
Parlamentarische Eiszeit

Ihr Stadtrat für Erfurt


Gestern Abend ging es dann noch mit den Kindern zum Autofrühling auf den Domplatz und danach glühte der Grill. Heute Vormittag stand dann der Besuch der Kinderkult 2013 auf dem Programm. Unser SWE Volley-Team gestaltete dort das Volleyball-Mitmachprogramm. Dramatik pur gestalteten unsere U-16 Damen am Nachmittag in der Halle am Sportgymnasium.
Bei der Regionalmeisterschaft Ost waren ihre Gegenerinnen aus Suhl, Dresden und Lichtenstein. Nach zwei Siegen gegen Suhl und Dresden war die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft schon im Sack – jetzt ging es im Finale gegen Lichtenstein um die Meisterschaft. Nach dem 1:1 Satzausgleich ging es im entscheidenten dritten Satz hin und her. Am Ende siegten unsere Mädels glücklich mit 19:17 und um so lieber habe ich die Siegerehrung gemacht. 

Sportlich und in Familie starten die Weihnachtsfeiertage. Endlich einmal Zeit für die Familie – gemeinsames spielen und heute auch mit meinem Sohn Jonas ein Besuch im Sportpark Johannesplatz. Seit einiger Zeit trainiert er regelmäßig Tischtennis und so wollten wir mal testen wie der Leistungsstand ist. Der Ausgang war für mich leider etwas frustrierend gleich vier Spiele habe ich verloren drei Mal mit 3:0 und ein Mal mit 3:2 🙁
Erfolgreicher lief es für die Black Dragons vor der Saisonrekordkulisse von über 900 Zuschauern. Zum Weihnachtsspiel kreuzten sie die Schläger mit den Wölfen aus Schönheide. Wie in den vergangenen Jahren schon hatten die Drachen um eine Plüschtierspende gebeten. Beim ersten Tor der Black Dragons durch Christian Grosch (schon nach wenigen Minuten) wurden hunderte Plüschtiere auf das Eis geworfen und von den Young Dragons, den Spielern und sogar den Schiedsrichtern wieder eingesammelt. Die Stadtmission wird die Plüschtiere an bedürftige Kinder verteilen.
Das Eishockeyspiel gewannen die Drachen locker mit 5:1. Zwischen den Feiertagen werden wir uns sicher gemeinsam noch etwas mit Sport beschäftigen. Am Freitag spielen die Black Dragons noch einmal gegen die Preussen Berlin um Punkte und am 31.12. werde ich mit Jonas beim Silvesterlauf mitmachen – dieses Mal die 4km-Strecke. Ich ahne mal, da gibt es wieder eine innerfamiliäre Niederlage für mich 🙂
Der Blick aus dem Festern war in den letzten Tagen wenig erbaulich. Erster Schnee und kaltes Wetter passen so gar nicht zur Stimmung der letzten Wochen. Vor drei Wochen war ich noch am Strand in Montenegro und hatte bei der Bike-Tour bestes Wetter und jetzt den aufziehende Winter sogar schon mit Schnee im Oktober bei uns in Erfurt 🙁
Bei dem Wetter blieb für mich heute nur eine Wochenend-Alternative und das ist Sport. Diesmal nicht passiv (das RWE-Spiel war schon wg. Schnee abgesagt und unsere SWE-Mädels spielen auswärts in Lohhof) sonder mal wieder selbst aktiv. Bevor die Advents- und Plätzchenzeit dann beginnt, nutze ich so mal lieber noch die Chance zur Gewichtsreduzierung und Körperertüchtigung 🙂
Nach dem Sommerurlaub in Kroatien hatte ich Anfang August beim Blick auf die Waage etwas frustriert festgestellt, dass das Essen dort zu gut war und die dortigen Wasserskirunden kein Ausgleich für regelmäßige Sportaktivitäten boten. Den Frust setzte ich gleich einen guten Vorsatz entgegen. Bis zur Bike-Tour Ende September sollten schon mal fünf Kilo wieder runter (damit zumindest die Bikerhose wieder passt). Das Ziel habe ich, wenn auch nur knapp, erreicht. Damit erst gar kein Pendelefekt eintritt, geht es nun aktiv weiter. Mit einigen Sportparkeinheiten, sowie Squash- und Badmintonrunden in den letzten beiden Wochen habe ich den Gewichtsabwärtstrend beibehalten.
Politik und erst Recht Büroarbeit verlangt nach einem Ausgleich und so treffe ich unregelmäßig auch unseren Oberbürgermeister im Sportpark. Da kann man dann sogar noch beides verbinden. Wenn dem aktuellen Wetter etwas abzugewinnen ist dann das damit mehr Gelegenheit besteht im Sportpark aktiv zu werden. 


