Thüringen angereist und ist es immer auch eine gute Gelegenheit zum Netzwerken. Die nächsten Gelegenheiten dazu bieten sich am Wochenende beim Thüringentag in Sömmerda. Ich hoffe nur, dass es da nicht auch so heiß wie in Berlin wird.
Bericht im Thüringen JournalBilder aus Berlin
Mit Uwe Kotzan und dem Air Race Weltmeister Matthias Dolderer
Erfreulicherweise geht es am Flughafen Erfurt-Weimar nicht nur weiter, sondern es gibt auch neue Linienverbindungen. Nach der Germania-Pleite war die Sorge groß, dass unser Flughafen in schweres Fahrwasser gerät, aber in dieser Woche hat er wieder positive Schlagzeilen gemacht. Neben den neuen Linienflügen konnten auch die traditionsreichen Rosinenbomber in Erfurt landen und am Wochenende gab es das Flughafenfest.
Der Erfurter Flughafengeschäftsführer Uwe Kotzan ist optimistisch, dass das Flugjahr in Erfurt gut läuft und sucht nun noch nach einer Linienverbindung nach Griechenland. Beim Flughafenfest waren vor allem die kleineren Sportflugzeuge und die große Technik im Blick. Der Red Bull Air Race Weltmeister Matthias Dolderer flog an beiden Tagen. Es gab reichlich Kunstflugvorführungen und die Flughafenfeuerwehr demonstrierte Löschübungen. Es war wieder ein schönes Flughafenwochenende – ich wünsche dem Flughafen Erfurt-Weimar, dass es gut weiter geht.
Bilder vom Flughafenfest
An der Steilküste in Boltenhagen
Etwas ruhiger war es auf meiner Homepage in den letzten Tagen, da endlich der erste Teil des Sommerurlaubs anstand. Mit meiner Lebensgefährtin und meinem jüngsten Sohn war ich in Boltenhagen an der Ostsee und wir hatten das dazu passende Sommerwetter erwischt. Für meinen jüngsten Sohn waren es die Pfingstferien, da die Sommerferien in BaWü immer erst sehr spät beginnen. Bis zu den eigentlichen Sommerferien sind es in Thüringen nur noch zwei Wochen.
Im Gepäck hatten wir sowohl die Fahrräder, als auch das Motorrad und die Wasserskiausrüstung. Neben der Ostsee waren wir natürlich mit der Molli-Bahn und dem Lütt-Kaffeebrenner unterwegs, haben mit den Fahrrädern die Insel Poel erkundet, waren zum Wasserski/Wakeboard in Süsel und in der UNESCO-Weltkulturerbestadt Wismar.
Bilder vom Sommerurlaub
In der Fotobox
Ausgesprochen positiv überrascht war ich vom Besuch im Spionagemuseum in Berlin. Auf dem Weg in den Ostseeurlaub habe ich mit meinem jüngsten Sohn einen Zwischenstopp in Berlin eingelegt. Neben der Bundesligaversammlung haben wir uns am Samstag in etwas kühlere Räume “verzogen”. Für den Besuch des einzigen Spionagemuseums in Deutschland hatten wir gut eine Stunde geplant. Am Ende sind es aber drei ausgesprochen interessante Stunden geworden.
Spionagetechnik von der Antike bis zu den Weltkriegen ist ebenso vertreten, wie die Zeiten des kalten Krieges. Insbesondere die Stasi-Exponate überraschen dann doch. Eines der aufwendigsten Exponate ist der Trabi mit Infrarotfototechnik – mit rund 250.000 DM sicher die teuerste Rennpappe. Besonders angetan waren wir von der großen Abteilung zu James-Bond-Filmen. Da wir in den letzten Wochen einige zusammen gesehen hatten, haben wir natürlich fast alle Exponate richtig zuordnen können.
In einer Fotobox kann man sich im Museum selbst als Spion verkleiden und ablichten lassen oder in einem Laserparkour die eigene Mission Impossible ausprobieren. Für Väter und Söhne (aber natürlich auch für Mütter) ist das Museum am Potsdamer Platz unbedingt eine Empfehlung.
Bilder aus dem Spionagemuseum
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