Gestern Abend haben im Erfurter Stadtrat gleich sieben Fachausschüsse zum Umbau des Stadions in die Multifunktionsarena beraten. Ein 80-seitiges Konzept zum möglichen Fördermittelantrag der Stadt wurde als Drucksache vorgelegt und ein Betreiberkonzept zunächst mündlich beraten. Zahlreiche Fragen ergaben sich daraus, viele wurden beantwortet, einige sind noch offen.
Da ich heute bezüglich eines Zeitungsartikels in der gestrigen Thüringer Allgemeinen und einer aktuellen Pressemitteilung der CDU-Landtagsfraktion viele Fragen erhalten habe, möchte ich gerne hier noch einmal die Position der CDU-Stadtratsfraktion verdeutlichen. Anknüpfend an unser Flugblatt zum Thema “Ja, aber” und zum Stadtratsbeschluss vom 6. Juli 2011 bleibt festzuhalten, dass sich an beiden Positionen nichts geändert hat. Weder ich persönlich, noch die CDU-Stadtratsfraktion sind bis jetzt von dieser Linie abgerückt.
Wir haben im Stadtrat umfängliche Konzepte eingefordert. Der Stadtrat hat dies einmütig beschlossen und die Stadtverwaltung hat dies zugesagt. Die Erarbeitung der Konzepte hat sich bis zum heutigen Tag erheblich verzögert, ursprünglich waren sie für Oktober 2011 angekündigt. Wir werden die Konzepte wenn sie uns alle vorliegen prüfen und danach bewerten. Viele Forderungen sind bereits erfüllt, aber einige noch offen. Unter anderem gibt es noch kein Konzept zur Parkplatzerweiterung und Verkehrsführung (MAN-Straße). Das Betreibungskonzept steht noch nicht abschließend und ein Bebauungsplan muss noch vom Stadtrat beschlossen werden. Letzterer kann erst voraussichtlich im September beschlossen werden. Erst danach könnte eine europaweit offene Ausschreibung erfolgen, die Vergabe erfolgen und der von Minister Machnig bereits für das Frühjahr angekündigte 1. Spatenstich erfolgen. Insofern ist beim Stadionneubau eben gerade nicht “alles im Zeitplan”, wie es Herr Machnig heute in der BILD erklärte.
Da es aber darauf ankommt ein gutes, realistisches und für die nächste 25 Jahre erfolgreich umsetzbares Konzept zu entwickln, ist es gut den Zeitdruck herauszunehmen und seriös zu arbeiten. Wir werden bis zum möglichen Stadtratsbeschluss die Stadtverwaltung bei einigen Dingen auffordern, entsprechend des Stadtratsbeschlusses nachzuarbeiten. Erst wenn wir die vorgelegten und eventuell nachgearbeiteten Konzepte geprüft haben, werden wir abschließend entscheiden.
Ich lasse mich von Niemanden zu einer vorschnellen Entscheidung drängen, dazu ist die Entscheidung zu wichtig und folgenreich! Ich lasse mich darüber hinaus von niemanden in eine Position hinein oder die CDU-Stadtratsfraktion in eine Ecke drängen! Die Aussage des Präsidenten des RWE in der gestrigen TA sind deshalb einer offenen Entscheidungsfindung innerhalb unserer Fraktion nicht dienlich, ich habe dies Herrn Rombach gestern bereits in einem Telefongespräch erklärt.
Und Drohungen wie “Populistische Äußerungen, die nur wahlkampfmotiviert sind, werden wir nicht dulden” erst Recht nicht. Ich hatte Herrn Rombach bereits vor zwei Wochen die Position der CDU erläutert und hatte den Eindruck, dass wir uns über den zu beschreitenden Weg damals noch einig waren.
Die Pressemitteilung der CDU-Landtagsfraktion greift aber ebenfalls bereits einem noch offenen Diskussions- und Entscheidungsprozess vor. Eine andere Finanzierungsform als über die GRW-Richtlinie hätte man endweder am Beginn des Prozesses letzten Sommer diskutieren sollen, oder man kann sie erst diskutieren wenn der jetzt geplante Weg nicht gehbar ist, also der Stadtrat diesem Fördermodell nicht zustimmt oder das Wirtschaftsministerium die Förderung ablehnt. Erstere Entscheidung fällt voraussichtlich im Stadtrat am 29. Februar, die Entscheidung des Ministeriums wohl im April oder Mai.
Die erneut vorgeschlage Variante eines gemeinsamen Stadions von Jena und Erfurt kann nur von jemanden vorgebracht werden, der die Befindlichkeiten im Umfeld der beiden Vereine nicht kennt. Auch wenn es finanzpolitisch wünschenswert wäre, ist es in beiden Städten nicht mehrheitsfähig.
Fazit – zwei Dinge sind festzuhalten:
1. Die Sanierung bzw. der Neubau des Stadions ist notwendig.
2. Die Entscheidung der CDU-Stadtratsfraktion über den Weg dazu ist noch offen. 

Fünf Tage an der Nordseeküste und ein Wochenende mit Rot-Weiß (nur ein 1:1 gegen Preussen Münster) und den Black Dragons bestimmten eine Woche der Herbstferien. Nochmal kräftig Luft holen bevor der politische Jahresendspurt beginnt. In genau sechs Monaten ist die Oberbürgermeisterwahl (zumindest der erste Wahlgang) Geschichte. In der kommenden Woche wird die Erfurter CDU dazu die Kandidatenkür abschließen.
Bei der morgigen Fraktionssitzung der Stadtratsfraktion stehen gleich drei wichtige Themen auf der Tagesordnung. Der Umgang mit dem vom Oberbürgermeister angekündigte Nachtragshaushalt – der nach ersten Zahlen wieder nur ein Stückwerk wird, die Schulnetzplanung in Erfurt und die Abwassergebühren werden wir beraten und die politische Marschrichtung festlegen.
Volleyball dominiert dann den Mittwoch-Abend. Bei einer Vorstandssitzung werden wir die Organisationsauswertung und Planung vornehmen. Gleich zwei gute Nachrichten zum Thema Volleyball bot das Wochenende. Das letzte Woche wegen Stau entfallene Auswärtsspiel in Offenburg soll nachgeholt werden und wird nicht mit 3:0 gegen uns gewertet und das Auswärtsspiel in Straubing gewannen unsere Damen mit 1:3.
Beim Eishockey ging es im Klassiker mal wieder gegen die Saale Bulls Halle. Ich kann mich bisher an keinen Erfurter Sieg erinnern. Auch heute begannen die Hallenser gut, bis die Black Dragons in 3:5 Unterzahl das 1:0 schafften. Am Ende stand es in einem umkämpften Spiel 5:3 für Erfurt. Nächsten Sonntag geht es gegen Chemnitz das wird wieder ein heißer Tanz!
Auf die Eröffnung der 19. Jüdisch-Israelischen Kulturtage am Donnerstag freue ich mich sehr. Das Programm ist auch in diesem Jahr wieder vielfältig.